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Erfahrungsbericht

für Park Hyatt, Zürich
5 Sterne Man gönnt sich ja sonst nichts ... Bericht mit Bildern
58 von 58 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Gelungene Mischung aus Design und Ambiente, zentrale Lage, ausgezeichnetes Restaurant

Kontra nicht ganz günstig, kleiner Wellnessbereich

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

KlJa Seit 23 Jul 2001

"For my part, I travel not to go anywhere, but to go. I travel for travel’s sake. The great... mehr

30 Mitglieder vertrauen mir

Gelegentlich habe ich Verpflichtungen in Zürich und nicht immer ist die Lage des Hiltons am Flughafen optimal. Dazu kommt, daß ich manchmal – nun ja – einen gewissen Hang zum Luxus habe und manchmal muß es dann einfach das Park Hyatt sein.

Lage

Das Hotel liegt in der Züricher Innenstadt, nur wenige Meter von der Bahnhofsstraße und dem Paradeplatz entfernt. Die nächste Straßenbahnhaltestelle ist Stockacherstraße, die rund 100 m vom Hotel entfernt liegt und auch bis zum Paradeplatz sind es nur rund 500 Meter. Von dort ist man in wenigen Minuten mit der Straßenbahn am Bahnhof, wo man entweder in den Zug oder die S-Bahn umsteigen kann und so auch den Flughafen in Kloten vom Hotel in rund 30 Minuten problemlos erreichen kann. Die Anfahrt mit dem Auto geht am besten über die größeren Straßen entlang des Sees, wobei Zürich über ein Hotelleitsystem verfügt und das Park Hyatt auch ausgeschildert ist. Ansonsten wäre auch die Tonhalle ein möglicher Hinweis,
Das Hotel liegt zentral in der Innenstadt von Zürich, so daß in der näheren Umgebung zahlreichen Museen und auch die Tonhalle bequem zu Fuß zu erreichen sind. Der Zürichsee ist gleichfalls nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, so daß das Hotel eine Lage hat, die nur schwer zu toppen ist. Man ist hier wirklich mitten in Zürich.

Ambiente

Das Park Hyatt in Zürich ist ein modernes Gebäude und frei von jedem alpenländischen Charme – auch wenn man einen solchen in Zürich eigentlich nicht wirklich erwarten kann. Das verglaste Gebäude verfügt über fünf Stockwerke. Die unteren beiden Etagen sind dabei rechteckig, der Zimmeraufbau kann am ehesten mit einem S verglichen werden. Durch diese Anordnung bekommen alle Zimmer einen Blick ausreichend natürliches Tageslicht. Im Bereich des Eingangs sind die untere beiden Etagen etwas zurückgesetzt, so daß es hier eine überdachte Vorfahrt gibt. In diesem Bereich gibt es aber auch einige Sitzgelegenheiten außerhalb des Hotels der sich dort befindliche Bar bzw. des Restaurants Cafe Z, die aber nicht ganz so nett sind, da ich persönlich finde, daß es interessantere und vor allem attraktivere Ort gibt als Hotelvorfahrten. Die Mehrzahl der Sitzplätze befindet sich aber durch eine halbhohe Hecke getrennt an der Seite des Hotels und deutlich angenehmer, wenn gleich das mit dem Sitzen im Freien innerhalb der Stadt immer so eine Sache ist, da man doch in gewisser Weise auf dem „Präsentierteller“ sitzt.

Man betritt das Hotel durch einen breiten Eingangsbereich mit Schiebetür und muß dann einige Meter gehen ehe man in die als zweigeschossiges Atrium konzipierten Hotellobby erreicht. Auf der linken Seite geht es zu Konferenz- und Besprechungsräumen, neben dem Eingang zu diesem befindet sich das Concierge Desk sowie der Check in Bereich des Hotels.

