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Erfahrungsbericht

für Queensland
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5 Sterne Aufgepasst Sunshine Coast, wir kommen! Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro Strände, Meer, Sonne, Natur, Leute

Kontra nur die eigene Tollpatschigkeit

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Der Autor

Mel09091979

Die neuesten Berichte des Autors

Hallo! Ich kann es kaum glauben, aber endlich ist es soweit und ich schreibe den Bericht über Queensland (Reisetagebuch, Tage 13-16). : )

bisherige Berichte:

- Ab nach Australien- ein paar Tipps zur Planung
- Melbourne, ich komme wieder
- Lakes Entrance, einfach wunderschön
- Sydney, eine wahre Weltmetropole
- Ein Abstecher in das Herz der blauen Berge
- Allein unterwegs in New South Wales
- Tweed Heads, südlichster Zipfel der Gold Coast
- Fraser Island: K´gari, die Paradiesinsel

Diesmal geht es um unsere Erfahrungen und Eindrücke, die wir entlang der Ostküste, von Hervey Bay nach Brisbane, gemacht haben. Ich werde auch einige allgemeine Infos über Queensland zusammenfassen.
Da es so viel zum Australia Zoo und Brisbane zu schreiben gibt, gibt's dazu extra Berichte!

Ich hoffe, der Bericht gefällt euch!!! Vielen lieben Dank schon mal für eure Lesungen, Kommentare und Bewertungen!!! : )

Inhalt:
- Infos zu Queensland
- Hervey Bay
- Noosa
- Caloundra

1) Infos zu Queensland
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Die folgenden Infos habe ich z.T. unserem Reiseführer entnommen (Pavel, V. (Hrsg.): Australien. Osten und Zentrum. Reise Know- How Verlag. 2004)
und teilweise von Leuten erfahren, die wir kennen gelernt haben.

a) Allgemeines
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Der Sonnenstaat ist mit 1.727.200 qkm der zweitgrößte Bundesstaat Australiens.
Ca. 3,7 Mio. Einwohner leben hier, wobei sie sich zum größten Teil zwischen Pazifik und Great Dividing Range nieder gelassen haben; das Outback ist also auch hier so gut wie menschenleer.
Queenslands Hauptstadt ist Brisbane, wo ca. 1,6 Mio. Menschen leben. Man hat mir gesagt, dass in Brisbane durchschnittlich 8 Stunden am Tag die Sonne scheint. Nicht schlecht, oder? Daher "Sonnenstaat"!

b) Geographie
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Queensland ist vielfältig. Es gibt vier Regionen: der fruchtbare Küstenstreifen, die regenwaldreiche Bergkette "Great Dividing Range", die vulkanischen "Tablelands" und das Steppen- und Grasland (mehr als 50% der Fläche).
c) Klima
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Wie schon erwähnt, es handelt sich um den sog. Sonnenstaat. Das Klima kann man also überwiegend als tropisch bezeichnen. Es gibt daher auch nur zwei Saisonzeiten: "WET" oder "DRY", wobei im Sommer die Regenzeit ist und im Winter die Trockenzeit.

d) Wirtschaft
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Auf unserem Weg entlang der Ostküste Queenslands haben wir riesige Felder mit Zuckerrohr und Viehherden gesehen. Weitere Hauptzweige sind u.a. der Abbau von Bodenschätzen (z.B. Kupfer, Zink und Gold), der Anbau von Getreide und natürlich der Tourismus.

So, nun zu unseren Erfahrungen:

Reisetagebuch, Tag 13 (nach Fraser Island)
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Als wir wieder in Hervey Bay und an unserem Motel waren, haben wir uns erst mal geduscht und ausgeruht. Was für ein Tag. Mir war von dem Rundflug immer noch ganz komisch!
Zunächst ein paar Infos zu Hervey Bay und unserem Motel.

