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Erfahrungsbericht

für Riu Green Park, Port El Kantaoui
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5 Sterne Hotel RIU Green Park, empfehlenswert
24 von 24 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Nur kleine Mängel, es stimmt alles

Kontra Nach November möglicherweise schon zu kalt.

Der Autor

Eilert Seit 29 Mrz 2002

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1 Mitglied vertraut mir

Kurz entschlossen hatten wir zu zweit Über TUI eine 14 tägige Reise nach Tunesien gebucht, und zwar in der schon etwas fortgeschritteneren Zeit vom 01.11.2002 bis zum 15.11.2002. Unser Reiseziel war das Hotel RIU Green Park in Port El Kantaoui, einem mit 4 Sternen ausgewiesenen Hotel der RIU-Kette, die in Tunesien einen guten Ruf geniesst.

Gesamteindruck Hotel: Erster Eindruck der Hotelanlage gut, zügige Abwicklung der Formalitäten an der Rezeption, Begrüssungscocktail, Koffer werden aufs Zimmer gebracht, ein Zimmer, bei dem Badezimmer und Toilette mit Bidet getrennt sind, kleinem Balkon mit Sitzmöglichkeit für 2 Personen. Seeblick, wenn auch eingeschränkt, vorhanden.Ausstattung und Sauberkeit des Zimmers völlig ausreichend, alle Armaturen funktionieren bestens, Zimmerservice gut, Frühstück und Abendessen vielseitig und üppig, freundliche Bedienung überall.Ruhiges Hotel ohne dröhnende Musikbeschallung, eher ältere Hotelgäste, d.h. keine Belästigung für Menschen, die mit antiauthoritär geschädigten Kindern und deren kettenrauchenden Muttis Probleme haben.

Der Flug: Der Flug von Hannover nach Monastir mit der mir bis dato unbekannten "Karthago Airline" verlief unproblematisch und dauerte 3 Stunden. Die Befürchtungen einiger Mitreisender wegen der Flugzeugsitze mit deutlichen Gebrauchsspuren und teilweise nicht funktionierender Sitzlehnenverstellung, möglicherweise auch wegen der arabisch aussehenden Piloten, war offenbar unbegründet. Der Bordservice war besonders nett. Aber der Rückflug mit Hapag Lloyd war noch angenehmer.

Ankunft in Monastir: Eine einzige Katastrophe! Stundenlange Wartezeiten!! an den Abfertigunsschaltern der tunesichen Behörden. Die wutentbrannten Passagiere und devisenbringenden Urlaubsgäste mußten es sich gefallen lassen, daß tunesische Bedienstete in beeindruckenden Uniformen sie im Schneckentempo überprüften. Wenn die Möglichkeit bestanden hätte, viele hätten sofort wieder den Heimatrückfug angetreten. Hier besteht erheblicher Handlungsbedarf für den Regierungspräsidenten Ben Ali, der überall in Tunesien sympathisch und wohlwollend von großen Plakaten herunterlächelt, aber wohl noch nicht verstanden hat, daß es sich um devisenbringende Gäste und nicht um Asylbewerber handelt!

Halbpension: Frühstück ist von 7.30 bis 10 Uhr. Reservierte Tische gibt es beim Frühstück nicht, aber man findet immer einen Platz. Die im Tui-Prospekt avisierte Nichtraucherzone sucht man vergebens, allerdings wird im hinteren Teil des Raumes deutlich mehr geraucht. Praktischerweise bekommt jeder Tisch eine volle Kaffeekanne und Milch hingestellt. Bei Bedarf wird zügig eine neue volle Kanne geliefert. Am Büffet gibt es genügend Brot und Brötchen, Butter, diverse Mameladen, gekochte Eier ( hart gekocht, ist auch besser so, wegen der Salmonellen) , Rührei, Schinken u. die gebratenen Würstchen dazu, sowie Müsli mit Milch in allen nur erdenklichen Variationen.Dazu Obst, Salate und mehrere Käsesorten. Eigenartigerweise bekommt man nur einen einzigen Teelöffel, der auf dem Tisch liegt, während das übrige Besteck frei ausliegt. Auf den Teelöffel muss man aufpassen, wenn er weg ist, bekommt man schlecht einen neuen und man hat evtl. Schwierigkeiten, sein Kochei zu essen.
Beim Abendessen werden vom Herren Erscheinen in langen Hosen verlangt. Es gibt 2 Schichten: Von 18 Uhr bis 19.30 Uhr und von 20 Uhr bis 21.30 Uhr. Im Gegensatz zum Frühstück hat man einen festen Tisch für die gesamte Aufenthaltszeit. Die Tätigkeit der meist gut gelaunten und netten Ober (einer allerdings war ständig unhöflich)beschränkt sich auf das servieren des ausgesuchten Getränkes und das ständige Abräumen der benutzten Teller u. Bestecke. Trinkgelder (10 Dinar die Woche sind ausreichend) werden gern genommen, bringen aber dem Geber offenbar keine besonderen Vorteile.Es gibt 2 heiße Suppen, diverse Braten und Fleischsorten, mehrere warme Grichte, Fisch. Eierspeisen, Pommes Frites, Salate, Brot, diverse Käsesorten, Puddings, jede Menge Kuchen, Äpfel, Mandarinen, Weintrauben, alles reichlich und meist gut schmeckend, wenn man Pech hat, kann das Fleisch auch mal äußerst zäh sein. Für eine Flasche Wein zahlt man im Schnitt 20 Dinare, also 15 Euro!!

