Peru, Reiseerlebnisse

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PERU, eine lange Reise wert

5  05.11.2006

Pro:
vielseitiges, wunderschönes Land

Kontra:
Armut

Empfehlenswert: Ja 

Mungi60

Über sich: Vom Urlaub erholt,es kann wieder losgehen :-) CIS ist wieder an,Berichte folgen.

Mitglied seit:30.07.2006

Erfahrungsberichte:224

Vertrauende:253

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 259 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Zur Info: Bei der Veröffentlichung dieses Berichtes war eine Formatierung, wie sei heute möglich ist, nicht gegeben, deshalb entschuldigt diese Struktur. Aber ich werde nach und nach den Text lesbarer machen.
Weitere Bilder werden auch noch folgen.


PERU

Meine Erfahrungen über Peru stammen vom Juli 2006. wo ich mit dem Reiseunternehmen VIVENTURA eine dreiwöchige Tour unternommen habe.
Über 4000km fuhren wir mit dem Kleinbus durch Nord - und Südperu, dazwischen gab es zwei kurze Inlandflüge.
Ich werde deshalb auch nur auf unsere Reiseziele eingehen, es gibt mit Sicherheit auch noch andere, schöne Sehenswürdigkeiten in diesem Land.
Auf die Bewertung der Hotels werde ich ebenfalls verzichten, da diese vom Reiseveranstalter vorgebucht waren, und ich auch gar keine Adressen vorzuweisen hätte.
Allgemein waren wir hauptsächlich in kleineren Hotels untergebracht, die Qualität der Unterkünfte unterschied sich während der Tour allerdings erheblich. (worauf auch hingewiesen wurde!) In abgelegenen Orten waren die Unterkünfte, aus Mangel an Alternativen, relativ einfach, aber immer sauber und ordentlich. Auch das Frühstück ist meistens recht einfach, da die Peruaner keinen großen Wert auf das frühstücken legen. Oft sieht man sie morgens schon eine Gemüsesuppe essen.
Bedauerlich ist auch, dass man überall nur Pulverkaffee bekommt, obwohl Peru selbst über besten Kaffee verfügt. Der allerdings wird hauptsächlich nur exportiert!
Das Hauptessen selbst, ist in Peru sehr reichhaltig und abwechslungsreich, gerade in den Küstengegenden wird der Fischfreund begeistert sein! Spezialitäten sind auch Alpakafleisch und gebratene Meerschweinchen.
Essen, Getränke und Kleidung sind in Peru allgemein sehr preiswert, ich will allerdings auf Preisangaben verzichten, da sie bei einem späteren Nachlesen des Berichtes nicht mehr aktuell wären.
Auch auf das Empfehlen von Reiseführern will ich absehen, da die Reise ja schon vom Veranstalter organisiert wurde, und ich mich deshalb auf rein kulturelle Bücher beschränkte, die ich im Vorfeld gelesen hatte.

Fakten


Peru ist 3,5 x so groß wie Deutschland und hat ca. 27 Mill. Einwohner.
Ihre Hauptstadt ist Lima, die 8 - 10 Millionen Einwohner hat. Die genaue Zahl ließ sich leider nicht ermitteln, da die letzte Volkszählung ein voller Reinfall war.
Die Währung in Peru sind Soleros, 2006 bekam man für 4 Soles ein Euro.
( Wechselstuben oder auch Geldautomaten findet man in jeder größeren Stadt in Peru)

Soziales


Die Bevölkerung besteht aus über 50% Indigenas ( Angehörige der ursprüngli-chen Volksgruppen), ca. 30% Mestizen, 10% Weiße, der Rest Farbige, Mulatten, Chinesen und Japaner.
Die Landes - und Amtssprache ist südamerikanisches Spanisch (Castellano), die alte Sprache der Inka, Quechua, wird noch von ca. der Hälfte der Bevölkerung gesprochen. ( Hauptsächlich im Hochland) Die Sprache Aymara hört man noch am Titicacasee.
Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch in Peru, 15 von 100 Kindern sterben vor dem 6. Lebensjahr! In den Elendsvierteln liegt die Zahl noch erheblich höher!
63% leben unter der Armutsgrenze, 16% davon in extremer Armut!
Nur 40% sind an die Kanalisation angeschlossen.
Ca. 12% sind Analphabeten. 20% der Schulanfänger erreichen einen Hauptschulabschluss, die meisten gehen früher von der Schule. Die Unis sind kostenpflichtig und können natürlich nur von den wenigsten besucht werden.
Diejenige, die das Studium hinter sich haben, gehen oft ins Ausland, weil es keine passenden Jobs für sie gibt.
Die Lebenserwartung beträgt 69 Jahre.
93 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum katholischen Glauben, 3% sind evangelisch, der Rest der Bevölkerung bekennt sich zu Naturreligionen.
Die Kriminalität in Peru ist relativ hoch, wobei es sich hauptsächlich um Armutskriminalität handelt. Taschendiebe sind auf allen größeren, öffentlichen Plätzen zu finden. Man muss immer auf der Hut sein, auch wenn wir glücklicherweise persönlich keine schlechten Erfahrungen machten.
Allerdings hat die Polizei die Lage in den Slums, hauptsächlich in Lima, kaum unter Kontrolle!
Allgemein sind aber die Menschen, hauptsächlich im ärmlicheren Norden, sehr freundlich und entgegenkommend. Und dies auch gegenüber uns "Gringos"!

Geographie


Peru besteht aus drei Zonen, dem Amazonasgebiet (Regenwald), der Costa, so nennt sich der Küstenstreifen, der über 2000km lang ist und hauptsächlich aus Geröll und Sandwüsten besteht., und der Sierra, das Bergland der Anden.
Der Sommer ist in Peru von Dezember - April. Im Hochland gibt es in dieser Zeit ca. 11 - 18 Regentage. In der Ebene ist es trocken und nebelarm. Die Temperatur beträgt bis ca. 26 Grad.
Der Winter ist von Juni - Oktober. In dieser Zeit gibt es im Hochland geringe Niederschläge, in der Ebene ist es oft bewölkt und neblig.

Verkehr


Nur ca. 10% der peruanischen Strassen sind asphaltiert, der Rest besteht meistens aus Schotterpisten! Viele Bahnstrecken wurden wegen der Unrentabilität eingestellt, immer wieder sieht man noch die alten Schienen liegen. Heute sind fast nur noch Busse und Taxen unterwegs, die aber relativ billig sind. In vielen Städten sieht man bis zu 80% dieser Fahrzeuge, weil sich kaum jemand ein Auto leisten kann. Ferner gibt es noch eine Art Rikschas, die mit Mopeds oder Fahrrädern bewegt werden.

Geschichte


Die Geschichte Perus wäre alleine schon einen Bericht wert, ich werde mich aber auf das wesentliche konzentrieren.

