RUF-Reisen

Erfahrungsbericht über

RUF-Reisen

Gesamtbewertung (174): Gesamtbewertung RUF-Reisen

 

Alle RUF-Reisen Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Spaniens RUF nach Sonne und Freiheit

5  09.04.2005

Pro:
Gute Betreuung, viel Spaß, man lernt neue Leute kennen

Kontra:
Etwas hoher Preis

Empfehlenswert: Ja 

der_Don840

Über sich: hm, im moment ziemlich inaktiv... vielleicht gehts irgendwann mal wieder weiter ;-)

Mitglied seit:08.02.2005

Erfahrungsberichte:7

Vertrauende:1

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 100 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute möchte ich über meinen 8 tägigen Aufenthalt in Play de Aro an der Costa Brava letzte Sommerferien berichten. Es war das Jahr 2004, ich war 16 Jahre alt und entschied mich mit einem 14 Jährigen Freund wegzufahren. Auf grund seines jungen Alters war es eigentlich ausgeschlossen selbstständig wegzufahren und so informierten wir uns über betreute Jugendreisen. Nach kurzer Recherche im lokalen Reisebüro stieß ich auch schon auf RUF Jugendreisen. Von Freunden und Verwandten hörte ich wie gut diese sein sollen und so ging ich noch schnell am ersten Ferientag ins Internet um 2 Plätze zu reservieren. Es waren noch genau 2 Stück frei ^^ Der Grund warum wir uns für Playa de Aro entschieden haben ist also simpel zu erklären: Es war das einzige Hotel mit freien Plätzen. Also reservierte ich 2 Plätze in einem 3 Bettzimmer. In 14 Tagen sollte es also losgehen in einen unvergesslichen Urlaub in Spanien…

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
RUF Jugendreisen:
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Seit 20 Jahren garantiert RUF Jugendreisen einen Urlaub der sowohl kompetente Betreuung als auch viel Spaß verspricht. RUF ist ein Mitglied der „Quality Group“, welche aus mehreren ausgewählten Leistungsträgern der Touristikbranche besteht. Weiterhin arbeitet RUF mit einigen Verbandspartner zusammen, u.a. dem DRV, FIYTO, dem Bundesforum für Kinde und Jugendreisen und dem Reisenetz. Seit 18 Jahren betreibt RUF auch sozialwissenschaftliche Begleitforschung im Gebiet der Jugendreisen und hat bereits einige Bücher dazu veröffentlicht. Die RUF Zentrale liegt in Bielefeld, welche unter der Adresse Feilenstraße 1-3, 33602 Bielefeld zu erreichen ist. Weitere Informationen gibt es auch unter info@ruf.de .

RUF bildet seine Jugendleiter selbst aus, das heißt wer Interesse hat selbst Jugendleiter/Betreuer zu werden, kann sich bei RUF bewerben (ein bestimmtes Mindestalter natürlich vorrausgesetzt) und muss dann, falls er zugelassen wird ein Sommerseminar absolvieren, indem man alles grundlegende lernt (Schwimmprüfungen, Fitness, Entertainment, erste Hilfe). Auch wird man in grundlegenden Pädagogischen Dingen gelernt, es gilt ja die Jugendlichen unter Kontrolle zu halten. Vor Ort gibt es noch einen Supervisor der nochmals über den Aufpassern steht. Er ist immer im Stress und hat die volle Verantwortung, das heißt er kümmert sich auch darum dass die Aufpasser keinen Mist bauen.