Hervey Bay
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Hervey Bay ist in den letzten 15 Jahren Dank Whale - Watching und dem Ansturm auf Fraser Island (der Transfermöglichkeit zu dieser wunderschönen Insel mit der Ferry) zu einem bedeutenden touristischen Zentrum geworden.
Wir konnten leider keine Wale beobachten, da diese Giganten leider nur von August bis Oktober in den Buchten vorbei schauen (wir war ja letztes Jahr im November dort).
Ca. 42.000 Einwohner leben hier, wobei sie sich auf die 5 kleinen Gemeinden verteilen, die alle zu Hervey Bay gehören (Point Vernon, Pialba, Scareness, Torquay, Urangan).
Einen richtigen Stadtkern gibt es nicht. Shops, Restaurants, Touren-Veranstalter und Hotels (auch Campingplätze und Backpacker- Hostels) liegen dicht aneinander an der fast 14km langen Esplanade, die von Vernon bis Urangan verläuft. Die Strandpromenade bietet super viel, z.B. Spiel- und Picknickplätze sowie Imbisshäuschen.
Der Strand liegt ideal; hier kann man verschiedene Wassersportarten machen (z.B. Baden, Kajakfahren, Angeln).
Für Wassersport blieb bei uns keine Zeit, weil wir noch Vieles sehen wollten.
Es gibt auf jeden Fall viele Möglichkeiten und es lohnt sich 100%tig, vor allem wenn man einen Trip nach Fraser Island geplant hat!!!

Übernachtet haben wir im Urangan Motor Inn, das an der Esplanade (direkt am Strand, dem Shelley Beach) liegt.
Die genaue Adresse habe ich nicht mehr, aber es befindet sich ca. 200m westlich vom Urangan Pier (Ortsteil Urangan) und ist somit auch nicht weit von der Anlegestelle der Fraser- Fähre entfernt, die sich östlich des Piers befindet.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Motels gibt es Grünflächen, Bänke und viele Bäume, die in der Hitze Schatten spenden. Ein Spaziergang auf den Pier lohnt sich auch: man hat eine herrliche Sicht auf die Küste und auf das Meer. Es war wunderschön! Um am Strand spazieren zu gehen, müsste man die Esplanade noch vielleicht 300m weiter westlich hoch laufen. Bei uns war der Strand eher schmal und durch die Flut mit Wasser bedeckt, daher sind wir auf den Pier gegangen.

Das Urangan Motor Inn (* * * * *)
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Überzeugend für mich war vor allem der Service. Eine Übernachtung kostete 68 $ AU (~ 40 Euro), es gibt aber auch teurere Zimmer.
Das Motel ist folgendermaßen aufgebaut:
Gleich an der Straße befindet sich die Rezeption in einem kleinen separaten Gebäude. Links gibt es einen Block Zimmer mit Eingangstür zum Innenhof raus und einer Parkmöglichkeit für das Auto. Weiter hinten raus gibt es doppelstöckige Unterkünfte. Diese Zimmer kosten ab 80 $ AU (~48 Euro).
Rauchen in den Räumlichkeiten ist untersagt, es gibt aber Stühle und Aschekübel vor jedem Zimmer.
Das Personal und der Besitzer waren super freundlich. Wir konnten z.B. unseren Wagen umsonst vor unserem Zimmer stehen lassen (als wir auf Fraser Island waren) und unser Zimmer wurde kostenlos frei gehalten. Wir konnten Gepäck da lassen. Wie gesagt, ohne einen Cent extra. Wir bezahlten nur für 2 Nächte (eine Nacht bevor wir auf die Insel fuhren und eine Nacht danach). Wirklich toll!
Bei Problemen war jeder Zeit jemand ansprechbar (als der Transferbus nicht kam, wurde ich z.B. mit dem Hotel auf Fraser verbunden). Man ist auch gerne bereit, Auskünfte und Tipps zu Unternehmungsmöglichkeiten und Restaurants zu geben. Es gibt auch zahlreiche Prospekte. Wirklich klasse!
In unserem Zimmer gab es 1 Doppel- und ein Einzelbett, einen Wandschrank, eine kleine Ablage mit TV und eingebautem Kühlschrank, Wasserkocher, Kaffeetassen, Löffel und Milch. Die Klimaanlage war leider ziemlich laut. Wir hatten auch ein WC und eine Dusche (beides in getrennten Kammern am Ende des Zimmers). Alles war relativ gepflegt. Wir waren zufrieden. Es gab zwar schon saubere Zimmer, aber es war frei von ekligem Getier! Leider war es auch sehr hellhörig. Länger als 2 Nächte würde ich daher nicht bleiben. Aber aufgrund des guten Services und des im Vergleich gesehen günstigen Preises für mich sehr überzeugend. Auch die Lage ist super!!!