Zeittafeln ( Die Kulturen und ihre Hinterlassenschaften)
2600 v. Chr. entstand durch die CARAL bei Supe, die älteste
Stadt Amerikas
1800 - 500 v. Chr. SECHIN, bei Casma, Nordküste, Wandreliefs
1000 - 200 v. Chr. CHAVIN - Kultur, bei Huaraz, Textil - und
Metallverarbeitung.
700 - 200 v. Chr. PARACAS - Kultur, Halbinsel Paracas, Web -
und Keramikkunst, Trepanationen.
100 v. Chr. - 1000 n. Chr. TIWANAKU, Titicacasee, Baukunst
200 - 600 NASCA, Südküste, Geoglyphen.
200 - 800 MOCHICA, bei Trujillo, Lehmpyramiden.
600 - 1200 WARI, bei Ayacucho, Knotenschnüre
800 - 1100 SICAN, bei Trujillo, Goldschmiedekunst
1000 - 1450 CHIMU, Nordküste, Chan - Chan,
1200 - 1537 INKA, Hauptstadt Cusco, Einführung
Staatssprache Quechua
Ausdehnung des Reiches (ca. 1493) von
Chile bis Kolumbien.
1532 Landung der Spanier in Tumbes, Beginn
der Eroberung Perus
1543 Gründung des Vizekönigreichs Peru
1821 Unabhängigkeit Perus
1879 - 1884 Salpeterkrieg zwischen Chile, Peru und
Bolivien
1980 Beginn der Guerillabewegung Leuchtender
Pfad
1985 - 1990 Präsident Garcia Perez, schwere
Wirtschaftskrise
1990 - 2000 Präsident Alberto Fujimori, setzt sich nach
Wahlbetrug 2000 nach Japan ab.
1992 Zerschlagung des Leuchtenden Pfades,
Festnahme von Guzman, ihres Führers
2001- 2006 Präsident Alejandro Toledo
28. Juli 2006 Garcia Perez, wird trotz damaliger großer,
politischer Fehler, erneut zum Präsidenten
gewählt und ausgerufen.

Peru, ist heute eine demokratische, soziale, unabhängige und souveräne Republik.

Die Reise


Nach ca. 14 -15 Stunden Flug mit IBERIA, der von Frankfurt über Madrid ging, kamen wir in Lima an, wo wir am frühen Morgen Richtung Norden weiterflogen. Genauer gesagt nach Chiclayo. Dort besuchten wir den Hexenmarkt. Das ist ein Markt, auf dem man allerhand Kräuter, Heilpflanzen und Mittelchen kaufen konnte. Natürlich spielt da der Aberglaube eine ganz große Rolle. Von Röhrchen mit allerhand Schabernack drin, Schlangenhäuten gegen Rheuma, mysthische Amulette gegen den bösen Blick bis zum Potenzmittel bekommt man da wirklich alles zum Kaufen. Natürlich auch irgendein Hilfsmittel gegen den bösen Nach-barn oder dergleichen! Und vor allem viele Kirchliche Produkte, Kreuze, Marienbilder etc.
Verkauft werden diese Dinge hauptsächlich von Schamanen.
Natürlich bekommt man auf diesem Markt auch Obst, Gemüse und Fleisch.
Weiter ging es dann zu den Pyramiden nach Tucume. Hier befinden sich auf 220Ha 26 solcher Lehmziegelbauwerke, die aber leider durch Regen und Stürme (hauptsächlich durch den Sturm El Nino) sehr beschädigt wurden. Mehrere Kulturen
( Lambayeque, Chimu, Mochita und die Inkas) haben hier ihre religiösen Zeremonien abgehalten.
Später wurden auf den Plattformen der höchsten Pyramiden, die bis zu 40m hoch waren, auch diejenigen verbrannt, die sich von den Spaniern nicht taufen ließen. Nach alten Überlieferungen konnte man diese Feuer auf dieser Ebene ewig weit brennen sehen!
Die Pyramiden sind eigentlich Tempel, die nach Schachtelart immer höher gebaut wurden. Sie wurden zwar auch zum Begräbnis höher gestellter Personen, wie Herrscher oder Priester benutzt, aber nicht zu diesem Zweck gebaut!
Die Pyramiden beherbergten allerdings auch große Lager von Grabbeilagen, hauptsächlich Keramikerzeugnisse, die natürlich schon fertig sein mussten, wenn ein Adliger oder Priester das zeitliche segnete.
Danach fuhren wir weiter zum Brüning Museum, das hauptsächlich Keramik, Gold und Webarbeiten der dortigen Kulturen zeigt.
Der Höhepunkt in Chiclayo ist allerdings das neue Sipanmuseum. Es beherbergt die Grabfunde des Herrn von Sipan. Der Fund ist, von der Bedeutung, mit dem von Tutanchamun zu vergleichen. Man hatte das Glück ein Grab zu finden, das vollständig war, weil es von den Grabräubern übersehen wurde. Herr von Sipan muss ein bedeutender Herrscher der Mochekultur gewesen sein, das beweisen die bedeutenden Grabbeilagen. Nicht nur wertvoller Schmuck, Kleidung, Gefäße, Waffen, sondern auch Essensreste wurden dort gefunden. Ferner beinhaltet das Königsgrab 7 menschliche Skelette, darunter auch ein Kind, die vermutlich bei der Begräbniszeremonie geopfert wurden.
Das Museum ist pyramidenförmig gebaut. Der Rundgang beginnt ganz oben und zeigt zuerst, wie das Grab ausgegraben wurde, und was man dort zuerst fand.
Und vor allem in welchen Zustand man diese Grabbeilagen gefunden hat. Dokumentiert wird dies in vielen Fotos. Die Königsgräber (die meisten waren schon geplündert!) wurden übrigens 1987 entdeckt!
Teilweise sieht man auch Schmuck, der teilweise ungereinigt und unrestauriert in den Vitrinen ausliegt, damit man sich wirklich einen Einblick verschaffen kann, welche Arbeit Archäologen und Restauratoren da geleistet haben.
Je weiter man im Museum zum Erdgeschoss kommt, umso näher kommt man dem Hauptgrab mit den Gebeinen des Herrschers.
Das Museum ist sehr gut bewacht, und mit Sicherheit eines der schönsten und modernsten überhaupt!

Über die Panamericana fuhren wir weiter nach Chan Chan. Die Strasse führt durch eine trostlose Geröll und Sandwüste, der Costa. Hin und wieder taucht ein kleiner Ort auf, meist mit armseligen Lehmhütten. Teilweise sind diese Dörfer auch verlassen. Unterwegs trifft man fast keine PKW´s , nur Busse und viele Trucks.
Die Strasse verläuft fast kerzengerade, mal hoch, mal runter, oft den rauhen Pazifikstrand begleitend. Zuerst ist man beeindruckt von den hohen Geröllbergen,
aber dann gewöhnt man sich doch recht schnell daran. Leider sieht man
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Peru, Reiseerlebnisse Lagune
Huaraz Nationalpark
rechts und links der Strasse viel Müll liegen, der einfach hingekippt oder aus dem Fenster geworfen wurde!

Chan Chan war die größte vorkolumbianische Stadt Amerikas. Sie entstammt aus der Kultur der Chimu. Die Gebäude standen auf auf ca. 24 qkm. In der Blütezeit ( 13./14.Jahrh) sollen hier ca. 100 000 Menschen gelebt haben. ( Manche Archäologen meinen allerdings, dass in Teotihuacan (Mexiko) bis zu 200 000 Menschen auf der fast gleichen Fläche lebten. Vielleicht gibt's da mittlerweile auch neue Forschungsergebnisse?).
Es gab dort 10 Stadtviertel (Zitadellen), in denen sich jeweils ein Palast, Wohnungen, Wasserreservoirs und Lagerstätten befanden. Der Hauptpalast war umgeben von 500m langen Ziegelmauern, die außen bis zu 12m und innen bis zu 7m hoch waren. Er glich einem Labyrinth. Es konnten nur wenige Menschen auf einmal in den Palast eindringen. Die Stadt blühte vor Leben und es soll wunderschöne Gartenanlagen gegeben haben. Umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass die Stadt in der Wüste gebaut wurde. Die Chimu leiteten das Wasser des Rio Moche um, und versorgten so die Bevölkerung und Gärten. Allerdings wurde diese Wasserzufuhr den Chimus um 1460 auch zum Verhängnis. Die Inkas sperrten einfach die Wasserzufuhr ab, so dass sie sich ergeben mussten.

