Erfahrungsbericht über

Radisson Blu Hotel, Amsterdam

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Radisson Blu Hotel, Amsterdam

 

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Blu Nights in Amsterdam

4  04.10.2010 (30.12.2010)

Pro:
Tolle Atmosphäre, schönes Ambiente, aufmerksames Personal, liebevoll gestaltete Zimmer, erstklassi

Kontra:
Die Klimaanlage

Empfehlenswert: Ja 

Kuschelsocke77

Über sich: Neuer Job, weniger Zeit :-( Gegenlesungen kommen garantiert, es kann eben nur ein paar Tage dauern. ...

Mitglied seit:11.12.2009

Erfahrungsberichte:97

Vertrauende:59

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 195 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Heute möchte ich den letzten Bericht einstellen, der mit unserem Trip nach Amsterdam zu tun hat und der handelt von unserem Hotel, dem Radisson Blu.

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Info vorab:
~~~~~

Von diesem Hotel hatte ich genau 49 Fotos gemacht, von innen und außen, nur wurde mir in Amsterdam dann meine Cam geklaut, so dass ich hier kein Foto mehr einstellen kann.
Für einen Einblick in das Hotel (bessere Fotos hätte ich nun wirklich auch nicht liefern können) gibt es am Ende des Berichts einen Link zur Galerie.
Da Fotos hier immer noch freiwillig sind, und ich schlicht und einfach ein ganz tolles Hotel vorstellen möchte, schreibe ich diesen Bericht "trotzdem."
Ein Hotel, das man wirklich nur empfehlen kann allein deshalb nicht vorstellen zu können weil Fotos fehlen, halte ich persönlich für falsch, wobei das jeder sehen kann wie er möchte.
Wer nach diesem Bericht der Meinung ist, das ich das Hotel nie besucht habe, der unterstellt mir eine unglaubliche Fantasie - Danke sehr. ;)
Mit den h und wh Bewertungen von den Usern, die generell abwerten wenn es keine Fotos gibt, und die sich den Link nicht ansehen möchten, werde ich dann leben können.


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Für die besser Übersicht ist der Bericht gegliedert in:
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Vorwort
Adresse
Lage
Preise
Angaben des Hotels
Rezeption/*Unter der Erde*
Zimmer
Service
Frühstück/Restaurant
Bar
Die Umgebung


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Vorwort:
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Für Ende August hatte mein Freund einen Aufenthalt in Amsterdam geplant und ein Hotel gebucht - und ich wusste von nichts.
Zwei Tage vor der Abfahrt wurde ich gefragt, ob ich Zeit hätte, wobei mir auch gleich gesagt wurde, dass ein Nein nicht akzeptiert wird.
Hättet Ihr nein gesagt?
Eben, ich auch nicht. ;-)
Ich hatte absolut keine Ahnung davon was mich erwarten würde, in welchem Stadtteil das Hotel liegen würde, oder in welcher Kategorie gebucht wurde.
Ich musste mich überraschen lassen und wurde mehr als positiv überrascht.

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Adresse:
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Rusland 17
1012 CK Amsterdam, Niederlande

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Die Lage
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Wir stiegen aus dem Zug und hatten nicht wirklich einen Plan davon, wie wir zum Hotel kommen sollten.
Mein Freund hatte einen Stadtplan dabei, auf dem das Hotel "ganz in der Nähe" des Hauptbahnhofes lag.
Klar, auf einer Karte sieht alles ganz nah aus...
Wir liefen also los, und hatten irgendwann das Gefühl, halb Amsterdam durchquert zu haben.
Deshalb machten wir Rast in einem Steakhouse, das auf dem Weg lag, denn wir hatten zuletzt am Hamburger Hbf. am frühen Morgen ein Brötchen gegessen.
Nach fast sechs Stunden Reisezeit stellte sich dann eben doch ernsthafter Hunger ein.
Nach Rumpsteak, Pommes und Heineken ging es weiter in Richtung Hotel, wobei wir immer wieder stehen blieben, um den diversen Straßenkünstlern zuzusehen, die das Stadtbild belebten.
Nach etlichen weiteren Blicken auf die Karte fanden wir uns irgendwann in einem Gewirr von Grachten wieder, wobei eine (vermeintlich) der anderen glich.
Ich kann ja nun um's Verrecken keine Karten lesen, trotzdem war ich es aber, die den Weg zum Hotel letzlich fand.
Schon am nächsten Tag war uns klar, dass das Hotel wirklich zentral liegt, der Irrweg lag an uns.
Mit einem Taxi wären wir wesentlich schneller am Ziel gewesen, allerdings muss ich sagen, dass man ein Taxi vom Hbf. nur dann braucht, wenn man Gepäck dabei hat.
Wer nicht lahm ist, und sich nicht von Steaks aufhalten lässt, der schafft den Weg zum Hotel innerhalb von 25 Minuten.
Ich gebe aber gern zu, dass ich lieber gefahren als gelaufen wäre, denn gerade mit Gepäck (auch mit dem auf Rollen) ist der Weg recht anstrengend, allein schon aus dem Grund, dass Amsterdam rappelvoll ist und total übervölkert wirkt.
Unter dem Strich muss ich aber sagen, dass ein Taxi trotz der zentralen Lage des Hotels für den unkundigen Touristen das beste Mittel ist, um den Weg zu finden, danach kann man sich getrost auf Schusters Rappen verlassen.
