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Hotel RIU Green Park, empfehlenswert
Pro Nur kleine Mängel, es stimmt alles
Kontra Nach November möglicherweise schon zu kalt.
Kurz entschlossen hatten wir zu zweit Über TUI eine 14 tägige Reise nach Tunesien gebucht, und zwar in der schon etwas fortgeschritteneren Zeit vom 01.11.2002 bis zum 15.11.2002. Unser Reiseziel war das Hotel RIU Green Park in Port El Kantaoui, einem mit 4 Sternen ausgewiesenen Hotel der RIU-Kette, die in Tunesien einen guten Ruf geniesst.
Gesamteindruck Hotel: Erster Eindruck der Hotelanlage gut, zügige Abwicklung der Formalitäten an der Rezeption, Begrüssungscocktail, Koffer werden aufs Zimmer gebracht, ein Zimmer, bei dem Badezimmer und Toilette mit Bidet getrennt sind, kleinem Balkon mit Sitzmöglichkeit für 2 Personen. Seeblick, wenn auch eingeschränkt, vorhanden.Ausstattung und Sauberkeit des Zimmers völlig ausreichend, alle Armaturen funktionieren bestens, Zimmerservice gut, Frühstück und Abendessen vielseitig und üppig, freundliche Bedienung überall.Ruhiges Hotel ohne dröhnende Musikbeschallung, eher ältere Hotelgäste, d.h. keine Belästigung für Menschen, die mit antiauthoritär geschädigten Kindern und deren kettenrauchenden Muttis Probleme haben.Der Flug: Der Flug von Hannover nach Monastir mit der mir bis dato unbekannten "Karthago Airline" verlief unproblematisch und dauerte 3 Stunden. Die Befürchtungen einiger Mitreisender wegen der Flugzeugsitze mit deutlichen Gebrauchsspuren und teilweise nicht funktionierender Sitzlehnenverstellung, möglicherweise auch wegen der arabisch aussehenden Piloten, war offenbar unbegründet. Der Bordservice war besonders nett. Aber der Rückflug mit Hapag Lloyd war noch angenehmer.
Ankunft in Monastir: Eine einzige Katastrophe! Stundenlange Wartezeiten!! an den Abfertigunsschaltern der tunesichen Behörden. Die wutentbrannten Passagiere und devisenbringenden Urlaubsgäste mußten es sich gefallen lassen, daß tunesische Bedienstete in beeindruckenden Uniformen sie im Schneckentempo überprüften. Wenn die Möglichkeit bestanden hätte, viele hätten sofort wieder den Heimatrückfug angetreten. Hier besteht erheblicher Handlungsbedarf für den Regierungspräsidenten Ben Ali, der überall in Tunesien sympathisch und wohlwollend von großen Plakaten herunterlächelt, aber wohl noch nicht verstanden hat, daß es sich um devisenbringende Gäste und nicht um Asylbewerber handelt!Halbpension: Frühstück ist von 7.30 bis 10 Uhr. Reservierte Tische gibt es beim Frühstück nicht, aber man findet immer einen Platz. Die im Tui-Prospekt avisierte Nichtraucherzone sucht man vergebens, allerdings wird im hinteren Teil des Raumes deutlich mehr geraucht. Praktischerweise bekommt jeder Tisch eine volle Kaffeekanne und Milch hingestellt. Bei Bedarf wird zügig eine neue volle Kanne geliefert. Am Büffet gibt es genügend Brot und Brötchen, Butter, diverse Mameladen, gekochte Eier ( hart gekocht, ist auch besser so, wegen der Salmonellen) , Rührei, Schinken u. die gebratenen Würstchen dazu, sowie Müsli mit Milch in allen nur erdenklichen Variationen.Dazu Obst, Salate und mehrere Käsesorten. Eigenartigerweise bekommt man nur einen einzigen Teelöffel, der auf dem Tisch liegt, während das übrige Besteck frei ausliegt. Auf den Teelöffel muss man aufpassen, wenn er weg ist, bekommt man schlecht einen neuen und man hat evtl. Schwierigkeiten, sein Kochei zu essen.
Beim Abendessen werden vom Herren Erscheinen in langen Hosen verlangt. Es gibt 2 Schichten: Von 18 Uhr bis 19.30 Uhr und von 20 Uhr bis 21.30 Uhr. Im Gegensatz zum Frühstück hat man einen festen Tisch für die gesamte Aufenthaltszeit. Die Tätigkeit der meist gut gelaunten und netten Ober (einer allerdings war ständig unhöflich)beschränkt sich auf das servieren des ausgesuchten Getränkes und das ständige Abräumen der benutzten Teller u. Bestecke. Trinkgelder (10 Dinar die Woche sind ausreichend) werden gern genommen, bringen aber dem Geber offenbar keine besonderen Vorteile.Es gibt 2 heiße Suppen, diverse Braten und Fleischsorten, mehrere warme Grichte, Fisch. Eierspeisen, Pommes Frites, Salate, Brot, diverse Käsesorten, Puddings, jede Menge Kuchen, Äpfel, Mandarinen, Weintrauben, alles reichlich und meist gut schmeckend, wenn man Pech hat, kann das Fleisch auch mal äußerst zäh sein. Für eine Flasche Wein zahlt man im Schnitt 20 Dinare, also 15 Euro!!