Das Zimmer: Der erste Eindruck beim Betreten ist zufriedenstellend. Von einem kleinen Vorflur geht links die Toilette mit Bidet und separat daneben das Bad ab. Alles ist sauber. Toilette funktioniert, Bidet sogar bestens. Im Bad eine Wanne mit Dusche und Vorhang, moderne Einhebel-Mischventile, modernes Waschbecken ebenfalls mit moderner Armatur. An der Wand ein gut funktionierender Föhn. Darüber eine 220 Volt Steckdose genau wie in Deutschland!, also keine Zwischenstecker mitnehmen!
Beleuchtung gut. Die Dusche hat vollen Strahl, sehr angenehm. Sowohl Toilettenraum als auch Bad sind voll gekachelt, die gelben Fliesen sind natürlich Geschmacksache, die teils schlecht ausgebesserten Fliesenfugen bemerkt man nach 2 Tagen gar nicht mehr. Auf der rechten Seite des besagten kleinen Vorflurs hat man eine gross dimensionierte Ablage für 3 grosse Koffer oder mehr. Daneben der eingebaute Schrank, der unterteilt ist in 4 grosse Fächer für Wäsche und anderes, in einem dieser Fächer ist der Safe, der an der Wand verankert und recht geräumit ist. So konnte ich neben den üblichen Wertsachen sogar ein Laptop von 28X23 cm darin unterbringen.
Der Safeschlüssel, von einem Vor-Kritiker als überdimensioniert beschrieben, ist gar nicht so gross. Wenn man das daranhängende Schlüsselschild abmacht, passt er gut in das Portemonaie und fällt durch seine etwas eckige Form nicht so leicht raus. Aber der Preis! 2 Dinare pro Tag, also 1,50 Euro, das ist dann doch zu viel und hätte fairerweise im Tui-Prospekt erwähnt werden müssen. Da heisst es Augen zu und durch, denn ohne Safe geht es nicht! Die 2. Hälfte des Schranks besteht im wesentlichen aus einer Kleiderschiene mit 14 Kleiderbügeln, auf dem Boden kann man jede Menge Schuhe u.a. unterbringen, und über den Kleiderbügeln ist noch ein grösseres Fach für alles mögliche. Also mehr als ausreichend Platz für 2 Personen und 14 Tage Urlaub. Im Zimmer selbst 2 als Doppelbett zusammengestellte Betten mit je 2 Stepdecken und Laken, das englische Prinzip eben. 2 Nachttische, 2 helle Bettlampen, Telefon. Die Betten sind nicht labberig, eher hart. Im Zimmer ein geräumiger Schreibtisch mit riesigem Spiegel davor, Glasplatte und 2 Schubladen. Neben dem Schreibtisch ein weiterer halbhoher Schrank mit 3 sehr kleinen Ablagefächern, auf dem der Fernseher steht, und in dem sich die Minibar, also ein Kühlschrank befindet, in den man noch ausreichend eigene Sachen reinpacken kann. Mit dem Fernseher kann man über Satellit 6 deutsche Programme in ausreichender Qualität (das Bild betreffend) empfangen.Im Raum ist eine freie Steckdose, sowie die Steckdose des Fernsehers. Einen Internetanscluss gibt es nicht, auch nicht an der Rezeeption.Der Fußboden, ein hochfloriger Teppichbelag, weist leichte Gebrauchsspuren auf, ist aber ok. Eine Glas-Schiebetüre führt auf den Balkon mit Rundtisch und 2 Kunststoffstühlen sowie Kleidertrockner, bei herrlicher Aussicht auf das Meer und den Golfplatz eine ganz tolle Sache. Im Zimmer selbst befindet sich noch ein runder Glastisch mit 2 bequemen Sesseln, sowie ein Sofa, das auch als 3. Bett Verwendug finden kann.
Die tägliche Reinigung des Zimmers erfolgt durch ganz liebenswürdige Mädchen und Frauen, denen man gern ein Trinkgeld von 10 Dinar pro Woche zukommen lässt, da sich keinerlei Beanstandungen ergeben haben. Leider sind die Zeiten, zu denen die Zimmerreinigung erfolgt, sehr unterschiedlich, aber das ist wohl überall so.

