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Pro Chichen Itza, Playa del Carmen, Tulum
Kontra s.Bericht
Quintana Roo ist der touristischste Bundesstaat Mexikos der nach dem Politiker, Dichter und Autor Andres Quintana Roo benannt wurde. Andres Quintana Roo war federführend an der Ausarbeitung der Mexikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1813 beteiligt.
Quintana Roo hat eine Fläche 50.212 km² und 1.135.309 Einwohner. Die Hauptstadt ist Chetumal. Die bedeutendsten Städte sind hingegen Cancun und Playa del Carmen.Mexiko ist ein Reiseland das dem Touristen sehr viel bietet.
Es gibt herrliche Strände, beeindruckende Tempelanlagen und faszinierende Städte zu besuchen. Wichtig ist nur nicht in den Touristenburgen wie Cancun oder Acapulco zu bleiben.Ich bereiste Mexiko mit einer Gruppe von Freunden. Wir machten dies vor allem mit dem Bus - d e r besten Möglichkeit Land und Leute kennenzulernen und einmal mit dem Flugzeug. Vor letzterem hatten wir etwas zuviel Respekt da der Flug damals mit 100 Dollar einfach zu billig erschien (von Merida nach Mexico City) - er erwies sich aber als Glücksgriff da der Flug sehr angenehm war und wir mit dem Personal sehr viel Spaß hatten.
Vorab kann ich Mexiko zu 100% empfehlen. Ich möchte euch hier einige Tipps geben aber auch aktuelle Entwicklungen in Mexiko und vor allem Quintana Roo behandeln.
Tulum ist eine Maya Anlage auf der Halbinsel Yucatan. Ich habe diese Anlage in meinem Mexiko Urlaub besichtigt und sogar in Tulum übernachtet. Wir übernachteten in einer Hüttenanlage direkt am Meer und hatten eine Hütte ganz für uns. Was ja ganz romantisch gewesen wäre aber wir waren zu viert in einer Hütte (cabana) untergebracht. Mittlerweile gibt es genügend Hotels. Im Ort selber würde ich keinesfalls übernachten.
Der Ort Tulum mit ca. 10 000 Einwohnern hat rein gar nichts zu bieten und ist sehr hässlich. Scheussliche Häuser und Hütten sowie miserable Restaurants. Ich kann aus unserer Erfahrung vor allem noch von den Straßenrestaurants abraten. Ein Freund aus unserer Gruppe wollte unbedingt Pollo an einem Stand essen und hatte noch am gleichen Tag Durchfall und Kotzerei zum Dessert.Der Strand in Tulum ist sehr schön. Weißer Sand und türkisfarbenes glasklares Wasser. Allerdings nur wenige Palmen - jetzt will ich aber mal nicht zu kritisch sein. Dafür hat Tulum etwas sehr seltenes zu bieten und zwar die Mischung von Strand und Archäologie.
Für die Archäologie hat Tulum wenig Bedeutung dafür ist die Anlage malerisch gelegen.Öffnungszeiten sind von 8 Uhr bis 17 Uhr. Am Sonntag ist der Eintritt durchgehen frei (dafür ist die Anlage dann komplett überlaufen)
Es empfiehlt sich auf jeden Fall die Anlage am frühen Vormittag zu besichtigen. Später kommen die Reisegruppen aus Cancun und Playa del Carmen. Dann ist es sehr voll und der Reiz der Anlage geht verloren. Wir waren damals am frühen Vormittag in der Anlage und es war noch recht ruhig. Außer uns waren knapp ein Dutzend anderer Menschen in der Anlage. So entwickelte die Anlage einen großen Charme und Eindruck. Wenn hunderte Menschen dicht gedrängt um einen stehen kann Tulum sicherlich nicht so gut wirken.Tulúm heißt in der Maya Sprache Festung.
