Eine weitere Hotelkritik aus Trier, nachdem es Hotel Monopol nicht mehr gibt. Diesmal sind wir im Pentahotel (PH) in der Kaiserstrasse abgestiegen, um Trier auf ein Neues touristisch zu erkunden.
Allgemein
Trier ist die aelteste Stadt Deutschlands. Besichtigung der Porta Nigra, Kaisertherme, Mariensaeule und Roemerbruecke ein Muss.
Aber auch als Startpunkt fuer eine BeNeLux-Tour bietet sich die Weinstadt an der Mosel an.
Anfahrt/Lage
Das Hotel liegt etwa 500 m von der Mosel entfernt so ziemlich im Zentrum der Stadt. Dennoch ist es ruhig gelegen, wenn man vom ueblichen Stadtlaerm und eines jaulenden Luefters auf dem Vordach unseres Zimmers absieht. Es macht wohl genau die 2 Nebenstrassen aus, die man von der Fussgaengerzone entfernt wohnt.
Anreisen wird man wahrscheinlich mit dem Auto. Dazu muss man beachten, dass die baulich mit Gruenstreifen getrennte Strasse, an der das Hotel liegt, 2 Strassennamen traegt. Zur Mosel weg heisst sie Suedallee , zur Mosel hin Kaiserstrasse.
Anfahrt mit anderen Verkehrsmitteln ist nicht bekannt. Der Bahnhof liegt ca. 2,5 km weg. Es existieren mehere Buslinien in der Stadt und es ist auch eine Bushaltestelle direkt vorm Hotel. Sie heisst "Suedallee/Kaiserstrasse".
Das Hotel hat die Anschrift Kaiserstrasse 29, 54290 Trier.
Parken
Orientieren kann man sich an der Strasse an der ESSO-Tankstelle. Genau dahinter liegt etwas versteckt die Einfahrt zum Pentahotel (zu erkennen an dem roten Logo "ph"). Wer das verpasst hat oder nicht findet, kann sich auch an "Parkhaus Europahalle" orientieren und mit seinem Auto auch dort reinfahren. Parkhaus Pentahotel und Parkhaus Europahalle sind dasselbe. Von der Tiefgarage gibt es auch einen direkten Liftzugang zur Lobby des Hotels (gelbe Parkplaetze).
Vorm Hotel gibt es auch noch 4-5 Parkplaetze, aber man brauch sich keinen Illusionen hinzugeben: Diese sind genauso kostenpflichtig wie die Tiefgarage und dort ist das Auto nun mal besser aufgehoben. Ausserdem gibts noch einen oberirdischen Hotelparkplatz mit Schranke, denn die Bauhoehe der Tiefgarage ist auf 1.90 m begrenzt, was man mit dem Van oder sonstiges Gefaehrt beachten sollte. Die Tiefgarage hat auch einen Kassenautomat und so erfolgt die Abrechnung vom Hotel voellig frei, wird aber vom Hotel mit subventioniert - also Parkkarte bei der Abreise vorlegen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 8 Euro pro Tag.
Ausstattung Hotel
Das Hotel ist ein sogenannten Businesskasper-Hotel. Mehrere Tagungsraeume zaehlen zu den Raeumlichkeiten, sowie eine Bar, die aber einen eher verschlafenen Eindruck macht. Auf dem breiten Gang zum Fruehstuecksraum begegnet man noch einen Business-Raum mit Fotokopierer, Drucker, Faxgeraet, Aktenvernichter, Locher und internetfaehigen PC.
Das Fruehstueck selbst wird in der ueblichen Buffett-Form verabreicht und kostet 15 Euro pro Person. Freilich ist das fuer hiesige Verhaeltnisse recht teuer, aber dafuer ist der Zimmerpreis von 74 Euro pro Person im Doppel- oder Einzelzimmer gegenueber anderen Hotels, die Fruehstueck incl. anbieten, billiger, sodass es unterm Strich aufs selbe rauskommt. Das Clientel des Geschaeftsreisenden kann meist nicht das Fruehstueck zu den Reisekosten bei seiner Geschaeftsreise angeben, und so wird es ebend extra berechnet. Auszusetzen gibt es beim Fruehstueck eigentlich nichts: verschiedene Sorten Brot, Broetchen, Wurst, Kaese, Muesli, Ruehrei, Obst, Fisch, Sekt, Tee und Kaffee vom Selbstbedienungsautomaten. Der Fruehstuecksraum ist geschmackvoll eingerichtet und im Sommer kann man auch draussen sitzen.
Alternativangebot: Frische Croissants und Milch von der Esso-Tankstelle.
Weitere Angebote des Hotels: offenbar Fahrradverleih (wird nicht aktiv angepriesen, aber Leihfahrraeder stehen am Eingang) und eine Kegelbahn.
