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Paros im Frühjahr 2004
Pro Atmosphäre
Kontra wenig
Reisebericht PAROS 2004
Basics:Anreise:
Mit der Fähre über Piräus/Athen oder die anderen Inseln. Fährzeiten findet man im Web.
Flug: Ab Deutschland mit Olympic (www.olympicairlines.com) bis nach Athen. Alternativ zum Beispiel mit easyjet (www.easyjet.com) ab Berlin-Schönefeldt preiswerter nach Athen. Dort Umstieg auf die
kleinen Propellermaschinen der Olympic. Diese fliegen im Regelfall 3 x am Tag nach Paros, haben aber nur 36 Plätze.
Wegen der Umsteigezeiten und Gesamtpreis kann es Sinn machen, komplett die Reise im Internet-Portal der Olympic zu buchen, denn zumindestens mittags ab Berlin hat man nach kurzer Zeit Anschluß zum Paros-Flieger. Bei easyjet ab Berlin liegen die Anschlusszeiten z.Zt. etwas ungünstiger bzw. zu knapp für einen sicheren Anschluß nach Paros. Auf der Rücktour klappt das nach Berlin SXF mit dem Olympic Transfer bis Athen und Weiterflug mit easyjet besser.
Bei Direktbuchung bei Olympic sieht man sofort die Verfügbarkeiten an freien Flügen, spart man die Gebühren, kriegt die Tickets per Post nach Hause und an Bord warmes Essen + Gratisgetränke.
Bei easyjet erhält man eine Buchungsnummer und meldet sich mit der Nummer (am besten ausdrucken!) + Ausweis ohne Ticket beim Check-In Counter. Easyjet heisst sparen: deshalb kein Gratisessen oder –getränke an Bord, man kann sich aber Getränke und engl. Sandwiches (für rund €4,50) servieren lassen... Also besser was einpacken.
Fortbewegung:
Inselbusse für wenige Euro.
Ansonsten Motorroller. Die kosten pro Tag bei einem 50 ccm-Roller € 8-10,-, bei drei Tagen sind die aber auch schon nach Verhandeln für € 18,- zu bekommen. Also erst einmal alle Händler abgrasen, Angebote machen lassen und mit dem letztgünstigen dann noch kräftig feilschen. Für diese Roller braucht man mind. einen PKW-Führerschein. Unbedingt vor Unterschrift kurze Probefahrt mit vorsichtigem Bremstest machen. Wenn was klappert oder die Mühle weder in Gang kommt, noch richtig bremst: Finger weg davon! In den Bergen kann das tödlich enden. Ersichtliche Schäden (seitliche Beulen, Abschürfungen vom Umfallen vor Unterschrift unten im Feld „Damages“ eintragen, ggf. auch auf deutsch,auch wenn der Vermieter muckt.. Die Roller haben alle Haftpflicht, aber keine Kasko! Das heisst, man haftet für alle Schäden, die man mit dem Ding (auch angeblich; siehe Vorschäden) verursacht, außer jemand anderes rammt einen. Bei allen Unfällen ist unbedingt die Polizei + der Vermieter anzurufen, steht auch meist so klein in den Verträgen. Alle Vermieter geben einem deshalb die Handynummer mit. Bei Übergabe des Rollers kriegt man den Vertrag ausgehändigt, in den die Führerscheinnummer eingetragen ist. Der Führerschein oder Ausweis verbleibt als Pfand beim Verleiher. Da das alle so machen, akzeptiert die Polizei dann die Vorlage des Vertrages.
Apropos Polizei: Auf allen griechischen Inseln besteht Helmpflicht, auch wenn sich augenscheinlich keiner dran hält. Wenn die Polizei aber mal gerade einen schlechten Tag oder Sonderkontrollen hat, kann das wohl locker mal pro Person € 80,- Strafe kosten.