Der hoteleigene Strandabschnitt : Sehr sauber gehaltener Strand mit feinem weissen Sand. Unter den fest stehenden Schirmen aus einem weidenartigen Material werden die Kunststoffliegen placiert. Bei den Liegen gibt es verstellbare u. nicht verstellbare, worauf man achten sollte. Die Auflagen für die Liegen werden einem kostenlos gebracht, man gibt allgemein 1 Dinar Trinkgeld. Die Badetücher darüber leiht man sich einmalig kostenpflichtig an der Rezeption. Am Strand kann man zu gewissen Zeiten Volleyball spielen, wie überhaupt die Animateure sich alle erdenkliche Mühe geben, die Gäste zu aktivieren. Das Leihen eines HobbyCat Katamarans kostet pro Stunde 30 Dinare, man kann handeln. Man kann auch überall mit einem von einem Motorboot gezogenen Schirm in grosse Höhen aufsteigen, das kostet pro Runde 20 Dinare. Man wird mit Erfrischungsgetränken bedient und kann mit Zimmernummer unterschreiben. Leider wird die herrliche Luft am Strand durch rücksichtslose Raucher (innen!) verpestet, es ist nicht zu glauben, aber ca. jede 3 Person am Strand steckt sich alle 30 Min. eine Zigarette an. Da hilft nur eines: Die Windrichtung berücksichtigen, dann ists erträglich.

Swimming Pool und bedachtes Hallenbad: Um die 2 Swimming Poole wurde allgemein vor allem sonnengebadet. Aber einige schwammen auch. Sehr schöne Anlage! Das Hallenbad, eigentlich sehr gut konzipiert, , wurde fast nicht genutzt, da es darin muffig roch. Wozu auch, wenn das Wetter optimal ist.

Die Animation: Die "Animateure" sind sehr aktiv und bieten täglich verschiedene Sportarten wie Volleyball, Rasenspiele, Boccia, Gymnastik an. Jeden Abend läuft in der Hotelhalle ein kleines Programm, wie Musik, Schlangenbeschwörung, Bauchtanz, Bingo u.a. ; Man gibt sich redliche Mühe. Die Getränke ausserhalb der Halbpension sinde aber nicht billig. 7 Dinar für ein Fruchtgetränk. Man bezahlt allgemein durch Unterschrift mit Zimmernummer.

Der besondere Tip: Sehr bewährt hat sich bei uns ein kleiner Wasserkocher, den die Steckdose im Bad ohne weiteres verkraftet hat. Wir haben nicht nur das Wasser zum Zähneputzen zuvor darin abgekocht, sondern uns auch jeden Nachmittag Capuchino bereitet, dabei auf dem Balkon gesessen u. die Golfer beobachtet. Sowas festigt das Zusammengehörigkeitsgefühl nach 20 jähriger Ehe ungemein.

Die Gesundheit: Es gibt eigentlich nur eine relevante Erkrankung: Der Durchfall. Kaum jemand bleibt davon verschont. Meine Empfehlung als Arzt: Niemals was ausserhalb des Hotels essen, kein Wasser aus der Leitung trinken, möglichst auch nicht damit Zähne putzen! Täglich vorbeugend eine Tbl. Perocur forte bzw. Perenterol forte nehmen. Sollte dann trotzdem Drchfall, verbunden mit schlechtem Allgemeinzustand und. evtl. Fieber aurftreten, dann muss man den Arzt aufsuchen, dann ist eine spezifische Behandlung erforderlich.

Taxifahrten: Im allgemeinen fährt man mit dem Taxi in die 3.größte Stadt Tunesiens, nach Sousse, 125 tausend Einwohner. Dazu nimmt man ein "gelbes" Taxi und zahlt dafür 5 Dinare. Man kann auch auf 4 Dinare runterhandeln und dazu 1 Dinar Trinkgeld geben. Für weitere Fahrten sind die schwarzen Taxies zuständig, die sind teurer.

Das Wetter: Im November die ersten Tage sehr kalt, dann hochsommerlich warm.

Gesamtbewertung Hotel Green Park mit TUI: Ein toller Urlaub ohne wesentliche Mängel, kann in jeder Hinsicht empfohlen werden!

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  • Elritz 18.03.2005 11:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • butler_carlo 28.03.2004 20:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Pro_fate 28.03.2004 16:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • popeye007 29.12.2002 12:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • nocturnecf 14.12.2002 12:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Ach ja, Urlaub wär schon mal wieder was Feines... nach derartigen Angeboten werd ich nächstes Jahr mal Ausschau halten. Das Trinkgelder gerne gesehen sind, ist ja normal ;) Danke für einen informativen, unterhaltsamen Reisebericht

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