...weiter mit dem Reisetagebuch....
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Nachdem wir wieder fit waren, haben wir erst einmal einen kleinen Spaziergang entlang der Esplanade und auf dem Pier gemacht. Der Ausblick auf das Meer und die Küste war sehr schön! Es wurde schon langsam dunkel und wir hatten allmählich richtig Hunger. Wir entschlossen uns, in einem italienischen Restaurant zu essen, welches ca. 50m westlich von unserem Motel die Straße runter zu finden ist. Das Essen war sehr lecker: eine Portion Tortellini für 10, 50 $AU ( ~6 Euro), einen großen gemischten Salat für 6,50 $AU ( ~4 Euro) und etwas Brot für 2,50 $AU (~1,50 Euro). Wasser gab es umsonst dazu. Die Getränke durfte man nicht mitbringen. Das Restaurant verfügte über eine Alkohollizenz.
Nach dem Essen sind wir noch spazieren gegangen und dann müde ins Bett gefallen. War ein langer Tag, an dem wir viel gesehen und erlebt hatten (vor allem auf Fraser Island)!

Reisetagebuch, Tag 14 (Noosa).
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Am nächsten Morgen haben wir unser Zimmer mit Karte bezahlt und dann ging es los Richtung Noosa.

Anreise
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Von Hervey Bay aus fährt man auf dem Bruce Highway Richtung Brisbane. Dabei kommt man durch Maryborough, Gympie und Cooroy. Von Cooroy aus verlässt man den Highway und fährt auf der Landstraße noch ca. 21km Richtung Noosa Heads. Die Fahrt dauerte mit Pause in etwa 2 1/2 Stunden, erlaubte Höchstgeschwindigkeit 110 km/h.

Noosa
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Noosa liegt am nördlichen Ende der Sunshine Coast und ist der Sammelname für die Siedlungen Noosaville, Noosa Heads, Noosa Junction und Sunshine Beach.
Als wir in Noosa Heads ankamen, haben wir zunächst das Information Centre (Hastingsst., Kreisverkehr, Tel: 1-800-448833) angesteuert. Die haben uns super geholfen. Nach wenigen Minuten hatten wir schon eine Liste mit Übernachtungsmöglichkeiten, die unseren Preisvorstellungen entsprachen. Man hat sogar in einem Motel angerufen und uns unverbindlich angemeldet. Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: die Straßen waren mit Autos voll gestopft! Es gibt nur wenige Parkplätze. Man stellt am besten sein Auto auf einem Parkplatz ab und läuft in die Innenstadt (Hastingsst.) von Noosa Heads.

Unser Motel (Holiday Apartment, 219 Welba Rd, Tel: 0754498632) befand sich in Noosaville und kostete 65 $AU (~39 Euro).
Zu diesem Zeitpunkt war es allerdings schon etwas runtergekommen und stand zum Verkauf frei. Daher bin ich mir nicht sicher, ob es noch existiert. Wir hatten zwar ein kleines Apartment mit Küche, Schlafzimmer, WC, Dusche und Wohnzimmer, aber alles war schmuddelig. Auf der Terrasse lag sogar eine abgestreifte Schlangenhaut, die ich vor dem Schlafen gehen mal eben so entdeckte. Yuck! Man, wie schnell ich wieder drin war.

Nachdem wir unsere Rucksäcke abgeladen hatten, ging es weiter zur Erkundung unserer Umgebung. Von Noosaville zurück nach Noosa Heads sind wir über die Noosa Parade gefahren. Viele Brücken, Kanäle, Villen mit eigenem Anlegesteg, Yachten und Sportboote lassen die Gegend sehr nobel wirken. Einerseits sehr schön anzusehen: viel Wasser. Irgendwie empfand ich aber alles (vor allem die sterilen Häuser) auch etwas künstlich. Nicht so mein Fall.
Noosa Heads liegt direkt am Noosa River. Entlang der Hastingsstreet gibt es zahlreiche Restaurants, Cafés, Shops, Boutiquen und Hotels.
Wir haben unser Auto wieder an einem Parkplatz abgestellt und sind auf der Hauptstraße Bummeln gegangen. So wirklich gekauft hab ich nichts, aber es gab viele Shops, die interessant für uns waren.
Einen Mittagsnack nahmen wir in einem kleinen Einkaufszentrum zu uns. Dort gab es z.B. ein Stück Pizza für 3 $AU (~1,80 Euro), der Geschmack war OK.