Hat man den Weg einmal gesehen, so ist man nie wieder verloren.

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Preise:
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Hier würde ich gern genaue Angaben zum Preis für unser Zimmer machen, nur kann ich das leider nicht, da es sich eben um eine Einladung handelte und ich deshalb über die Preise natürlich nicht informiert wurde.
Selbst unter der Folter würde mein Freund den Mund nicht öffnen und ich habe es inzwischen aufgegeben.
Die Preise für die Zimmer im Radisson Blu Amsterdam bewegen sich aber zwischen 249 € und 344 € pro Nacht.

Wir hatten mit einem "Deluxe" Zimmer mit HP für 249 € noch eines der "günstigeren" Zimmer.
Die Deluxe Zimmer gibt es in den Richtungen "Art Deco","Scandinavian", "Maritime", and "Naturally Cool."
Außerdem gibt es es die Business Class Rooms, die Executive Rooms, und die Ruyschen Suite, letztere mit Kitchenette and Multiple Flat-Screen TV
Hier sehen die Preise dann natürlich schon wieder ganz anders aus...

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Angaben des Hotels:
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"Nestled in the historical heart of Amsterdam, the hotel is close to the city's main attractions, a choice of theatres and all major stores, as well as important business districts. The modern atrium hotel is a wonderful architectural blend of several 18th century merchant houses, a former paper factory and an original vicarage. Free wireless internet is available throughout the hotel."

Info: www.radissonblu.com

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Rezeption / Unter der Erde:
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Bei der Ankunft hatten wir zuerst das Problem, dass uns gesagt wurde, wir hätten kein Zimmer gebucht, man könne die Buchung nicht finden.
Toll...
In Gedanken war ich schon auf den Campingplätzen der Stadt, da diese durch die dort gerade stattfindende Hanse Sail komplett ausgebucht war.
Nach knapp zwei Minuten aber hatte die Angestellte dann doch die Buchung gefunden und nanne uns nach vielen Entschuldigungen die Zimmernummer.
Etwas verwirrt waren wir, als sie uns sagte, dass unser Zimmer nur durch den Keller errreichbar sei.
Hä?? Bitte?
Sie klärte uns darüber auf, dass das Hotel sich auf zwei Straßenseiten befinde, dass also die Gebäude zwar gegenüber liegend seien, doch aber zusammen gehören würden.
Aus Sicherheitsgründen gäbe es im gegenüber liegenden Gebäudeteil keine Eingangstür.
Um nun in unseren Teil des Hotels zu gelangen, müssten wir den Aufzug in den Keller nehmen.
Ok, dann eben runter, dachten wir und und grinsten uns vielsagend an.
Wie erstaunt waren wir aber, als sich im "Keller" die Fahrstuhltür öffnete!
Unter der Erde fand sich Luxus pur, mit teuren Gemälden an den Wänden (Künstler und Preise, wobei mir bei den Preisen teilweise übel wurde, waren jeweils daneben angebracht), exklusiven Ledergarnituren, auf denen wohl noch niemand gesessen hatte, denn sie strahlten unnahbaren "don't touch me" Charme aus
Gleich vor der Treppe konnte man ein Modell des Redisson unter Glas bestaunen, was wir auch ausgiebig taten, denn es war so detailgetreu gestaltet, dass ich mindestens 20 Fotos davon machte.
Tja, weg sind sie...

Kurz vor den zwei Aufzügen, die uns in unser Zimmer bringen sollten, fand sich zu unserer Linken der helle und freundliche Treppenaufgang zum Wellness Bereich mit Sauna und Fitness Raum, den wir ebenfalls hätten nutzen können, wozu uns aber die Zeit fehlte.
Insgesamt wirkte dieser Durchgang zum anderen Teil des Hause fast luxuriöser als der eigentliche Eingangsbreich.

Wobei ich beim Thema Empfang wieder angekommen wäre. ;-)
Der eigentliche Empfangsbreich hat mnich absolut fasziniert, denn nicht jur, dass er über einen auf Naturstein laufenden Wasserfall verfügte, es befand sich auch der Treppenaufgang zur Pastorie Bar darin.
Mittags noch geschlossen, hatte diese Bar aber schon eine unglaubliche Anziehungskraft auf mich, denn sie erinnerte mich stark an die Pubs in England, in denen ich doch recht viel meiner Zeit verbracht habe. ;-)
Dazu später aber mehr.

Der erste Eindruck eines Hotels ist dem ersten Eindruck eines Menschen ähnlich: er ist bleibend und prägend.
Das Radisson Blu in Amsterdam hat sich dieses Wissen zu Nutze gemacht, denn der erste Eindruck ist positiv, klar, großzügig, nobel.
Der Eingangsbereich, in den eine Drehtür ebenso führt wie ein behindertengerechter Eingang, ist licht und freundlich, wobei man die Fenster einiger Zimmer schon von dort aus sehen kann.
Es sieht so aus, als hätte man vor die rückwärtige Fassade eines Hauses die Rezeption gebaut und das ganze Ding dann mit Glas überdacht.
Auch davon sieht man Fotos auf der Homepage.

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Das Zimmer
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Wurzelholz ist ja meiner Meinung nach eher etwas für ältere Leute (jaja, sorry *g*), zu Art Deco gehört der Look aber, und eben Art Deco mag ich sehr gern.
