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Erfahrungsbericht

für Penyal D'Ifac, Calpe
5 Sterne Wunderschöne Wanderung mit wunderschönem Panoramablick Bericht mit Bildern
235 von 235 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Wanderung, Flora, Fauna, Besucheranzahl, kostenlos

Kontra (heißes Wetter im Sommer)

Der Autor

jacki0987 Seit 26 Jul 2007

24-jährige Master-Studentin (Wirtschaftsrecht), die gern viel liest! mehr

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Hallo ihr Lieben,


in meinem heutigen Bericht möchte ich euch den Penyal D’Ifac auch genannt Penyal D’Ifach, das Wahrzeichen der Costa Blanca etwas näher bringen.
Der Penyal D’Ifac ist ein Kalkfelsen, der stolze 332m hoch ist. Er fällt ist lediglich durch einen schmalen Landstreifen mit dem Festland verbunden, weshalb er von weitem aussieht, als ob er steil aus dem Meer emporschießt. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts wurde ein Tunnel in den Fels geschlagen, der eine der Steilwände an der Nordostseite des Felsens durchquert. Dieser Tunnel ermöglicht es den Besuchern bis zum Gipfel des Berges über einen Weg den Penyal D’Ifac zu besteigen.

Das Schutzgebiet des Penyal D’Ifac umfasst nur 45 Hektar und ist damit einer der kleinen Naturparks in Europa, Jedoch auf Grund der bioklimatischen Eigenschaften, der Lage und der Ausrichtung des Parks einzigartig.


1. Flora

In den Wänden des Felsen gedeiht die sogenannte Felsvegetation. Sie ist auf die Besiedelung von Felsspalten und –Absätzen spezialisiert. Hierunter zählen vor allem endemische Pflanzen wie die silene hifacensis (Nelkengewächs) und teucrium hifacense.

In den mittleren und hohen Lagen des Nordhangs gedeiht die Küstenvegetation aus Büschen, darunter Macchiengewächse wie Zwergpalme und Wacholder. Die Pflanzengemeinschaft aus Wacholder, Zwergpalme, immergrünem Kreuzdorn und Meerträubel ist ein Überbleibsel aus dem Tertiär und wächst genau an den Stellen, an denen der Besucher nicht direkt vorbeiläuft, sondern isoliert. Somit konnte diese besondere Pflanzengemeinschaft auch nicht durch andere Gewächse wie z.B. Eichen verdrängt werden.


2. Fauna

Auf dem Felsen kann man ca. 80 verschiedene Vogelarten beobachten. Besonders auffällig ist jedoch die Weihkopfmöwe, die oben auf dem Felsen ein wichtiges Brutgebiet an der gesamten Costa Blanca bevölkert. Sie finden hier ideale Bedingungen für ihre Nistplätze vor. Ein Möwenpaar konnten wir sogar beim Paarungsakt beobachten. Neben der Weihkopfmöwe kann man Fahlsegler, Kormorane und Turmfalken sichten.
Auch Kaninchen nennen den Penyal D’ifac ihr eigen.


3. Der Aufstieg zum Penyal D’Ifac

Die Wanderroute beginnt am Informationszentrum, unterhalb dessen man parken kann, an einer mit Geländer versehenen Wegstrecke. Am Informationszentrum kann man vor der Wanderung zur Toilette gehen. Das sollte man auch tun, denn während der Wanderung gibt es keine Toiletten und auch keine Möglichkeit sich hinter einem Busch zu verstecken. Nach wenigen Metern wandelt sich diese Straße in eine Serpentine, die steil hinauf führt.

Ein erster Aussichtspunkt, der „Mirador de Poniente“, gewährt dem Besucher einen ersten Ausblick über die Küste, wo von West nach Ost der Naturpark Sierra helada, die weißen Häuser von Benidorm und Altea und zur linken Seite die kleine Insel Mitjan zu sehen sind. Außerdem ist die Sierra de Bernia, die mit dem kleinen Kap Motto de Toix bis zum Meer vorstößt und an der Bucht von Calpe abschließt, erkennbar. Auch sehr gut zu sehen ist der Berg Montgo, ein weiter Naturpark der Costa Blanca. Schließlich hat man noch einen schönen Blick auf den Strand Playa de la Fossa und das Kap Punta de Moraira am Ende der Küstenlinie.
Der Aussichtspunkt ist ganz offensichtlich der Ausgangspunkt einer von den Mauren errichteten Mauer, die sich den Felshang bis fast ganz an die Felswand heran hinaufzieht.