Nachdem wir genug vom Bummeln und den Menschenmassen hatten, liefen wir zum Main Beach, der direkt hinter den Häuserfassaden an der Hastingsst. liegt. Natürlich war auch der Strand ziemlich voll. Im Vergleich zu anderen Stränden, die wir bisher gesehen hatten, gefiel uns dieser aber nicht so gut. Das Strandstück war zwar breit, aber kurz. Der Sand war grober und dunkler als viele Strände, die wir besonders schön fanden. Weil es auch noch so voll war, haben wir uns keinen Platz gesucht und sind zur Abkühlung nur kurz ins Wasser gesprungen. Dann ging es zurück zu unserem Apartment zum Duschen und Ausruhen. Es war so heiß, dass wir schon wieder trocken waren, als wir am Auto ankamen.

Abends ging es wieder nach Noosa Heads, und zwar wollten wir mal richtig Fisch essen gehen. Vor der Dämmerung entschlossen wir uns aber, einmal im Noosa National Park vorbei zu schauen. Angeblich soll man dort Koalas sehen können. Und da wir noch keinen wilden Koala gesehen hatten, fuhren wir hin.

Noosa National Park
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Der Noosa National Park liegt an der östlichen Landspitze (Parks Rd, Hastingsst. nach Osten). Das Infozentrum hat täglich von 13 bis 15 Uhr geöffnet, hatte also zu diesem Zeitpunkt schon geschlossen. In den Eukalyptusbäumen rund um den Parkplatz sollen sich Koalas aufhalten. Leider haben wir keinen gesehen. Aber wir haben uns am Boiling Pot hingesetzt und den Sonnenuntergang genossen. Hier soll man manchmal Delphine beobachten können, aber auch diese haben wir leider nicht gesehen. Für Wanderer gibt es die Möglichkeit, den ausgeschilderten Coastal Track (ca. 5 km) entlang der Küste zu laufen.
Bevor wir uns an die Klippe gesetzt hatten, gingen wir ein bisschen den Track entlang. Die Aussicht war wunderschön! Wir hatten einen tollen Blick auf die Bucht. Es war toll, mitten zwischen den Bäumen zu laufen, die Ruhe war sehr entspannend.
Für diejenigen, die mit dem Auto unterwegs sind, gibt es auch die Möglichkeit über den Viewland Drive zum Lagoona Lookout zu fahren und von dort aus den Blick auf die Küste und die Stadt zu genießen. Das haben wir aber nicht gemacht.
Als die Sonne verschwunden war, gingen wir wieder zum Auto und fuhren zurück nach Noosa Heads, auf den Sammelparkplatz. Von dort aus liefen wir zur Hastingsst. (ca. 2 min) und suchten nach einem vielversprechenden Fischrestaurant.
Gleich etwas rechts gegenüber des Infozentrums fanden wir zwei Restaurants, die uns gefielen (Hastingsst., am Kreisverkehr).
Wir entschieden uns für das zweite Restaurant. Leider weiß ich den Namen nicht mehr, aber ich hoffe die Lagebeschreibung hilft ein wenig.
Das Restaurant schien so gut zu sein, dass sehr viele Leute das Warten auf einen Tisch in Kauf nahmen und sich auf die dafür vorgesehene Stuhlreihe setzten. Wir bekamen relativ schnell einen Tisch, nach ca. 10 Minuten. Wir teilten uns verschiedene Fischspeisen (z.B. Calamari) und einen Salat. Wir bezahlten für alles plus Getränke zusammen um die 30 $AU (~ ca. 18 Euro). Es war sehr lecker und wir waren satt! Einige Gäste bestellten sich Hummerspezialitäten, doch das war leider ein bisschen zu teuer und zu viel für uns (ab 40 $AU pro Person ~24 Euro).
Nach dem Essen gingen wir noch einmal zum Strand, entlang des Wassers spazieren. Ich liebe das Meer und die Wellen. Das wirkt sehr beruhigend auf mich.
Nach unserem Verdauungsspaziergang ging es zurück zu unserem Apartment. Dort haben wir den Abend mit ein paar Bierchen ausklingen lassen, (bis ich die Schlangenhaut gefunden hatte. Mir kam nämlich die Frage auf: "Bei so einer riesigen Schlangenhaut, wo ist denn da das echte Exemplar?". Später sollte ich noch einmal Bekanntschaft mit so einem Ding machen, aber dazu später.).