~ ~ ~ ~ ~
Regeln:
~ ~ ~ ~ ~

Wenn man auf eine Jugendreise geht ist es natürlich notwendig bestimmte Regeln einzuhalten. Hierzu gehören bestimmte Weggehzeiten, Verbot von hartem Alkohol und illegalen Drogen und Respekt vor seinen Aufpassern und Kumpanen. Ich geh hier noch mal kurz auf die einzelnen Regeln ein, denn ich denke sie sind sowohl für Eltern als auch für potentielle Jugendliche Kunden von bedeutung:

Alkohol:
Im Allgemeinen gilt dass RUF nichts dagegen hat wenn mal jemand unter 16 Jahren ein Bier trinkt, solange dies natürlich im geregelten Maße abläuft. Harter Alkohol ist für unter 18 Jährige ganz verboten und auch bei den Volljährigen nicht gerne gesehen. Falls doch mal ein 16 Jähriger volltrunken mit der Jackyflasche in der Hand gefunden wird, heißt es für ihn am nächsten Morgen „Safttag“, also kein Schlückchen Alkohol den Rest des Tages. So, das ist die graue Theorie, aber wie sieht das ganze in Wirklichkeit aus? Nun, vor der Reise haben wir 4 Flaschen harten Alkohol eingepackt (Tequila, Vodka, Havanna und Whiskey), man weis ja dass man nicht zu hart bestraft wird falls man erwischt wird, außerdem will man ja immer noch Spaß haben. Da der Alkohol jedoch immer so zu 8. aufgebraucht wurde, kam es wirklich nie dazu dass jemand Ärger bekam, es gab keinen schlimmen Alkoholkonsum/Missbrauch. Der Alkohol wurde im Zimmer getrunken und so fiel es den Teamern gar nicht auf. Im Hotel selbst war es erlaubt mit der Bierflasche und einem Eimer Sangria rumzulaufen, aber die Teamer haben, sobald jemand auch nur stark angetrunken war, denjenigen zur Seite genommen und ein ernstes Wort mit ihm geredet, und falls sie ihn dann später in der Disko weitertrinken gesehen haben, wurde er zurück ins Hotel geschickt (von einem Teamer begleitet natürlich). Alkohol ist also wirklich kein Grund für Eltern besorgt zu sein, und ich denke die wenigsten Eltern werden so naiv sein dass ihr Kind überhaupt nicht in Berührung mit Alkohl kommt, aber solange kein Missbrauch und übermäßiger Konsum stattfindet gibt es ja auch wirklich keinen Grund sich Sorgen zu machen.

Weggehen:
Zu einem Urlaub in Spanien gehört natürlich auch dass man in Diskotheken und Bars geht. Es wird von den Teamern immer eine Disko vorgeschlagen in die dann die ganze Gruppe geht, hierzu gab es im Essensraum ein schwarzes Brett an dem das tägliche Programm stand. Wer selbstständig weggehen will kann das auch tun, muss allerdings bestimmte Regeln beachten: Ab 8 Uhr darf man nur noch in 3er Gruppen unterwegs sein. Außerdem ist man vor dem Weggehen dazu verpflichtet sich in ein Buch an der Hotelrezeption einzutragen, zusammen mit Name und Zimmernummer (dies gilt für ALLE Jugendlichen). So können die Teamer schnell feststellen ob jemand fehlt und dementsprechend handeln. Meisten gibt es Teamer in jeder Disko, die aufpassen dass keiner zu großen Mist baut und bei Problemen sofort helfen können. Zu jeder vollen Stunde gibt es einen Teamer der zurück zum Hotel geht, dass heißt um 0, 1, 2 und 3 Uhr Nachts kann man immer vor die Diskothek gehen wo ein Teamer auf die Leute wartet die zurück zum Hotel wollen. Es ist verboten alleine zurückzulaufen, oder selbstständig durch die Stadt zu wandern. Hier gab es im Urlaub keine Probleme und es hat immer gut funktioniert. Man muss keine Angst haben dass die Teamer einen irgendwie am Feiern hindern, man bemerkt sie gar nicht und kann ganz normal feiern ;o)

Mobbing:
Wichtig für RUF ist die Völkerverständigung. Wie sie selbst schreiben hat Rassismus bei RUF keine Chance und dementsprechend sah es im Urlaub auch aus. Jeder kam gut zurecht und es spielte wirklich keine Rollen welcher ethnischen Gruppe man angehörte oder wo man geboren wurde. Falls sich jemand doch als echter Rassist herausstellen sollte, der den Gruppenfrieden stört, wird dieser ohne Umschweife wieder nach Hause geschickt. Natürlich kommt es auch bei RUF mal zu Streitereien und es wird jemand mal gemobbt, aber das dürft ziemlich normal sein und falls sich jemand wirklich unwohl fühlt kann er ja einen Teamer um Rat fragen, welche sehr gerne bereit sind zu helfen.