Sehr zu empfehlen dagegen die kostenlose (!) SKYMAP-Karte mit 3D-Abbildungen der Orte Paroika und Naoussa. Sie ist werbefinanziert und steht zur Mitnahme in Dispensern in den Geschäften /Lokalen. Zum Beispiel in Paroikia: Am Hafen bei BLUE STAR FERRIES, MOTORPLAN Rent a Bike, EUROPCAR, in der Altstadt bei Captain Norton Cafe-Bar, Rest. Island Kastro, Olympic Gift-Shop, Cafe-Bar NOSTROS, PEBBLES Jazz-Bar, KIALOA Music-Bar, Pizza NUFARO, Cafe-Bar COFFEE-CUP, HAVANNA Cuban-Bar, PIRATE Jazzbar uvm.. In Naoussa am Hafen bei CAFE DEL MAR, MYRAGIO Fish Tavern, Cafe KALYPSO, KARGAS Souvlaki-Bar, PAPADAKIS Seafood-Rest., AGOSTA-Bar, SHARK-Music Cafe, AIORA-Bar , bei BLUE STAR FERRIES uvm und im MONASTRY-Beachclub am gleichnamigen Strand.
Zur Insel:An der Küste gibt es dagegen das übliche touristische Leben, mal etwas stärker, mal etwas schwächer ausgeprägt.
In Pariokia kommen wie gesagt abends/ nachts die Fähren mit den Island-Hoppern und den anderen neuen Gästen an. In dieser Zeit ist dann am meisten los, weil alle ein Quartier suchen. Bei mir jetzt Ende Mai war es noch nicht so wild, aber zu Feiertagen und im Sommer kann es schon etwas voller werden. Demgegenüber steht ein großes Angebot an Studios, Appt., Rooms und Hotels. Am besten man wendet sich von der Fähre gekommen nach links entlang des Hafenbeckens und taucht dann in eine der hinterliegenden Strassen ein und versucht sein Glück. Von hier aus hat man eine gute Ausgangssituation. Am Auslauf des Hafens gibt es dann sogar noch, wenn man weiterläuft, einen Sandstrand und einen Campingplatz. Andererseits stehen im Sommer sicher am Hafen Leute, die Zimmer anbieten. Von der Fähre nach rechts gesehen erhebt sich die verwinkelte Altstadt als Fußgängerzone mit Boutiquen, Lädchen, dazwischen auf einmal eine Kapelle und oder ein Mini-Supermarkt. Man kann sich also beim ersten Mal dort prima verlaufen. Zum Essen findet man direkt an der Hafenstraße wie auch in den anderen Ortsteilen viele viele Tavernen und Restaurants, wo man eigentlich überall gut sitzen und essen kann. Mir ist da kein Ausrutscher untergekommen. Es empfiehlt sich aber vor dem Niederlassen an einem Tisch erst einmal die Karte zu studieren oder geben zu lassen, den teilweise gibt es in der Altstadt auch die etwas edleren Griechen mit zugegebenermaßen schönen Ambiente, dafür aber auch höher angesiedelten Preisen. Meist liegen die Karten aber am Eingang auf Pulten oder Tischen zur Einsicht aus.