Am 4.Tag ging es nach Trujillo, mit ca. 500 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Perus. Dennoch gilt diese Stadt als ruhig und sicher. Die Stadt wurde erst 1534 von den Spaniern gegründet und wurde nach der spanischen Geburtsstadt des E-roberers Franzisco Pizzaros benannt, und war auch der Sitz einiger Vizekönige. Dadurch fällt natürlich die farbenfrohe Kolonialarchitektur in der Innenstadt angenehm auf. Vor allem befindet sich auf der Plaza de Armas ( Exerzier und Waffenplatz, eigentlich immer das Zentrum der Stadt!) eine der ältesten Kathedralen des Landes.
Ende des 19:Jahrh. war die Stadt ein Handelszentrum für Zuckerrohr, Heute spielen wirtschaftlich, neben dem Zucker, auch noch Kupfer und Steinkohle eine Rolle.

In der Nähe der Stadt Trujillo befinden sich die bekannten Sonnen - und Mondpyramiden. Hier hat sich die Mochekultur vor ca. 2000 Jahren entwickelt.
Die Moche bauten all ihre Gebäude aus Lehm bzw.Lehmziegeln, die Sonnenpyramide ist das größte Lehmziegelgebäude der Welt! Sie ist 228m lang, 136m breit und 41m hoch! Die Baukörper waren ursprünglich verputzt und bemalt, aber die Erosion tat ihr übriges… Die Pyramide besteht aus vielen Millionen Ziegeln.
Leider ist die Sonnenpyramide noch nicht begehbar, dafür kann man die kleinere Mondpyramide von innen betrachten. Hier sieht man auch noch freigelegte bemalte Mauern, reich geschmückte Gänge und Gräber. Man kann auf diesem Gebiet noch den Archäologen zuschauen, die wohl noch lange hier verweilen werden. Vorausgesetzt das Geld geht mal wieder nicht aus…

Am 5.Tag fuhren wir 8 Stunden in Richtung Berge nach Caraz. Nach kurzer Strecke auf der Panamericana ging es landeinwärts durch die Canon del Pato, der Entenschlucht. Ein unbequemer Dauerschotterweg, dafür aber eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Vorbei an Baumwollpflanzungen, schroffen Felsschluchten, und anderen, immer wieder wechselnden Bergformationen. Unglaublich, wie sich hier im 30min Takt die Landschaft ändert!
In Charaz befinden wir uns in den weißen Kordilleren (Cordillera Blanca). Zahlreiche Gipfel ( 35) sind hier über 6000m hoch!
Hier können wir auch den Nevado Huascaran sehen, der mit 6768m höchste Berg Perus! Es handelt sich hier um die höchste tropische Bergkette weltweit! Allein im Huascaran Nationalpark befinden sich fast 50 Berge, die höher als der Mont Blanc, der höchste Berg Europas, sind!
Ein fantastisches Panorama, vor allem, wenn man mit dem Bus über einen Pass auf 4765m fährt. Beim Ausstieg machte ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Höhenluft, den meisten wurde leicht schwindelig. Nach ein paar Metern zu Fuß fällt einem das Atmen sehr schwer. Mit Hilfe von (legalen) Cocablättern, die hier allgemein gegen die Höhenluft verabreicht werden, bekommen es dann die meisten unter Kontrolle. Nach ein paar Tagen konnten wir uns einigermaßen klimatisieren.
Doch davor passierten wir die Lagunen von Llanganuco, wo wir auch eine 2 stündige Wanderung unternahmen, vorbei an türkisfarbenem Wasser, durch einen Wald mit kleinen Wasserfällen und für uns unbekannten Pflanzen. Ein Paradies auch für Orchideenliebhaber, von denen man in Peru immer wieder welche entdeckt. Vorausgesetzt man hat jemand dabei, der sie auch als solche erkennt!
Und rechts und links können wir die schneebedeckten, majestätischen Gipfel der weißen Kordilleren erblicken.

Danach ging es weiter nach Yungay, einem Ort der 1970 durch eine Schlammlawine, hervorgerufen durch ein Erdbeben, begraben wurde. Über 20000 Menschen ließen damals ihr Leben. Ein Friedhof, Gedenksteine und angelegte Rosenfelder
erinnern noch an dieses große Unglück.
Peru gehört leider zu den erdbebenreichsten Ländern der Erde. Die Beben werden durch das Aufeinandertreffen der amerikanischen mit der pazifischen Seenplatte hervorgerufen. Städte wie Lima oder Arequipa mussten öfters wieder aufgebaut werden. Das letzte größere Erdbeben fand 2001 statt und forderte über 100 Todesopfer!
Abends kamen wir in Huaraz (3090m, 160 000 Einwohner) an, dem Zentrum der Trekking und Bergsteigerfreaks. Von hier kann man mit einheimischen Führern die tollsten Ein - und Mehrtagestouren unternehmen. Nicht umsonst wird der Callejon de Huaylas als die Schweiz Perus bezeichnet! Hier bekommt man auch in den Geschäften allerlei Bergsteiger und Wanderausrüstungen. Allerdings kann ich die Qualität der Ware nicht beurteilen! Überhaupt ist Huaraz eine lebendige Stadt, ein Gewirr von Menschen und Transportmitteln. Die Stadt hat auch sehr viele Geschäfte, allerdings kann man diese nicht mit unseren europäischen vergleichen. Man kauft, wie auch in den meisten anderen Städten, die Ware in den großen Märkten oder in Läden, die man mit gefüllten Garagen vergleichen kann. Nur in Lima, Arequipa und Cusco findet man Geschäftsstrassen, die man ansatzweise mit den unsrigen vergleichen kann.
Leider gibt es hier keine alten Gebäude zu besichtigen, da Huaraz ebenfalls mehrere Male Opfer von Erdbeben war. Die Stadt musste mehrmals wieder aufgebaut werden!
Der Wasserreichtum der Gegend beschert reiche Ernten und verschafft der Region einen bescheidenen Wohlstand. Das sieht man hauptsächlich an den geteerten Strassen, fast schon eine Ausnahmeerscheinung, nicht nur im Norden.

