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In den Sommerferien lerne ich Englisch !?

4  13.10.2007

Pro:
Sprachen lernen, neue Menschen kennen lernen, Selbstständigkeit fördern, neue Erfahrungen sammeln, .  .  .

Kontra:
kostet Geld, ist anstrengend, lernt man auch wirklich was?

Empfehlenswert: Ja 

bin14

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Da es jetzt nicht eine 100% richtige Kategorie gibt, stelle ich meinen Bericht hier ein. Es handelt sich hierbei um ein Angebot, das sowohl von RUF bereitgestellt wird, aber auch von einigen anderen Anbietern, wie z.B sprachencafé oder offährte. Ich persönlich habe bei offährte gebucht, aber es würde keinen Unterschied machen, wenn man nun bei RUF bucht.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meines Berichtes und hoffe, dass er euch gefällt und nicht langweilt.

Eine 14-tägige Reise von offährte nach Chichester

~ Freitag, 13.07.2007 ~

Am Freitag den 13. Juli 2007 sollte meine Reise nach Chichester (England) also starten. Um 17 Uhr 30 stand ich in Saarbrücken mit meinen Eltern zusammen am Hauptbahnhof um auf den Bus von offährte zu warten, der um 18 Uhr eintreffen sollte. Nachdem er um 18 Uhr 15 noch nicht da war, riefen wir bei offährte an und erfuhren, dass der Bus 1 Stunde Verspätung haben wird. Als er um 19 Uhr 15 immer noch nicht eingetroffen war, versuchten wir wieder bei offährte anzurufen. Jedoch war das Büro dann nicht mehr besetzt und es blieb uns nichts anderes übrig als zu warten. Gegen 19 Uhr 30 kam der Bus dann endlich. Wir wurden von einer ip-Betreuerin freundlich begrüßt und konnten nachdem wir uns ausgewiesen haben einsteigen. Um 19 Uhr 50 fuhr der Bus dann endlich los. Im Bus habe ich dann schon viele nette Leute kennen gelernt. Leider fuhr keiner von ihnen nach Chichester. Während der Busfahrt haben wir einen Film geschaut. Da wir auf dem Weg nach England waren, lief der Film "4 Hochzeiten und 1 Todesfall" in Englisch.

