Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Pro schöne Stadt
Kontra weit von Europa
Detailbewertung
| Wann besucht: | |
|---|---|
| Gruppengröße: | |
| Kulturangebot: | |
| Naturangebot (Strände, Berge etc.): | |
| Shopping-Möglichkeiten: | |
| Reisebudget pro Tag: | |
| Art der Reise: | Pauschalreise |
mehr
Grüß Gott aus Wien !
Pointe-à-Pitre ist die Hauptstadt der französischsprachigen Insel Guadeloupe. Sie hat rund 170.000 Einwohner, von denen fast 18.000 direkt in der Stadt liegen. Der Name heißt ungefähr die Spitze von Pitre. Andere Übersetzungen sagen, es heißt Felsspitze. Pitre kann aus dem spanischen kommen und auch Agave oder Sisal bedeuten.
Der Hafen von Pointe a Pitre ist ein Stadthafen. Wir legten mit der Legend of the Seas fast im Stadtzentrum der Inselhauptstadt an. Vorher dauerte das Einlaufen nahezu 30 Minuten. Zuerst ging es durch den Frachthafen, der aufgrund der Ladekräne mich etwas an Hamburg erinnerte. Die sahen gar nicht mal in so schlechtem Zustand aus. Nachdem der Kapitän mit dem Piloten vorbei maneuvrierten, öffnete sich das Hafenbecken mit dem Innenstadtbereich. Das Schiff dockte so an, dass wir auch von der Legend aus abschätzen konnte, wo sich die Sehenswürdigkeiten befanden. Nach 25 Minuten wurde das Schiff freigegeben und wir konnten an Land. Gleich hinter der Gangway waren bereits Stände aller Art aufgebaut. Man bekam Hüte, Taschen, Lederwaren, Postkarten, Strandtücher und Sonnenbrillen sowie vieles anderes. Auch ein Pavillon mit Sonnenschutz wurde gegen die Tropensonne errichtet.
Die Rue Peyner ist der kürzeste Weg vom Hafen in die Innenstadt. Noch lange, nachdem wir die Straße betreten hatten, sahen wir die übergroße Summit am Hafen. Das allererste Gebäude war auch das verfallenste. Dies war unten weiß und oben sah man eine Art Holzhütte. Insgesamt aber ein interessantes Fotomotiv. Die Peynier soll ja eine der ältesten Straßen sein und schon seit der Stadtgründung bestehen. Das ließ sich an vielen Gebäuden ablesen. Viele hatten noch reine Holzbalkone, die mich bei dem Gedanken an ein Feuer erschaudern ließen. Balkone mit braunem Holzgeländern und vertikalen Holzbrettern als Rückwand zum ersten Stockwerk.
Das Gebäude vor das allerschönste in ganz Pointe a Pitre. Die Umzäunung war aus Stein und mit Gelb bemalt, wohingegen das große Tor hellblau war. Auf den gelben Torpfeilern standen jeweils zwei, schöne, blaue Töpfe. Das Gebäude war meist in gelb gehalten und hatte braune Fenster und Türen. Damit man das Museum nicht verpasst, hatte man auf die schmalen Gehsteige mit gelben Pfeilen gekennzeichnet. Dieses Museum, gebaut aus Stein, ehrt Victor Schoelcher (1804-1893), der sich in seinem Kampf für die Abschaffung der Sklaverei und den Kampf gegen die Ungleichheit einsetzte. Es ist in einem Kolonialzeithaus untergebracht. Dieses Gebäude wurde 1887 eigens für Sammlungen errichtet, die Schoelcher (der 1893 starb) Guadeloupe 1883 überließ. Die Sammlung bestand ursprünglich aus viel Porzellan aus der Manufaktur seines Vaters, persönlichen Gegenstände und Imitationen von Werken des Louvre in Paris. Leider hat der Hurrikan von 1928 einen Teil dieser Sammlung zerstört, so dass nur ein kleinerer Teil erhalten blieb. Am Eingang des Museums steht die Bronzebüste von Victor Schoelcher. Der erste Stock besteht aus einer Reihe von Dokumenten über die Zeit der Sklaverei und Gravuren des achtzehnten Jahrhunderts. Porträts von Schwarzen verkauft, geschlagen, hingerichtet - Schädel von Sklaven mit ihrer Halskette zeichnen ein Bild dieser Zeit.