Nach zwei Tagen in den Kordilleren ging es für uns aber weiter mit dem Bus in die peruanische Hauptstadt - Lima, wobei wir wieder die schönsten Gebirgsformationen passierten. Unterwegs konnten wir in den Bergen Minen sehen. Peru ist sehr reich an Bodenschätzen, es werden Kupfer, Gold, Silber, Quecksilber und andere Metalle abgebaut. Doch leider werden diese Minen von ausländischen Investoren "ausgebeutet". Hauptsächlich die Amerikaner und die Franzosen haben hier ihre Firmen. Diese bezahlen kaum Steuer und sollen, nach Aussagen von peruanischen Arbeitern, eine Menge auf die Seite schaffen, die dem Fiskus somit entgeht.
Ich vermute, die laschen Verträge wurden einmal mit bestechlichen Politikern ausgehandelt. Korruption ist ein großes Problem in ganz Südamerika! Angefangen von den Polizisten, die leider sehr schlecht bezahlt werden, hält hier jeder die Hand auf!
Ferner entdeckten wir unterwegs die ersten Alpaka und Lamaherden, von denen es in der Hochebene, hauptsächlich in den Gegenden mit den gelblichen Ichugras, sehr viele gibt! Zweimal sah ich sogar eine kleine Herde Vicunas, die man doch seltener zu Gesicht bekommt. Ein Novum war der Anblick eines Rehs, so ein Tier hatte unsere peruanische Reisebegleiterin selbst noch nie in Peru gesehen. Leider werden diese Tiere gerne geschossen, auch wenn es mittlerweile verboten ist, so dass es noch kaum noch welche gibt!
Über LIMA kann man sich streiten, ich selbst empfand die Stadt anstrengend und laut. Das unnötige, ewige Hupen der Taxen ging mir ständig auf die Nerven.
Selbst bei roten Ampeln waren alle Fahrer am Hupen, anscheinend half es auch, denn irgendwann wurden diese auch mal grün! ;-)
Die Innenstadt ist überfüllt mit Menschen, man ist eigentlich nur am Ausweichen.
Dort findet man auch die einzige Fußgängerzone in Peru (sagte man uns auf jeden Fall!), hier sieht man die Art von Shops, die, man auch bei uns kennt.
Die meisten können es sich natürlich nicht leisten sie zu besuchen. Exklusiver ist nur der Stadtteil Mira Flores, über den ich allerdings nichts sagen kann, da ich nicht dort war. ( Man geht schließlich nicht nach Peru um ein Reichenviertel anzusehen!)
Der größte Teil der Stadt besteht allerdings aus Armenvierteln, die sich ewig weit hinziehen. Und es kommen immer mehr vom Land in die ca.8 - 10 Millionen Einwohnerstadt ( manche meinen, es wären sogar 15 Mill.!). Die Chance auf Arbeit ist hier natürlich gering, so dass sich viele Menschen mit Kriminalität über Wasser halten müssen. Es gibt Stadtteile, da hat selbst die Polizei keinen Einfluss mehr.
Vor der Stadt sieht man Hügel, die von Neuankömmlingen in Beschlag genommen werden. Zuerst wird von der Stadt ein Gelände glatt gewalzt, so dass man die Möglichkeit hat, sich hier mit den einfachsten Mitteln eine Unterkunft zu bauen. Zuerst meist aus Plastikfolie und Bauschutt, später sind die Gebäude dann meistens aus Lehmziegeln. Bewohnt man dieses "Haus" mindestens 2 Jahre, geht der Grund in den Besitz des Bewohners über. ( Natürlich ist dieses Gelände fast wertlos!).
Ist ein Gelände belegt, werden langsam Strassen gebaut, später kommt die Strom und Wasserversorgung hinzu. Bis dahin wird das Wasser von LKW´s in Kannistern gebracht, die man auch noch bezahlen muss. Durchschnittlich 5 Jahre dauert es, bis ein Neuankömmling Wasser und Strom hat!
Dies allerdings sieht man nicht nur in Lima, sondern auch in anderen Städten!
Natürlich ist Lima nicht nur hässlich, es gibt natürlich auch interessante Sehenswürdigkeiten anzusehen. Zum Beispiel das Museo de Oro, das Goldmuseum, das einem peruanischen Millionär gehört. ( Auch dies gibt es in Peru!)
Eine Waffensammlung, die man kaum zu überbieten ist! Einzelstücke mit den kunstvollsten Verzierungen aus aller Welt! Vor allem die Exponate aus dem asiatischen Bereich sind an Kunstfertigkeit kaum zu übertreffen! Da muss man kein Waffennarr sein, um nicht davon begeistert zu sein!
Aber vor allem natürlich die Kunstschätze der indianischen Ureinwohner, sind eine Augenweide. Filigrane Goldarbeiten, Artefakte mit Rubinen und Smaragden, die schönsten Keramikgefäße, prachtvolle Kleidungsstücke der damaligen Herrscher, Mumien und makabre Trophäenköpfe und, und, und.. Man kann hier wirk-lich alles Schöne sehen, was Menschen anfertigen können!
Für Freunde der Kolonialabauten ist natürlich die Plaza de Armas ein Muss!
Hier befindet sich nicht nur der Präsidentenpalast, sondern auch restaurierte Kolonialgebäude mit ihren typischen, spanischen, reich verzierten Holzbalkonen.
(Verzeiht, wenn ich den Namen nicht mehr weiß!). Und an der Stirnseite die mächtige Kathedrale, in der auch der Eroberer Franzisco Pizarro, (Übrigens auch 1535 der Gründer der Stadt) begraben liegt . Man hätte auch darauf verzichten können, diesen Unheilsbringer in einer Kirche zu würdigen, aber leider gehört er auch zur leidvollen Geschichte Perus.
Beeindruckend in der Kathedrale ist das Chorgestühl aus Zedernholz, das sehr kunstvoll verarbeitet wurde. Sehr interessant sind auch die Seitenkapellen mit ihren reich verzierten Altären und Marienfiguren. ( die hl. Maria wird in Peru am meisten verehrt!)
Die Kirche und Kloster San Francisco, Gebäude aus dem 16. Jahr. , die in der Nähe des Hauptplatzes stehen, sind auch eine Besichtigung wert. Neben tollen alten Gemälden, mit hauptsächlich religiösen Motiven, befindet sich im Keller
die Katakombe, in denen ca. Knochen von 70 000 Menschen gelagert wurden.
Die Katakombe diente lange als Friedhof, vor allem nach den Ausbrüchen der Pest. Später wurden die Knochen von den Mönchen sortiert, so dass heute alles schön geordnet in einzelnen Gruben zu sehen ist.
Berühmt ist das Kloster auch für seine Bibliothek, mit unzähligen, historischen Aufzeichnungen.
Interessant ist ein Abendmahlgemälde eines unbekannten Künstlers, das auf dem Tisch gebratene Meerschweinchen zeigt. Am Rande der Tafel sitzt ein Ureinwohner und wenn man genau hinsieht, erscheint hinter Judas die grinsende Teufelsfratze. Eine außergewöhnliche Interpretation der Abendmahlgeschichte!
Es gibt noch einige, unbedeutende Gebäude, die wir uns angesehen haben, aber darauf will ich nicht näher eingehen. Empfohlen wurde uns noch das Museum der Anthropologie, das ich aber selbst nicht gesehen habe. ( In Lima gibt es natürlich noch viele andere interessante Museen und Bauwerke!)