Das Foyer und die Lobby sind von einer zeitlosen Eleganz, modern und eher keinem modischen Trend folgend, der schnell aus der Mode ist. Ein Bambusgarten auf dunklem Granitboden schmückt die rund zehn Meter hohe Lobby, die in den Restaurantbereich übergeht. Der Bambusgarten schafft zudem eine gelungene Verbindung zwischen Empfang und Lobby Lounge, in der bequeme Sitzmöbel und ein offener Kamin zum Verweilen einladen. Durch die Trennung vom Empfang ist die Lobby hier auch ein eher ruhiger Ort, in der man auch noch einmal einen Kaffee oder Tee trinken kann, wenn man auf Freunde oder Geschäftspartner wartet, was ich hier als angenehm empfunden habe.
In der Lobby dominieren cremefarbene- und beige Töne, Lichteffekte an der Decke unterstreichen das angenehme und natürliche Ambiente, so daß dieser Bereich nicht zu stark künstlich beleuchtet wirkt. Aber auch im gesamten Haus gibt es einen wie ich finde gelungene Materialmix aus Parkett bzw. schalldämpfendem Teppich, naturfarbenem Wildleder und schwarzem Granit bzw. Marmor, der sehr edel wirkt. Der öffentliche Bereich ist dabei in einem ausgesprochen guten Zustand, wie es sich für ein Top Haus gehört.

In der ersten Etage befindet sich der Wellness Bereich „Club Olympus“ und das Gym.

Das Gym ist klein, verfügt aber über Tageslicht und man blickt auf die Vorfahrt des Hotels, wobei Jalousien den Ein- und Ausblick etwas diskreter gestalten. Es gibt zwei Laufbänder, Stepper, Bikes und auch Geräte zum Training des Oberkörpers. Die Geräte sind von Technogym und in einem sehr guten Zustand. Kopfhörer für die eingebauten Fernseher liegen bereit und werden nach dem Gebrauch gereinigt, ehe sie wieder von anderen Gästen benutzt werden können. Ein Service, den ich persönlich als sehr gut erachtet und bislang u.a. im Four Seasons Philadelphia angetroffen habe und in einem Top Hotel auch erwarte. Frische Äpfel und Bananen liegen zur Stärkung genauso bereit wie Wasserflasche gekühlt und ungekühlt. Selbstverständlich werden auch Handtücher gestellt. Wie heute nicht unüblich ist der Bereich 24 Stunden geöffnet.

Der Wellnessbereich ist eher klein und im calvinistischen Zürich natürlich nach Geschlechtern getrennt. Es gibt einen Umkleidebereich mit Spinden und zwei Duschen. Neben einer finnischen Sauna gibt es noch ein Dampfbad mit rund 50 °C bei 100% Luftfeuchtigkeit. Handtücher liegen selbstverständlich auch hier bereit. Duschgel, Shampoo und Hautlotion stehen auch hier bereit, zudem gibt es hier Einmalrasierer.
Im gemeinsamen Ruhebereich beider Bereiche gibt es einige Liegen und Sessel. Auch hier stehen kleine Wasserflaschen und Obst liegt bereit, dazu kommt ein Angebot von aktuellen Tageszeitungen und Zeitschriften.
Der Bereich ist zwar klein, aber fein und an der Sauberkeit gibt es auch hier keine Kritikpunkte. Das Ambiente ist schön, modern und edel wirkend, der Ruhebereich mit gedämpftem Tageslicht verwendet warme Farben und Holz und wirkt so entspannend. Er wird mehrmals täglich kontrolliert so daß man als Gast hier auch nicht auf überquellende Wäschekörbe mit benutzten Handtüchern trifft.

Es ist zudem möglich Massagen und Anwendungen zu buchen, die allerdings erwartungsgemäß sehr hochpreisig sind. Geöffnet ist dieser Bereich von 07:00 bis 23:00 Uhr.

Check in / Check out / Service

Ich bin meist am frühen Nachmittag bzw. im Laufe des Abends im Hotel angekommen. Am Empfang mußte ich etwas warten, da noch andere Gäste vor mir da waren. Nicht weiter schlimm, etwas irritiert war ich dann, allerdings, als bei einem Aufenthalt ein nach mir gekommener Gast zuerst vor mir eingecheckt wurde. Offenbar hatte man hier die Gäste doch etwas nach dem Erscheinungsbild taxiert und ein Anzugträger schien man mir dann als Gast im Smart Casual Outfit vorzuziehen. Nun ja … es war wohl ein einmaliger Ausrutscher, denn erfahrungsgemäß wird die Kleidung hier eigentlich nicht so sehr taxiert, wenn das übrige Erscheinungsbild und Auftreten stimmt.
Nach Nennung meines Namens fand man dann auch meine Reservierung und begrüßte mich im Hotel. Die Anrede erfolgte von jetzt an mit Namen. Es wurden alle Daten noch einmal verifiziert und nachdem auch Ausweis vorgelegt und Kreditkarte geprüft waren wurde ich zu meinem Zimmer begleitet. Man erkundigte sich, ob ich Hilfe beim Gepäck benötigte, was ich aber ablehnte, da ich nur mit Handgepäck unterwegs war. So ging es dann in Begleitung zu einem der Aufzüge und wir fuhren in die Etage, in der mein Zimmer gelegen war. Auf dem Weg dorthin wurden mir die Features des Hotels noch einmal erläutert und auf Nachfrage auch die Öffnungszeiten des Wellness- und Fitneßbereichs. Die Nutzung des Internets ist für Gäste mit Platinum oder Diamond Status im Hyatt Goldpassport Programm unentgeltlich möglich, der entsprechende Betrag wird von der Rechnung heruntergenommen bzw. erscheint dort gar nicht. Im Zimmer fragte man, ob man mir die Features des Zimmers erklären sollte oder ob ich diese selbst erkunden wollte. Da ich letztes bevorzuge verabschiedete sich die Dame mit dem Hinweis, daß ich bei Fragen oder Wünschen nicht zögern sollte sie oder eine ihrer Kollegen zu kontaktieren.