Bald folgte das Museum Saint-John Perse. Es ist in einem kolonialen Haus untergebracht und erinnert abermals an die Architektur in New Orleans. Der obige Balkon war einfach traumhaft. Dieser zierliche Balkon in weiß war für mich eine Meisterleistung. Selbst der Dachsims war noch mit weißen Ornamenten verziert. Der Unterteil war gelb bemalt und hatte schöne, antike und große Fensterläden. Der Eingang bestand aus einer weißen, dreiteiligen Türe, die beiderseits von unterteilten Farbglas begleitet wurde. Das sah sehr historisch aus. Am Türstock war noch eine grüne Verzierung zu sehen. Auch eine Laterne hing noch herunter. Im antiken Inneren standen viele Möbelexponate von John Perse und wir konnten unter Glas viele seiner Manuskripte sehen. Auch der Garten war nicht zu verachten. Vor einer rosanen Wand mit vielen Worten stand eine graue Büste von John Perse. Die war deswegen schon so bemerkenswert, da sie ohne Hinterkopf angefertigt wurde.
In der Markthalle hört ich viele einheimischen Gespräche. Sie wurden in Creole geführt, einer Mischung aus französisch und einheimischen Wörtern. Es war auch ziemlich schwer, die Marktverkäuferinnen zu verstehen, wenn sie einem entgegen riefen. Mir haben uns am längsten bei den Gewürzen aufgehalten. Mein Freund hat sich schließlich dazu entschlossen, Vanilleschoten im Stück zu kaufen. Er hat dafür 2 Euro bezahlt. Dort ist es auch nicht billiger, als bei uns daheim. Manche Stände waren nicht direkt in der Halle. Sie waren etwas außerhalb und die Verkäuferinnen standen unter bunten, aufgespannten Schirmen. Meistens wurde Obst und Gemüse verkauft aber auch Körbe und Taschen. Die Nebeneffekte waren nicht so gut. So mancher Müll ist gleich am Fuße von Palmen gelandet.
Nach einiger Zeit kamen wir zur Peter und Paul Kathedrale. Diese Kathedrale, die in Gelbtönen mit blauen Umrandungen gehalten ist, hat mehrere Erdbeben und Hurrikane hinter sich und ist deshalb mit einem Stahlkorsett im Inneren versehen worden. Dadurch bekam sie auch den Spitznamen der Eisernen Kathedrale, da sich das Stahlkorsett im Inneren vom barocken Äußeren abhebt. Die Glasfenster der Kathedrale, die 1873 erbaut wurde sind in kräftigen Farben gehalten. Der Kirchturm ist am besten von ihrer Rückseite aus zu erkennen. Das erste, was ich so noch von der Kathedrale in Erinnerung habe, sind die vielen Heiligenfiguren an der Vorderfront. Das Eingangsportal wird durch drei weiße Säulen auseinander dividiert. Dadurch trennen sich die zwei Seiteneingänge und das mächtige Portal des Haupteingangs. Die vielen Heiligen habe ich nie mit Namen gekannt. Das Bemerkenswerte an ihnen war mal, dass es alle sehr genau gearbeitete, graue Statuen waren und die wesentlichsten Elemente in Goldfarbe hervorgehoben wurden. Dazu zählten vor allem Kreuze oder Schlüssel fürs Paradies. Der Kirchturm sah sehr charakteristisch aus. Auf allen vier Seiten befand sich eine Uhr und darunter waren die Rillen fürs Glockengeläut. Oben auf dem Silberdache stand ein verziertes Kirchkreuz. Das Innere zeichnete sich durch viele Arkaden aus, die das Seitenschiff abteilten. Das Kreuzgewölbe der weißen Decke war eigentlich nur eine Installation aus Querstreben. Vom Altar haben wir leider nicht viel mitbekommen, weil er zu Ostern von einem violetten Tuch verhüllt war.
Zum Schluss waren wir noch am Postamt. Dort konnten wir mit Euro Briefmarken und Postkarten kaufen. Gleich daneben war das Rathaus. Das neue Rathaus, am Place des Martyrs de la Liberté gelegen, ist ein grauer Betonkomplex, der von einem allmählich wachsenden grünen Garten umgeben ist. Hier werden auch Skulpturen heimischer Künstler, teilweise in Labyrinthform, ausgestellt. Hinzu kam auch ein Wasserspiel. Ich fand das Rathaus weniger ansprechend. Je weiter wir aus der Innenstadt herauskamen, desto moderner und blasser wurden die Gebäude.
Danke fürs Lesen
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
nicki28 07.05.2012 19:15
duderally 27.02.2012 15:05
interessanter Bericht, bh
quacky4321 27.02.2012 00:14
BH und LG
Ginfix 24.02.2012 10:45
Cerafina 22.02.2012 05:25
Nachlieferung ist endlich da....LG