So war ich also auch sofort absolut angetan von der Einrichtung des Zimmers.
Doppelbett, Schrank, Sekretär, Tischchen und zwei Sessel, der Aufbau über dem Safe, die Minibar, ja selbst der Deckenfluter waren in Wurzelholzoptik gehalten, und das täuschend echt.
Ich musste die Möbel sofort anfassen, denn sie sahen so nach Echtholz aus, dass ich mich wirklich fragte, ob das sein kann, denn es wirkte massiv und auf Hochglanz poliert.
Ich gebe zu, ich konnte den Unterschied nicht erfühlen oder "erklopfen", ich habe es irgendwann aufgegeben.

Die Farbe der Wände war gedämpft und auf das Mobiliar abgestimmt, mit einer sehr dezenten Borte oben herum, was insgesamt für eine absolute Wohlfühl Atmosphäre sorgte.
Der Teppich allerdings war von Anfang an nicht mein Fall, denn obwohl auch er sehr dezent gehalten, und auf die Farben des Zimmers abgestimmt war, so schmückten ihn doch tausende von kleinen Kronen, was mir das Wort HOTEL in's Gesicht schrie.

Auf der Minibar, etwa aus Kopfhöhe, stand eine nagelneue Nespresso Maschine mit verschiedenen Kapseln, die wir sofort ausprobierten, denn der Tag war lang, wir waren geschafft und konnten einen Kaffee gebrauchen.
Nichts zu meckern, die Machine funktionierte einwandfrei und war an dem Tag ein echer Lebenretter.
Am zweiten Tag schon aber haben wir sie nicht mehr gebraucht, denn wir waren ständig nur unterwegs und außerdam war der Kaffee im Restaurant mehr als gut.
Die Benutzung der Maschine war natürlich im Preis inbegriffen,man zählt den Besuchern im Radisson die Kapseln nicht hinterher. ;-)

Angenehm überrascht waren wir von den zwei Tickets für eine Bootstour durch die Grachten, die neben einem detaillierten Stadtplan auf dem Tisch vor dem Fenster lagen.
Mit freundlichen Grüßen vom Hotel wurden wir auf's Wasser geschickt, eine Sache, die wir am übernächsten Tag auch in Angriff nahmen.
Im Gegensatz zu den Hafentouren hier in Hamburg dauerte die Grachtenfahrt weit über eine Stunde, wobei wir auch den riesigen Hafen von Amsterdam besuchten.
Selbstvertändlich konnten wir uns den Betreiber der Fahrten nicht aussuchen, sondern mussten mit dem Betreiber Vorlieb nehmen, mit dem das Radisson einen Vertrag abgeschlossen hatte aber das war uns egal, denn die Fahrt war einfach nur schön.
Nette Geste des Hotels, mit Dank angenommen.

Der Blick aus den Fenstern vergönnte uns Einblicke in das Leben der Einheimischen, die von Gardinen oder Rollos nichts zu halten scheinen.
Mehr als einmal konnten wir uns davon überzeugen, dass die Bewohner der Straße von Nachtwäsche nichts halten, und auch nicht darüber bekümmert sind, dass man ihnen direkt in die Schlafzimmer sehen kann. ;-)
Ich wollte mich mit diesen Ein- und Ausblicken aber nicht lange aufhalten, ich wollte eigentlich am ersten Abend nur die Fenster öffnen, was leider nicht möglich war.
Lag das nun daran, das wir ein Nichtraucher Zimmer gemietet hatten und man uns so am heimlichen Rauchen hindern wollte?
Ich gebe (nicht mal verschämt) zu, dass ich rauche, mein Freund aber nicht.
Das Nichtraucher Zimmer war für mich mehr als ok, denn ich über gern und ständig Rücksicht, mich mit einer Kippe aus dem Fenster lehnen zu können, wäre aber auch nicht sooo verkehrt gewesen...
Sollte aber eben nicht sein, Fenster waren verriegelt, Punkt.

Das Bad versöhnte mich dann damit, dass ich nicht rauchen konnte, denn es war klein aber sehr fein.
Mit Duschwanne und Fußbodenheizung ausgestattet, bot es genau das, was ein müder, oder zu allem bereiter Tourist so braucht.
Das Bad war ganz in weiß gehalten, besaß ein doppeltes Waschbecken, riesige Spiegel und raffiniert versteckte Lichtleisten, die ein warmes und dennoch helles Licht verbreiteten.
Besagte Lichtleisten schafften es, mich auch am späten Abend nicht aussehen zu lassen wie eine lebende Leiche, worüber ich doch angenehm überrascht war. *hust*
Die Ablage aus Marmor bot reichlich Platz für Kosmetik, Lockenstab und tausend anderen Utensilien, die frau zum Überleben so braucht.
Mein Freund hatte immer noch genug Platz für seinen Kamm und seine Zahnbürste, der konnte nicht meckern...


Das Bett hat mich ein wenig enttäuscht, denn es hatte nur eine Bettdecke, und die Matratze war viel zu weich.
Doppelte Bettdecken kenne ich aus meiner Zeit in England und aus verschiedenen anderen Hotels und... ich hasse sie.
Einer hat immer das Nachsehen wenn man zu zweit in einem Bett liegt und nur eine Decke vorhanden ist.
In diesem Fall war es in der ersten Nacht mein Freund, der mich nicht wecken wollte als ich mich in die Decke eingerollt hatte, und der sich mit seiner Jacke bedeckte, um wenigstens nicht zu erfrieren.
Ehrlich gesagt war die Decke auch nicht wirklich ausreichend für zwei Personen, was man auch beim Einzug gleich sehen konnte.
Sie bedeckte zwar das komplette Doppelbett, nur dürfen zwei Personen nicht gleichzeitig versuchen, sich darin einzukuscheln wenn sie nicht gerade aufeinander liegen, was ja nun auch nicht ständig der Fall sein kann.
