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Erfahrungsbericht

für Pavilion Holiday Villa, London
4 Sterne "Ferien-Landhaus" mitten in London Bericht mit Bildern
158 von 158 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro recht gemütliche, komfortable Zimmer, verkehrsgünstig gelegen

Kontra Minifahrstuhl, hohe Preise

Bereits im Sommer 2003 erhielten wir von der dänischen Reederei DFDS, unserem Reiseveranstalter für eine Fünf-Tage London-Reise, die Bestätigung unserer Buchung mit dem Namen unseres dortigen Hotels übersandt. Ein Blick in den 2003er DFDS-Katalog zeigte uns ein Bild der Außenfassade und beschrieb das Hotel von der Ausstattung als gutes Mittelklassehotel. Das im Katalog gezeigte Abbild zeigte uns eine weiße Fassade, die im viktorianischen Stil, der im Londoner Stadtteil Bayswater recht häufig anzureffen ist. Denn dort liegt das Hotel recht zentral zur Londoner City of Westminster.

Die Anreise

Wir waren deshalb kurz nach Weihnachten recht gespannt, als unser aus Harwich kommender Zubringerbus in die Leinster Gardens – etwa fünf Fußminuten östlich des U-Bahnhofs Bayswater (Circle Line) gelegen – einbog und vor dem großen Gebäude hielt. Immerhin zehn Personen unserer Reisegruppe sollten hier für zwei Nächte wohnen. Mit dem von DFDS ausgestellten Hotelgutschein in der Hand und unserem Gepäck begaben wir uns zum Eingang des doch von außen recht hübsch wirkenden Gebäudes. Beim Anblick der Häuser mussten wir an unseren letzten Besuch hier denken, wo wir etwas westlicher im London House Hotel übernachtet hatten, welches so gar nicht unserem Geschmack entsprach. Doch Zustände wie dort – das Hotel ist bei Ciao übrigens unter Jugendherbergen zu finden – gab es hier zum Glück nicht.

Die Lobby

Die Eingangshalle ist schön und sehr licht gestaltet. Alte gemütliche Sitzmöbel bestimmen das Ambiente und sitzen sich, wie wir beim Warten darauf, dass das Zimmer endlich bezugfertig ist erfahren konnten, recht bequem. Der große Rezeptionsschalter befindet sich schräg rechts vom Eingang etwa sieben Meter durch diese. Zunächst ging die übliche Anmeldeprozedur vonstatten. Nachdem wir die Anmeldung dort ausgefüllt hatten mussten wir noch ein wenig warten. Aber es war schließlich auch noch nicht 14 Uhr – normale Eincheckzeit - und die alten Gäste mussten ja ihr Zimmer erst um Elf verlassen haben. Ob einer der Mitarbeiter an der Rezeption auch deutsch beherrscht konnten wir während unseres Aufenthaltes nicht feststellen. Zumindest italienisch und einige andere Fremdsprachen wurden verstanden. Nach einer für uns fast ewigen Wartezeit – etwa 30 Minuten – rief uns der Portier zu sich und erklärte uns in englischer Sprache, dass man uns für die erste Nacht nur zwei Einzelzimmer anbieten könne und wir für die zweite Nacht ein Doppelzimmer bekommen könnten. Damit waren wir jedoch nicht einverstanden und bestanden auf das uns versprochene Doppelzimmer für die gesamten zwei Nächte. Faszinierenderweise gelang es nun nach nochmaliger kurzer Wartezeit, uns tatsächlich ein Doppelzimmer bereitzustellen.

Das Hotel

Das Hotel bietet 92 Zimmer unterschiedlichen Komforts. Ein einfaches Einzelzimmer mit der Ausstattung, die auch unser Zimmer zu bieten hatte, ist für 95,- ₤ ein Doppel- oder Zweibettzimmer für 130,- ₤ und ein Dreibettzimmer für 160,- ₤ zu bekommen. Die besseren Zimmer und Suiten gehen hoch bis auf 200,- ₤ pro Übernachtung. Für ein Drei-Sterne-Hotel in London sind dies übliche Preise. Eine Buchung im Internet kann aber auch günstiger kommen. Da das Zimmer bei unsere Pauschalreise im Preis drin war – 173,- € mit zwei Übernachtungen auf der Fähre und sämtlichen Passagen – war er für uns nicht so entscheidend. DFDS hat jedoch im neuen Katalog 2004 das Hotel nicht mehr im Programm. Neben den üblichen Zimmern stehen auch mehrere Konferenz- und Mehrzweckräume für bis zu 150 Personen zur Verfügung. Das Haus gehört zum malaysischen Holiday Villa Konzern und hieß früher übrigens Pavilion. Unter diesem Namen ist es auch heute noch bei den Londoner Taxifahrern bekannt. Das Personal ist meist asiatischer Herkunft.


