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Erfahrungsbericht

für Park Plaza Hotel Berlin, Berlin
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5 Sterne Übernachtung mit Frühstück im östlichen Berlin Bericht mit Bildern
65 von 65 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Tramhaltestelle und S-Bahnhof in unmittelbarer Nähe

Kontra Von den Fernbahnhöfen mit ÖPNV nur mit zweimal Umsteigen zu erreichen.

Mein herbstlicher Aufenthalt in Berlin vom 25.9.04 – 27.09.04 führte mich in das Park Plaza Hotel Berlin. Dieses fand ich bei Ameropa für zwei Übernachtungen mit Frühstück incl. Bahnfahrt für 231,00 EUR.
Rechne ich hier die anteilige Bahnfahrt für EUR 99,00 (für Strecke Augsburg-Berlin schon ein Schnäppchen, zumal ich alle Züge und Routen nutzen kann) raus, komme ich auf EUR 132,00, was einem Tagespreis von 66,00 EUR entpricht. Und dafür bekomme ich zu Messezeiten kein Zimmer in dieser Kategorie, es war ja die Innotrans Fachmesse zu Ende gegangen (nur die Publikumstage waren am Wochenende) und das Wochende stand im Zeichen des Berlin Marathon.

Ihr findet das Hotel in der:
Storkowerstrasse 162, 10407 Berlin
(lt. Hotelangaben ist das "Berlins Neue Mitte")
Tel: 030/421810
Internet: http://www.parkplaza.com
(die Seite ist leider nur auf englisch, man muss als Location „Berlin“ eingeben und dann die entsprechende Adresse anklicken).
Das Velodrom (dort hat Anastasia ihr Konzert am 24.10!) ist in unmittelbarer Nähe.

Erreichbarkeit:
Man kommt mit allen S-Bahnen, die auf der Ringbahnlinie verkehren hin, Haltestelle Landsberger Allee, von dort aus vom Ostkreuz kommend hinten aussteigen, die Treppe rauf, nach links abbiegen und hoch, in Blickrichtung geradeaus zur Ecke Landsberger Allee/Storkowerstrasse und links abbiegen und am Gebäude entlang gehen, dann kommt schon der Hoteleingang. Das schöne ist: Sobald man am Gebäude ist kann man trockenen Fusses bis zum Hotel gelangen.

Lobby:
Diese fand ich relativ klein gehalten, ein paar Sitzplätze auf denen vor allem Abends immer ein paar Gäste sassen, dort ist eine Bar (18:00 bis 1:00 Uhr) und die Rezeption, wo Pläne für S/U-Bahn und Trams ausliegen (für mich als ÖPNV-Freak natürlich wichtig *g) sowie ein kostenloser Planer mit Tips für Veranstaltungen (für mich diesmal etwas weniger wichtig). Hier erhielt ich meine Zimmerkarte und einen Hinweis, diese doch neben die Tür in die Halterung einzustecken. Zwei Lifts mit automatischen Türen auf beiden Seiten der Kabine der Marke Otis für je 6 Personen (etwas eng zur morgentlichen „rush hour“, es mussten Fahrgäste zurückbleiben!) und ein Gepäckraum, fertig ist das EG!

Flure:
Aus dem Fahrstuhl kommend fielen mir zwei Türen ins Auge:
Eine mit der Aufschrift TH3, dort geht es in ein grosszügig gehaltenes Treppenhaus, um das Treppensteigen zu versüssen hört man die selbe Musik wie in den Fluren (bzw. dasselbe Radioprogramm, konnte aber nicht ausmachen welcher Sender, waren Nachrichten und Sachen aus den Charts). Die andere Tür trägt die Aufschrift „Feuerwehraufzug“. Neugierig auf Aufzüge wie ich halt bin schaute ich was dahinter war. Die Tür war nicht abgeschlossen, in dem Raum geht es zu einem dritten Lift, dieser hat im Gegensatz zu den Personenaufzügen ein Guckfenster in der Tür und ist für bis 13 Personen ausgerichtet. Damit befördern die Zimmermädchen die Reinigungsutensilien. Bin mal frech damit gefahren, weil mir die ewigen Halte mit den anderen Aufzügen auf die Nerven gingen Und traf prompt auf Personal welches seine Utensilien transportierte. Tja, Schuster bleib bei Deinen Leisten!