Am nächsten Morgen baten wir an der Rezeption um eine zweite Decke und die Bitte war erfüllt, bevor wir das Hotel am Nachmittag wieder betraten.
Immerhin lag aber ein drittes Kopfkissen im Schrank parat, welches ich mir auch gleich unter den Nagel riss.
(Erwähnte ich bereits, dass ich ein echter Egoist sein kann?)

Die Matratze war mir allerdings viel zu weich, ich sank sofort darin ein.
Nach dem ersten Tag kreuz und quer durch Amsterdam, und der anschließenden Nacht durch das Amsterdamer Nachtleben gab es für mich nichts schöneres, als völlig geplättet in eine weiche Matratze einzusinken, nur hielt das nicht lange vor, denn am frühen Morgen (ich war gerade mal vier Stunden im Bett) wachte ich mit ziemlich fiesen Rückenschmerzen auf.
Ich ziehe hier aber keinen Stern in der Gesamtwertung ab, denn es handelt sich ja nicht um ein verbesserungswürdiges Detail - jeder Mensch schläft anders.
Für mich persönlich war die Matratze zu weich, andere Menschen finden sie vielleicht genau richtig, mein Freund fand die Matraze klasse.
Davon abgesehen ist meine Wirbelsäule eh im Eimer, ich kann und will ein Hotel für meine persönlichen gesundheitlichen Probleme nicht abwerten.

Zwei Minuspunkte, bei der sich in einer in der Gesamtwertung auch zeigen wird, war allerdings die Klimaanlage im Zimmer.
Ende August hatten wir in Amsterdam tagsüber super sonniges und warmes Wetter (wenn Engel reisen *g*), allerdings war eine Klimaanlage zu der Zeit nachts doch recht überflüssig.
Obwohl (oder vielleicht auch weil) sich die Fenster nicht öffnen ließen, war das Zimmer angenehm temperiert.
Kaum lag man im Bett, so fing die Klimaanlage an, die schönsten Träume, die man vielleicht gehabt hätte, in seine Einzelteile zu zerlegen - an Schlaf war nicht zu denken.
Einzige Rettung: Raus aus dem Bett und Hauptschalter aus, der sich neben der Einganstür befand.
Himmlische Ruhe zog ein.
Dumm nur, dass mein Freund vorher aus dem Bett gestiegen war, um noch einen Drink in der Bar zu nehmen da er nicht schlafen konnte, denn als er 30 Minuten später zurück kam ging nichts mehr.
Badezimmerlicht, Zimmerlicht, Nachttischlampe... Null!
Kein Wunder, da ich ja den Hauptschalter ausgemacht hatte. *lol*
Da ich inzwischen tief und fest schlief, und er nicht blind durch das Zimmer stolpern wollte auf der Suche nach der Ursache des GAUs, legte er sich irgendwann in's Bett und fand erst am nächsten Morgen heraus, dass ich die Ursache aller Probleme gewesen war.

Der zweite Grund, warum der Hauptschalter betätigt werden musste, was in der nächsten Nacht dann nicht ich, sondern mein Freund erledigte, war die Beleuchtung um die Minibar herum, denn die hatte eine komplette Macke!
Über der Minibar stand ja nun die Nespresso Maschine, und um diese Maschine herum befanden sich drei große Spiegel, die von Strahlern erleuchtet wurden, die in die Decke eingelassen waren.
In der ersten Nacht war es uns problemlos möglich, diese Strahler auzuschalten, dazu mussten wir nur den Schalter über der Bar betätigen.
In der Nacht darauf war das nicht machbar, Strahler wollten nicht.
Wir haben alles versucht, mein Freund stieg sogar auf einen der Sessel und sah kurz unter die Deckenvertäfelung, die sich leicht anheben ließ, Erfolge konnten aber keine erzielt werden, das Licht brannte weiter.
Somit wurde der Hauptschalter unser Lieblinsschalter...
Eine kurze Info an der Rezeption reichte aber aus, um das Problem zu beheben, denn als wir das Zimmer am Nachmittag des zweiten Tages betraten, funktionierte alles einwandfrei.
Über die Sache mit der Deckenvertäfelung machte ich mir dann doch schon ein paar Gedanken, denn die sollte man nicht eben so anheben können.
Vielleicht muss das ja aber so sein, um schnell an die Kabel darunter kommen zu können, ich kann es nicht sagen.
Das Zimmer verfügte über ein Bügelbrett samt Bügeleisen (fasse ich beides im Urlaub an???), sowie einen Bügelservice (ja, im Urlaub schon eher!) und einen Wäscheservice.
Ein Hosenbutler stand ebenfalls zur Verfügung.

Zur Sauberkeit kann ich nur sagen, dass es da absolut keinen Grund zur Meckerei gab, allerdings hatte ich zufällig keine Teststreifen für die Toilette dabei. ;-)
Ehrlich gesagt würde es mich aber wundern, wenn ausgerechnet die Toilette nicht gründlich gereinigt worden wäre, denn der Rest des Zimmers und des Bades waren fleckenlos.
Selbst auf dem oberen Regal des Schrankes gab es keine Staubflusen (ja, ich überprüfe so etwas, ich bin so) und der Teppich unter dem Bett war ebenso sauber wie im Rest des Zimmers.
Es gab keine losen Steckdosen, keine Kratzer auf den Möbeln, die Matratze war ebenso sauber wie die Matratzenauflage (lacht nicht, was das betrifft bin ich super empfindlich) und im Bad waren Kalk und Flecken nicht mal im Ansatz in Sicht.
Insgesamt gesehen, wenn wir mal die kleinen technischen Probleme vergessen wollen, war das Zimmer absolut Top!


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Service:
~~~~

