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Busan - Strand und Berge

4  29.12.2004

Pro:
Landschaftlich reizvoll  -  Meer und Berge

Kontra:
Grosse Entfernungen

Empfehlenswert: Ja 

Martini05

Über sich:

Mitglied seit:17.12.2004

Erfahrungsberichte:13

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 44 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Meine Arbeit bringt mich öfters nach Korea und wenn ich dann ein Wochenende dort verbringen muss, tu ich das gerne in Busan.

Ankunft

Bisher immer mit dem Flugzeug, meistens von Seoul aus, zum Flughafen Gimhae. Von dort per Bus direkt zum Hotel. Es gibt verschiedene Buslinien, die direkt vor dem Flughafengebäude (Ausgang, dann rechts) halten. Tickets z.B. nach Haeundae kosten KRW 4500 (ca. 3,50 EUR). Der Bus fährt verschiedene Hotels direkt an, was sehr praktisch ist wenn man mit Koffer unterwegs ist. Die Fahrt bis Haeundae dauert etwa 45 Minuten bis eine Stunde, je nach Verkehrslage.
Von Seoul gibt es häufige Flüge nach Busan (etwa alle 20 oder 30 Minuten ab Gimpo), mit Korean Air oder Asiana, Tickets kann man direkt am Flughafen kaufen, vorherige Reservierung nicht nötig (es sei denn man fliegt Feiertags). Preis nur Hinflug ca. 50 Euro.

Unterkunft

Nach einigen Fehlversuchen habe ich mein Lieblingshotel in Busan gefunden, das Westin Chosun Beach.
Zimmerpreis ab KRW 115.000 (ca. 85 EUR), ohne Frühstück. Für KRW 150.000 (ca. 110 EUR) gibt es dann ein Zimmer auf einem der "Executive Floors" mit Frühstück inklusive sowie "Pre Dinner Cocktails", die durchaus als leichtes Abendessen dienen können. Getränke ebenfalls frei in der entsprechenden Lounge.
Auf dem Zimmer gibt es einen hauseignen PC mit (High Speed) Internetanschluss, Benutzung im Preis eingeschlossen.
Zimmer wurden vort nicht allzu langer Zeit renoviert und die Betten sind sehr komfortabel.
Buchung am besten über Internet.
Personal sehr freundlich und hilfsbereit.
Hotel meiner persönlichen Kategorie "Geeignet für einen verregneten Sonntag".
Direkt vor dem Hotelhaupteingang die Dongbaek Insel mit einem beliebten Joggingrundweg (etwa 1km).
Vom Hintereingang des Hotels hat man direkten Zugang zum Strand von Haeundae.
Die nächstgelegen U-Bahn Haltestelle ist Dongbaek Station, etwa zehn Fussminuten vom Hotel.

Fehlversuche: Hotel Paragon, Hotel Excelsior(?), beide in Sasang, in der Nähe vom Express Bus Terminal. Beide alt, abgenutzt und mit trostlosen Restaurants.

Haeundae

Schöner knapp 2km langer Sandstrand mit vielen Besuchern. Eine Strandpromenade führt vom Chosun Beach Hotel bis zum anderen Ende. Es gibt verschieden kleine Restaurants für Fisch und Meeresfrüchte und eine Anlegestelle von einem Ausflugsschiff mit dem man etwa eine gute halbe Stunde am Strand entlang bis zu einigen felsigen Inseln fahren kann und wieder zurück. Dazu mehrere, teils internationale Hotels, und ein Viertel mit vielen Restaurants und Läden, allerdings etwas abgewirtschaftet.

Direkt am Strand gelegen ein Büro vom Tourist Information Center wo es viele nützliche Stadtpläne, Broschüren über Sehenswürdigkeiten und Auskunft (in Englisch) gibt.

In der Nähe auch die Cinematheque von Busan (manchmal mit ausländischen Filmen) sowie ein Carrefour Einkaufszentrum mit "Food Center".

Ausser Haeundae gibt es noch mehrere andere Strände, die ich allerdings noch nicht besucht habe.

Busan Municipal Museum
(in der Nähe vom UN Friedhof)

Erzählt die Geschichte der Stadt von den Anfängen vor ein paar tausend Jahren (Keramikfunde) bis in die heutige Zeit, recht interessant.

Beomeo Tempel

Mit der U-Bahn bis zur Beomeosa Haltestelle und von dort aus mit dem Bus Nr. 90 bis zur Haltestelle wo alle aussteigen, und dann den anderen hinterher. Der Tempel liegt recht schön in den Bergen, ziemlich mitten im Wald und ist wohl über 1000 Jahre alt.

Geumjeong Fort

Vom Beomeo Tempel aus gibt es einen gut erkennbaren Wanderweg (bergauf, manchmal ziemlich steil, aber es lohnt sich) wo laufend angegeben wird wieviel Meter man schon hinter sich gebracht hat und wieviel noch fehlt bis man zum ersten Tor (North Gate?) kommt.
Gutes Schuhwerk empfehlenswert.
Das Wandern macht hungrig. Ich war dort an einem Feiertag, es waren viele Leute unterwegs, und oben angekommen gab es "fliegende Händler" wo man Getränke und Snacks kaufen konnte. Ob das an normalen Werktagen auch so ist, weiss ich nicht.

