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Mittelalter, Jazz und Schokolade

5  18.06.2001

Pro:
Kunstschätze, Flair, Unterhaltung, Umgebung

Kontra:
keine

Empfehlenswert: Ja 

cicca

Über sich: Schreiben macht mir Spaß, vor allen Dingen über das Thema Reisen. Ich freue mich über eure Kommentar...

Mitglied seit:02.03.2000

Erfahrungsberichte:12

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Perugia ist eine lebhafte italienische Kleinstadt im Herzen Umbriens, in der ich zwei abwechslungsreiche Sommermonate verbracht habe. Sie liegt auf einem etwa 500 m hohem Hügel, von dem man das grüne Tibertal, die Bergkette des Apennin und den Trasimener See überblicken kann. Perugia ist vor allen Dingen für Kunstschätze und die internationale Universität bekannt, an der man Italienisch studieren kann. Die Stadt eignet sich gut als Ausgangspunkt für eine Besichtigung des landschaftlich reizvollen Umbriens, denn alle interessanten Ausflugsziele liegen nur wenige Kilometer entfernt.

Perugia verfügt über unzählige Sehenswürdigkeiten, so dass ich mich hier auf die Beschreibung des Stadtzentrums beschränken werde.

Ein Spaziergang durch das historische Stadtzentrum
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Das Stadtzentrum ist über Rolltreppen vom Busbahnhof zu erreichen, sofern man nicht in einem dort gelegenen Hotel übernachtet. Hier kann man gemütlich in Straßencafés sitzen oder durch die hübschen Geschäften bummeln.
Der Kern des Städtchens ist die lebhafte Flaniermeile „Corso Vannucci“, an deren Ende sich der abendliche Treffpunkt der Studenten, die Piazza IV Novembre, befindet. Auf der Freitreppe der gotischen Kathedrale San Lorenzo (1490) trifft man sich abends, um den Tag ausklingen zu lassen. Den kunstvoll verzierten Brunnen (Fontana Maggiore) aus dem 13. Jahrhundert sollte man sich genauer ansehen, den er gilt als schönster Brunnen des mittelalterlichen Italiens.
Gegenüber der Piazza sieht man den majestätischen Palazzo Comunale (1297), in dessen mittelalterlichem Saal manchmal klassische Konzerte oder wissenschaftliche Vorträge in einer besonderen Atmosphäre stattfinden. Hier befindet sich auch die Umbrische Nationalgalerie mit Skulpturen, Schnitzereien und Gemälden.
Verlässt man das Zentrum, so befindet man sich schnell in einem mittelalterlichen Gassengeflecht mit einzelnen Barockbauten, wo sich viele Motive für Hobbyfotografen anbieten.

Gastronomie
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Perugia bietet eine reichliche Auswahl an Restaurants, wo man neben typisch umbrischen Gerichten auch eine internationale Küche genießen kann. Besonders bekannt ist Perugia vor allen Dingen für seine leckere Schokolade, die in speziellen Geschäften in traumhafter Auswahl angeboten wird. Als Vorspeisen werden oft luftgetrocknete Fleischsorten, Gemüse oder lokaler Käse angeboten. Typisch sind auch die Trüffel, aus denen verschieden Nudelsoßen zubereitet werden, wobei Tagliatelle mit Fleisch- oder Trüffelsoße sehr empfehlenswert sind. In vielen Bars kann man Stuzzichino essen, ein auf Spießen frittierter Trockenfisch.

Veranstaltungen
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Es werden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen angeboten. Besonders sehenswert ist das bekannte Jazz-Festival „Umbria Jazz“ im Juli, an dem sich Jazz-Musiker aus der ganzen Welt beteiligen. Perugia wird auch die Stadt des Jazz genannt. In den Sommermonaten werden häufig Feste und Prozessionen in den umliegenden Städtchen durchgeführt.

Umgebung
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Die Umgebung von Perugia ist hügelig, grün und abwechslungsreich. Man kann verschieden Ausflüge unternehmen. Besichtigt habe ich die Orte Assisi mit der bekannten Basilika, die Töpferstadt Gubbio und den Dom von Orvieto, der zu den schönsten Gotik-Kirchen Italiens gezählt wird. Gubbio hat mir wegen seiner idyllischen Lage sehr gut gefallen. Ein schönes Ausflugsziel ist auch der Trasimener See.

Perugia mit dem Auto
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Nur das Zentrum ist autofrei. Allerdings sind die um die Altstadt gelegenen Gassen sehr eng und es gibt wenig Parkplätze. Die Polizei verteilt auch sehr gerne Strafzettel. Etwas außerhalb kann man auf gebührenpflichtigen Parkplätzen parken, was vor allen Dingen im Sommer empfehlenswert ist.

Unterkunft
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Unter untenstehender Adresse findet man Anschriften von Übernachtungsmöglichkeiten. Man sollte eine Unterkunft in der Altstadt wählen, denn der neuere Stadtbezirk ist nicht reizvoll. Meine Privatpension kann ich leider nur meinem ärgsten Feind empfehlen. Ab Ende September kann es nachts übrigens schon sehr kühl werden und man sollte auf ein gut beheizbares Zimmer Wert legen!

Internet
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http://perugiaonline.com
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
rolando3

rolando3

07.07.2006 13:08

hast Du sonst zufällig noch Pensionsadressen auf Lager, wo die ärgsten Feinde nicht untergebracht werden .-) Cu...

giovanna

giovanna

22.07.2001 23:59

Hallo liebe cicca, in Perugia war ich noch nicht, wollte aber immer schon mal dorthin reisen. Dein Bericht hat mir wieder richtig Auftrieb gegeben, um mich doch demnächst einmal nach Perugia zu begeben. Sehr schön und sehr informativ geschrieben. Ich weiß nun schon so ziemlich alles, was ich wissen muß. Danke und ciao, giovanna

Rispetto

Rispetto

12.07.2001 14:52

Parken in italienischen Städten! Das Thema ist eigentlich einen eigenen Bericht wert. Gruß Rispetto

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