Von jedem Hotel kann man ja nun ruhigen Gewissens verlangen, dass gebrauchte Handtücher ausgetauscht werden, dass die Betten gemacht werden und dass das Zimmer sauber gemacht wird, keine Frage.
Im Radisson aber hat man mich wirklich überrascht.
Die typischen kleinen, vom Hotel gestellten Flaschen mit Duschgel, Shampoo, Handcreme und Bodylotion interessieren mich eigentlich nie, ich rieche immer nur einmal daran und lasse sie dann meist stehen.
In diesem Fall aber war der Duft der Bodylotion so umwerfend zitronig, dass ich sie ausprobieren musste.
Ein kurzers "Knack", die Flasche war auf und ich konnte in dem Duft schwelgen.
Ich schwöre, mehr als meine Unterarme habe ich des Duftes wegen damit nicht eingecremt, man sah nicht einmal, dass etwas aus der Flasche fehlte.
Trotzdem stand am nächsten Tag, als wir nach dem Frühstück zurück auf unser Zimmer kamen, eine verschlossene neue Flasche im Bad.
Nachdem das Zimmermädchen meine überall um das Waschbecken herum verstreute Kosmetika inklusive Lippenstift und Lidschatten, sowie Kamm und Bürste sauber geordnet auf ein weisses Gästehandtuch gestellt, bzw. gelegt hatte, ist ihr wohl auch aufgefallen, dass aus der Flasche mit Bodylotion ca. 1,5 ml fehlten, so dass sie sie gegen eine neue Flasche austauschte.
Ich hätte wohl niemals bemerkt, dass es sich um eine neue Flasche handelt, wenn ich nicht noch einmal ein wenig von dem umwerfenden Duft hätte haben wollen.
So aber machte die kleine Flasche wieder "knack" und ich war höchst verwundert.
Ganz ehrlich, das ist mir noch nie passiert, ich war absolut begeistert.
Das Euro-Dankeschön, das mein Freund am letzen Tag mit einer kurzen Nachricht an das Zimmermädchen hinterließ, hat am Ende hoffentlich das richtige Mädel erreicht, sie hatte es mehr als verdient!!