Zimmer:
Vor meiner Tür angekommen schob ich die Karte in den Schlitz, nach Herausziehen leuchtet eine Diode kurz grün auf und die Klinke läßt sich drücken. Gut auch der Türspion dass man sieht wer draussen steht (vermisste ich im Allgäu Stern Hotel). Im Zimmer dachte ich an die Worte an der Rezeption und steckte gleich die Karte in die Halterung neben der Tür, damit der Stromkreis geschlossen wird. Spätestens wenn das Licht im Bad dunkel bleibt weiss man, da war noch was....
Die Tür läßt sich von innen zusätzlich verriegeln.
Ich stand also in einem kleinen Flur, dort befinden sich eine Garderobe mit Ablagefläche und ein Schrank mit zwei Spiegel-Schiebetüren, dahinter sind auf der einen Seite Fächer für Wäsche und Unterwäsche, eine Preisliste und Sack für die Wäscherei (ab 8 EUR je Kleidungsstück), drei Schubladen und ein Plastikschuhlöffel. Interessant: Hinter den Regalfächern (rausnehmbar) eine Tür mit Schloss. Was wohl dahinter sein mag? Ein Minisafe aber nicht, davon steht nix in der Hotelbroschüre. Hinter der anderen Tür (Gummi hängt lose runter!) dann die Kleiderstange nebst Hänger. Meine paar Klamotten, brauchte für die zwei Tage ja nicht wirklich viel, konnte ich so unterbringen.

Im Zimmer selbst, welches geschmackvoll gelb angestrichen ist, fand ich zwei Betten (getrennt stehend; für wen wohl das zweite war??? Jaja, schon gut, war ja ein Doppelzimmer zur Alleinbenutzung!) mit je einer kleinen Tüte Gummibärchen auf dem Kissen, je einen Nachttisch mit Lampe und Schublade (neues Testament) und einem Schalter für das Licht neben Bett und am Schreibtisch. Im Schreibtisch eine Schublade, daneben die Minibar, darauf ein Fernseher mit ca. 21 Kanälen plus pay-TV, der Fernbedienung und einem Prospektständer mit englischen Hotelbroschüren, aber nicht unbedingt grosszügig bestückt.
Verlockend ist jedoch die 0,7 Flasche Apollinaris, die neben zwei Gläsern (Bier und Weinglas) steht, der Preis von 4,50 EUR läßt den Durst aber schnell im Keim ersticken. Ich merke nicht zuletzt an den englischen Zeitschriften am Bett (u.a. the economist) das es sich um eine amerikanische Hotelkette handelt.
Am Bett steht ein Telefon, das kann ich für den Weckservice nutzen (warum wurde ich eigentlich am Abreisetag schon um viertel vor sechs – da war ich eh grade wach – rausgeklingelt?? Ich hatte keinen Weckservice bestellt, jemand anders aber wahrscheinlich schon....), am Schreibtisch ist eine Buchse für Internet und eine Steckdosenleiste.

Die Preise für die Minibar (Beispiele):
Clausthaler Alkoholfrei: 2,50 EUR für 0,33 l
Warsteiner Pils : 2,50 EUR für 0,33 l
Evian : 2,50 EUR für 0,25 l
Orangensaft : 2,50 EUR für 0,33 l
Weisswein : 5,00 EUR für 0,25 l
Bacardi : 5,00 EUR für 5 cl
Lorenz Erdnüsse : 2,00 EUR für 35 gr

Erwähnte ich schon, dass im Unterschoss des Gebäudekomplexes ein Lidl-Markt mit grossen Getränkeangebot ist???
Wer aber Durst hat kann auch einen der vier bereitliegenden Teebeutel mittels des bereitgestellten Wasserkochers (das ist Service!) und den Tassen benutzen. Oder wahlweise Pulverkaffee, mit Zucker.