Es gibt noch viele andere Sehenswürdigkeiten in Busan, die ich aber noch nicht besuchen konnte.

Die U-Bahn in Busan

Das U-Bahn Netz ist relativ unkompliziert und deckt weite Teile der Stadt ab. Zur Zeit sind zwei Linien in Betrieb, die dritte ist im Bau (vielleicht streckenweise schon fertig). Die U-Bahn wirkt neu und sauber und Tickets bekommt man am Automaten. Beschriftung auch in Englisch.

Essen

In koreanischen Restaurants zu essen is relativ unkompliziert, auch wenn man kein koreanisch kann. Die meisten Restaurants spezialisieren sich auf eine Fleisch- oder Fischart, und das ist dann meisten bereits von draussen am Fenster abgebildet. Einmal drinnen gibt es dann von der Speisekarte einige wenige Variationen zum Hauptthema, denen man mit etwas Abenteuergeist ruhig vertrauen sollte. Dazu gibt es dann immer einen Haufen Beilagen (meistens viele verschiedene Gemüsesorten, Grünzeugs und Kimchi), jede einzelne in einem kleinen Schälchen (siehe Foto). Die Beilagen kann man auf Wunsch nachbestellen.

Kimchi

Kimchi hat in Korea etwa die Bedeutung wie Brot in Frankreich oder Spanien, d.h. ohne Kimchi ist ein koreanisches Essen praktisch nicht denkbar.
Mit dem Unterschied dass Brot relativ harmlos schmeckt und Kimchi mehr oder weniger scharf gewürzt ist und nicht immer sehr einladend riecht.
Im Grunde handelt es sich um fermentierten Weisskohl mit Chili, den es dann in vielen verschiedenen Geschmacksvariationen gibt.
Meine erste Begegnung mit Kimchi war beim Frühstücksbuffet in einem Hotel in Seoul, als ich nichtsahnend etwas davon auf meinen Teller legte und es dann als erstes auf meinen nüchternen Magen kommen liess. Krasser Fehler.
Es hat lange gedauert, bis ich mich davon erholt hatte und es zu einem zweiten Versuch kommen liess.

Die Menschen

Der erste Eindruck ist der, dass die Menschen dem (europäischen) Ausländer gegenüber recht freundlich sind. Bei meiner Bergwanderung wurde ich öfters freundlich gegrüsst und bekam sogar eine Flasche Saft geschenkt.
Eine eingehendere Verständigung ist allerdings nur auf Koreanisch möglich, Englisch reicht nur für das Lebensnotwendige.
Näheren Kontakt zu Koreanern hatte ich in Seoul, wo dann auch andere Charakterzüge zu Tage traten, die von uns nicht immer einfach zu verstehen sind. Aber darüber in einem anderen Bericht, über Seoul, demnächst.

Fazit: ich würde vielleicht nicht extra von Europa bis nach Busan fliegen um dort meinen Urlaub zu verbringen, aber wenn man eh schon in Korea ist, ist ein (auch wiederholter) Besuch bestimmt empfehlenswert. Die vermutlich beste Gegend für einen Hotelaufenthalt ist Haeundae, wenn auch etwas abgelegen vom Flughafen und der Innenstadt.

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Essen in Busan
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
miss_varna

miss_varna

11.01.2005 18:00

Ich habe es in 6 Monaten nicht geschafft, mich mit Kimchi anzufreunden ;-) Trotzdem läuft mir beim Anblick des Photos mit dem Essen das Wasser im Munde zusammen, aber das auch nur, weil ich ja 6 Monate lang quasi nichts anderes gegessen habe. Auf Deinen Seoul-Bericht freue ich mich schon! :-)

Thomas_Hannover

Thomas_Hannover

03.01.2005 12:28

Guter Bericht, ich war auch schon dort und kann deine Eindrücke bestätigen. In Hae un Dae war ich im Queen Motel für 50 000 Won / 1 Nacht und dann nochmal verlängert 3 Nächte nur 120 000 Won. Ist direkt in Strandnähe (beim Mc Donalds) Nach Seoul bin ich dann mit der Bahn gefahren, das ist der französische TGV, der Vorteil ist man kann in Busan den Bahnhof mit der U Bahn erreichen und in Seoul ist man auch gleich wieder im Centrum. Ich denke genauso schnell (gesamt gesehen) wie mit dem Flieger. Ausserdem kann man etwas von der Landschaft sehen.

KlJa

KlJa

29.12.2004 23:39

Interessanter Bericht. Ich glaube, ich habe über Busan mal in einer Asienzeitschrift (In-Asien o.ä.) einen Bericht gelesen. Korea habe ich bislang auf der Liste der Länder, die ich in naher Zukunft besuchen möchte, zwar nicht, aber man weiß ja nie so ganz genau was die ZUkunft bringt. Auf jeden Fall ist mir der Bericht bei der Vorbereitung eine großeHilfe,

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