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Frühstück/ Restaurant:
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Das Frühstücksbuffet war für mich am Morgen nach der Ankunft so etwas wie mein Mekka: Ich pilgerte an die Stätte des Essens, die für das Frühstück von 8:00 bis 10:30 geöfnet ist.
Kurz vor dem Hungertod schaffte ich es gerade noch in das Restaurant, vor dem uns eine Angestellte stets gut gelaunt um den Namen und die Zimmernummer bat.
Besonders freute ich mich auf das englische Frühstück, denn mir war klar, in Holland muss es das geben.
Kein Continental Breakfast, wie man es leider nur zu oft findet: Brötchen, Ei, Marnelade, Wurst, Käse... *gähn*
Ich lag richtig, im Radisson Blu gibt es das full english breakfast, wenn man ein paar kleinere Abstriche macht. *gg*
Spiegelei, Rührei, Bacon, Tomaten, Sausages, Baked Beans und - *trommelwirbel* - gebratene PILZE!
Wir suchten uns einen Platz an einem Tisch für zwei Personen, was nicht ganz einfach war, denn um 9:00 ist das Restaurant gut besucht.
Ich hibbelte fürchterlich herum, denn ich wollte mein geliebtes englisches Frühstück, und schwärmte von gebratenen Pilzen, was mein Freund mit einem mitleidigen Lächeln quittierte.
Pilze zum Frühstück, so ein Quatsch.
Wie schön, dass ich dann aber mit den Pilzen doch Recht hatte und das englische Frühstück fast komplett war.
"Black Pudding", gebratenes Blutwurst, fehlte, worüber ich auch nicht traurig war.^^