Nach 2 Tagen in Lima ging es dann Richtung Süden, und zwar zuerst nach Paracas, wo wir nach dem Besuch des Museums über die Paracaskultur, mit dem Schnellboot zu den Pallestas Inseln fuhren.
Das Museum ist sehr klein, interessant sind die Webarbeiten der damaligen Zeit, sowie die Schädeldeformationen und Trepanationen. Bei bestimmten Stämmen und Schichten wurde bei Kleinkindern der Kopf mit Bandagen fest abgebunden,
sa dass der Schädel eine konische Form erhielt. Längliche Köpfe entsprachen dem damaligen Schönheitsideal. Es wird allerdings vermutet, dass diese Deformationen große Kopfschmerzen nach sich zogen. Da diese Schmerzen oft von bösen Geistern verursacht wurden, bohrte man bei vielen Menschen Öffnungen ( Trepanatio-nen) in den Schädel , oder sie wurden mit mit einem Obsidianmeißel aufgemeißelt. Somit konnte der böse Geist den Kopf des armseligen Menschen verlassen. Hinterher wurden die Öffnungen mit Silberblättchen oder Kürbisschalen wieder verschlossen. Es wurde nachgewiesen, dass viele Patienten diese Tortour nicht nur überlebten, sondern dass bei einigen diese Operation auch mehrfach durchgeführt wurde. Diese Eingriffe wurden aber hauptsächlich bei Kriegsverletzten ausgeführt, die durch die indianischen Kampfweisen oft am Kopf verletzt wurden.
Auf dem Schlachtfeld ging es meistens "Mann gegen Mann". In diesem Nahkampf war die Makana, ein Steinkolben mit sternförmigem Steinknauf, die entscheidende Waffe. Durch den Schlag solch einer Keule wurde das Gehirn des getroffenen Kriegers meist schwer verletzt. Knochensplitter drangen ins Gehirn ein und verursachten oft Lähmungen. Infolgedessen versuchten die "Ärzte", die Reste der zermalmten Schädeldecke zu beseitigen. Oft konnte der Patient wirklich, auch von den Lähmungen, geheilt werden. Über die Nachwehen sollte man allerdings nicht nachdenken..
Wunden wurden übrigens teilweise auf eine originelle Art genäht: Man nahm zwei große Ameisen, legte sie auf die Wunde, drückten diese gegeneinander, worauf sich diese Tiere mit ihren riesigen Beißzangen ineinander verbissen.

Aufgrund ihrer Tiervielfalt werden die Pallestas - Inseln als die Gallapagos - Inseln des kleinen Mannes bezeichnet. Aber der Besuch lohnt sich allemal in diesem Naturschutzgebiet. Die Klippen der zerklüfteten und ausgewaschenen Inselgruppe werden bevölkert von Zehntausenden von Vögeln. In Schwärmen sieht man sie ankommen und wegfliegen. Der Guanogeruch (Vogelmist) liegt fest in der Luft. Über den Wellen des grünblauen Wassers nisten Pelikane, Guanotölpel, Guanay, Bigua und Buntschaben. Man sieht Humboldt Pinguine, Seelöwen und große, rote Krabben, die an den Felsen hoch krabbeln. Die Boote fahren sehr dicht an die Klippen ran, so dass man toll fotografieren kann, aber betreten darf man sie natürlich nicht.
Wenn man Glück hat, und das hatten wir, kann man auch noch Delfine beobachten, die das Boot begleiten. Leider konnte ich sie mit meiner älteren Digitalkamera nur teilweise "erwischen", sie waren meist schon wieder im Wasser….. der Auslöser hatte leider eine Reaktionszeit von ca. 2sec!

Zur Übernachtung ging es danach weiter in Richtung Ica, wo sich in der Nähe die Huacachina Oase befindet. Wäre man hier gelandet, würde man vermuten, man wäre irrtümlich in der Sahara. Riesige Sanddünen ranken sich um die Oase, in der Mitte eine schwefelhaltige Lagune, die zum Baden einlädt! Diese Lagune steht mit einem unterirdischen Fluss in Verbindung, der von den Bergen herunter kommt. Es ist ein ruhiger Ort zum Erholen, es gibt hier auch einige schöne Hotels ( z.B. das Hotel Suisse, in dem wir verweilten!) und gute Restaurants. Auch wenn die Blütezeit dieses Ortes schon etwas vergangen scheint, da auch einige Hotels heruntergekommen und unbewohnt sind,
ist es ein wirklich lohnendes Ziel.
Die Sanddünen laden auf jeden Fall zu einer Buggytour oder zu Sandboarding ein, die ein Veranstalter anbietet.

Am 11.Tag dieser Rundtour, wir waren 20 Tage unterwegs, fuhren wir einen weiteren Höhepunkt dieser Reise an, den Nascalinien.
Die Linien und Gebilde befinden sich in der Pampa von Nasca, eine der trockendsten Gegenden der Welt. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass man Heute noch Linien und Zeichnungen sehen kann, die teilweise über 1500 Jahre alt sind. Leider spürt man auch in Peru die Klimaveränderungen. So ist es möglich, dass diese rätselhaften Wunderwerke in einigen Jahrzehnten nicht mehr zu sehen sein werden, da es viel häufiger zu Niederschlägen kommt als in früheren Zeiten!.
Diese Geoglyphen kann man fast nur vom Kleinflugzeug aus sehen. In dieser Gegend wurde zu diesem Zweck ein Flughafen gebaut! Ohne Voranmeldung werden sie hier aber keinen Flug bekommen. Manchmal lässt das Wetter auch nicht zu, dass geflogen werden kann, denn morgens kann es lange neblig sein. Richten sie sich mal vorsorglich auf eine Übernachtung mehr dort ein!
Die ersten Hauptschöpfer dieser Gebilde waren vermutlich die Nascas, die etwa 100 - 600 n.Chr. lebten. Allerdings sind die ältesten Konstruktionen schon ca. 300 v.Chr. geschaffen worden. Auch später beteiligten sich noch andere Kulturen daran. Auf einer Fläche von 700 qkm wurden bis zu 350m lange Figuren in den Sand "gemalt". Man erkennt Kondore, Affen, Kolibris, Wale, Spinnen, Lamas und andere Tiere auf dieser Fläche. Interessant ist auch der Abdruck eines Men-schen, der wie ein Astronaut aussieht. Zusammen mit den vielen geraden Linien kam deshalb der Ufoforscher von Däniken zu dem Schluss, dass es sich hier um eine Landebahn von Außerirdischen handeln würde. Doch dazu gibt es etliche andere Theorien, wobei die von Däniken nicht unbedingt zu den einleuchtendsten gehört! ( Liebe UFO- Freunde verzeiht mir!) Die Vermutung liegt näher, dass es, ( laut den jahrzehntelangen Untersuchungen von der Deutschen Maria Reiche) um einen astronomischen Kalender handelt. Manche Forscher meinen, dass man durch die angelegten Linien beobachten kann, wie sich permanent der Himmel verändert. Gewisse Sterne erscheinen und verschwinden an bestimmten Daten in der Umlaufbahn der Erde. So kann z.B. der Zeitpunkt der Aussaat und Ernte bestimmt werden!
Die Figuren in diesem großen Feld haben teilweise auch bestimmte Funktionen.
Den Affen kann man z.B. tatsächlich im Sternenhimmel beobachten, wenn man genau hinschaut. ( Suchen zwecklos, in Peru sieht man natürlich einen anderen Sternenhimmel! ;-) ) Der Flamingo z.B. markiert auf der Fläche die Wintersonnen- wende!
Einige dieser abgebildeten Tiere gibt es übrigens nur im Amazonasgebiet, so dass man annehmen kann, dass die Menschen vor so langer Zeit schon Kontakt zum Regenwald hatten!
In diesem Gebiet kann man übrigens auch die höchste Düne
( Cerro Blanco) der Welt bewundern, die ist 2078m hoch!!!