Wer es noch griechischer und idyllischer mag, muß nach Naoussa. Hier geht das Idealbild eines kleinen verwinkelten Kykladenortes mit eine wunderschönen Hafen, Kuttern, Netzen, Fischgeruch, Oktopus auf der Leine zum Trocknen, leichtem Wind und Möwen in Ordnung. Ob nun als Tagesausflug, abends oder zwischendurch bei einer Inselumrundung: Hier läßt man die Seele baumeln. Allerdings nicht alleine, denn hierher kommen viele Gäste tagsüber und besonders abends, um dann am Hafen zu sitzen oder in einer der Bars oder Clubs am Hafen zu feiern. Auch die Preise dafür sollte man im Auge haben, Glas Wein € 4,-, Cappucino € 3,50 sind direkt am Hafen drin, je nachdem wo man sitzt. Preiswerter wird’s an der Bummelgasse, die von der Brücke (überquert kleinen Fluß, der ins Meer mündet) abgeht. Hier gibt es verschiedene preiswertere und gute Restaurants. An der Brücke befindet sich auch die Taxi- und Bushaltestelle. Die sich anschließende verwinkelte Altstadt lädt zum Bummeln und Verlaufen ein. Auch hier eine bunte Mischung aus Schmuckläden, Tabaklädchen, Souvenirläden, Minimarkets, Tavernen, Bars und Kapellen. Naoussa selber hat keinen Badestrand. Doch wenige Kilometer, schnell mit Roller oder Auto erreicht, warten schöne Strände. Nordwestlich in der Bucht Kolimbithres (3 Sandstrände zwischen beeindruckenden Sandsteinformationen, 2 Tavernen, Parkplatz, Sonnenliegenverleih) und am Ende der Halbinsel/ Bucht von Naoussa der Monastry-Beach (superflacher Sandstrand, Volleyball + Fußballfeld, Taverne oberhalb, Liegestuhlverleih € 8,- für 2 Liegen + Schirm, ideal für Kinder). Abends wird ein Seitenteil der Taverne zum Open-Air-Club.
Nordwestlich auf der Halbinsel warten Santa Maria (am besten bis zum Ende der Strasse fahren, 2 nette Tavernen, Dünen, Tauchbasis, Liegestuhlverleih) und Langeri (noch an Santa Maria an der letzten Taverne vorbei, in den kleinen Sandweg links einbiegen, an der letzten Taverne vorbei ,Sanddünen, Strand teilweise mit Steinen durchsetzt).
Für alle diese Strände gilt: Je nach Wind und Wellengang werden diese mit kleinen Kuttern im Stundentakt direkt ab Naoussas Hafen angesteuert, so dass man zum Baden nicht unbedingt ein Auto oder Roller braucht, sondern auf diese "Taxboot " zurückgreifen kann. Für Naoussa gilt das Gleiche wie für alle anderen Orte der Insel. Jede Menge Rooms, Appt. , Studios und auch Hotels. Hat einer nix mehr frei, hat er bestimmt einen Verwandten oder Freund, den er sofort anruft. Das Geld soll ja in der Familie bleiben...
Ansonsten empfehle ich: Badesachen auf den Roller schnallen, Karte und Sonnenöl schnappen und einen der vielen anderen Strände für sich entdecken. Habe mir zwar viel angesehen, aber das würde jetzt den Bericht sprengen. Im Frühjahr wie Mai bis Juni unbedingt angebracht warme Sachen wie einen Vliespulli. Wir hatten jetzt dort für 4 Tage stürmischen Wind wie an der Nordsee, so dass man dreilagig auf dem Roller fahren musste um nicht zu frieren! Auch abends wurde es nach Sonnenuntergang empfindlich frisch!
Eines noch zum Schluß: Mit Englisch kommt man überall weiter. Ein paar griechische Worte helfen ungemein und zaubern ein Lachen auf das Gesicht des Gegenüber Und wenn es nur das Wort für Danke ist. Und ansonsten ist die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Leute auf Paros einfach top. Trinkgeld wie in Greichenland üblich nach dem Bezahlen auf dem Tisch liegen lassen. Regel: wenn Service gut 10% der Rechnungssumme.
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ronald-bitterlich 09.11.2006 15:21
Whitejunglehb1 28.06.2006 09:58
astly 06.03.2006 01:05
Ha, noch ein Fan der griechischen Inseln:-) Paros steht noch auf meiner Liste, da war ich noch nicht, aber jedes Jahr einmal muss schon griechische Insel sein. Dein Bericht macht echt Appetit auf Paros.
Der-Steppenwolf 08.07.2004 17:20
richtig gut. Ich war früher dort immer am Oststrand auf den Open Air Beach Partys
Joe69 02.06.2004 00:02
Na, ich denke mal dass ich nach Paros nie kommen werde, aber hab jetzt Deinen Bericht mit sh bewertet. Gruß Joachim