Reisetagebuch, Tag 14
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Am nächsten Morgen ging es zum Frühstück ins "Hard Coffee" in Noosa Heads (Einkaufspassage, Hastingsst.). Wir hatten Toast mit Marmelade und Kaffee und mussten zusammen 12 $AU (~7 Euro) bezahlen.
Anschließend fuhren wir in den Süden entlang der Küste, durch Tewantin, Coolum Beach und Maroochydore bis wir in Caloundra ankamen.
Der Weg entlang der Küste dauerte ca. 3 Stunden und war sehr schön. Er dauerte so lange, weil wir ab und zu anhielten, um ein bisschen an die Strände zu gehen (z.B. Marcoola Beach). Es ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert, diese Route zu nehmen, weil man die schöne Umgebung gut sehen und jederzeit für eine kleine Pause an schönen Stränden anhalten kann.

Caloundra
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Unser Weg führte uns in Caloundra als erstes zum Kings Beach (dieses Schild stach uns sofort ins Auge und wir folgten den Richtungsanweisungen), wo wir im Caloundra Surf Club ein kühles Getränk zu uns nahmen. Essen und Getränke sind in diesen Spielclubs (Glücksspiel) sehr günstig, man muss nur ein Ticket zur Mitgliedschaft unverbindlich ausfüllen und kann loslegen. Ein Radler 0,4l kostete 3 $AU (~1,80 Euro). Man hatte einen herrlichen Blick auf den Strand.
Am Fußende des Clubs war ein Naturschwimmbad eingelassen, mit Meerwasser. Wir haben uns dann ein paar Meter weiter runter an den Strand gelegt und einer Gruppe Kinder zugeschaut, die Schwimmunterricht hatte.
Die Erfrischung im Meer zwischendurch tat sehr gut, es war super heiß!

Anschließend mussten wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Wir wollten in Caloundra bleiben, weil uns die Stadt schon auf den ersten Blick gefiel. Sie schien nicht zu touristisch zu sein, (in diesem Ferienort leben übrigens um die 28.000 Einwohner).
Nach einigem Hin und Her und vielen ausgebuchten Motels kamen wir auf die Hauptstraße, auf der sich das Meiste abspielt. Hier gibt es unzählige Cafés und Shops, es gibt Banken und Kinos. Außerdem ist diese Straße nicht weit vom Bulcock Beach entfernt. Wir rechneten also mit hohen Preisen und noch mehr ausgebuchten Motels, aber wir irrten uns.
An der Ecke Bulcock- und Centauer Street fanden wir ein Motel, was uns gut gefiel und im Vergleich, vor allem auch bezüglich der Lage, vom Preis her recht OK war!

Ocean Views Caloundra´s Motor Inn
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Das Ocean Views Caloundra´s Motor Inn ( Cnr Bulcock & Centauer Streets, Caloundra Q 4551, Sunshine Coast QLD, Tel: 07-54911788) ist ein doppelstöckiges Motel mit z.T. Blick auf die Hauptstraße und das Meer.
Eine Übernachtung in einem Doppelbettzimmer kostete 75 $AU (45 Euro). Jedes Zimmer im 2. Stock verfügt über einen Balkon zur Straße raus.
Die Zimmer an der Straße sind billiger. Zu laut war es nicht.
Das Zimmer war wirklich toll: sehr sauber, vor allem auch die Dusche und das WC, was ich sehr wichtig finde! Natürlich gab es wieder die übliche Ausstattung mit Klimaanlage, Kühlschrank, Wasserkocher, Kaffeezubehör (Pulver, Tassen...), TV, Handtücher. Es gab auch Barhocker, von denen ich mir einen auf den Balkon stellte. Viel mehr passte da nicht mehr drauf, aber ich konnte wenigstens bequem sitzen.
Die Besitzer waren sehr nett. Sie riefen zwei Tage später für uns bei der Fluggesellschaft an, um die Abflugsdaten zu bestätigen. Wir erhielten Infomaterial und Anreisekarten für den Australia Zoo und viele Tipps in bezug auf die Unternehmungsmöglichkeiten in der Stadt.

