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Port Vila, Vanuatu

Erfahrungsbericht

für Port Vila, Vanuatu
5 Sterne Celles aus Phoenix ueber Port Vila, Vanuatu Bericht mit Bildern
74 von 74 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen

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celles Seit 27 Feb 2011

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Gruss aus Phoenix

So während es so heiss ist in Phoenix, stelle ich Euch mal kurz die Hauptstadt vor


Im Jänner 2011 waren wir mit der Rhapsody of the Seas in Vanuatu. Wir hatten zwei Stopps, wobei der erste gleich die Hauptstadt des Archipels war. Die Einfahrt in den Hafen von Port Vila war einfach traumhaft. Wir sahen türkises Wasser gepaart mit Blautönen. Auch die vielen, kleinen Inselchen mit ihren weißlichen Strandstreifen und dahinter wehenden Palmen waren nichts zu verachten.


Leider hatte der Wettergott nach diesem atemberaubenden Einlaufen es nicht ganz so gut mit uns gemeint. Kaum haben wir im 3km von der Hauptstadt entfernten Hafen angelegt, war der Himmel schon ganz verdunkelt. Viele Händler wussten schon Bescheid und hatten von Anfang an ihre Stände am Hafen mit dicken Planen überdacht. Dann öffnete der Himmel seine Schleusen. Zunächst schüttete es nur, dann wurde der Regenvorhang immer dichter und die Hauptstadt Port Vila wurde immer weniger erkennbar bis sie ganz verschwand.


Wir haben sogar am Schiff vorher einen ganz ausführlichen Vortrag über sie gehört. Port Vila liegt auf der Insel Efate, die zur Provinz Shefa gehört. Rund 70% der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt, das sind rund 40.000 Vanauater. Diese zählen alle zu den Melanesiern, sprich den schwarzen Inselbewohnern. Den Namen verpasste man den Leuten der Region wegen der dunklen Hautfarbe.


Port Vila wurde unter den Franzosen als Franceville gegründet. Noch heute kann man sich mit Französisch auf Vanuatu behelfen. Die Franzosen führten auch das Wahlrecht unabhängig von Ethnie und Geschlecht ein. Nach 1887 verwalteten sowohl die Briten als auch die Franzosen den Inselstaat. Während des zweiten Weltkriegs war die Hauptstadt auch eine amerikanische und australische Luftbasis, wovon man heute nichts mehr merkt. 1987 wurde Port Vila vom Zyklon Uma stark in Mitleidenschaft gezogen. 2002 folgte dann ein heftiges Erdbeben.


Wer per Flug kommt, landet am Bauerfield International Airport (VLI).


Nach 90 Minuten war der Regenzauber vorbei und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Wir konnten in leichtem Nieseln von Board gehen.


Der Hafen von Port Vila liegt an der Südwestküste der Hauptinsel Efate. Zwei Drittel der Exporte und 90 Prozent der Importe laufen über ihn. Auch Kreuzfahrtschiffe wie die Rhapsdoy of the Seas legen an ihm an. Die Hafengeschichte reicht bis zur Landung der Melanesier zurück.

1606 führten Pedro Fernandez de Quiros und Luis Vaez de Torres die ersten Leute aus Europa nach Vanuatu. Im Laufe der Geschichte stritten sich Briten und Franzosen um ihn. Um 1970 führten Nickelfunde und die Tatsache des Steuerparadieses Vanuatu zum steten Wachstum. 1987 wurde er durch einen Zyklon verwüstet. Am Hafen stehen Minivans, die 3 AUS-Dollar für die 4km lange Fahrt ins Zentrum von Port Vila berappen. Die sind einfach schrottreife Privatautos, die mit Passagieren vollgestopft werden. Nach einer 10minütigen Fahrt, die auch beim beeindruckenden Neuem Parlament vorbeiführt, landet man im Zentrum von Port Vila.


Die Ausstiegesstelle liegt immer am Lini Highway. Das ist die Einkaufsstraße in der Hauptstadt Port Vila. Sie verläuft in Ost-West-Richtung parallel zur Küste. An ihr liegen das Hauptpostamt, wo es auch Postkarten gibt und diverse Hotels. Auch Restaurants und Cafés sind anzutreffen. Daneben gibt es eine Reihe an Geschäften, die ihre Produkte auch mit Rabatten für Kreuzfahrer anbieten. Am Postamt haben wir dann gleich Marken und Postkarten besorgt.


Bezahlen kann man mit Australischen Dollars. Wir hatten zwar auch einige Vatu an Board gewechselt, aber die waren zu schön für Einkäufe. Die Preise sind nicht so ohne. Eine Postkarte rund 70 Euro-Cents. Beim Herausgeben hatte sich die Dame auch gleich mal verrechnet. Nebenan im Souvenirladen waren die Karten besser und billiger.


Nachdem wir alle Lokale und Geschäfte so abgeklappert hatten, machten wir uns in Richtung Osten auf. Wir kehrten kurz ins Grand Hotel ein. Das ist nicht nur ein Hotel, sondern auch ein Casino. Dort kann man die WC Anlagen benützen und danach auch einen Café und Kuchen genießen.