~ Samstag, 14.07.2007 ~

Gegen 2 Uhr nachts waren wir vor dem Eurotunnel. Hier musste ich dann den Bus wechseln, weil ich ja nach Chichester wollte. Nachdem ich in diesen Bus eingestiegen war, wollte ich eigentlich nur noch schlafen. Das ging aber nicht, weil wir nach etwa 30 Minuten Fahrt zu einer Passkontrolle kommen würden. Dort angekommen, mussten wir alle aussteigen und unsere Passe zeigen. Das nahm mehr Zeit in Anspruch als eingeplant war und deshalb verpassten wir die geplante Fahrt durch den Eurotunnel. Gegen 3 Uhr in der Frühe fuhren wir dann. Ich persönlich habe nicht viel von der Fahrt mitbekommen, weil ich hundemüde war. Wach wurde ich dann um 7 Uhr englischer Zeit, als im Bus eine Durchsage ertönte: Alle, die nach Chichester wollen bitte aussteigen. Ich war mir nicht sicher, ob ich das jetzt geträumt habe, oder ob das wirklich gesagt wurde und vergewisserte mich deshalb bei meiner Busnachbarin. Ich stieg dann aus und dann warteten wir vor dem Bus, wir waren etwa 10 Leute mit einer ip-Betreuerin, die uns übergeben sollte. Jetzt wurden wir von einer weiteren ip-Betreuerin auf Englisch begrüßt und mussten unsere Koffer etwa 20 Minuten über den Campus ziehen. Das lag daran, dass wir so früh angekommen waren und alle Gebäude noch geschlossen waren. So nahm sie uns mit zu ihrem Haus. Dort angekommen bot sie uns etwas zu Trinken und etwas zu Essen an. Wir ruhten uns ein bisschen aus und gegen 8 Uhr gingen wir zum Frühstück. Zum Frühstück aß ich ab heute jeden Tag das gleiche: 2 Croissants, ein Erdbeeryoghurt, 2 Toastbrote und einen Apfel lies ich immer mitgehen. Nun gingen wir wieder in den Raum, in welchen wir am Anfang eingewiesen wurden. Einige schliefen, andere ruhten sich einfach aus. Um 10 Uhr sollten wir dann zum welcome - Meeting erscheinen. Jedoch haben wir den Raum nicht gefunden und haben das Meeting so verpasst. Also erschienen wir erst wieder zum Mittagessen. Ich weiß heute nicht mehr, was es zu Essen gab, aber ich kann eine Aussage zum essen machen, die jeden Tag beschreibt: Das Essen hat so gut wie immer nach nichts geschmeckt, was heißt, dass es nie schlecht schmecke und auch nie besonders gut. Es gab immer einen Hauptgang und dann noch einen Nachtisch. Jedoch bekam man immer nur einen Teller beladen und nachnahmen war verboten. Das kann ich aber nachvollziehen, weil nicht alle Vollpension gebucht haben. Das heißt jemand der Vollpension gebucht hat, hätte sonst mehrfach nachnehmen können und diejenigen mitversorgen könne, die nur Halbpension gebucht haben. Wenig später sollten uns die "alten" Deutschen (so wurden die Deutschen genannt, die schon 1 oder 2 Wochen vor uns angereist sind) den Campus zeigen. Anfangs dachte ich, dass ich mich hier die zurechtfinden würde, aber am folgenden Tag kannte ich mich schon aus und konnte mich ohne Probleme orientieren. Später erfuhren wir, dass die Universität in Chichester die kleinste von ganz England sei. Um 15 Uhr trafen wir uns dann alle in einem großen Zelt. Mit alle meine ich diejenigen, die an diesem Tag angereist waren. In meinem Fall waren das etwa 20 Italiener und 20 Deutsche. 10 Deutsche, die mit mir mit dem Bus gekommen waren und 10 Deutsche, die etwas später kamen, weil sie geflogen waren. Jetzt sollten wir eine Kaution von 50 Euro oder 30 Pfund bezahlen und bekamen dann unserem Zimmerschlüssel. Eigentlich kann man nicht von Zimmerschlüssel sprechen, weil es in den meisten Fällen Zimmerkarten waren. Eine nette Betreuerin sollte uns dann zu den Zimmern führen. Ich war die einzige, die in dem Haus "Wilfrid" wohnen sollte. Selbst die Betreuerin wusste nicht, wo das Haus sein sollte. Mir war wohl ein klein bisschen Angst ins Gesicht geschrieben und so versuchte die Betreuerin mich zu beruhigen und erzählte mir auf Englisch, obwohl sie auch Deutsche war, dass ich in dem neusten Haus mit den schönsten Zimmern vom ganzen Campus wohnen würde. Überrascht war ich sehr, als ich mit der Betreuerin das Gebäude betrat und wir dann in einen Aufzug einstiegen. Im dritten Stock angekommen fiel mir sofort die Helle des Hauses auf. In meinem Zimmer angekommen war ich baff. Es sah so aus, als ob ich die erste wäre, die jemals in dem Zimmer wohnen würde. Nagelneue helle Schränke, ein glänzender Teppich und ein ganz sauberes Bad. Ich konnte mich aber nicht lange in meinem Zimmer aufhalten, weil ich 20 Minuten später wieder zu einer Freundin kommen sollte. Also zog ich mich schnell um und dann verlies ich mein Zimmer. Doch wie schließt man mit einer solchen Karte das Zimmer wieder ab? Ich habe es nicht geschafft und so lief ich zur ip-Information und man erklärte es mir. Dann rannte ich schnell zu meinem Zimmer, weil in dieser Zeit hätte ja jeder mein Zimmer betreten können. Heute weiß ich, dass das wohl eher niemand gemacht hätte, weil ich jetzt alle kenne, aber das konnte ich am ersten Tag ja noch nicht wissen. Dann ging ich zu meiner Freundin. Ich habe sie zwar erst heute kennen gelernt, aber wir waren uns gleich sympathisch. Sie war von ihrem Zimmer sehr enttäuscht. Sie war das einzige Mädchen was in einem Trakt wohnen sollte, in dem sonst nur Jungen waren. Mit ihnen musste sie sich Toilette und Dusche teilen, weil sie nur ein Standartzimmer gebucht hatte. Ich hatte ein Zimmer mit eigenem Bad gebucht. Nach einiger Zeit, war sie dann gar nicht mehr so traurig mit ihrem Zimmer, weil sie merkte, dass man so gut wie gar keine Zeit im Zimmer verbringt. Mir persönlich war es jedoch sehr wichtig ein schönes Zimmer zu haben, weil ich mich wohl fühlen wollte und das hätte ich in einem dunklen, dreckigen Zimmer nicht gekonnt. Dann ging es zum Abendessen. Das war genauso wie das Mittagessen. Am Abend setzten wir uns dann noch ein bisschen in den Park und gegen 21 Uhr verzog ich mich dann in mein Zimmer. Ich war todmüde. Ich habe in der letzten Nacht nur 3 Stunden Schlaf gehabt. Also duschte ich und lag gegen 22 Uhr in meinem Bett und schlief ganz schnell ein.