Nach einer Übernachtung ging es weiter ( 9 Std. Fahrt!) nach Arequipa, wobei wir noch unterwegs den Friedhof von Chauchilla besuchten. Hier begruben die Nascas Hunderte von Mumien. Die meisten der Gräber wurden von den Grabräubern ausgeraubt, einige sind noch geschlossen, werden jetzt aber bewacht. Man kann hier etwa ein Dutzend geöffneter Gräber mit ihren Mumien, teilweise ganze Familien mit Haustieren, sehen. Manche betrachteten diese Stätte als sehr makaber!

Arequipa ( 2335m) ist eine der schönsten Städte Perus. Sie wird als " Stadt des ewigen Frühlings" bezeichnet. Umgeben von 3 Vulkanen liegt sie in einem fruchtbaren Tal. Mit 700 000 Einwohnern ist Arequipa die zweitgrößte Stadt in Peru. Auffallend im Stadtzentrum sind die weißen, reich verzierten Kolonialhäuser. Sie wurden aus Sillar gebaut, einem weißen Vulkanstein. Dies ist sehr weich und deshalb ließen sich kunstvolle Ornamente und Verzierungen schnitzen.
Besonders sehenswert ist auch die Kathedrale, sie wurde im Neorenaisancestil erbaut und wurde vollständig aus Quadersteinen erbaut. Der Hauptaltar besteht aus Marmor und stammt aus Frankreich, auffallend auch ein glanzvoller Kronleuchter an der Decke, ein Geschenk eines Staatsmannes im 19. Jahrhundert. Bemerkenswert ist ein Teufel aus Zedernholz geschnitzt, er soll angeblich der einzige sein, den man in einer Kirche bewundern kann. Beeindruckend sind auch ihre 70 Fassadensäulen, die drei mächtigen Portale und die weit auseinander stehenden Türme. Und wenn man schon in die Kirche geht, sollte man auch das Kloster Catalina nicht versäumen. Die kleine "Stadt in der Stadt", sie ist 20 000 qm groß, beherbergte 300 Jahre lang bis zu 150 Nonnen mit ihren 400!! Dienstmädchen!
In dieses Kloster kamen nur Töchter aus reichen, spanischen Patrizierfamilien, die ein hoches Mitgift mitbrachten. Außerdem mussten die Angehörigen weiterhin selbst für deren Lebensunterhalt sorgen. Die Klostersitten waren streng, doch im 17.Jahrh. glichen manche Zellen eher Luxusgemächern, als die von Klosterzellen.
Den Reiz des Klosters machen, neben dem maurischen Baustil, unter anderem die Farben aus, mit denen die Wände gestrichen wurden. Sie sind weiß, leuchtend blau und in rostrot .
Arequipa wurde unmittelbar nach seiner Gründung von spanischen Kolonisten besiedelt und hatte deshalb die größte spanische Bevölkerungskonzentration, was man heute noch im Stadtbild sieht. Die Stadt wirkt sauberer und viel geordneter,
als die vielen anderen peruanischen Städten. Deshalb sind die Einwohner nicht nur stolz, sondern sie werden gern als arrogant und angeberisch bezeichnet

Gehen wir nicht noch weiter auf diese Stadt ein und begeben uns in Richtung Colca Canyon, dem, nach neuesten Messungen, tiefsten Canyon der Welt. Bis zu 4000m tief, soll die tiefste Stelle liegen.
Aber zuvor erwartete uns eine mehrstündige Fahrt durch die Berge. Vorbei an Vulkanen, Hochebenen mit Sümpfen und viel Ichugras. Dazwischen können wir auch hier immer wieder Herden von Lamas und Apalkas entdecken. Auch Vögel sieht man hier viel, hauptsächlich Wildenten. Bei einem Stopp konnten wir einem Kolibri zuschauen, der um einen Kaktus herumschwirrte. Auf meinem Foto konnte ich ihn dann leider nicht mehr entdecken.
Der höchste Punkt, denn wir passieren musste hatte eine Höhe von 4921m. Dort kann man Unmengen von kleinen Steinhäufchen bewundern, die die Einwohner beim Vorbeigehen den Göttern geopfert haben. Auch riesige Kakteenlandschaften säumten unseren Weg nach Yungay, dem kleinen Städtchen in der Nähe des Canyons, an dem wir Halt machten.
Hier gibt es nicht nur einen schönen, traditionellen Markt, sondern ein Thermalbad. Die Thermalquellen von Calera sind wirklich zu empfehlen, vor allem nach einer stundenlangen Busfahrt!
Entlang des schönen Colcatals ging es nach Cabanaconde (3300m), unserem Übernachtungsort. Cabanaconde ist ein kleines Bergnest, in dem man nur Indianern begegnet. Wir hatten das Glück, dass an diesem Tag ein großes Fest war, und konnten dort die Menschen in ihren Festkleidern bewundert. Reich gestickte Kleider, in den verschiedensten Farben. Allein das waren schon viele Fotos wert. Wir hatten eine große Bewunderung für die Handfertigkeiten dieser Frauen. Das Fest selbst, wäre ein Besuch wert. Auf dem ganzen Marktplatz tanzten stundenlang jung und alt. Die Blasmusik spielte eine Melodie, die immer wieder wiederholt wurde, und trotzdem stellte man fest, dass man irgendwann selbst in Bewegung geriet. Und dies geht stundenlang so weiter. Mehrere Tage ging diese Veranstaltung in diesem Örtchen. Es gab viele Stände mit Tees und alkoholischen Getränken, die ihre Wirkung bei vielen der Einheimischen zeigte.
Nach einer sehr kalten Nacht, die Temperatur geht in diesen Höhen oft bis auf 5 Grad herunter, fuhren wir früh morgens zu unserem Hauptziel, dem Cruz del Condor. Dies ist ein Aussichtspunkt über der Colcaschlucht, auf dem es möglich ist, die Kondore zu beobachten, die bei guter Thermik von der Schlucht nach oben getragen werden. Natürlich ist man an diesem Ort nie alleine, ganze Busschwadronen kommen hierher gefahren. Wir hatten Glück, wir konnten wirklich mehrere Kondore sehen. Majestätisch sehen sie aus, mit ihren bis zu 3,20m Flügelspannweite. Bis 7000m hoch können sie fliegen, und damit über 2000m höher als jeder Adler. Die Vögel, sie gehören zu den Geiern, haben bei der indigenen Bevölkerung eine große Bedeutung, man betrachtet sie als Mittler zwischen Erde und Himmel. Eigentlich sind sie Aasfresser, können aber auch Schafe reißen, was die Bauern natürlich nicht gerade erfreut!
Nach ein paar Stunden Aufenthalt fuhren wir den teilweise den alten Weg zurück und visierten den Titicacasee an.
Der See ist 16mal größer als der Bodensee, der höchstgelegene ( 3810m) befahrbare See der Welt, hat eine Wassertemperatur von nur 9 - 12 Grad und ist an seiner tiefsten Stelle 281m tief. Er ist 190km lang und bis zu 65km breit, und somit auch der größte See Südamerikas.
Die größte Stadt am Titicacasee ist Puno, von der wir uns auch mit einem Boot zu den Nachfahren der Uros aufmachten. Puno wird als Folklorehauptstadt Perus bezeichnet, allerdings sind wir selbst nur durchgefahren und ich kann mir somit kein Urteil über die Stadt erlauben.
Der Indianerstamm der Uros flüchtete vor den Inkas auf ihre Schilfinseln, auf der die Nachfahren heute noch leben. Allerdings leben die meisten heute vom Tou-rismus. Mit den Booten kann man zu ihren Inseln fahren, auf ihren Binsenbooten mitfahren, sie ansehen und natürlich auch viel Souvenirs kaufen. Auf den größten Inseln gibt es heute nicht nur die Binsenhütten, sondern auch eine Telefonzelle etc. Wir hatten das Glück, eine kleine, abgelegene Insel besuchen zu können, die
den Eindruck machte, als wäre die Zeit dort stehen geblieben. Es waren nur 6 Hütten darauf und dürfte maximal 100qm groß gewesen sein. Die Uros ernähren sich hauptsächlich von rohem Fisch, haben aber auch einen kleinen, primitiven Ofen, indem sie eine Kleinigkeit backen können. Auf den meisten der Inseln le-ben Großfamilien, bei Streitereien, die nicht mehr zu schlichten sind, wird die Insel einfach mittendurch geschnitten. Allerdings müssen sie die Schilfinseln ungefähr jede 6 Monate erneuern, da sie sich mit der Zeit mit Wasser voll saugen.
Unsere Reise ging aber weiter auf die Halbinsel Capachica, auf der wir in kleinen Lehmhütten bei Einheimischen untergebracht wurden. Die Leute dort sind sehr freundlich und höflich, man ist sehr einfach untergebracht, aber es war ein nachhaltiges Erlebnis in dieser ruhigen und wunderschönen Umgebung zu wohnen.
Besonders den Sonnenuntergang haben wir dort genossen, es war wirklich beeindruckend, wie die Sonne hinter den schneebedeckten, bolivianischen Berge, die man von dort erblicken konnte, langsam unterging.