Fenster:
Die Glasfront gibt den Blick auf die Kreuzung frei, für mich interessant weil ich die Trams vorbeifahren sehen konnte. Ausserdem verschiedene Hochhäuser. Die Fensterfront ist blau angestrichen und schallisoliert, allerdings ist das eine grosse Fenster etwas schwer zu öffnen und schliessen. Die Vorhänge (einer gelb, die anderen blau) schliessen blick- bzw. fast lichtdicht ab. Wem das nicht reicht kann mit dem Schalter an der Tür eine Jalousie runterlassen.

Klimanlage:
Läßt sich mittels Regler einstellen, und mittels Schalter die Intensität. Hab ich nachts ausgeschaltet da sie mir zu laut war. Es war ja auch schon Ende September und kein heisser Sommer!

Ambiente:
Die Möbel waren Buche, die Sessel mit blauen Polstern bezogen und der Teppich ebenfalls blau und gepflegt. Auf dem Bett war weisse Bettwäsche und ein kleines Kissen, die Matratze fand ich weder zu hart noch zu weich. Ich fühlte mich wohl und konnte recht gut schlafen.

Nun zum Bad:
Ich fand es etwas klein, aber zum ersten mal seit langem hatte ich eine Badewanne, das ist schon was besonderes in einem Stadthotel. Diese hat eine schwenkbare Trennscheibe, die so lang wie das WC ist. Am Waschtisch befindet sich ein Vergrösserungsspiegel, ansonsten ein grosser Spiegel den ganzen Waschtisch entlang, sowie Haarfön und zwei Gläser. Auf dem Tisch gibt es Seife, Duschhaube, Lotion und einen Duschbadspender. Das Toilettenpapier ist dezent im Waschtisch versenkt und wird durch einen Schlitz gereicht, ebenso die Kleenex-Tücher. An der Wand klebt ein Hinweis dass das zweite Handtuchset im Schrank ist.
Durch die schwenkbare Duschwand wird das Bad nicht unter Wasser gesetzt, allerdings war es einmal schon ziemlich nass am Boden. Am Ende der Wanne ist eine Handtuchablage. Neben der Dusche auch ein Duschbadspender, den sollte man aber zweihändig drücken, sonst kriegt man nix raus und hat sonst plötzlich das Duschbad in der Hand weil die Glashalterung rausspringt. Diese war am nächsten Tag aber wieder eingesetzt.
Über dem Klo war so eine Art Duftspender.

Mit dem Zimmer hatte ich es gut erwischt, auf der gegenüberliegenden Seite sah ich durch eine offenstehende Tür ein Zimmer das zum Innenhof ging und statt Wanne nur eine Dusche hatte.

Frühstück:
Dieses ist täglich von 6:00 – 10:00 Uhr im 1. Stock im Restaurant des Hotels mit Blick durch die Fensterfront auf die Storkower Allee. Es passen in den Raum ca. 80 Personen, hinter einer Trennwand (Verbindungstür mit runder Glasscheibe) ist aber weiterer Platz.
Zu Essen gab es am Buffet in der Mitte des Raumes fast alles:
Käseaufschnitt, diverse Wurstsorten, Salate (!) wie beispielsweise mit Huhn, Rührei (etwas klumpig), hartgekochte Eier, kleine Würstchen (wie Wiener nur eben klein), Ketchup, Senf, diverse Brote und Brötchen, Butter, Margarine, süsse Backwaren, Croissants (die mag ich besonders gern), Joghurts, Quarks, Müsli aus Spendern, Kornflakes und andere Cerealien, frisches Obst (Bananen, Äpfel), Trockenobst, Dosenobst (Birnen, div., Grapefruit).
An Getränken gab es Säfte aus einer Maschine oder in Gläsern, Tomatensaft (brr!). Zudem diverse Sorten Tees im Aufgussbeutel, entweder Standard – wie Minze – oder spezielle Tees. Dazu Tassen oder Kännchen, Zucker und Kandis..
Wer das nicht mag läßt sich Kaffee in der Kanne bringen.
Warum brauche ich im Hotel manchmal eine gute ¾ Stunde, daheim aber ca. 20 Minuten???