Nur ein paar Schritte entfernt erblickt der Besucher die Ruinen einer iberischen Siedlung. Die Überreste der Siedlung stammen aus dem 5. – 3. Jh. V. Chr. An dieser Stelle ist man umgeben von Sandelholzgewächsen, Binsen-Kronwicke und Zistrosen.

Entlang des Weges geht der Besucher durch einen Pinienhain. Auffällig ist, dass die Pinien vom Ostwind gebeugt sind. Das sieht recht spektakulär aus. Und wenn man zu sehr nach rechts oder links schaut, dann kann es passieren, dass man wortwörtlich ein Brett vor dem Kopf (eine gebeugte Pinie) hat *grins*
Für eine kleine Rast steht ein niedliches Plätzchen zur Verfügung an dem man ebenfalls die tolle Aussicht genießen kann. Verlässt man den Rastplatz, gelangt man zu einem zweiten Aussichtspunkt, welcher nach Westen ausgerichtet ist.

Auch für Kletterer ist der Penyal D’Ifac geeignet, jedoch muss man sich vor einer Klettertour die Genehmigung von der Federacion Valenciana ausstellen lassen. Der Einstieg zu den Kletterrouten befindet sich vor dem Tunnel.

Nach dem Durchqueren der Serpentinen gelangt man auf einen Pfad, der zugleich die schattigste und feuchteste Wegstrecke des Penyal D’Ifacs ist. Hier findet man vor allem Tüpfelfarn. Nach wenigen Minuten erreicht man den Eingang des Tunnels, der 1918 erbaut wurde. Da bis zum heutigen Tage die vielen Besucher den Stein glatt geschliffen haben, wurden 2 Seile an den Seiten angebracht. Diese empfehle ich auch zu verwenden, da es wirklich sehr glatt ist. Nach 50 m im Dunkel erblickt der Besucher die Nordostseite des Penyal, die man zugleich an einem kleinen Aussichtspunkt genießen kann. Bei besonders klarem Wetter (und das hatten wir) kann man die Insel Ibiza erahnen. Für Besucher mit Kindern oder ohne geeignetes Schuhwerk (Wanderstiefel) endet die Wanderung hier. Darauf weist ein Schild gleich nach Durchqueren des Tunnels hin. Diesen Hinweis kann ich nur untermauern, denn der Weg wird eng, steil, felsig und glatt. Auch mit Turnschuhen würde ich persönlich den Weg nicht gehen!

Nach ca. 15 - 20 Minuten erreicht man eine Weggabelung. Hier muss der Besucher entscheiden, ob er lieber den Gipfel erklimmen möchte, oder die Aussicht vom „Mirador de Carabineros“ genießen möchte. Wir haben zunächst den Aussichtspunkt gewählt, da dieser in Sichtweite der Weggabelung liegt. Der Weg dorthin ist angenehm und leicht begehbar. Der Aussichtspunkt besteht aus einer Plattform auf der früher Grenzsoldaten „stationiert“ waren. Wir haben an dieser Stelle unser Mittagessen zu uns genommen und den Möwen zugeschaut. In der Ferne im Meer konnte man auch 2 Fischzuchtstationen (Aquakulturen) sehen. Nach der Rast sind wir zurück zur Gabelung gegangen und haben anschließend den Weg zum Gipfel gewählt. Diese Strecke weist den höchsten Schwierigkeitsgrad des gesamten Weges auf. Hier sollte jeder Wanderer Obacht geben.


4. Fazit

Für Naturliebhaber ist das Wahrzeichen der Costa Blanca ein Muss. Nicht nur die Flora und Fauna begeistert mit zahlreichen Prachtstücken, auch die Wanderer kommen auf den Wegen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden voll auf ihre Kosten. Ab 1.3. ist der Naturpark geöffnet und für Besucher zugänglich. Zumindest am 2.3. hielt sich der Besucheransturm noch in Grenzen, denn wir waren dort die einzigen.

Bis zum nächsten Bericht,
Eure Jacqueline

Bilder

für Penyal D'Ifac, Calpe
Penyal D'Ifac - Penyal D'Ifac, Calpe
Penyal D'Ifac, Calpe
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  • daala 14.05.2012 18:19
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • mozarteum 11.02.2012 16:17
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    eine anschauliche beschreibung, die lust auf diese wanderung macht ...! lg detlef

  • icehockeybea 11.12.2011 22:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • weaver11 19.07.2011 20:00
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    sehr hübsche Fotos, lg...

  • goat_2 06.07.2011 14:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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