Zunächst betraten wir, nachdem sich ein Mitarbeiter noch einmal für die Unannehmlichkeiten entschuldigt hatte, den Fahrstuhl, der gerade mal für drei Personen zugelassen ist und der Einzige in diesem Gebäude ist. Bei 100 Zimmern auf fünf Etagen meines Erachtens viel zu wenig Kapazität und Förderleistung. Daneben gibt es noch zwei ziemlich verwinkelte Treppenhäuser, in denen es bei schlechtem Wetter schon mal von der Decke tropft.

Das Zimmer

Das in hellen Farbton gehaltene Zimmer befand sich im vierten Stock des fünfstöckigen Gebäudes und war recht klein. Nach dem Betreten fanden wir links im Flur einen kleinen Wandschrank mit – wie offenbar in Londoner Hotels üblich – festmontierten Bügeln. Daneben ging es in die Nasszelle. Hier befanden sich neben der Toilette auch eine Duschkabine und ein Waschbecken mit Spiegel. Ein Anschluss für einen elektrischen Rasierer mit Eurostecker, den ich allerdings nicht benötige, da ich mich nass rasiere, war ebenfalls vorhanden. Das eigentliche Zimmer hatte ein relativ kleines Doppelbett – etwa 1,40 x 2 m – und nur einen Nachttisch mit Durchwahltelefon (mit automatischer Weckruf) darauf, der wie es sich gehört, auch eine Bibel enthielt. Ein Fenster mit etwas ungewöhnlicher Verriegelungsmechanik sorgte am Tag für die notwendige Ausleuchtung, gab aber nur einen Blick auf ein paar Fassaden frei. Durch den Absatz, den das Gebäude an dieser Stelle hatte, war ein uneingeschränkter Blick auf unsere Straße leider nicht möglich, obwohl das Zimmer auf dieser Seite lag. Eine Art kleiner Schreibtisch und eine Kommode gaben weiteren Stauraum frei. Allerdings schienen uns die Einlegeböden der Kommode nicht allzu vertrauenserweckend und wiesen große Spalten auf. Auf dem Tisch befand sich ein kleines Fernsehgerät mit Fernbedienung (12 Programme und ein Radioprogramm), an der Wand hing ein Fön vor einem Spiegel und davor stand ein Teezubereiter mit einigen Teebeuteln daneben. Ein Hocker und ein Stuhl boten uns die Möglichkeit, woanders als auf dem Bett zu sitzen. Die Möbel waren aus dunklem Holz und wirkten äußerlich recht urig. Waren aber in einem recht guten Zustand. Die Betten waren allerdings nicht gerade unser Fall. Sie waren zu weich und das Schlafen fiel uns darauf nicht so leicht. Das Zimmer war zwar recht hellhörig, die anderen Gäste in der Nähe aber recht ruhig, so dass sich der Lärm in Grenzen hielt.

Frühstück

Das kontinentale Frühstück gab es von einem Büffet. Neben dem üblichen Toastbrot, Marmelade und Orangensaft – schmeckte allerdings nicht danach - gab es auch noch verschieden Brötchen, Müsli, Käse und etwas Obst. Dennoch war das Frühstück nicht so ganz unser Fall. Montag bis Freitag von 7.00 bis 10.00 Uhr und am Wochenende von 7.30 – 10.30 Uhr steht das malaysische & chinesische Restaurant Lagenda des Hotels (100 Plätze) fürs Frühstück zur Verfügung. Von 12.00 bis 15.00 Uhr und von 18.00 – 22.00 Uhr steht es dann für warme Speisen zur Verfügung. Das Restaurant strahlt in hellen pinken Farbtönen und ist recht verwinkelt, macht aber im Großen und Ganzen einen recht ordentlichen Eindruck. Dennoch haben wir es nur fürs Frühstück benutzt und können zur Qualität der Speisen ansonsten nicht viel sagen. Die Preise liegen im für London üblichen recht hohen Rahmen. An beiden Tagen war es morgens im Restaurant so voll, dass wir mit Mühe und Not einen leeren Tisch finden konnten.