Nachdem wir uns eingerichtet und geduscht hatten, ging es auf Erkundungstour in Richtung Bulcock Beach (vom Motel aus keine 5 Minuten zu Fuß).
Die Promenade (Tag Avenue) war wunderschön!!! Auf der Strandseite befand sich ein Hotel und ein dazugehöriges Café, was super Mahlzeiten anbot.
Dem schloss sich eine lange, aus Holzplanken angefertigte, Spaziersteg an, der durch Bäume von der Straße getrennt war.
Von hier aus wurden Angeln ins Wasser gelassen und man konnte direkt den Grund sehen. So klares Wasser! Wenn man auf das Wasser raus schaute, sah man eine Inselnase, Bribie Island.
Es gab einige Bänke, so dass man sich im Schatten hinsetzen und die Aussicht genießen konnte.
Lief man weiter den Holzsteg hinunter, sah man ein paar Grillstationen, wo man ein Barbequeue veranstalten kann. Die Grillstationen waren aus Stein und hatten eine Metallplatte, auf der gegrillt wurde. Dabei standen auch einige Bänke, so dass man in mitten von Bäumen und mit Sicht aufs Wasser entspannt grillen konnte.
Lief man noch weiter, kam man zu einer Schwimmschule und einem schmalen Strandstück. Das Schwimmen ist eigentlich untersagt, weil die Strömung so stark ist und man leicht auf das Meer hinaus gezogen werden kann. Man kann aber ganz nah am Ufer ein bisschen ins Wasser gehen. Schon da bemerkt man die starke Strömung: man geht ins Wasser und landet 10m weiter links, wenn man wieder raus möchte. Wenn man ins Wasser geht, fällt der Untergrund stark ab; man muss schon aufpassen und für Kinder ist diese Stelle eher nichts. Viele Einheimische gehen dort schwimmen, weil der Strand nicht so überfüllt ist.
Auf der anderen Straßenseite befanden sich viele Cafés, Eisdielen, Restaurants und Shops.
Wir haben dort den restlichen Tag verbracht. Die Atmosphäre war für uns bezaubernd, so dass wir statt einem Tag doch drei Tage geblieben sind.

Abends wollten wir ein gutes Steak essen gehen und haben uns Infos im Motel besorgt. Es sei ein Geheimtipp, ein Spielcasino, und man könne dort für 20 $AU (~12 Euro) pro Person ein saftiges Steak mit Beilagen genießen.
Man sagte uns, wir könnten das Restaurant zu Fuß erreichen, also liefen wir los.
Ja, leider war es doch nicht so nah und wir kamen an sehr eigenartigen Gegenden vorbei: einem dunklen Stadtpark und einem verlassenen Supermarkt mit einem riesigen Parkplatz, wo sich düstere Gestalten rumtrieben. Ein bisschen beunruhigt, super hungrig und leicht gereizt haben wir dann doch endlich bei Anbruch der Dunkelheit den RSL- Club gefunden. Wir waren schon kurz davor, einfach umzudrehen.
Dort angekommen, wurden wir gleich freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass es sich hier um ein Spielcasino handelte. Mein Freund hatte leider keine lange Hose und keine geschlossenen Schuhe an. Großes Theater: Reisepass zeigen, bestätigen, dass wir auch wirklich nur essen... Unsere Hälse schwollen an, vor allem weil wir so einen blöden Weg auf uns genommen und einen tierischen Hunger hatten!!! Aber wir durften dort essen, sollten aber danach verschwinden. Danke, wie gnädig! Also füllten wir unsere Mitgliedschaften aus (die kann man danach entsorgen, nur für den Fall, dass sie jemand sehen möchte) und suchten den Restaurantbereich.
Das Essen war super! Pro Person für ein zartes Filetsteak (350g) mit Pommes und Salat nur 20 $AU (12 Euro). Getränke mussten wir separat bestellen, im Spielbereich. Das taten wir auch mit leichten Schweißperlen auf der Stirn, weil man uns ja den Rauswurf angedroht hatte. Haben gleich 4 große Radler für jeweils 3 $AU (1,80 Euro) bestellt.
Das Casino war gut besucht, es gab sehr viele verschiedene Spielautomaten und Spieltische (wo wir nicht hin durften). Es gab Live- Musik und eine große Tanzfläche. Neben dem Club befand sich ein Parkplatz und es gab ein Parkhaus. In das Gebäude kam man nur durch das Parkhaus und mit dem Aufzug in die 1 Etage. Da wurde man dann gleich von ein paar Angestellten empfangen.
Wir sind am nächsten Abend wieder hin gefahren, weil es super lecker und sehr günstig war. Man muss einfach beachten, dass man lange Kleidung und geschlossene Schuhe (nur die Männer) trägt und mit dem Auto hinfährt.
Wegbeschreibung: Bulcockst. Richtung Brisbane, rechts in die Bowmanst., nächste links am Einkaufszentrum vorbei, links, 2. rechts, 2. links. Der RSL- Club befindet sich in der Arthur Street.