~ Sonntag, 15.07.07 ~

Nach dem Frühstück fragte uns die Betreuerin, was wir heute machen wollten. Zur Auswahl stand zum Strand fahren und in die Stadt gehen. Wir entschieden uns in die Stadt zu gehen. In der Stand angekommen, die etwa 15 Minuten Fußmarsch von der Universität entfernt war, wurde uns erklärt, wie wir uns orientieren können. Dann hatten wir 3 Stunden Zeit, in der wir uns in Kleingruppen (mindestens zu 2.) in der Stadt aufhalten durften. Da wir jedoch über Mittag in der Stadt waren, mussten wir uns selber um das Mittagessen kümmern. Ich ging nach McDonald und aß dort für knapp 4 Pfund ein Chicken McNuggets Menü. Dann kaufte ich für meinen Vater noch eine kleine Eule. Jetzt waren auch schon wieder drei Stunden um und gegen 15 Uhr waren wir wieder auf dem Campus. Oder waren es schon 16 Uhr? Für einige Minuten ging ich dann auf mein Zimmer und ruhte mich auf. Wenig später traf ich mich mit einer anderen Deutschen und wir erkundeten den Campus ein bisschen. Nach dem Abendessen, welches es schon um 17 Uhr 30 gab gingen wir in den so genannten Ozean. Das war das Meeting-Zentrum. Hier standen 4 Computer, die man kostenlos nutzen durfte. Außerdem hingen hier Plakate an der Wand, die auf das aktuelle Programm aufmerksam machten. Ich setzte mich dann an einen Computer und schrieb gleich mal eine Mail nach Hause. Neben mir am Computer saßen auch ein paar Deutsche, die schon eine Woche vor mir angereist waren und dann sprach ich sie einfach mal an. Ich fand es toll, dass sie mir so viel erzählen konnten und wir Tipps für die Zeit in Chichester gaben. Gegen 20 Uhr ging ich dann mit einer Freundin in meiner Zimmer. Wir sprachen sehr viel, weil wir uns ja knapp einen Tag kannten und gegen 22 Uhr ging sie dann in ihr Zimmer, welches in einem anderen Gebäude war. Man musste immer um 22 Uhr in seinem Zimmer sein. Ansonsten wurde man von der Security, die den Campus bewachte aufgegabelt und dann hätte es eine Menge Ärger gegeben.

~ Montag, 16.07.2007 ~

Heute war ich sehr aufgeregt. So wie der Tag heute ist, wird die kommende Zeit immer sein. Ich frühstücke mit 5 anderen Deutschen, die schon eine Woche hier sind. Sie bieten mir an, mich zu dem Raum zu bringen, in dem die Tests sind. Das Angebot nehme ich natürlich gerne an und schon sitze ich hier und habe den Test vor mir liegen. Er ist nicht besonders schwer. Es sind hauptsächlich Aufgaben, bei denen man eine Antwort ankreuzen soll. Bei 2 Aufgaben muss man einen kleinen Text schreiben. Der Test dauert 45 Minuten und dann sind 30 Minuten Pause. In dieser Zeit kontrollieren die Lehrer die Tests und man wird in Gruppen eingeteilt. Die Gruppen bestanden aus höchstens 15 Leuten. Eigentlich sollten die Gruppen sehr international besetzt sein. In meiner Gruppe gab es aber nur Deutsche und Italiener. Das liegt wohl daran, dass ansonsten nur noch kleine Minderheiten auf dem Campus waren. Es gab 2 Russen, ein paar Franzosen und Spanier. Jetzt haben wir noch 1 Stunde Standartkurs. Hier stellen wir uns alle gegenseitig vor. Anschließend ist eine Stunde Intensivkurs. Hier musste ich mich mit einer Italienerin unterhalten. Sie sollte von sich erzählen und ich von mir. Anschließend musste ich sie vorstellen und sie mich. Das war ganz lustig, weil es so ein paar kleine Missverständnisse gab…

Nun gibt es um 12 Uhr 30 Mittagessen und da ich den Superintensivkurs gebucht habe musste ich jetzt noch dort hin. Ein Mädchen, welches diesen schon letzte Woche besucht hatte nahm mich mit. Wir waren nur 4 Leute, 4 Deutsche.