Service

Das Hotel bietet von 8.00 bis 23.00 Uhr einen Portierservice und von 8.00 bis 22.00 Uhr auch einen Zimmerservice an. Die Preise sind der Karte im Zimmer zu entnehmen. Auch eine Wäscherei, eine Mietwagenagentur und Babysitter sollen zur Verfügung stehen. Über Preise und Qualität kann ich jedoch nichts sagen. Wir brauchten das Hotel im Großen und Ganzen nur zum Schlafen und Frühstücken.

Lage

Das Hotel ist im Herzen des Londoner Stadtteils Bayswater nahe dem Hydepark gelegen. Zu Fuß sind die U-Bahn-Stationen Bayswater und Lancaster Gate am schnellsten zu erreichen. Auch einige Buslinien stehen in der Nähe zur Verfügung. Der Quensway liegt etwa fünf Minuten zu Fuß – hier ist auch der U-Bahnhof Bayswater – entfernt und bietet diverse Einkaufsmöglichkeiten. In den Geschäften, die teilweise bis spät in die Nacht geöffnet haben, kann man sich auch sehr gut mit Reiseproviant und Andenken eindecken. Mit der U-Bahn sind es von hier nur ein paar Stationen bis in die Londoner City (of Westminster), in der sich die meisten Sehenswürdigkeiten Londons befinden und die in der Regel auch zu Fuß abzuwandern sind. Bayswater selbst liegt etwa 35 km vom Flughafen Heathrow und 55 km von Gatwick entfernt. Der Bahnhof Paddington ist etwa zwei Kilometer weit weg.

Am Morgen des dritten Tages checkten wir dann kurz vor 11.00 Uhr aus und warteten noch in der Haupthalle auf unseren Bus, der uns dann wieder nach Harwich brachte.


Fazit

Beim Holiday Villa Hotel London handelt es sich um ein für Londoner Verhältnisse recht gutes Mittelklassehotel der Drei-Sterne-Kategorie. Die Zimmer sind zwar klein, aber recht gemütlich eingerichtet und sauber. Mit 130,- ₤ für eine Übernachtung im Doppelzimmer liegt das Hotel im normalen Londoner Preisniveau. Im Gegensatz zu der Hotelgrotte, in der wir hier das letzte Mal übernachtet haben, schien das Zimmer schon wie purer Luxus. Das Frühstück ist von der Auswahl reichhaltiger als in vielen anderen Häusern und sollte für die Meisten wohl ausreichen. Da wir Fans von Wurst zum Frühstück sind und hier nicht so ganz der Norm entsprechen war es aber nicht so ganz unser Fall. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Einzig negativ fiel uns der kleine und bei fast 100 Zimmern damit selten verfügbare Fahrstuhl auf, der uns des öffteren dann lieber zum Treppensteigen animiert hat. Bis auf unsere Problemchen beim Einchecken gab es keinerlei Schwierigkeiten. Das Hotel ist deshalb durchaus zu empfehlen.

Ich habe als Lage "Mitten in der City" angegeben, da "etwas abseits gelegen" wieder ein wenig zu weit weg klingen würde.

wichtige Informationen

Adresse

Holiday Villa Hotel London
37 Leinster Gardens
London
W3 3AN
England

Tel.: +44(20) 7258-0269
Fax: +44(20) 7723-7295

Email: holiday_villauk@yahoo.co.uk
Internet: www.holidayvilla.com.my

Bilder

für Pavilion Holiday Villa, London
Hotel - Außenansicht
von AFFBerlin AFFBerlin

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Kommentare

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  • Kerstin_Henke 21.06.2006 13:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Wolle0509 18.05.2005 13:28
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • caramella 17.11.2004 14:51
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Solider Erfahrungsbericht

  • Dr.Claudia 17.11.2004 10:48
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Very british! LG Claudia

  • normeier 10.06.2004 13:45
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Die Hotelpreise sind schon saftig in UK. Glueck hat wessen Freundin in London arbeitet...Flo

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