Umweltschutz:
Auch sehr wichtig für RUF ist es hinter sich aufzuräumen, und gerade bei Stränden und Naturgegenden keinen Abfall zu hinterlassen. Die Teamer sind hier sehr pingelig was ich auch gut finde.

Alter:
Im Katalog steht bei jedem Reiseziel eine bestimmte Altersgruppe dabei. Wer, wie ich, mit einem 14 Jährigen Freund verreist muss allerdings keine Angst haben in verschiedene „Gruppen“ unterteilt zu werden, die Alterseinteilungen im Katalog sind nur zur Orientierung da. Es gibt trotzdem Diskotheken die erst ab 16 Jahren zu besuchen sind. Hier organisiert RUF für diejenigen die nicht in die Diskos dürfen ein Alternativprogramm, so dass keiner zu kurz kommt.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Der Katalog:
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Der Katalog kann im Reisebüro erworben oder alternativ im Internet unter www.ruf.de bestellt werden. Der Katalog ist immer kostenlos, und es wird jährlich ein neues Exemplar herausgeben. Dort können alle Reisen, Regeln und sonstige Daten nachgelesen werden und es gibt auch ausreichend Bilder so dass die Entscheidung für ein bestimmtes Reiseziel leichter fällt. Seit diesem Jahr werden die Orte auch mit einem bestimmten Punktesystem bewertet, unter anderem in den Bereichen Strand und Nightlife. Der Katalog ist gut gelungen, leider wurde teilweise zu sehr darauf geachtet einen zeitlich passenden Jugendjargon zu verwenden, so dass einiges eher peinlich klingt ;o)

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Die Reiseziele:
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Das wichtigste ist natürlich das Reiseziel und die Art der Reise. RUF bietet sowohl Winterreisen an (Snowboarden, Skifahren) als auch Frühlings, Herbst und natürlich Sommerreisen. Wer sich dafür entscheidet z.B. in den Herbstferien wegzufahren, darf sich auf stark vergünstigte Preise hoffen, da die Ferien ja in der Nebensaison liegen und die Hotels dementsprechend günstig sind. Leider ist das Wetter zu dieser Jahreszeit nicht gerade strandbadetauglich, aber dafür ist der Ansturm auf die Touristenstädte auch nicht so groß (ob das nun negativ oder positiv ist, bleibt jedem sich selbst überlassen). Die wichtigsten Orte und Länder sind: Spanien (hier natürlich die Costa Brava und Mallorca) sowie Kroatien, Frankreich, Italien, Ungarn, Griechenland, Malta, Schweden, Polen, Deutschland (Usedom), Irland und England. Letzteres ist eine Sprachreise nach Bournemouth, zu der Qualität von Sprachreisen bei RUF kann jedoch leider nichts sagen.
Die Anreise erfolgt meistens per Bus oder Flugzeug, manchmal kann man sich auch zwischen eins von beidem entscheiden. Es gibt immer einige Einstiegsmöglichkeiten, so kann man beispielsweise wenn man nach Spanien fährt auch schon in Mannheim einsteigen, allerdings muss dann ein Aufpreis von 25 Euro gezahlt werden. Ursprungsabfahrtsort nach Spanien wäre natürlich das am südlichsten liegende Freiburg. Die genauen Zuschlagspreise sind im RUF Katalog oder im Internet nachzulesen.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Meine RUF-Reise:
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

