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Erfahrungsbericht

für Pfarrkirche St. Johannes, Hohenkammer
5 Sterne *****ST.JOHANNES HOHENKAMMER***** Bericht mit Bildern
128 von 128 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro sehenswert, viele Kunstschätze,

Kontra keine Turmbesteigung möglich, der Hl. Placidus war nicht sichtbar, schade

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Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

Der Autor

Rainbow67 Seit 13 Jul 2004

WO DIE SCHWARZE SEELE WOHNT IST KEIN LICHT AM HORIZONT mehr

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ST.JOHANNES HOHENKAMMER


EINLEITUNG

Weiter geht es mit meiner Unheiligen tour, nach dem Kloster Scheyern, der Kirche in Illmmünster war mein nächster Halt in der Gemeinde Hohenkammern. Manche von euch werden sich erinnern, über das Wasserschloss in Hohenkammern habe ich euch schon einmal hier berichtet. Diese kleine recht reizvolle Vierflügelanlage mit den Ecktürmchen und den größeren Turm mit Zwiebelhaube über dem Eingang und seinen schönen Innenhof. Heute ging es jedoch in die Kirche. Die Kirche St. Johannes. Was ich dort sah und ob sich ein Stopp dort lohnt könnt ihr in meinem Bericht lesen.

LAGE

Hohenkammer befindet sich an der B13 München –Ingolstadt, ca. 35 km nördlich von München. Lange Zeit war der Ort eine Poststadion durch seine Verkehrsgünstig recht Gute Lage denn parallel führt dort noch die Staatsstraße Freising Augsburg vorbei. Ein Regino und seine Frau Oaspin schenkten ihren gesamten Besutz im Jahre 783 der Freisinger Domkirche. Es war ein Großes herrschaftliches Gutshaus, ein Gewölbebau , eine richtige fürstliche Wohnung mit Schatzkammer und vorratshaus, früher nannte man so ein Gebäude Chamara, daraus wurde Kamer und dann eben Hohenkammern. Verschiedene Grafen und Herzöge wohnten dort, durch Heirat der letzten Gräfin Bennonia von Haslang bekam das Grafen Geschlecht Preysing diesen Ort und auch das kleine Wasserschloss. Die Gräfin Bennonia hinterließ als sie starb am 26 November 1812 12000 Gulden für den Umbau und die Erweiterung der Pfarrkirche. Das ist diese Kirche die ich heute dort sah.
ADRESSE

Hauptstraße 6
85411 Hohenkammer

GESCHICHTE DER KIRCHE

Das erste Mal wurde in diesem Ort eine Kirche im Jahre 1006 urkundlich erwähnt.
Im 30 jährigen Krieg wurde diese Kirche ausgeraubt. Die Pferde, das Vieh, Getreide , die Kirchengeräte , alles wurde geraubt.
Später hatte ein Pfarrer Egger viel für diese Kirche getan. Er ließ sie erweitern , mit Kunstwerken ausstatten und auch alle anderen Pfarrkrichen der Gemeinde renovieren. Im Jahre 1818 ließ er den Leib des Katakombenheiligen Placidus aus Freising in die Kirche nach Hohenkammer überführen.. Die erste Kirche war im frühen 11 Jahrhundert nur ein bescheidenes Holzbauwerk. Im 14 Jahrhundert dann eine Kirche aus Stein. 1813 dann die Erweiterung mit den 12000 Gulden der Gräfin Bennonia. Damals wurde das Kirchenschiff abgebrochen und nach drei Seiten hin erweitert, nur der gotische Chor blieb stehen. Dieser Chor wurde aber auch zur hälfte mit umgebaut. Die jüngste große Renovierung erfolgte in den Jahren 1968-1975.
WAS ICH DORT SAH

