Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Quito, Geheimtipps und mehr
Pro schöne Hauptstadt mit Flair, viele Sehenswürdigkeiten, Nightlife, relativ günstig, alle Vorteile einer Metropole
Kontra teilweise schmutzig, Smog, im Vergleich zu europ. Städten hohe Kriminalitätsrate
In Ecuadors Hauptstadt Quito leben rund 1,5 der über 13 Mio. Ecuadorianer, was Quito nach Guayaquil zur zweitgrössten Stadt des Landes macht.
A N K U N F T :U N T E R K U N F T :
** Billige Unterkünfte sind aufgrund deren grossen Verbreitung mit Leichtigkeit zu finden. Preis: schon ab 10 US-Dollar für ein Doppelzimmer, je nach Komfort.
** Das beste Hotel der Stadt ist das "Oro Verde" (5 Sterne), gegen das so manches "Hilton" blass aussehen würde...! Das hat natürlich seinen Preis, zumal Ausländer generell höhere Tarife bezahlen als Inländer - ganz offiziell...
N I G H T L I F E :
** Innerhalb der letzten Jahre hat sich in Quito ein Nachtleben entwickelt, das sich hinter dem von anderen lateinamerikanischen Metropolen nicht mehr zu verstecken braucht.
** Der sprichwörtliche Bär ist des Nächtens im Stadtviertel Mariscal los, wo sich kultige Clubs, Discos und Kneipen neinanderreihen. Ein Muss für Nachtaktive ist der Besuch des "Papillon" und des "Tijuana" (ehemals "Tequila Rock"). Letzteres gehört einem jungen Mexikaner, der fast immer selbst hinter dem Tresen steht und sehr viel vom Feiern versteht ;-) Die beiden genannten Locations, die in Sichtweite voneinander entfernt liegen, sind quasi eine Mischung aus Kneipe und Disco, nicht sonderlich gross, aber immer so gut besucht, dass die Gäste auf der Strasse Schlange stehen. Tolle, mitreisende Musik in fast schon gesundheitsbedenklicher Lautstärke, viel Bier und Cocktails. Und schöne Menschen, was nicht zuletzt auf die Gesichtskontrolle am Eingang zurückgeht.
** Generell öffnen und schliessen ständig neue Clubs und Discos, so dass man am besten beraten ist, wenn man sich einfach umschaut und umhört.
** !Achtung!, Wenn man sich ins Nachtleben stürzt, unbedingt Papiere mitführen (Reisepass mit gültigem Visum-Stempel sowie den Fragebogen zur Einreise, den man bei der Einreise nach Ecuador im Flugzeug ausgehändigt bekommt). I.d.R. genügt auch eine Kopie dieser beiden Dokumente. Die Polizei macht nämlich gerne Razzien in Discos, Clubs und Kneipen, und wer sich nicht sofort und zweifelsfrei ausweisen kann, verbringt den Rest der Nacht (oder länger, je nachdem, an wen man gerät) im Polizeirevier, und in ecuadorianischen Polizeirevieren weht ein etwas anderer Wind als in deutschen...
** !Achtung!, Quito ist nachts nicht ungefährlich. Ich empfehle Ausländern dringend, es nur in der Gruppe zu erkunden.
G E F A H R E N :
** Wie jede lateinamerikanische Grosstadt ist auch Quito ein relativ gefährliches Pflaster (wobei ich an dieser Stelle erwähnen möchte, dass Ecuador noch eines der ungefährlicheren Länder Südamerikas ist).
** An der Tagesordnung sind Taschendiebstähle, seltener bewaffnete Raubüberfälle. Eine sichere Gegend ist der (reichere) Norden Quitos, in dem auch der internationale Flughafen liegt. Eine etwas gefährlichere Gegend, in denen Touristen häufig beraubt/bestohlen werden, ist die Altstadt und der "Panecillo" sowie im Getümmel der zahlreichen Märkte. Sehr gefährlich ist u.a. das "Terminal Terrestre", der Busbahnhof für Überlandbusse.