Am Sonntagmorgen war gegen halb neun nicht viel los, ich konnte mir einen Platz aussuchen. Montag war es in der Früh voll, ich setzte mich an einem Vierertisch zu einem Paar dazu, diese kamen aus Irland, es entspann sich ein recht interessantes Gespräch über den Citymarathon, was die Innotrans ist und wo die beiden herkamen.

Bis das benutzte Geschirr abgeräumt wurde dauerte es manchmal ein wenig. Bei der Kaffeeausgabe wurde zuweilen nach der Zimmernummer gefragt.

SONSTIGE ANGEBOTE:
Restaurant:
Das Hotel bietet ein Restaurant (identisch mit dem Frühstücksraum), auf dem Zimmer und im Lift ist die Speisekarte, Gerichte finden sich ab ca. 7 EUR aufwärts.
Geöffnet hat es Montag bis Samstag 18:00 – 22:00 Uhr.
Für die folgende Meldung würde ich vom Hotel wahrscheinlich gelyncht:
Man kann aber auch in den italienischen oder den türkischen Imbiß im selben Gebäude gehen. Tagsüber gibt es auch einen vietnamesischen Imbiß.

Fitness:
Im Elexia-Fitnessclub (1. OG, Zugang durch Haupteingang Geschäftsgebäude) kann man für 5 EUR (Tageskarte) trainieren, ich sah durch die Glasfront von der Rolltreppe aus die diversen Ausdauergeräte. Wobei ich sagen muss dass ich nicht von allen möglichen Menschen beim Training beobachtet werden möchte, ich würde mich unwohl fühlen. Für zwei Übernachtungen war es mir auch zuviel Aufwand meine Sportsachen mitzunehmen, ausserdem wollte ich ja unterwegs sein.

Weiterhin bietet das Hotel angabegemäss Konferenzräume und Kinderbetreuung.

Das Hotel erscheint mir auch behindertengerecht, es sind weder am Eingang noch auf dem Weg zum Frühstücksraum Stufen zurückzulegen. Die Zimmertüren sind breit genug.

Wichtig für mich: Es gibt Nichtraucherzimmer!


Fazit:
Durch die Lage an S- und Strassenbahn war es für mich ein guter Ausgangspunkt vom östlichen Berlin aus auf Tour zu gehen. Ich fühlte mich durchaus wohl und kann es empfehlen. Das Personal war freundlich, der check-out ging schnell. Verglichen mit meinem letzten Hotel in Berlin ist es aber abgelegener, das Frühstücksbuffet nicht ganz so vielfältig. Für einen Städturlaub aber voll ok.

Vielen Dank fürs Lesen, bewerten und kommentieren.

Ihr und Euer Errol


Bilder

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Kommentare

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  • Sawasdee 10.06.2007 11:32
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Wolle0509 26.01.2006 15:31
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    sehr anschaulich und umfangreich beschrieben

  • mjk25 18.01.2006 19:17
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    super bericht,dafür gibt es von mir ein bh.grüße mario

  • Travelwriter 18.01.2006 19:10
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Das war sehr ausführlich beschrieben. Am interessantesten fand ich das Detail mit dem Feuerwehraufzug. Bei Feuer sollte man ja eigentlich keine Aufzüge benutzen. War der irgendwie speziell konstruiert? lg Andreas

  • offerendum 16.04.2005 11:42
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Eine "neue Mitte" kannte ich bisher nur aus Oberhausen ;-)

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