Aber damit war noch nicht Schluss! Auf dem Rückweg haben wir uns irgendwie verlaufen, weil wir nicht wieder an dem Supermarkt (nach dem Motto: "Wir sind aus Germany, bitte raubt uns aus!") vorbei wollten. Wir kamen durch ruhige Wohngegenden und waren beide sehr gereizt. Wo waren wir nur gelandet? Wenn man wenigstens ein Restaurant oder so gesehen hätte, dann hätte man nach dem Weg fragen können.
Ich hab mich auf jeden Fall ein bisschen zurück fallen lassen, weil ich Ruhe zum Nachdenken brauchte und mein Freund vor sich hin fluchte.
Auf einmal war da ein komisches Geräusch- ein lautes Rasseln. Schock!!! Ich blieb stehen und rührte mich keinen cm, mein Freund war 10m vor mir. Ich schaute vorsichtig in die Richtung, aus der das Rasseln kam. Und da lag sie 3m von mir entfernt: eine riesige, zusammengerollte Klapperschlange, mitten auf der Straße.
Super! Was nun? Herzrasen, Blitzgedanke- oder eher gar nicht nachgedacht: Lautes Gebrüll und ein Sprint nach vorne bis ich meinen Freund überholt hatte. Brüllend lief ich an ihm vorbei und hab ihn so erschrocken, dass er zur Seite sprang und mich anschrie: "Was ist denn jetzt?". Jetzt muss ich mich tot lachen. Aber in dem Moment war ich zittrig und fand das alles überhaupt nicht komisch.
Ende vom Lied: wir kamen schließlich doch noch an einer Hauptstraße an und fragten nach dem Weg. Sind nur im Kreis gelaufen. Waren schließlich nach 2 Stunden am Bulcock Beach und haben eine Flasche Wein auf den Schrecken getrunken. Dann sind wir müde ins Bett gefallen.
Zu dem Tag kann ich nur sagen: Dumm und Dümmer in Australien. ;)

Reisetagebuch, Tag 15
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Wir sind schon früh aufgestanden, weil wir uns nach dem Frühstück ein Boot ausleihen und nach Bribie Island fahren wollten.
Gefrühstückt haben wir im "Panorama View" am Holzsteg (Tag Avenue). Cornflakes, Saft, 2 Toast mit Marmelade und Kaffee kostete 7,50 $AU (~4,50 Euro). Alles war sehr lecker. Man musste sich selbst bedienen und an der Theke bezahlen. Wir saßen auf dem Holzsteg und konnten aufs Wasser sehen. Wunderschön!