Die Lehrer, die uns unterrichteten waren immer Muttersprachler, die kein Deutsch konnten. Das war aber kein Problem, weil Worte, die wir nicht kannten, beschrieben sie uns einfach auf Englisch, bis wir wussten, was gemeint war.

~ Dienstag, 17.07.2007 ~

Ich wache auf und es ist das erste Mal in meiner Zeit hier in Chichester, dass die Sonne scheint. Leider ist es trotzdem nicht besonders warm, weil es so windig ist. Heute habe ich schon mal angefangen Postkarten zu schreiben. Der Unterricht heute war schon etwas komplizierter als gestern. So mussten wir zum Beispiel einen Text lesen, der 1 DIN A4 Seite lang ist und dann Informationen daraus filtern. Anschließend wurde über den Inhalt diskutiert. Nachmittags gingen wir zu einem Meeting, welches sich mit dem Thema "Trips" beschäftigte. Meine Eltern hatten für mich nämlich die Tripkarte gekauft und so konnte ich mir einen Ganztagesausflug (Wert:20 Pfund) und zwei Halbtagesauflüge (Wert: je 10 Pfund) aussuchen. Für die Tripkarte haben meine Eltern 60 Euro bezahlt und somit haben sie kein Geld gespart im Vergleich zum Einzelkauf. Ich wollte am Donnerstag nach Winchester fahren und so meldete ich mich dafür an. Außerdem entschied ich am Sonntag nach Oxford zu fahren. Den 2.Halbtagesauflug wollte ich mir für die darauf folgende Woche aufheben.

~ Mittwoch, 18.07.2007 ~

Heute hatte ich wieder Superintensivkurs. Wir schauten hier die Simpsons und anschließend verfassten wir einen Zeitungsartikel über das, was wir gesehen hatten. Schade fand ich, dass die von uns geschriebenen Texte nie kontrolliert wurden, sondern nur inhaltliche Verbesserungsvorschläge diskutiert wurden. Jetzt bin ich schon 5 Tage hier in Chichester und es kommt mir vor, als wären es 2 Tage. Die Zeit hier vergeht wie im Fluge. Bevor man realisiert hat, was heute alles war, ist schon der nächste Tag und man lernt wieder neue Leute kennen und macht neue Erfahrungen.

~ Donnerstag, 19.07.2007 ~

Heute Morgen stehe ich um 6 Uhr 45 auf und ziehe mich an. Ich habe morgens gerne etwas mehr Zeit um keine Hektik zu haben. Um 20 Minuten nach 7 erschrecke ich sehr. Plötzlich ertönt ein lauter Ton im Haus, der in den Ohren weh tut. Zuerst schaue ich auf mein Handy. Was ist mit meinem Handy los? Gar nichts. Schnell stelle ich fest, dass es der Feueralarm ist. Was soll ich tun? Ich bewege mich vor das Haus. Ich habe richtig Glück, weil ich schon angezogen bin. Viele stehen in Schlafanzügen oder nur in T-Shirts hier und frieren. Nach etwa 20 Minuten wird der Feueralarm ausgestellt und uns wird erklärt, dass es sich nur um einen Probealarm gehandelt hätte. Eine Lehrerin erzählt uns heute im Unterricht, dass sie kündigen werde und, dass wir nächste Woche einen neuen Lehrer bekommen würden. Das läge daran, dass sie weniger Geld bekommen hätte, als im Vertrag stand. Gegen halb 2 fahren wir heute nach Winchester. Die Fahrt dauert ein bisschen mehr als eine Stunde. In Winchester angekommen stellen wir fest, dass wir nur 4 Deutsche sind und, dass keine deutsche Betreuerin mitgefahren ist. Also schließen wir uns mit der italienischen Betreuerin kurz und sie erklärt uns, dass wir uns zwei Stunden in der Stadt aufhalten können und dann wieder zum Bus kommen sollen. Leider ging die Zeit mal wieder viel zu schnell um, und so haben wir gar nicht die ganze Stadt sehen konnten. Abends ist Open Stage. Hier können alle, die etwas Besonderes können und sich trauen es vorzuführen auftreten. Es war ein schöner Abend. Einige sangen, andere tanzten und wieder andere führten eine Modenschau vor. Die Betreuer dachten sich etwas richtig Lustiges aus. Sie führten eine Sketche vor und dann bekamen wir alle kleine Zettel und dort konnten wir drauf schreiben, wie die Geschichte weiter geht. So sollte der eine Betreuer plötzlich "I believe I can fly" singen oder eine Betreuerin sollte tanzen. Jedoch endete das Spektakel genau um 22 Uhr, weil dann ja Bettruhe war.