Auf lange Wartezeiten muss man sich zeitweise an den Aufzuegen einstellen, da diese intensiv mit vom Reinigungspersonal benutzt werden. Dieses ist entgegen dem Personal an der Rezeption wenigstens freundlich und kann teilweise sogar gruessen.
An der Rezeption beschraenkt sich die Konversation auf ein Minimum. Weder wird die Lage von Fruehstuecksraum und Zimmer erklaert, noch wird nach den Befindlichkeiten bei der Abreise gefragt. Offenbar legt man keinen Wert drauf, dass die Gaeste auch wieder kommen.
Ausstattung Zimmer
Das Hotel ruehmt sich, dass es einen weitaus anderen Standard bietet als die anderen Hotelzimmer. Das kann man durchaus bestaetigen: Wo in anderen Hotelzimmern in einem kleinen Schraenkchen der Kuehlschrank der Minibar wohnt, gaehnt einem im Pentahotel nur ein grosses Loch mit einem Stueck Kabel an: Ja, hier war er mal gewesen.
Da nuetzt auch nicht das Gastgeschenk von einer Flasche Mineralwasser, wenn diese schon Zimmertemperatur erreicht hat.
Und diese war an diesem Nachmittag im April 2009 schon recht hoch, als wir das Zimmer bezogen haben. Nur einige Zimmer verfuegen ueber Klimaanlage, so steht es im Prospekt. Unseres hatte natuerlich keine. Dafuer gab es das bestellte Kingsizebett mit einer Decke und 4 Kopfkissen, ein Schreibtisch mit Stuhl, noch einen gemuetlichen Stuhl, diverse Lampen sowie ein grosser Flachbildfernseher Marke Samsung. Dort wird man nach dem Einschalten auf deutsch und auf englisch gleich mit dem Hinweis auf die zahlungspflichtigen Porno-Kanaele begruesst (siehe Clientel). Ansonsten gibt es ca. 20 deutschsprachige Fernsehsender plus Radio. Wem das zu anspruchsvoll ist, kann sich auf Kanal 2 auch das Kaminfeuer einschalten - sehr beruhigend.
Das Bett ist extrem weich (vergleichbar mit einer Huepfburg oder Wasserbett). Das Bad verfuegt ueber Waschbecken, grossen Spiegel, Foen, WC, Badewanne mit 2 Wellnessduschen und eine Rotlichtlampe als zusaetzliche Beleuchtung.
Diverse Reinigungsmittel mit englischer Beschriftung sind zur Benutzung ausgelegt (Shampoo, Duschgel und wahrscheinlich Lotion).
Im Room-Service werden verschiedene Snacks angeboten: Suppe, Burger, Sandwiches. Auf dem Flur jeder Etage steht ein Selbstbedienungsautomat mit weiteren Angeboten: Gekuehlte Cola, Fanta, Wasser, Bier, Wein, Chips, Suessigkeiten fuer 1-2 Euro. Genauso einen Automaten gibts auch neben der Rezeption. Dazu sollen wohl auch die 3 Glaeser auf dem
Zimmer genutzt werden, um Produkte aus diesen Automaten dort einzufuellen.
Kommunikation
Zimmertelefon, ISDN-Anschluss, kostenpflichtiges WLAN (5,50 Euro pro Tag, Abrechnung ueber Hotel, Kreditkarte, EC-Karte, Handyrechnung, Anbieter GANAG). Flachbildfernseher.
Wellness
nichts
Umgebung
Wie schon erwaehnt, wohnt man im Pentahotel relativ ruhig, obwohl man recht zentrumsnah ist. Quasi hinter dem Haus an der Europahalle beginnt am Viehmarkt die Fussgaengerzone mit zahlreichen Geschaeften und Sehenswuerdigkeiten
wie Karl-Marx-Haus, Dom und Porta Nigra. Wenn man die Kaiserstrasse vorm Hotel aufwaerts laeuft, ist man in wenigen Schritten an der Kaisertherme und der Basilika mit Schlossgarten. In die andere Richtung der Strasse gelangt man zur Mosel und kann einen Spaziergang entlang des Gewaessers machen. Nach ca. 1,5 km gelangt man rechterhand auch zur Zivilisation mit Bootsanlegesteg fuer Dampferfahrten und diversen Kneipen.
Preise
Einzel- und Doppelzimmer kosten gleichermassen 74 Euro.
Fruehstueck 15 Euro pro Person.
Fazit
Das Pentahotel gehoert mit zu den preiswerten Hotels in Trier, wenn man auf teure Extras wie Fruehstueck und Garagenstellplatz verzichtet. Die Ausstattung ist durchaus gehoben aber nicht aussergewoehnlich und die Zimmer relativ klein. Fuer einen Aufenthalt in der Stadt ist das Pentahotel empfehlenswert.