Ich parkte fast neben der Kirche. Schon von weitem war sie zu sehen durch ihren recht hohen und recht interessanten achteckigen Turm. Schade das man diese türme nur so selten besteigen darf. Das wäre für mich noch ein Anreiz. Aber auch dieser blieb mir versperrt.
Die Kirche selbst sieht von außen recht schlicht aus und auch irgendwie ohne Gliederung. Sehr schön fand ich die kleine Sonnenuhr an der Wand. So eine richtige kleine sonne lachte mich da an.
Die Fenster sind Rundbogenfenster und recht schmal. Deutlich erkenne ich auch den gotischen Chor mit seinen Strebepfeilern von der Vorgänger Kirche.. Eingänge in die Kirche befinden sich im westlichen und im südlichen Teil der Kirche, einer davon war jedoch verschlossen. Auf dem quadratischen Untergeschoss erhebt sich der Turm mit der kleinen Sonnenuhr. Diese Sonnenuhr soll aus dem Jahre 1668 stammen. So alt sieht sie gar nicht aus. Der Turm ist achteckig und wird seit 1878 mit einer Neugotischen Spitzhaube gekrönt. Früher war dort eine Zwiebelhaube darauf. An der Außenwand noch ein großes Kreuz und viele Sterbeplatten an der Wand der Kirche. Wunderschön der Turm ihr werdet ihn auf den Fotos am Ende des Berichtes bestaunen können.
Nun trete ich in die Kirche ein. Das Kirchenschiff hat eine flache Decke, mit einigen Fresken. An der Decke des sich direkt anschließenden Chores sehe ich Fresken von der Krönung Mariens und die 4 Abendländischen Kirchenväter. Diese Fresken sollen Mitte des 18 Jahrhunderts angebracht wurden sein. Das Deckengemälde im Langhaus dieser doch recht großen Kirche zeigt die Huldigung Jesu durch Engel und Heilige.
Vorn sehe ich den prächtigen Hochaltar. Richtig nah komme ich da nicht heran er ist abgesperrt schon am Anfang der Stuhlreihen, der recht schlichten Holzbänke. Der Hochaltar ist ein Werk des Kistlers Wolf Meyer und des Freisinger Bildhauers Paul Hörnle.
Dieser Altar ist von Weinlaub umrankt und ich sehe Säulen mit Engelsköpfen. Es glänzt alles, ein prächtiger, prunkvoller und glanzvoller Altar. Das Hochaltar Bild zeigt die Jungfrau Maria mit ihrem Kind umgeben von Engeln und anderen Heiligen. Ich sehe da zum Beispiel den Erzengel Michael mit seinen Flammenschwert der die höllische Schar in den Abgrund stürzt. Kurz davor stand ich auch. Bin ich hier nun richtig in dieser Kirche? Eine weitere Szene dieses Bildes zeigt den Hl. Johannes, den Heiligen und Namensgeber dieser Kirche wie er auf der Insel Patmos steht und aus der Ferne das alles beobachtet. Er schaut auch auf mich. Ich sehe Szenen aus dem Heiligen Abendmahl. In der Altarepsis soll der gefasste Leib des Hl Placidus ausgestellt sein, leider kam ich dort nicht heran. Es gab da eine Alarm Sicherung. Schade diesen Herrn hätte ich gern einmal betrachtet.. Neben dem Altar recht große vergoldete Figuren die den Johannes von Nepomuk und Joseph mit dem Jesu Kind zeigen, diese Figuren stammen aus der Stiftskirche Freising und aus dem Jahre 1765.
Die Seitenaltäre glänzen auch vom Gold und werden flankiert von Gedrehten Säulen. Diese Altäre stammen aus dem Jahre 1670. Der südliche zeigt mit einem Gemälde die Strafende Gerechtigkeit Gottes. Er wirft Drohende blitze auf die Erde die aber von anderen Heiligen in gnadenstrahlen umgewandelt werden. Weitere Heilige Figuren wie die Hll Katharina, Barbara, Margaretha stehen dort als große Figuren. Ich sehe die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael am anderen Seitlichen Altar. In der Kirche weiterhin ein Kreuzaltar der sic h recht elegant erhebt. Das Kreuz eine Stiftung der Grafen von Haslang im Jahre 1695.. Ich sehe eine Kanzel und einen recht sehenswerten Taufstein aus dem Jahre 1629.. Die Ausstattung der Kirche ist wirklich recht reich, viele Teile stammen aus an deren Kirchen . Große Statuen der Pestpatrone St. Rochus und Sebastian. Eine Figur der Maria mit Traube und Jesukind. An der Empore ein prächtiges Gemälde der Reiche Fischzug Petri, es soll aus der Mitte des 17 Jahrhunderts stammen. . Ich sehe die Gemälde der 12 Apostel. Auf der Empore dann die Orgel. Die Orgel stammt von Anton Staller aus Grafing .
Ich schaue noch einmal durch die Kirche, so viel Prunk und Pracht, die vielen Figuren, die prächtigen Gemälde, Kelche, Kreuze, Glaskästen mit Reliquien. Auch an den Innenwänden sehe ich Grabsteine die an die früheren Herren von Hohenkammer erinnern. Grabsteine aus den Jahren 1538, 1620, 1812 sehe ich. Noch viele weitere sind in der Kirche und an d n Außenwänden angebracht. Ich verlasse die Kirche laufe noch eine runde um das Gebäude und dann wieder zu meinem Auto.

SUMMARY

Mein Besuch in der Kirche Hohenkammer, nach Scheyern und Ilmmünster war es bereits die dritte an diesem Tag. Erdrückend innen die Pracht, so viele Kunstschätze, die Bilder, Kreuze, So viel Gold und Glanz, einfach überwältigend. Von außen schlicht innen probevoll voll Schätze. Schade dass ich nicht an die Reliquien des Hl Placidus herankam. Eine Kirche die mit der Pracht zumindest von innen fast erdrückt und beeindruckt. Schaut sie euch an es lohnt sich.
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und kommentieren dieses Kirchen Berichtes aus Hohenkammer

Bilder

für Pfarrkirche St. Johannes, Hohenkammer
IMG_7524 - Pfarrkirche St. Johannes, Hohenkammer
Pfarrkirche St. Johannes, Hohenkammer
von Rainbow67 Rainbow67
IMG_7524 - Pfarrkirche St. Johannes, Hohenkammer

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Kommentare

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  • PatMcNamara 14.07.2011 21:04
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • reggie1 29.05.2011 13:32
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Alicia8 13.03.2011 14:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • LoloMay 21.01.2011 23:04
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh :)

  • basti.b2 09.01.2011 18:50
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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