Der Kaffee wurde in Kannen an den Tisch gebracht, ebenso der Tee.
Kaum saß man am Tisch, wurde man schon gefragt, was man gern trinken würde, Wartezeiten gab es absolut keine, da konnte das Restaurant noch so voll sein.
Das Personal war generell sehr aufmerksam und sofort zur Stelle wenn irgendwo Kaffe oder Tee fehlte, oder wenn es benutzes Geschirr gab, das abzuräumen war.
Hektik kam dabei zu keiner Zeit auf, das Personal machte immer einen recht entspannten Eindruck.

Alle anderen Getränke waren frisch zubreitet am Buffet verfügbar: Orangensaft, Apfelsaft, Grapefruitsaft, Multi Vitaminsaft, Ananassaft, Karottensaft, Blutorangensaft.
Es gab Brötchen, Brot in diversen Sorten, Hörnchen, Croissants, Bagels.

Neben dem englischen Frühstück gab es natürlich noch diverse Wurst und Käsesorten, wobei ich über das Angebot an Käse sehr enttäuscht war, denn immerhin befanden wir uns in Amsterdam, so dass ich mit einem recht breit gefächerten Angebot gerechnet hatte.
Außer Gouda, Brie, Butterkäse und verschiedenen Streichkäsen und war da nichts zu holen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich als Käseliebhaber in Amsterdam da schon mit einem weinenden Auge vor dem Buffet stand.

Quark in fruchtigen und herzhaften Varianten, ebenso wie diverse Yoghurts fand man aber ebenso wie diversen Räucherfisch, Graved Lachs und Pasteten.
Müslis und frische Fruchtsalate gab es an einem kleinen Nebenbuffet, wobei die Auswahl da auch recht groß war.
Verhungern muss im Redisson wirklich niemand, egal wie wählerisch er auch sein mag, und die Speisen und Getränke könnten frischer nicht sein

Was mich ein wenig überraschte, war, dass das Sericepersonal spanisch sprach,ebenso wie englisch, deutsch jedoch kaum bis überhaupt nicht.
An der Rezeption schon wunderte ich mich darüber, denn als mein Freund deutsch sprach, ernete er nur ein verlegenes Lächeln.
Nun zählen wir uns in fremden Ländern absolut nicht zur Kategorie "man spricht deutsch!", allerdings hatten wir in ausgerechnet in einem Hotel in Holland nicht damit gerechnet, dass Deutsch nicht zu den Sprachen zählt, die gesprochen werden.
Wie gesagt war Englisch aber natürlich kein Problem, weshalb es auch nicht zu Verständigungsschwierigkeiten kam.

Das Restaurant ist über eine Treppe vom Empfang aus, als auch über einen Nebeneingang mit breiter Tür erreichbar.
Generell gibt es für Menschen im Rollstuhl kaum ein Hindernis im Radisson Blu, was ich als sehr positiv empfinde.


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Bar:
~~

Zur Pastorie Bar sagt die Homepage des Radisson:

"Enjoy a pint in a former 19th century vicarage"