So, nun komme ich zu dem eigentlichen Erfahrungsbericht :o) Es sollte also nach Spanien, Playa de Aro gehen. Der Bus sollte um 17:00 Uhr in Freiburg sein (Freiburg ist der Wohnort des Freundes von mir und so ging ich 2 Tage vorher zu ihm). Wir standen dann um 16:45 am Busbahnhof und hatten erst einmal keine Ahnung wo genau der Bus jetzt sein soll. Überall standen Busse und Gruppen von Jugendlichen die darauf warteten zu den unterschiedlichsten Orten und Ländern zu fahren und so fingen wir schon langsam an Panik zu bekommen. Wir rannten dann von Gruppe zu Gruppe und fragten wohin wer fährt *puuh* Um knapp 17:15 standen wir dann zusammen mit 5 anderen Leuten an der richtigen Bushaltestelle. Der Bus hatte 30 Min Verspätung und so hatten wir noch mal Glück gehabt ;o) Nach 30 Minuten stressigen Suchens wahren wir froh endlich im bereits vollbepackten Bus zu sitzen. Die Meisten der Jugendlichen im Bus hatten bereits 10 Stunden fahrt quer durch Deutschland hinter sich (Berlin z.B. :o)). Die Fahrt sollte für sie noch weitere 16 Stunden dauern. 2 Teamer waren vorne im Bus, eine davon (Verena) sollte später mit uns noch einiges zu tun haben, aber das ahnten wir da ja noch nicht ;o) Es lief leise Musik während der Busfahrt und nach knapp 4 Stunden fahrt fragte Verena welchen Film wir sehen wollten. Der Bus war mit einigen Bildschirmen ausgestattet und einigermaßen bequem, es war kein Billigbus, auch wenn ich mir mehr Beinfreiheit gewünscht hätte. So schauten wir als erstes Cast Away mit Tom Hanks an, später gab es dann noch 2 Filme zu sehen. Ich hatte eigentlich vorgehabt während der Busfahrt zu schlafen, aber leider wurde daraus nichts. So ging es den meisten Leuten im Bus und als wir schließlich um knapp 6 Uhr Morgens in Frankreich waren, war ich hundemüde. Wir beide waren zusammen mit 2 Mädchen im Bus die einzigen die nach Playa de Aro fuhren, und so mussten wir in Frankreich an einer Tankstelle in einen viel bequemeren doppeldeckerdeluxekomfort Bus umsteigen :o) Das war Luxus und wir trafen endlich auf die Leute mit denen wir noch die ganze Woche zusammen sein sollten. Um halb 10 Uhr Morgens waren wir dann schließlich am Clubhotel Pinell angekommen. Es sah genauso hässlich aus wie auf dem Foto aber zum Wohnen hat es wirklich gereicht ;o) Man ist ja als Jugendlicher weitaus schlimmeres gewohnt. Das Hotel wurde im Winter komplett umrenoviert und der Hintere Teil war sehr schön gestaltet, es gab dort ein Weißes Steinhaus mit Wohnungen. Obwohl wir alle so müde waren war es nix mit gleich ins Bett legen, denn die Zimmer konnten erst um 12 Uhr besetzt werden :o( Also entschlossen wir uns bei der Stadtführung teilzunehmen, die von Verena und einer weiteren Teamerin geleitet wurde. Uns wurden alle Diskos gezeigt, Kulturelles (hätte man sich auch sparen könne ;o)) und die wunderschöne Strandpromenade die direkt in die Einkaufsstraßen Playa de Aros übergeht.