~ Freitag, 20.07.2007 ~

Heute waren wir in der Stadt. Es war überall Sommerschlussverkauf. Deshalb war es sehr preiswert und es gab Sonderaktionen. So bekam man zum Beispiel 3 Paar Ohrringe zum Preis von 2. Dann gingen wir nach in die Kathedrale von chichester. Diese war sehr beeindruckend. So eine große Kirche habe ich lange nicht mehr gesehen. Ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen, wie dort ein Gottesdienst abläuft. Erschreckend fand ich zu lesen, dass es täglich 3000 Pfund kostet die Kirche so in Stand zu halten. Während wir die Kirche besichtigten wurden Lesungen vorgelesen und es ertönte immer Orgelmusik. Außerdem standen überall Führer und diese erklärten uns einiges. Die Kirche hatte auch einen schönen, kleinen Park. Dort setzten wir uns hin und ruhten uns ein bisschen aus.

~ Samstag, 21.07.2007 ~

Heute ist ein trauriger Tag. Es fahren viele Deutsche weg, mit denen wir eine wunderschöne Zeit verbracht haben. Einerseits freuten sich diese Deutsche nach Hause zu kommen, aber andererseits wären sie gerne auch noch geblieben. Wir tauschten alle icq-Nummern und E-Mailadressen aus, sodass wir in Zukunft den Kontakt noch ein bisschen halten können. Heute war der Campus richtig leer. Einige haben heute Tagesausflüge gemacht und manche haben sogar London overnight gebucht. Das heißt sie bleiben das ganze Wochenende in London und übernachten dort auch in einer Jugendherberge.

~ Sonntag, 22.07.2007 ~

Gleich nach dem Frühstück sind wir heute nach Oxford gefahren. Die Busfahrt dauerte relativ lange. Wir saßen knapp zwei Stunden im, Bus, In Oxford angekommen, wurden 2 Gruppen gebildet. Eine Gruppe mit etwa 20 Italienern und eine mit 3 Deutschen, 1 Franzose und 2 Russen. Wir gingen zusammen zu einem Kolleg und besichtigten es. Dazu mussten wir Eintritt bezahlen. Ich empfand das als etwas komisch, weil in Deutschland muss ich ja auch keinen Eintritt bezahlen, wenn ich eine Universität besichtigen möchte. In dem Kolleg war auffallend viel Betrieb und es war richtig, wirklich richtig schön. Wir sahen erstmals den typischen englischen Rasen, der fantastisch aussah. Ich war von dem ganzen Kolleg so beeindruckt, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte Fotos zu machen. Jetzt machten wir eine kleine Mittagspause und aßen das Lunchpaket, was wir mitbekommen hatten. Es bestand aus zwei Sandwichs, 1 Mars, 1 Packung Chips (habe ich verschenkt, weil ich keine Chips esse) und einem Obst (Apfel, Banane oder Orange). Dann gingen wir in das St. Church Cathedrale. So viele Leute wie hier waren, habe ich noch nie an einem Ort gesehen. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir hier das Set von Harry Potter besichtigen konnten. Ich persönlich finde Harry Potter nicht besonders aufregend, aber ich habe für meine Familie trotzdem viele Fotos gemacht. Aber ehrlich gesagt, war es für mich auch ein besonderes Erlebnis. Ich werde mein Leben lang sagen könne, dass ich ein Set von Harry Potter gesehen habe. Im Moment habe ich es noch ganz genau vor den Augen, wie es dort ausgesehen hat und ich kann mir immer noch vorstellen, wie ich vor den beeindruckenden Gebäuden gestanden habe. Leider haben wir hier so viel Zeit verbracht, sodass wir jetzt gleich wieder zum Bus mussten. Ich war ein bisschen enttäuscht, weil ich mir gerne einen Oxford Pullover gekauft hätte, aber dafür war leider keine Zeit mehr. Aber wenn ich jemals wieder in Oxford sein werde, dann wird das erste was ich machen werde sein, dass ich mir einen schönen rosa-farbenen Oxford Pullover kaufe.