Der Turm, El Castillo, ist recht groß. Er hat 3 Eingänge mit schlangenförmigen Säulen ist ansonsten aber recht schlicht. Überhaupt hat die Anlage wenig spektakuläre Gebäude aber die Sicht von der Anlage aufs Meer und den Strand ist sehr schön. Am interessantesten ist der Templo de las Pinturas mit Wandmalereien von Schlangen, Eidechsen und Meerestieren. Er war laut Archäologen für die Anbetung von Fruchtbarkeitsgöttern gedacht.
Wer im Gegensatz zu uns nicht ganz Mexico bereist sollte aber auch unbedingt einen Abstecher nach Palenque machen.
Diese Tempelanlage liegt zwar nicht in Quintana Roo aber doch noch in machbarer Entfernung für alle die in Playa del Carmen oder Cancun landen.
Exkurs: Palenque
Palenque. Die Stadt an sich ist zwar weniger interessant, die Ruinenstadt Palenque ist jedoch ein Muss. Die Ruinenstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Nur 5 Prozent der Bauten sind bisher freigelegt, der Rest ist im Dschungel verborgen.Palenque ist die Hauptattraktionen von Chiapas. Weitere Maya Ruinenstädte sind Bonampak und Yaxchilán.
Geschichte:Palenque (spanisch für befestigte Häuser)
Blütezeit 600-900 n. Chr
Ich zitiere nun aus discovery Mexiko:
Das eindrücklichste an Palenque ist sein Ausdruck als eine verlorene Stadt mitten im Dschungel. Das Hauptgebäude ist ohne Zweifel der Tempel der Inschriften mit seinem Grab von Pacal der Grosse, der bekannteste Schreiber der Stadt. Der Sarkophag wurde in einen grossen Stein eingemeisselt. Um es zu sehen müssen Sie ca. 75 Schritte in das Herz der Pyramide gehen. Andere wichtige Gebäude sind der Palast und eine grosse Anzahl Gebäude welche um eine grosse Terrasse gebaut sind, die 3 Tempel (Kreuztempel, Sonnentempel, Tempel des eingepackten Kreuzes), das Aquedukt und der Tempel der Löwen.
Palenque bietet auch einen Ballspielplatz verschiedene andere Gebäude inklusive exclusive Residenzen, Grabstätten und kleine Tempel.
Palenque aht viele Ueberraschungen zu bieten da es bekannt ist dass im Moment erst 5% der Stätte ausgegraben sind. Zur Zeit können 34 Strukturen besichtigt werden und es wird geschätzt dass noch über 500 unentdeckt sind.
Die Stadt Palenque war seit 300 v.C. bewohnt (einige Artefakte und Töpfe wurden gefunden) doch der Hauptteil der Stadt wurde zwischen dem 7-9 Jahrhundert errichtet. Die Stadt wurde aus unerklärlichen Grüden verlassen, danach hat der Dschungel sie in Besitz genommen. Sie wurde 1773 entdeckt doch um 1784 wieder verloren. Die richtigen Expeditionen fanden erst in den 70ern Stadt.
Zitat EndeBesonders faszinierend empfand ich den vierstöckigen quadratischem Turm, und die unterirdischen Kammern. Aber auch die Ruhe und der Dschungel rundherum faszinierten mich sehr.
Palenque war damals 1994 menschenleer, Ausländer - Fehlanzeige da keiner sich mehr nach Chiapas traute. Wir wollten damals aber unbedingt Palenque sehen und erhielten die Auskunft das in Chiapas derzeit keine Gefahr für Ausländer bestehen würde. Aha. Die Zapatistas hatten sich in die Berge zurückgezogen und erklärt keine weiteren Militäraktionen mehr durchführen zu wollen. Dennoch - Chiapas erschien mir damals wie ein von einer fremden Macht besetzter Staat, überall Militär und die Atmosphäre in San Cristobal de las Casas war so bedrückend das wir gleich weiterreisten.