Leider mussten wir am nächsten Morgen das kleine Paradies verlassen, fuhren mit dem Boot zurück nach Puna und dort weiter durch das beeindruckende Vilcanote Massiv. Bei über 4300m überqueren wir den La-Raya Pass und fahren dann weiter bis zum "Nabel der Welt" - Cusco.
Leider mussten wir am nächsten Morgen das kleine Paradies verlassen, fuhren mit dem Boot zurück nach Puna und dort weiter durch das beeindruckende Vilcanote Massiv. Bei über 4300m überqueren wir den La-Raya Pass und fahren dann weiter bis zum "Nabel der Welt" - Cusco.
Cusco (3300m) war die Hauptstadt der Inkas (gegründet um das Jahr 1200), und ist auch heute noch die beeindruckendste Stadt in Peru. 1534 standen hier ca. 100 000 Häuser im Halbkreis! Die Stadt wurde in Form eines Pumas angelegt, den die Inkas verehrten. Er galt als Bewacher der Stadt!
Hier war nicht nur der Sitz des Inkaherrschers, sondern auch das religiöse Zentrum des Reiches. Die besten Handwerker der eroberten Kulturstämme wurden hierher geholt. Man schätzt, dass während der Herrschaft der Inkas, 50 - 100 000 Tonnen Gold und ca. 250 000t Silber in die Hauptstadt geliefert wurden. Nicht nur die Tempelwände waren vergoldet, es gab auch einen goldenen Garten vor dem Sonnentempel Corichanca. Hier konnte man alle Pflanzen und Tiere bewundern, die es im Reich zu sehen gab, und das alles aus purem Gold! Es muss ein unglaublicher Anblick gewesen sein, wenn die Sonne auf diesen einmaligen Garten schien. Spanische Schreiber überschlugen sich vor Begeisterung, was die Spanier aber nicht davon abhielt, alles einzuschmelzen um es nach Europa zu verschiffen. Heute sieht man leider nichts mehr von dieser Pracht, allerdings hat Cusco noch weit mehr zu bieten. In der Innenstadt wurden die Häuser auf originalen Inkamauern erbaut. Laut Gesetz, die Innenstadt gehört zum Unesco Weltkulturerbe, dürfen diese Mauern nicht entfernt werden. Dazwischen kann man auch noch enge Gassen entdecken, in der man die genau zugehauenen Steinquader bewundern kann.
Es ist noch zu erwähnen, dass die kolonialen Bauten mehrfach durch Erdbeben zerstört haben, dagegen überstanden die indianischen Mauern alle Erdstöße unbeschadet.
Sehenswert auch die Kathedrale, sie ist eine der größten in Peru und wurde bis 1654 erbaut. Im Nordturm hängt die größte Glocke Südamerikas, man soll sie 40km weit hören. Beim Gießen der Glocke wurden mehrere Kilogramm Gold verwendet, dies soll den schönen Klang ausmachen.
Im Innern befinden sich 400 wertvolle Gemälde der Escuela Cusquena, einer alten Kunstschule in Cusco, die talentierte Indigenas und Mestizen ausbildete.
Oberhalb der Stadt befindet sich die größte vorkolumbianische Festung Amerikas, Saqsaywaman. Sie wurde etwa im Jahre 1460 erbaut und diente auch zu bedeutenden, religiösen Zwecken, da sich auch einige große Tempel auf dem Gelände befanden! Früher erhoben sich über den Komplex auch noch drei Türme, die aber abgerissen wurden. Nach manchen Berichten sollen sie unterirdisch mit dem Hauptquartier in Cusco verbunden gewesen sein.
Obwohl die Spanier viele ihrer Steine abgetragen und zum Bau ihrer eigenen Häuser und Kirchen benutzt haben, ist dieses Bauwerk immer noch sehr eindrucksvoll.
Die Quadersteine wurden aus einem über 3km entfernten Steinbruch auf primitivste Weise hergeschafft. ( Anm. Die Inkas kannten kein "Rad" )
Um die 50 Jahre lang sollen manchmal bis zu 70 000 Arbeiter gleichzeitig an diesem Monument gearbeitet haben. ( Die Bürger mussten übrigens bis zu 90 Tagen unentgeltlich für den Staat arbeiten. Allerdings bekamen sie dafür Nahrung und Kleidung) Die größten Steine sind bis 9m hoch und haben ein Gewicht von über 300t! Sie sind exakt ineinander gehauen und ohne Mörtel eingesetzt worden, da passt keine Rasierklinge durch!
Heute hat die Stadt 300 000 Einwohner, ist bekannt durch die alte Universität und vielen Folklorenveranstaltungen. Hier hat es auch viele Geschäfte, der Tourist bekommt hier fast alles, was er aus Peru begehrt! Es ist auch einige der wenigen Städte, in denen man auch mit Englisch etwas anfangen kann. Ohne Spanischkenntnisse oder Reiseleiter hat es ein Individualreisender garantiert nicht einfach in Peru!
Lästig sind allerdings auch die vielen Schuhputzer und Strassenverkäufer in Cusco, die sich im Gegensatz zum Norden, nicht so schnell vertreiben lassen.
Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass es auch ihre einzige Möglichkeit ist, ein paar Soles zu verdienen.
Nach zwei Tagen Cusco ging es dem Schluss der Reise, aber auch einem großen Highlight zu, nämlich dem Inkatrail und Machu Picchu!
Mit dem Zug geht es im Zickzack den Berg hinauf, dieser fuhr abwechselnd vorwärts, dann das nächste Stück wieder rückwärts weiter. Diese Art von Bergüberwältigung sollte man selbst erlebt haben.
Entlang des heiligen Tals der Inkas fuhren wir mehrere Stunden Richtung Machu Picchu. Man kann die verlorene Stadt nur zu Fuß oder per Zug erreichen!
Schon die Zugfahrt ist ein Erlebnis. Von Cusco führt die Bahn über einen 3678m hohen Pass, und danach geht es im tief eingeschnittenen Tal des Rio Urubamba entlang, vorbei an Ruinen, Terrassenbauten, kleinen Dörfern und mächtig aufragenden, schneebedeckten Bergriesen. Dabei immer näher dem tropisch - üppigen Grün des Bergregenwaldes und dem Inkatrial.
Der Camino Inca kann man in 5 Tagen durchlaufen, allerdings wurden, seit einiger Zeit, die letzten zwei Tage zu Einem zusammengefasst. ( Dies ist der Teil der Strecke, den wir gelaufen sind.) Man reagierte dabei auf das große Müllproblem. So fiel ein Campingplatz weg, und der Wanderer muss sich somit auf eine anstrengende, aber wunderschöne Tour gefasst machen.
Auch die Zahl der Wanderer wurde limitiert, ohne Voranmeldung braucht man sich gar nicht erst auf den Weg zu machen. Mit Angabe einer gültigen Reisepass-nummer muss man sich schon 10 Wochen vorher anmelden und bezahlen.
( Keine Change für "Quereinsteiger", über die steilen Hänge und dem dichten Regenwald ist es kaum möglich an den Pfad heran zu kommen!)
Der Pfad wurde übrigens erst 1942 wieder entdeckt! Der mit groben Pflastersteinen belegte, steile Weg läuft vorbei an Ruinen, ( besonders zu erwähnen Winay Wayna mit ihren unzähligen Terrassen)und Wasserfällen. Öfters überquerten wir enge Stege über Wasserläufe und um uns herum bewunderten wir die unberührte Natur des Regenwaldes. 900 Höhenmeter sind zu überwältigen, aber der Weg selbst ist nicht gefährlich, routinierte Wanderer müssten ihn problemlos begehen können.
Der höchste Teil der Strecke liegt bei 2750m, das ist am Puerto del Sol, dem Sonnentor zu Machu Picchu. Und genau dort, 200m darunter, kann man zum ersten Mal die herrliche Ruinenstadt erblicken! Als wir dort ankamen, lag sie im Licht der Abenddämmerung, die Berge und Gebäude warfen große Schatten, die Sonne war im Begriff, hinter den grünen, hohen Berge zu verschwinden.
Die Stadt ist beeindruckend, doch die Lage hat mich noch mehr begeistert. Umringt von vielen, steilen, grün bewaldeten Bergen liegt sie im Bergsattel. Kein Wunder, dass diese Stadt so lange im Dornröschenschlaf lag.
Umringt von üppiger Vegetation, rechts und links davon sind steile Terrassen angelegt. Ohne Gärtner wäre diese Stadt in wenigen Wochen wieder überwuchert und sie wäre wieder aus unserem Blickfeld verschwunden.
Machu Picchu ist bemerkenswert, weil man hier, eine fast vollständige Inkastadt vorfindet. Was sie so ruinenhaft aussehen lässt, ist nur der Verlust der ehemaligen Holzdächer. Manche Gebäude wurden restauriert, so dass man einen Einblick hat, wie sie vollständig ausgesehen haben.
Wir fuhren zunächst aber, mit dem Bus, die Serpentinen hinunter. In Aguas Calientes, am Fuße der Berge, befindet sich unser Hotel. Es ist ein Dörfchen mit etlichen Unterkünften, Restaurants, Geschäften und einem kleinen Souvenirmarkt.
Überall sieht man Rohbauten, in Kürze werden hier noch mehr Hotels entstehen.
Rechtzeitig zum Sonnenaufgang, waren wir wieder in der alten Stadt. Noch war es noch angenehm ruhig und das Gelände war ohne Probleme zu besichtigen. Zwei Stunden später häuften sich die Menschenmengen.
In Machu Picchu ist alles frei zugänglich, ohne Hast kann man sich alles ansehen und in aller Ruhe fotografieren.
Die Stadt ist auch heute noch voller Rätsel, man weiß nicht allzu viel darüber. In jedem Buch findet man andere Theorien. Als die Stadt 1911 von dem Amerikaner Bingham entdeckt wurde, fand man über 150 Skelette. Fast alle waren weiblich, so dass man Spekulationen anstellen kann, warum die Stadt verlassen wurde. Manche meinen, die Männer kamen beim Partisanenkrieg um, so dass die Stadt ausstarb. Andere meinen, sie wäre freiwillig verlassen worden. Es gab ein Kloster in der Stadt, war das der Grund für die vielen weiblichen Skelette?
Gehen wir einfach nicht näher darauf ein, auch ich werde die Lösung nicht finden, vermutlich bleibt sie immer im Dunkeln!
Übrigens wurden alle Gegenstände aus Machu Picchu in die USA gebracht, Peru besitzt kein einziges Objekt, das in Machu Picchu gefunden wurde!
Bingham behauptet übrigens, es wäre kein Gold in der Stadt gewesen. Das wäre auch ein Indiz dafür, das die Stadt vorher verlassen wurde. Allerdings zweifeln die Peruaner daran, es wäre nicht das einzige Mal, dass in Peru wertvolle Kunstgegenstände in die Hände von Privatsammlern gefallen wären!
Schweren Herzens verließen wir noch an diesem Tag die herrliche Stadt, und fuhren mit dem Zug wieder nach Cusco zurück.
Am nächsten Tag flogen wir weiter nach Lima, und dort zurück nach Europa.