** Wie überall, kann man das Risiko durch entsprechend umsichtiges Verhalten verringern. Nicht allzu "schick" herumlaufen, sondern besser lässig bis schmuddelig ;-) , keine teueren Kameras um den Hals hängen, einen Instinkt für gefährliche Gegenden/Situationen entwickeln, bei einem Überfall keine Gegenwehr leisten etc.
** Das Leitungswasser in ganz Ecuador verdient nicht gerade die Bezeichnung "Trinkwasser". Wer seinen Aufenthalt nicht damit verbringen möchte, im drei-Minuten-Takt zwischen Klo und Bett zu pendeln, sollte es weder trinken noch zum Zähneputzen verwenden. Auch unter der Dusche sollte man sich bemühen, das Wasser nicht zu schlucken. Ansonsten hat man im Handumdrehen Würmer oder Amöben, gegen die man im Falle des Falles das Medikament "Cegnidal" in allen Apotheken kaufen kann. "Cegnidal" besteht aus drei Tabletten, die man vor dem Schlafengehen einnimmt und die sehr zuverlässig alles abtöten, was im Magen-Darm-Trakt nichts zu suchen hat. Jedoch ist dieses Medikament eine blutbildverändernde Chemie-Bombe, so dass man wirklich alles dransetzen sollte, sich garnicht erst mit Parasiten zu infizieren!
S T R A S S E N V E R K E H R :
** "Abenteuerlich" wäre stark untertrieben... Vor allem Freitag- und Samstag Abend/Nacht sind sehr viele Fahrer HACKEDICHT und fahren dementsprechend. Ecuador soll den siebtgefährlichsten Strassenverkehr der Welt haben, was man auf Anhieb glaubt, wenn man damit konfrontiert wird.
** Die Fahrer der Überlandbusse, die die grösseren Städte miteinander verbinden, fahren wie die Henker. Wenn man vor Achterbahn- oder Wildwasserfahrten zurückschreckt, sollte man in die Busse erst garnicht einsteigen.
B E Z A H L E N :
** Die meistverbreiteten Kreditkarten sind VISA und Mastercard (=Eurocard), sogar kleine und kleinste Beträge können problemlos mit Karte bezahlt werden. Ebenfalls sehr verbreitet ist überraschenderweise die "Diners Club"-Kreditkarte, wohingegen man mit einer "American Express" nicht weit kommt. Dies gilt nicht nur für Cuenca, sondern für ganz Ecuador. DM kann man in allen grossen Banken gegen die Landeswährung "Sucre(s)" eintauschen, US-Dollar sowieso. Falls man länger in Ecuador ist und dort ein Konto eröffnet, kann man sogar deutsche V-Schecks in DM einlösen und den Gegenwert in Sucres sofort mitnehmen. Vom Umtausch in Wechselstuben rate ich ab, da man dort leicht über den Tisch gezogen wird und zudem der Kurs deutlich schlechter ist als in den grossen Banken (empfehlenswerte Banken: Banco del Austro, Banco del Pacifico).
** Am besten nur den aktuell benötigten Bedarf wechseln, da die Inflationsrate jenseits von 80 Prozent/Jahr liegt, Tendenz steigend. Den tagesaktuellen Sucres-Kurs kann man unter www.oanda.com verfolgen.
** Update: Mitte 2000 gab es aufgrund der extrem hohen Inflationsrate des Sucre eine Währungsreform, in deren Zuge der US-Dollar als einziges gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt wurde.
W E I T E R E - I N F O S :
** Unter www.quito.com gibt es das Portal "Quito News", das zahlreiche interessante Informationen rund um Quito und Ecuador bereithält.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
dkfz 18.08.2003 12:05
kolibrili 13.02.2003 11:21
JustMyOpinion 07.01.2003 11:59
Wombaer 16.10.2002 15:10
Sehr guter Bericht, der sich auch mit meinen Eindrücken deckt!
Ich komme gerade aus Quito zurück und bin noch immer total begeistert!