Alle Bekannten und Freunde denen ich Palenque empfahl waren ebenso begeistert von der Tempelanlage. Sie ist zwar für den klassischen Mexikotouristen der eben in Playa del Carmen oder (unglücklicherweise ;-) Cancun landet weit weg. Wer jedoch in Mexiko ist sollte sie unbedingt besuchen.
Da der Dschungel rundherum ist und Palenque im Malariagebiet liegt ist Insektenschutz ein absolutes Muss.Wer dort übernachtet sollte ein Hotel mit (funktionierender) Klimaanlage beziehen!
Die Ruinen haben durch den Urwald rundherum einen sehr eigenen Charme und ist überraschend gut erhalten.Wer also in Quintana Roo - Playa del Carmen oder Cancun - Urlaub macht sollte Palenque ansehen.
Kommen wir zuPlaya del Carmen hat zwar 100 000 Einwohner ist als Stadt aber nicht der Rede wert. Dafür hat die Stadt wunderschöne lange Sandstrände. Als wir dort waren hatte ich Stadt freilich noch weitaus weniger Einwohner. Wer 1970 im damaligen Dorf mit 200 Einwohnern dort war hat sowieso einen Kulturschock. Schon in den 90ern war der Tourismus riesig. An jeder Ecke gab es Restaurants und Hotels. Da wir zur Zeit einer Kältewelle in Kanada dort waren hatten wir das Glück kein Hotel mehr für uns alle zu finden. Wir wurden dann aber in einer privaten Pension fündig und das war unser größter Glücksgriff im ganzen Mexiko Urlaub.
Mit den Besitzern bin ich bis heute im Kontakt und kann die Pension nur empfehlen.
Die Besitzer sind Mayas und haben hinter ihrer Pension noch eine kleine Maya Ruine. Sie heilten mit einem Maya Heiltrank meinen schlimmen Durchfall (laut dem Pensionsbesitzer Montezumas Rache an mir Österreicher. Der Ausspruch Montezumas Rache ist die mexikanische Legende, das Montezuma vor seinem Tod einen Fluch ausgesprochen haben soll, alle Eindringlinge würden seine Rache zu spüren bekommen und fürchterlich leiden. Na ja.
Unseren letzten Reisepunkt Merida kann ich hingegen nicht empfehlen. Merida ist meiner Ansicht nach sowohl unattraktiv als auch von zuviel zwielichten Typen bevölkert. Die Nähe zu Cancun bzw. naiven amerikanischen Touristen hat hier dazu geführt das man - im Gegensatz zu allen anderen mexikanischen Städten - auf Schritt und Tritt von Mexikanern angesprochen wird bzgl. Hängematten kaufen oder dies oder jenes besichtigen. Sehr lästig und ungewohnt für Mexiko.
Kommen wir daher zum letzten MUSS Tipp - Chichén Itzá - das wir eigentlich vor Merdia besichtigtenChichén Itzá ist die Bezeichnung für die Ruinenstätte, übersetzt heißt der Ort "Am Mund des Brunnens der Itzá" und wurde 434 bis 455 n.Chr. von den Maya gegründet. "Am Mund des Brunnens der Itzá" heißt der Ort weil Chichén Itzá wurde um 2 Cenoten gebaut wurde - die nördliche Cenote hat einen Durchmesser von ungefähr 60 m und ist 40 m tief. Durch senkrechte Wände gibt es dort keinen Zugang zum Wasser und die Cenote wurde zur Opferung von Menschen benützt. Durch diese grausame Tat war die Cenote geheiligt und gab der Stadt ihren Namen. Die südliche Cenote war für die Wasserversorgung der Stadt. Die Stadt hatte einen Durchmesser von einem Kilometer und wurde nur von Priestern und Beamten bewohnt (eine furchteinflössende Vorstellung...). Die Bauern und Krieger wohnten in einfachen Lehmgebäuden um die Stadt herum.