Links vom Hotel liegt der Zentralmarkt. Er besteht aus diversen Ständen, die sich in einer offenen Halle befinden, wo Einheimische ihre Waren feilbieten. Zu denen zählen Obst und Gemüse aber auch Kunsthandwerk. Auch Schmuck, wie Halsketten und Ohrringe sind zu haben. Feilschen gehört nicht zu Kultur von Vanuatu und ist wird auch auf Hinweisschildern untersagt. Das neue Marktgebäude wurde einer Schildkröte nachempfunden. Er ist sehr schlicht und macht einen sehr unberührten Eindruck.


Von dort aus ging es eine endlose Stufenserie nach oben. Wir konnten einen tollen Einblick über Port Vila gewinnen. Nach wenigen Minuten kamen wir dann zur Paton Memorial Church. Sie liegt im Zentrum von Port Vila. Es handelt sich dabei um eine presbyterianische Kirche, die den Namen ihres Gründers trägt. Sie wird von einer Grünfläche umgeben, wo auch die Glocke, die unter einem Dach hängt, vorzufinden ist. Die Kirche hat ein dreieckiges Vorderportal, wobei das Giebeldach den Erdboden berührt. Der Eingangsbereich mit zwei Türen ist in Weiß und Gelb gehalten und über Stufen erreichbar. Im Inneren findet man Holzbänke und einen Altar vor. Wir hatten ein sehr nettes Gespräch mit dem Pfarrer, der uns alles erklärte.


Die Cathédrale du Sacre Coeur im Zentrum von Port Vila folgte als nächste. Um dorthin zu gelangen muss man aber bergauf einer namenlosen Straße folgen. Dann geht es wieder steil nach oben. Die Kirche hat ein Giebeldach, das fast bis zum Erdboden reicht. Der Eingang verfügt über ein Vordach. Über diesem ist auf weißem Hintergrund ein Kreuz eingelassen. Im Sakralraum gibt es diverse Heiligenstatuen und einen Taufstein aus Marmor. Der Altar besteht aus einem grünen Teppich mit Jesuskreuz. Die Kirche wird durch Oberluken ventiliert. Sie ist in makellosem Zustand echt einen Besuch wert.


Gleich daneben haben wir dann noch einen Schatz entdeckt- Die Kirche Port du Ciel, zu Deutsch, Tor des Himmels, liegt im Westen der Kathedrale. Es handelt sich hierbei um eine vietnamesische Kirche. Rechts von ihr steht auch ein Denkmal an den Vietnamkrieg mit Namensnennungen von Opfern. Die himmelblaue Kirche verfügt über einen Kirchturm. Der Haupteingang befindet sich im Obergeschoß und ist über eine Treppe erreichbar. Vor der Kirche steht ein Flammenbaum. Das ganze Ensemble versetzte einen gleich in eine andere, noch buntere Welt.


Dann endlich wieder hinunter und zurück zur Bucht. Die Port Vila Promenade befindet sich im Zentrum der Hauptstadt. Sie ist ein Pfad entlang der Küste zur Bucht hin. Die Promenade wird von einem Park gesäumt, wo sich auch Parkbänke und ein Kinderspielplatz befinden. Außerdem treten zu gewissen Terminen Musikgruppen im Bandstand auf. Von der Promenade aus kann man auch per dort gebuchten Bootsausflug die Hauptstadt vom Wasser aus erkunden. Die Promenade ist mit einem Seil zur Küste hin gesichert. Sehr schön zu Flanieren, obwohl wir vielen Lachen nach dem Regen ausweichen mussten. Unter den Holzhütten mit Palmwedeldach sind diverse Waren vorzufinden. Darunter sind landestypische Kleider, Taschen und Geldbörsen. Auch Schnellimbisse und Cafés sind dort untergebracht. Das Nambawan Café mit Pizzas, Internetzugang und Kino unter den Sternen ist auch Teil des Marktes.

Danach nahmen wir wieder das Sammeltaxi zum Schiff. Ein Highlight gab es noch vor der Rückkehr auf die Rhapsody of the Seas.


Der Markt am Hafen liegt vor dem Eingang zum Cruise Terminal in Port Vila. Er liegt rund 3 km außerhalb des Stadtzentrums und erstreckt sich beiderseits der Hafenzufahrtsstraße. Angeboten werden auf Touristen zugeschnittene Gegenstände, darunter Schnitzereien, Tücher, Schmuck, T-Shirts, Puppen oder Ansichtskarten. Die Hafenstände reichen bis zur Hafeneinfahrt und haben eine Länge von rund 300 m. Leider haben wir nichts Passendes gefunden.


Port Vila ist auf den ersten Blick sicher nicht einer der schönstes Hauptstädte, besucht man aber die oben beschriebenen Highlights, hat man aber wirklich etwas Schönes gefunden.

Danke fuers Lesen

Celles

Bilder

für Port Vila, Vanuatu
7773845_l - Port Vila, Vanuatu
Kathedrale Port Vila, Vanuatu
von celles celles
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Kommentare

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  • Quasseltante 02.08.2011 07:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Volker111 31.07.2011 13:52
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    echt etwas weit weg ;-))

  • domiaustria22 31.07.2011 07:10
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Gering 30.07.2011 14:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • a_lisa 30.07.2011 13:33
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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