Das Hotel selbst war eigentlich so wie ich es mir vorgestellt hatte. Es gab 3 Stockwerke und die Zimmer waren sehr schlicht gehalten. Es gab keine Schränke sondern nur waagrechte Bretter an der Wand die für die Kleider etc. dienen mussten. Wir entschlossen uns daher (oder eher aus Faulheit ;-)) aus dem Koffer zu leben. Es gab in jedem Zimmer eine Dusche und die Hotelzimmer hatten eigentlich alle einen Balkon. Unser Balkon war direkt über der Straße, was wirklich amüsant war :-D der Straßenlärm hat nicht gestört, man schlief ja eh tief und fest. Ach ja, wir hatten ja ursprünglich ein 3 Bettzimmer gebucht, sollten also noch jemand fremdes ins Zimmer kriegen. Allerdings waren am Ende noch wir und 2 weiter Jugendlich übrig, also kamen wir (nach unserem Einverständnis) in ein 4 Bettzimmer. Etwas besseres hätte uns gar nicht passieren können, denn so schlossen wir gleich am ersten Tag Freundschaft mit unseren Zimmergenossen und ihren 6 Freunden ;o) Abends saßen wir also auf dem Balkon, tranken Tequila und rauchten Wasserpfeife (diese wurde uns später abgenommen, ich weis wirklich nicht wieso aber das schein irgendeine verfluchte RUF Regel zu sein :-( Also falls ihr eine Sheesha mitnehmen solltet passt auf dass die kein Teamer zu Gesicht bekommt! Wir haben sie zwar am Ende des Urlaubs wieder gekriegt aber mir wäre es lieber gewesen wir hätten sie die ganze Zeit gehabt). Das ganze war also ein mehr als gelungener erster
ag! Was ich hier noch unbedingt bemerken muss ist der exzellente Service von RUF. Wir erhielten auf Grund des 4Bettzimmers 5 € pro Tag zurück erstattet, ohne dass wir uns irgendwie selbstständig beschwert hätten!

Die nächsten Tage verliefen ähnlich spaßig. Morgens gab es Frühstück von 7 bis 13 Uhr. Leider haben wir meistens das Frühstückverschlafen, aber die 2 mal die ich mitgegessen habe war es in Ordnung (Brötchen, Croissants und Müsli) . Ab 11 Uhr gibt es eine zusätzliche warme Speise, das ganze ist also eher als Brunch anzusehen. Mittagessen gab es also keines, das Abendessen war aber fantastisch! Es gab immer mehre Sachen zur Auswahl, beispielsweise 5 verschiedene Sorten Spaghetti mit einigen köstlichen Soßen. Auch auf Vegetarier wie mich wurde immer geachtet! Die Küche ist auf keinen Fall mit dem Schulandheimfraß zu vergleichen, und wird von der RUF eigenen Küchencrew hergestellt.

Das Einzige das von RUF Pflicht war, war das einmal Täglich Treffen mit einem Teamer. Wir wurden in 8-15er Gruppen eingeteilt und einem Teamer zugeordnet der uns jeden Tag um 18:30 für knapp 5 Minuten fragte was wir gemacht haben, ob es Probleme gibt etc. etc. Am ersten Tag gab es auch eine Einführung wo alle Regeln noch mal genau durchgesprochen wurden. Achja, mitten im Urlaub gab es auch eine große Party namens HIP (Heute ist Party). Alle RUF Leute an der Costa Brava treffen sich zu einer großen Party, kostet 18 Euro und war meiner Meinung nach ein grauenvoller Flop! Nie wieder! Na ja, es gibt bestimmt auch Menschen die dort Spaß hatten, ich auf jeden Fall nicht… Ein guter Ausflug dagegen war eine Busfahrt die Nachts in eine in einer anderen Stadt liegenden Disko ging, ich glaube sie hieß Palm Beach oder so was. Die Disko hatte einen Diskoraum und dann noch einen seperaten Strandabschnitt, der nur für die Disko abgegrenzt war. Wunderschön und es hat sich gelohnt.