FAZIT


Peru ist eine Reise wert, noch lange werde ich von dieser Reise zehren.
Das Land ist wunderschön, die Leute freundlich und auch Speis und Trank kann man hier empfehlen. Ich empfehle auch jedem, nicht nur den touristisch erschlosseneren Süden, sondern auch den interessanten Norden zu besuchen. Und wer noch Geld und Zeit hat, dem würde ich auch noch raten das Amazonasgebiet zu besuchen, das ich aber leider nur durch Erzählungen der Mitreisenden kenne.
Allerdings sollte jedem Touristen klar sein, dass er nicht erwarten darf, alle europäischen Gepflogenheiten dort anzutreffen. Die Leute sind gemütlicher, nicht selten wartet man länger auf irgendwas. Der Service in den Hotels entspricht auch nicht immer unseren Gewohnheiten. Man muss sich immer vor Augen halten, dass man sich in der dritten Welt befindet.
Doch wer auf großen Luxus verzichten kann, sich auch mal 9 - 10 Stunden in einen Bus setzen , sich an Natur und einer großen Kulturvielfalt erfreuen kann, dem würde ich Peru wärmstens empfehlen!


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calimero1111

calimero1111

01.06.2014 16:01

bh

dik1609

dik1609

28.05.2014 14:27

BH

ellementz

ellementz

12.04.2014 16:47

Toller und ausführlicher Bericht. Mit dem bH wollte ich aber sparen. Geht doch auch ein sH, oder? 29% sind dafür. Ach ja. Dir vertraue ich mal.

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