Nun ja, wie ein Pfarrhaus mutet die Bar nicht an, dafür ist ihr Flair schon etwas anders als die normalen Hotel Bars.
Die Bar mit ihren Ledersesseln und Couches, der polierten Theke in dunklem Holz, und den stilvollen Bildern und Spiegeln zeichnet eindeutig das 19. Jahrhundert nach.
Hat man einmal die knapp 15 Stufen zur Bar erklommen, so findet man sich in der Vergangenheit wieder - eine Vergangenheit, die so überhaupt nicht zur Moderne des Empfangsbereiches des Redisson passen mag, den man von seinem Sessel aus noch bequem erkennen kann.
Die Bar ist nicht in sich geschlossen, man hat von jedem Platz aus einen Blick auf die Rezeption und den Haupteingang.
Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hat diese Bar ein ganz besonderes Flair.
Die helle und teilweise hektische Atmosphäre, die unten in der Empfangshalle herrscht, prallt hier an der Eingangspforte der Pastorie Bar ab.
Was allerdings ebenfalls erschreckt abzuprallen droht, ist die Brieftasche, denn die Preise sind hier nicht von schlechten Eltern.
Wir zahlten zum Beispiel für einen Mochito um die 8,00 oder 9,00 Euro, auf den Cent genau kann ich es nicht mehr sagen, ich kann mir Preise in Bars so schlecht merken. ;-))
Ein kleines Speisenangebot findet man auch hier, wie z.B. Salate, Pasta, Fleischbällchen oder Bitterballen, den holländischen Fleischbällchen.
Den Unterschied zwischen den Fleischbällchen ließ ich mir von einem der Barkeeper erklären, wobei ich erfuhr, dass Bitterballen Hackbällchen sind, die in Paniermehl gewälzt und dann frittiert werden.
Bitterballen heissen sie, weil sie früher immer zu einem Magenbitter, einem "bittertje" gegessen wurden.
Super lecker aber sowas von schweineheiss im Inneren!

Die Barkeeper waren sehr höflich, freundlich und schnell, wobei diese Leute mir ab und zu schon leid tun.
Der Baarman des ersten Abends war ein farbiger Niederländer, der von einer Amerikanerin ernsthaft gefragt wurde, wie lange er denn schon im Land sei!
Sehr höflich, mit keiner erkennbaren Spur von Ironie, klärte er sie darüber auf, dass seine frühen Vorfahren ausKuba stammen, er selbst kenne kein anderes Land als Holland. ;-))
Das Ambiente Top, die Bedienung schnell und freundlich, die Preise... naja, gewöhnungsbedürftig, dem Hotel aber angemessen.


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Die Umgebung des Hotels:
~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wie schon erwähnt liegt das Radisson Blu sehr zentral, allerdings nicht mitten im Trubel der Altstadt.
Das hat den Vorteil, dass man innerhalb von 5 Minuten mitten im Zentrum ist, die Nächte aber doch ruhig verbringen kann.
Die Straße, in der der Haupteingang liegt, beherbergt Wohnhäuser und einen einzelnen Coffeeshop aus dem man ab und zu auch nachts noch Stimmen und Musik hören kann, allerdings war dies nicht störend, denn der Geräuschpegel hielt sich doch sehr in Grenzen, es waren eher leise Nebengeräusche.
Kamen wir zurück in das Hotel, so hatte der Coffeshop meist schon geschlossen und davon abgesehen bin ich eh meist wie ein Stein in mein Bett gekracht.
Keine Punktabzüge hier, Geräuschbelästignung ist wirklich etwas anderes.
Nun könnte ich noch erwähnen, dass das Radisson direkt an einer Gracht liegt, nur was liegt in Amsterdam nicht an einer Gracht? ;-)

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Fazit:
~~~


Schon in anderen Städten habe ich in Radisson Hotels übernachtet, sogar in meiner Heimatstadt Hamburg (das ist aber eine andere Geschichte *g*) und ich war immer überzeugt von den Hotels.
Das Radisson in Amsterdam hat mich wieder einmal darin bestätigt, dass man mit diesen Hotels absolut nichts falsch machen kann.
Tolle Atmosphäre, schönes Ambiente, aufmerksames Personal, liebevoll gestaltete Zimmer, erstklassiger Service - was will man mehr.
Ich empfehle das Radisson Blu Amsterdam sehr gern weiter, meine Erfarungen sprechen ganz klar für das Hotel.

Abschließend kann ich nur sagen: Danke, Redisson Blu Amsterdam, immer wieder gern!

http://www.photowebusa.com/radisson-blu/amsterdam/
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
schotterkoenig

schotterkoenig

22.09.2011 08:55

Wieder ein super Bericht.... bh

Kurznotiert

Kurznotiert

29.05.2011 20:40

Sehr gut. und jetzt habe ich Ihn auch endlich gelesen. Gruß

lassie222

lassie222

14.04.2011 07:35

Klasse Bericht! LG lassie222

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