~ Montag, 23.07.2007 ~

Jetzt ist meine letzte Woche hier in Chichester schon angebrochen. Heute hatte ich wieder Superintensivkurs. Wir waren heute nur zu dritt. Wir lernten wie man Kurzgeschichten schreibt. Beispielsweise soll man kein betrügerisches ("Cheat") Ende schreiben. Betrügerisch, damit meinte der Lehrer, dass man am Ende der Geschichte nicht schreiben darf: Und dann wachte ich auf - es war ja alles nur ein Traum. Wenn der Lehrer uns das nicht gesagt hätte, dann hätte ich den Fehler gleich gemacht, weil ich dachte, dass das ein besonders kreatives Ende wäre. Nach dem Superintensivkurs habe ich mich gleich in mein Zimmer gesetzt, um die Hausaufgaben zu machen. Ich habe fast 4 Stunden an der Kurzgeschichte geschrieben und am Ende waren es 3 Seiten. Leider hat der Lehrer die Hausaufgaben nie nachgeschaut, weswegen ich sehr enttäuscht war, dass ich so viel Zeit dafür "verschwendet" habe. Es war aber auch eine gute Übung für mich. Ich kann jetzt viel besser mit dem Wörterbuch umgehen und finde schneller Worte als früher.

~ Dienstag, 24.07.2007 ~

Nach dem Unterricht heute fahren wir gleich nach Brighton. Hier schauten wir uns den "The Royal Pavillon" an. Anschließend durften wir noch etwa eine Stunde in die Stadt und konnten dort etwas shoppen. Ich fand von allen Städten, die ich gesehen hatte, war Brighton wirklich die größte Shopping Stadt. Außerdem habe ich nur in Brighton das englische Meer gesehen, weil wir von Chichester aus, nie ans Meer gefahren sind (das Wetter war leider nie besonders gut). Abends mache ich dann noch etwa 1,5 Stunden Hausaufgaben. Ich muss ein Rezept auf Englisch schreiben, wie man Pizza macht und dann noch einen Zeitungsartikel über ein Attentat.

~ Mittwoch, den 25.07.2007 ~

Heute habe ich das letzte Mal Superintensivkurs. Wir haben uns heute mit Gedichten beschäftigt und mussten auch selber welche schreiben. Das ist mir wirklich schwer gefallen, weil ich nicht besonders kreativ bin. Aber glücklicherweise war der Lehrer zufrieden, wenn wir uns an das vorgegebene Reimschema gehalten haben. Inhalt war ihm nicht so wichtig. Dann mussten wir zum Beispiel Alliterationen, Personifikationen, Onomatopoesie, Akkumulationen, etc. formulieren. Heute stelle ich fest, dass ich mal wieder keinen Strom in meinem Zimmer habe. Das ist nicht das erste Mal. Ich habe das bereits einmal gemeldet. Aber heute werde ich das nicht mehr melden, weil ich sowieso am Samstag nach Hause fahre.

~ Donnerstag, den 26.07.2007 ~

Heute erfahren wir, dass in England ein ziemliches Hochwasser sein soll. Wir hier in Chichester sind zwar nicht betroffen, jedoch musste der Tagesausflug für Samstag nach Oxford abgesagt werden. Heute musste ich schon anfangen meinen Koffer zu packen. Ich in ziemlich traurig, weil die Zeit hier in Chichester viel zu schnell vergangen ist. Es kommt mir ein bisschen so vor, als ob ich erst vor ein paar Tagen hier angekommen bin.

Abends ist heute mal wieder ein lustiges Event. Es ist die Suche nach Mrs.&Mr. IP. Es gab 8 Bewerber, 4 Mädchen und 4 Jungen. Sie mussten Tanzen, an einem Quiz teilnehmen, Theater spielen und vieles mehr. Es war ein sehr lustiger Abend!

