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Pro Geschichtlicher Einblick
Kontra keine Führung durch die Produktion
Detailbewertung
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Im Rahmen unseres Herrenausfluges nach Ungarn im Juni 2011 besuchten wir das Salami- und Paprikamuseum der Firma Pick in Szeged. Uns interessierte natürlich in erster Linie die Produktion und wir freuten uns auf eine Verkostung oder die eine oder andere Kostprobe, aber dazu später mehr.
Pick Salami- und Paprikamuseum
Felsö Tisza-part 10Web: www.pickmuzeum.hu
Dienstag bis Samstag 15 Uhr – 18 Uhr
Sonntag, Feiertag und Montag geschlossen
Gruppen werden nach Voranmeldung von DI bis SA auch außerhalb der Öffnungszeiten eingelassen
Außerdem ist das Museum vom Sonntag vor Weihnachten bis zum ersten Montag des neuen Jahres geschlossen.
Nachdem wir etwas Schwierigkeiten hatten einen Parkplatz zu finden, denn es gab scheinbar keinen Besucherparkplatz und wir fanden auch keinen Parkautomaten an dem wir die Parkgebühr zahlen hätten können, starteten wir zum Eingang des Museums.
Nachdem wir also unsere Eintrittskarten gelöst hatten, bekamen wir ein in Folie eingeschweißtes Infoblatt in deutscher Sprache in die Hand gedrückt, aber gleichzeitig gab es auch noch einige andere Dinge:
-) 10 dag Szegediner Paprika als WarenmusterWir haben das gleich ausgenützt, um Klaus, der leider nicht dabei sein konnte, einen Gruß zu schicken.
Dann ging es aber wirklich los und die Enttäuschung war relativ schnell sehr groß. Denn es gab jeweils nur einen Raum für das Salami Museum und im ersten Stock für das Paprikamuseum. Jeder Ausstellungsraum hatte vielleicht 40-50 m2 und es gab keine Besichtigung der Produktion.Man wird zuerst mit der Geschichte der Firma Pick, den Gründern der Fabrik, vertraut gemacht. Anhand von Infotafeln, Schaubildern und ausgestellten Geräten wird man mit der Marke Pick und der Produktion vertraut gemacht.
Mark Pick gründete das Unternehmen 1869 in Szeged und baute es von da an immer weiter aus. Seit1885 produzierte die Firma als im Großbetrieb. Nach seinem Tod 1892 wurde die Firma von seiner Witwe und deren Bruder weitergeführt. 1900 erfolgte die Übersiedlung auf den heutigen Standort Felsõ Tisza-part. Die stets kühle Luft der Theiß bescherte günstige klimatische Verhältnisse zum Reifen der Salami.
Unter der Leitung der Familie Pick, wie auch später, arbeiteten in der Fabrik berühmte Salamimeister, denn die Salamiherstellung erforderte ein vielseitiges Wissens, zum Beispiel: Regeln der Zusammensetzung von der Paste oder der Würzmischung, die ein geschütztes Geheimnis ist. Das Wichtigste war jedoch das Räuchern und das Reifen. Qualitätsarbeit war und ist ohne technische und technologische Modernisierung unvorstellbar. Diese Absicht und Streben ist bei der Szegediner Salamifabrik ständig da. Dem zufolge konnte seit dem Ende der 1950-er Jahre durch die Kühlungstechnik übers ganze Jahr Salami produziert werden, die Wintersalami bewahrte ihre alte saisonale Eigenschaft nur in ihrem Namen.
Leider konnte ich nicht mehr über die aktuelle Entwicklung in Erfahrung bringen.
Am Ende des Besuchs gab es eine kostenlose Kostprobe, die aus einer Scheibe Weißbrot und 3 Blatt dünner Wintersalami bestand.
Die Urheimat des Paprikas liegt eigentlich in Süd Mexico, Mittelamerika und der Antillen Inselgruppe. Einheimische Indianer gebrauchten ihn zum Würzen und Heilen.
Christoph Kolumbus brachte von der Neuen Welt keine traditionellen Gewürze, sondern – ein bisher unbekannte Pflanze - eine Paprikapflanze mit. In Szeged findet man die erste Aufzeichnung über das Wort Paprika 1748 in einem Abrechnungsbuch. Paprika wurde in Ungarn anfangs als Arznei gegen Schüttelfrost (Wechselfieber) angewendet, später wurde er ein bestimmendes Gewürz der ungarischen Küche.Der Paprikaanbau diente bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zur Versorgung der eigenen Familie, dann erst wurde die Verarbeitung in Großbetrieb voran getrieben und gewann der Handel zunehmend an Bedeutung. In Szeged fing man mit dem Paprikaanbau vor allem auf den Schwarzsandfeldern und auf den überfluteten Boden der Theiß. In und um Szeged gibt es bezüglich der Temperatur, der Sonne und des Regens besondere Verhältnisse, die für den Paprikaanbau am günstigsten sind.
Die Ernte erfolgte durch Pflücken mit den Händen, wobei nicht auf einmal alles geerntet wurde, sondern auf das ganze 3-4 Mal wiederholt. So wurde gesichert, dass die reifsten Früchte bester Qualität verarbeitet werden.Hier ist alles schnell erzählt! Es war noch kleiner als das Salamimuseum, im Prinzip ein rund 25 m2 großer Raum, im ersten Stock des Gebäudes. Da kann man auf Schau- und Infotafeln die Geschichte des Paprikas bzw. seine Verbreitung in Ungarn und seine Verwendung nachlesen und es stehen ein paar wenige Gerätschaften zur Ansicht, die bei der Paprikaverarbeitung im Einsatz waren und es wird deren Wirkungsweise beschrieben, so erfährt man zum Beispiel was ein Külu ist und wofür man ihn verwendete, aber mehr auch nicht!
Pick Salami und Szegediner Paprika Museum, Szeged
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christianpirker 27.03.2012 18:40
leuchtturmwaechterin 16.12.2011 11:54
Dr.Anne 29.11.2011 22:31
Auf Salami können wir in meiner Familie gut verzichten.
Cuchulainn1981 12.11.2011 22:28
pinkdawn 12.11.2011 22:03
Daraus hätte man sicher mehr machen können. Dein Bericht gefällt mir aber sehr gut. lg + bh, Doris