Chichen Itza ist Weltkulturerbe der Unesco.Besonders eindrücklich sind die Pyramiden besonders die Pyramide des Kukulcán. Die ist beim Besuch auch gleich die erste Station.
Ich habe die Pyramide natürlich auch bestiegen was eine ganz schöne Plackerei war. Der Aufstieg ist wirklich steil und anstrengend. Auf den Bildern kann man es nicht sehen aber es gibt noch eine Eisenkette in der Mitte an der man sich halten kann. Der Ausblick ist dafür fantastisch, man sieht über ganz Chichen Itza. Oben auf der Pyramide gibt es sehr kunstvolle Reliefs und den Tempel.Die Pyramide ist sehr ausgetüfftelt gebaut. Am 20.3. und am 21.9. am Nachmittag ich zitiere: versinkt eine Seite der Pyramide fast vollständig im Schatten, dann wird nur noch die Treppe von der Sonne angestrahlt und auf sie projizieren sich die Stufen der Pyramide. Dieses gezeichnete Band vereint sich schließlich mit einem Schlangenkopf am Fuß der Pyramide und stellt so eine gefiederte Schlange dar. (Zitat Ende)
Die Cenoten empfand ich hingegen als wenig eindrücklich. Man barg am Fuße der nördlichen Cenote übrigens 50 Skelette, Schmuckstücke, Gold und Jade.Auch sehr eindrücklich ist der Tempel der Krieger mit seinen Säulen und dem Chac Mool und der Ballspielplatz. Siehe Fotos :-)
Er ist der größte der 9 Plätze, 95 m lang , 35 m breit und mit 8,50 m hohen Mauern versehen. An beiden Mauern ist ein Ring in der Höhe von 6,5 m. Ziel des Ballspiels war einen Kautschuk-Ball durch den gegnerischen Ring zu werfen. Der Ball durfte den Boden nicht berühren, umso schwieriger da die Verwendung von Händen und Füßen verboten war ! Schultern, Ellenbogen, Hüften mussten reichen! Dafür war mit einem 1:0 das Spiel schon zu Ende und eine Mannschaft wurde geopfert (ob die Sieger oder die Verlierer, der Kapitän der Verlierer oder der Kapitän der Sieger geopfert wurde ist noch unklar aber ich nehme schon an das es die Verlierer (bzw. deren Kapitän) waren die dran glauben mussten).Während man sich als Besucher über diese Maya Sitten wundert ist man dann beim Caracol wieder sehr beeindruckt da man dann vor einer Sternwarte steht. Es gibt noch weitere kleine Tempel und Plätze. Man bekommt an diesem Ort einen sehr guten Eindruck der Maya Kultur. Vieles ist zerstört aber auch die Ruinen vermitteln einen majestätischen Eindruck und zeugen von einer großartigen, andersartigen Kultur.
Ganz klar ein Pflichtbesuch für alle Mexiko Urlauber!Ich hoffe mein Bericht war für einige hier interessant, bei Fragen zu einem der Orte in Quintana Roo einfach mailen...
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Alicia8 03.04.2011 19:36
basti.b2 30.03.2011 19:42
Der-Steppenwolf 06.12.2010 20:37
golden_rose 29.05.2010 13:16
Whitejunglehb1 11.05.2010 10:23
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Landnutzungsveränderungen in Quintana Roo, Mexiko, Volker Gehrmann 2008, 124 Seiten, Maße: 15,1 x 22,2 cm, Kartoniert (TB), DeutschDer internationale Tourismus gilt als einer der wichtigsten Zweige der... |
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Landnutzungsvernderungen inQuintana Roo, Mexiko - Gehrmann, Volker Buch, gebundene Ausgabe, 124 S., Beilagen: Paperback, Erschienen: 2008 |
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Landnutzungsveränderungen in Quintana Roo, Mexiko: Eine Untersuchung der Auswirkungen des... Seiten: 124, Broschiert, Vdm Verlag Dr. Müller |
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