~ Freitag, den 27.07.2007 ~

Gestern Nacht sind die Italiener gefahren. Deshalb war es fast unmöglich zu schlafen Sie wollten ihre letzte Nach durchmachen und deshalb war es richtig laut. Als sie dann gegen halb 6 heute Morgen abgereist sind, habe ich ihr Grölen bis in mein Zimmer gehört. Es gibt einige Deutsche, die morgen schon um 8 Uhr wegfahren müssen. Deshalb genießen wir heute unseren letzten Tag zusammen und gehen in die Stadt. Wir kaufen uns ein bisschen Reiseproviant und lassen unsere gemeinsame Zeit revu passieren.

~ Samstag, den 28.07.2007 ~

Morgens verabschieden wir die Deutschen, mit denen wir 14 Tage lang den ganzen Tag verbracht haben. Morgens gehen wir wieder ins Ozean und haben es fast ganz für uns alleine, weil die meisten in London sind. Dann lernen wir noch die neuen Deutschen kenne, die heute angekommen sind. Wir erzählen ihnen ein bisschen von unserer Zeit hier und wir erkennen, dass es ihnen genauso geht wie uns am Anfang. Dann gehen wir nachmittags noch in die Stadt, weil wir sonst eigentlich nichts mehr machen können. Abend erfahren wir dann, dass unser Bus nicht um 17 Uhr, sondern erst um 21 Uhr fährt. Einige Stunden später heißt es dann 22 Uhr und schließlich heißt es zwischen 0 und 1 Uhr. Tatsächlich trifft der Bus dann um 1 Uhr in Chichester ein.

~ Sonntag, den 29.07.2007 ~

Wir fahren durch den Eurotunnel, steigen anschließend in unsere Busse ein. Ich musste in einen Bus einsteigen, in dem mit mir zusammen nur 14 Leute saßen. Es war der Bus nach Kaiserslautern und Saarbrücken. Da wir so wenige Leute waren, fuhr mit uns auch gar kein Betreuer mit, sondern nur die beiden Busfahrer. Um 13 Uhr kam ich in Saarbrücken an und wurde von meinen Eltern in Empfang genommen. Meine ip-Sprachreise ist nun wirklich um. Es war eine tolle Zeit, die ich nie vergessen werde.

~ Kritik ~

Ich bin vom Zimmerservice sehr enttäuscht. Tagelang bekam ich kein neues Toilettenpapier. Außerdem stand im Vertrag, dass einmal die che neue Handtücher kommen und, dass das Bett neu bezogen wird. Bei mir war das kein einziges Mal der Fall.

Außerdem fanden einige von ip angebotene Aktivitäten nicht statt. So wollten wir einmal Badminton spielen, aber am Treffpunkt angekommen war keiner.

Bei den Ausflügen hat man viel zu lange Zeit im Bus gesessen. So konnte man immer nur wenig Zeit in den Ausflugsorten verbringen. Das war schade!

~ Fakten ~

Reiseanbieter: offährte

Anbieter in Chichester: ip (=International Projects)

Reiseort: Chichester

Anreise: Fernreisebus

~ Kosten ~

Taschengeld: mindestens 120 Euro pro Woche (umgetauscht in Pounds)

Deponat: 50 Euro oder 30 Pfund

Unterkunft:

- Privathaushalt: 1.025,00

- EZ mit Dusche und WC: 1.099,00

- Einfaches EZ: 1.059,00

Vollpension: 60 Euro pro Woche

Trip Card: 60 Euro (1 Ganztagesausflug, 2 Halbtagesauflüge)

Superintensivkurs: 200 Euro (2 Stunden Zusatzunterricht pro Woche)

Intensivkurs: 5 Zusatzstunden pro Woche

Standartkurs: 15 Stunden pro Woche

~ Fazit ~

Es war eine tolle Reise. Ich habe viele neue nette Leute kennen gelernt und eine tolle Zeit in Chichester verbracht. Schade war, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist und, dass man keine Zeit hatte, Dinge zu genießen, weil dann immer gleich das nächste kam.

Vielen Dank, dass ihr meinen Bericht gelesen habt. Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder daran gewagt und geschrieben. Über konstruktive Kritik freue ich mich immer. Ansonsten wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende, man liest sich bestimmt mal wieder ;-)
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Birgit1957

Birgit1957

06.04.2010 15:15

Gut gemacht.LG

meinemiamaria

meinemiamaria

21.03.2010 23:21

Bin mit einem "BH" da ! -------- Maria -------

meinemiamaria

meinemiamaria

21.03.2010 21:26

Um den Bericht bewerten zu können muss ich noch einmal wiederkommen müssen ....... Maria -----

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