Die Infos wegen des Bootsverleihs haben wir von unserem Motel:
Bill`s Boat Shop (am Golden Beach; von der Bulcockst. Richtung Brisbane nach Thifty links abbiegen. Der Shop lag auf der rechten Seite).
Für einen ganzen Tag kostete ein Boot mit Sonnendach 100 $AU (60 Euro). Wir haben es für 2 Stunden ausgeliehen, was 40$AU (~ 24 Euro) kostete. Man musste eine Kaution von 20 $AU (12 Euro) hinterlegen.
Zuerst bezahlten wir; dann bekamen wir einen Ausdruck. Mit dem gingen wir zum Ufer, wo die Boote lagen. Die Frau gab uns zunächst eine kurze Einführung, wie das Motorboot zu bedienen ist, vor allem auch wegen der Sandbänke, der Bojen und der Strömung. Das ist sehr wichtig, denn an manchen Stellen ist man keine 20 cm über Grund und bleibt vielleicht stecken oder man wird aufs Meer getrieben.
Es war einzigartig! Wir sind umhergefahren und haben die Gegend genossen. Es war wunderschön: Pelikane, viele verschiedene Vögel und man konnte bunte Fische sehen. Das Wasser war türkis und ganz klar! Ein niederländischer Surfverein fuhr seine Runden, denn zwischen Insel und Festland ist man wunderbar geschützt. Man darf nur nicht zu weit Richtung Öffnung zum Meer fahren.
Wir parkten unser Boot an der Insel und waren ganz allein. Das Wasser war so warm. Fische in allen Farben schwammen um die Füße.
Dort lagen wir im weißen Sand, im Schatten, unter einem Baum, ruhten uns aus, machten ein kleines Picknick. Dann liefen wir über die Insel (in der Mitte ist nur Sand) auf die Meerseite. Dort sammelten wir Muscheln. Es war so toll! Ich kann nur empfehlen, ein Boot für einen ganzen Tag zu mieten!

Nach unserem Bootstrip gingen wir Eis essen (Tag Avenue, Joghurteis, Riesenkugel für 3,20 $AU (~2 Euro) und setzten uns auf den Steg. Wir haben tatsächlich Delphine gesehen. Beeindruckend!
In einem weiteren Shop an der Straße, hatte sich mein Freund eine Rundangel gekauft, weil er abends auch mal sein Glück versuchen wollte (der Laden hieß Wild Cat, der 4. Shop auf der linken Seite). Sehr nette Bedienung!
Danach sind wir auf die Bulcock Street gegangen und waren ein bisschen Shoppen: noch ein paar Souvenirs für die Lieben zu Hause. Es gab alle möglichen Shops: von Markenklamotten bis Souvenirs- ein große Auswahl!
Abends, nach dem Essen im RSL (diesmal mit Auto) sind wir wieder zum Holzsteg gelaufen. Mein Freund hat geangelt (Seetang und Holzreste) und ich hab mich entspannt. Ein Pelikan kam ganz nah zu uns. Er hat es uns vorgemacht und einen Fisch nach dem nächsten raus gezogen. Das Angeln wurde dann schnell aufgegeben, weil wir Angst hatten unser Pelikanfreund schluckt den Köder und wir haben ihn an der Leine.

Es war wieder ein wunderschöner Tag!

Wie es am nächsten Tag weiter ging und wir dem Crocodile Hunter einen Besuch abstatteten und die Glass House Mountains bewundern durften, erfahrt Ihr im nächsten Bericht!

Ich hoffe, dieser Bericht hat euch gefallen und einen kleinen Eindruck von Teilen der Sunshine Coast vermittelt. Ich denke, man hat gemerkt, dass ich begeistert bin und eine Tour einfach nur empfehlen kann!

Vielen lieben Dank für eure Lesungen, Kommentare und Bewertungen. Falls Ihr noch Fragen habt, schreibt mir einfach!

: ) Viele liebe Grüße, Mel.

P.S. Die Zimmerpreise beziehen sich immer auf Preis pro Übernachtung, nicht pro Person!!!


Bilder

für Queensland
Hervey Bay Ufer
von Mel09091979

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Kommentare

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  • erga76 26.04.2008 17:40
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    einfach nur bh...lg Silke

  • brodyramone 13.04.2008 12:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Women_of_the_Tigers 13.02.2008 09:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Spohler 15.01.2008 14:04
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • deel 10.01.2008 00:19
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Na das ist ja mal ein toller Bericht. LG Elfi

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