Die nächsten 5 Tage verliefe alle ähnlich: Gegen 14 Uhr aufstehen, auf dem Balkon mit den anderen rumhängen, Mittags für ein paar Stunden in die Stadt oder an den Strand, um 18:30 die kurze Besprechung, dann Abendessen und gegen 21 Uhr ab in die Bars und Diskos der Stadt. Nach der Rückkehr ins Hotel gegen 3:30 Nachts war trotzdem noch einiges los, und unser Zimmer war immer überfüllt :o) Meistens waren 10-15 Jungen und Mädels auf unserem Balkon und in unserem Zimmer, Party und Spaß pur! Gestört wurde ja keiner, da in dem Hotel nur Leute von Ruf waren. Die Teamer und der Supervisor schliefen auch in unserem Hotel, so konnte falls es Probleme gab einfach jemand einen Stock runterlaufen und einem Teamer bescheid sagen. Gegen 5:30 Morgens gingen dann die meisten schlafen…

Damit das ganze nicht zu einseitig gerät hat RUF auch ein ordentliches Sport und Freizeitangebot. Ich fasse das nur kurz zusammen: An einem Tag war ein Volleyballturnier am Strand, an einem anderen ein Basketballturnier (der Basketballplatz liegt leider ziemlich abseits von der Stadt und es war wirklich brütend heiß an dem Tag). Außerdem konnte man sich jeder Zeit Schnorchelausrüstung und Fahrräder ausleihen. Leider kamen wir nie dazu mit den Fahrrädern die Stadt zu erkunden, ich kann mir allerdings vorstellen dass es ziemlich Spaß macht. Die Stadt war eine echt Touristenstadt. Gegenüber von unserem Hotel gab es einen großen Lidl (ja einen echten, deutschen Lidl :-)) in dem man sich mit Essen, Wasser und Sonstigem versorgen konnte. Die Preise waren wirklich in Ordnung. Noch mal zum Alkohol: In Spanien ist Alkohol allgemein ab 16-18 (genau weis ich das nicht) aber die nehmen es mit den Regeln sehr locker. Nur Alkoholtrinken in der Öffentlichkeit wird überhaupt nicht gern gesehen. Es war kein Problem harten Alkohol zu kaufen, nur in den teureren Läden (wenn man sich zum Beispiel eine gute, spanische Zigarre kaufen wollte) musste man einen entsprechenden Ausweis vorzeigen. In der Stadt war wirklich immer was los, so standen um 3 Uhr Nachts noch Dutzende Spanier vor den Diskos Schlange und der Verkehr war auch noch sehr rege. Der McDonalds und die anderen Fastfood Ketten hatten auch Nachts noch auf. Sonst gab es auch schöne Restaurants die man tagsüber besuchen konnte, auch ein Bordell das man aber wirklich meiden sollte (!!). Leider gibt es auch, wie in jeder größeren Stadt, Kriminalität in Playa de Aro. So sprach uns ein Spanier auf der Straße auf schlechtem Englisch an ob wir Gras kaufen wollten und hielt uns einen Beutel mit wasweisich vor die Nase. Am besten ignorieren und schnell weg, bevor es noch ärger gibt, und JA NICHTS kaufen!! Zum Thema Drogen bei RUF muss ich auch noch schreiben: Nehmt keine Drogen mit, auch wenn es nur Cannabis ist, RUF ist da sehr sehr streng. Wer mit einem Beutel Gras oder sogar harten Drogen erwischt wird, kann damit rechnen gleich nach Hause zu müssen! Also ein drogenfreier Urlaub wird doch für keinen ein Problem sein hoff ich ?!?

Leider ging der Urlaub viel zu schnell um und wir bereuten es sehr keinen 14 tägigen Urlaub gebucht zu haben. Einige der Mädchen weinten bitter und es war wirklich deprimierend sich zu verabschieden. Wir gingen am letzten Tag vor der Busfahrt noch in einen Wasserpark, da die Hotels ja bis 12 geräumt sein müssen und der Bus erst später fuhr. Die Stimmung war natürlich nicht so toll, aber der Wasserpark war eigentlich ganz in Ordnung. So fuhren wir wieder 16 Stunden zurück und hatten einen fantastischen Urlaub hinter uns…