Der hoteleigene Strandabschnitt : Sehr sauber gehaltener Strand mit feinem weissen Sand. Unter den fest stehenden Schirmen aus einem weidenartigen Material werden die Kunststoffliegen placiert. Bei den Liegen gibt es verstellbare u. nicht verstellbare, worauf man achten sollte. Die Auflagen für die Liegen werden einem kostenlos gebracht, man gibt allgemein 1 Dinar Trinkgeld. Die Badetücher darüber leiht man sich einmalig kostenpflichtig an der Rezeption. Am Strand kann man zu gewissen Zeiten Volleyball spielen, wie überhaupt die Animateure sich alle erdenkliche Mühe geben, die Gäste zu aktivieren. Das Leihen eines HobbyCat Katamarans kostet pro Stunde 30 Dinare, man kann handeln. Man kann auch überall mit einem von einem Motorboot gezogenen Schirm in grosse Höhen aufsteigen, das kostet pro Runde 20 Dinare. Man wird mit Erfrischungsgetränken bedient und kann mit Zimmernummer unterschreiben. Leider wird die herrliche Luft am Strand durch rücksichtslose Raucher (innen!) verpestet, es ist nicht zu glauben, aber ca. jede 3 Person am Strand steckt sich alle 30 Min. eine Zigarette an. Da hilft nur eines: Die Windrichtung berücksichtigen, dann ists erträglich.
Swimming Pool und bedachtes Hallenbad: Um die 2 Swimming Poole wurde allgemein vor allem sonnengebadet. Aber einige schwammen auch. Sehr schöne Anlage! Das Hallenbad, eigentlich sehr gut konzipiert, , wurde fast nicht genutzt, da es darin muffig roch. Wozu auch, wenn das Wetter optimal ist.Die Animation: Die "Animateure" sind sehr aktiv und bieten täglich verschiedene Sportarten wie Volleyball, Rasenspiele, Boccia, Gymnastik an. Jeden Abend läuft in der Hotelhalle ein kleines Programm, wie Musik, Schlangenbeschwörung, Bauchtanz, Bingo u.a. ; Man gibt sich redliche Mühe. Die Getränke ausserhalb der Halbpension sinde aber nicht billig. 7 Dinar für ein Fruchtgetränk. Man bezahlt allgemein durch Unterschrift mit Zimmernummer.
Der besondere Tip: Sehr bewährt hat sich bei uns ein kleiner Wasserkocher, den die Steckdose im Bad ohne weiteres verkraftet hat. Wir haben nicht nur das Wasser zum Zähneputzen zuvor darin abgekocht, sondern uns auch jeden Nachmittag Capuchino bereitet, dabei auf dem Balkon gesessen u. die Golfer beobachtet. Sowas festigt das Zusammengehörigkeitsgefühl nach 20 jähriger Ehe ungemein.Die Gesundheit: Es gibt eigentlich nur eine relevante Erkrankung: Der Durchfall. Kaum jemand bleibt davon verschont. Meine Empfehlung als Arzt: Niemals was ausserhalb des Hotels essen, kein Wasser aus der Leitung trinken, möglichst auch nicht damit Zähne putzen! Täglich vorbeugend eine Tbl. Perocur forte bzw. Perenterol forte nehmen. Sollte dann trotzdem Drchfall, verbunden mit schlechtem Allgemeinzustand und. evtl. Fieber aurftreten, dann muss man den Arzt aufsuchen, dann ist eine spezifische Behandlung erforderlich.
Taxifahrten: Im allgemeinen fährt man mit dem Taxi in die 3.größte Stadt Tunesiens, nach Sousse, 125 tausend Einwohner. Dazu nimmt man ein "gelbes" Taxi und zahlt dafür 5 Dinare. Man kann auch auf 4 Dinare runterhandeln und dazu 1 Dinar Trinkgeld geben. Für weitere Fahrten sind die schwarzen Taxies zuständig, die sind teurer.Das Wetter: Im November die ersten Tage sehr kalt, dann hochsommerlich warm.
Gesamtbewertung Hotel Green Park mit TUI: Ein toller Urlaub ohne wesentliche Mängel, kann in jeder Hinsicht empfohlen werden!
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Elritz 18.03.2005 11:35
butler_carlo 28.03.2004 20:26
Pro_fate 28.03.2004 16:13
popeye007 29.12.2002 12:56
nocturnecf 14.12.2002 12:54
Ach ja, Urlaub wär schon mal wieder was Feines... nach derartigen Angeboten werd ich nächstes Jahr mal Ausschau halten. Das Trinkgelder gerne gesehen sind, ist ja normal ;) Danke für einen informativen, unterhaltsamen Reisebericht