~ ~ ~ ~
Preis:
~ ~ ~ ~

So ein genialer Urlaub hat natürlich auch seinen Preis, insbesondere in der Hauptsaison. Man zahlt ja nicht nur für Hotel, Busfahrt und Essen, sondern auch für eine kompetente Betreuung. Außerdem erhält man vor Ort eine Clubkarte mit der es möglich ist an vielen Orten Vergünstigungen abzustauben, wie z.B. kostenlos ins Internetcaffeé oder billig in die Diskos. Der Preis für 8 Tage Spanien wie in meinem Bericht beschrieben, lag bei 430€, für 14 Tage bei 680€. Wer lieber in der Nebensaison verreist, zahlt für 9 Tage knapp 250 Euro, bei dem gleichen Hotel (Clubhotel Pinell). Nicht wirklich billig, aber im Preis-Leistungsverhältnis gesehen durchsaus angebracht, zumal die Preise von Jahr zu Jahr günstiger werden und neue Angebote hinzukommen. Falls die Eltern überhaupt nichts dazu zahlen wollen, kann man ja einfach für 2 Wochen jobben gehen. Es ist wirklich kein Problem das Geld für eine Jugendreise zu besorgen, falls man es wirklich will, und ich kann versprechen dass es sich lohnt :o)

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Soll ich mein Kind da wirklich hinschicken?:
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Als 17 Jähriger ist es natürlich unmöglich alle Ängste einer Mutter oder eines Vaters nachzuvollziehen. Die Hauptsorgen dürften mangelnde Betreuung sein, und dass das Kind an die falschen Leute gerät, mit Drogen in Kontakt kommt oder sonst etwas schlimmes passiert. Ich kann nur noch mal wiederholen dass die Teamer wirklich exzellente Arbeit leisten und aufpassen dass zumindest von Seiten des Alkoholkonsums, oder Schlägereien und Streitigkeiten nicht passiert! Natürlich gibt es keine 100 prozentige Sicherheit, aber die gibt es auch im echten Leben nicht. Die Freiheit einer Jugendreise sollten man seinem Kind auf jeden Fall mal gönnen! Falls sich die Eltern wiederum wünschen dass ihr Kind geht, und dieses eigentlich keine Lust hat, weil es Angst hat keine Freunde zufinden, sozial isoliert wird oder so etwas, kann ich beruhigt sagen dass man auf jeden fall Freunde treffen wird und am Ende traurig ist wenn wieder alles vorbei ist. Außerdem kann man ja immer einen Freund, eine Freundin, fragen ob sie mitgehen möchte. Wer zusammen mit seiner Freundin/Freund verreisen will, kann dies auch tun, es muss nur eine Erlaubnis beider Eltern beiliegen dass diese Einverstanden sind ihre Kinder in ein Gemischtes Zimmer zu lassen.

~ ~ ~ ~
Fazit:
~ ~ ~ ~

Wenn ihr in den Urlaub wollt lohnt sich eine Jugendreise. Eine Alternative zu RUF ist bspw. TTT aber RUF kann ich auf jeden Fall empfehlen! Es macht Spaß, es gibt Leute die auf einen Aufpassen ohne die Freude am Urlaub einzuschränken! Nach dem Urlaub gibt es auch immer ein großes Nachtreffen, an dem man seine Freunde wiedersehen kann. Also falls ihr euch führ RUF entscheidet, wundert euch nicht wenn ihr mir am Strand begegnet, denn mich lockt Spaniens RUF nach Sonne und Freiheit!

In diesem Sinne,

euer dD

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
montanafreak

montanafreak

29.03.2009 20:28

super ehrfahrungsbericht! beantwortet ALLE mein fragen! danke ;-)

Radar

Radar

17.11.2007 15:53

Wiederrum

didiba

didiba

11.12.2006 21:20

Wieder was dazu gelernt :-) Dieter

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 16159 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (19%):
  1. montanafreak
  2. Radar
  3. mozarteum
und weiteren 16 Mitgliedern

"sehr hilfreich" von (81%):
  1. wastl07
  2. FrauLyra
  3. didiba
und weiteren 79 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.