Der Check Out verlief zügig und routiniert. Auch hier erfolgte die Anrede mit Namen und man erkundigte sich, ob alles zu meiner Zufriedenheit gewesen sei. Die Rechnung war korrekt und so gab es auch hier keinen Grund der Beanstandung, obgleich ich auch hier das Personal als eher ‚reserviert‘ beschreiben würde, wobei dies aber nicht mit unfreundlich zu verwechseln ist. Im Grunde genommen ist mir dies was lieber als die doch teilweise unterwürfige Freundlichkeit in machen asiatischen Hotels, insoweit bitte ich den Begriff reserviert auch als Abgrenzung zu „unterwürfig freundlich“ zu sehen.

Die während des Aufenthaltes kontaktierten Mitarbeiter waren hilfsbereit und die Auskünfte richtig, wobei ich aber auch keine außergewöhnlichen Wünsche geäußert habe. Die Mitarbeiter am Concierge Desk und auch am Eingang waren zudem eine Spur weniger reserviert als die am Empfang.

Zimmer

Das Park Hyatt verfügt über 142 Zimmer und mehrere mindestens 72 Quadratmeter große Suiten.

Die Zimmer im Park Hyatt sind in verschiedene Kategorien unterteilt, wobei schon die einfache Kategorie recht luxuriös ausgestattet ist.

Bereits das Betreten des Zimmers unterscheidet sich, denn es gibt hier richtige schwere Türen und nicht die regulären Hotelzimmertüren, die man in anderen Hotels findet. So wird auch möglicher Lärm und Geräusche auf dem Flur weiter gedämpft.

Nachdem man das Zimmer betreten hat, befindet man sich in einem Flur, der zum Zimmer offen ist
Er ist nicht diagonal sondern durch leicht schräge Wände etwas aufgelockerter gestaltet. Direkt neben dem Eingang befindet sich der schmale aber tiefe und fast schon als begehbar zu bezeichnende Kleiderschrank. Er ist mit einer ausreichenden Anzahl regulärer Kleiderbügel ausgestattet. Hier befinden sich auch der schwere Leinenkleidersack für Laundry und ein Schuhbeutel für den Schuhputzservice des Hotels.
Gleichfalls im Flur befindet sich ein Sideboard, das u.a. die Minibar und den Safe beherbergt. Auch stehen hier eine Obstschale, die täglich mit frischem Obst gefüllt wird sowie eine Wasserflasche, die gleichfalls täglich ersetzt wird. Der Eiswürfelbehält wird abends während des Turndownservice mit frischem Eis gefüllt.

Im Gegensatz zum mit einem beigen Teppich ausgelegten restlichen Zimmer verfügt der Flur über Holzdielen.

Durch eine Tür gelangt man von hier in das großzügige Badezimmer. Dieses verfügt über eine Toilette, die an der Wand zum Flur liegend durch eine Schiebetür vom Badezimmer getrennt ist. Wie in Hotels dieser Kategorie zu erwarten befindet sich hier auch ein Telefon, in diesem Fall ein solches von Bang & Olufsen. Das eigentliche Badezimmer ist groß und verfügt über ein Waschbecken mit großzügig bemessenen Ablageflächen sowie einem großen beheizten Spiegel. Daneben gibt es durch eine Wand vom Waschbecken getrennt die Dusche und direkt daneben die Badewanne. Besonderes Highlight ist hier die zu öffnende hölzerne Schiebewand zum Wohnbereich. Hierdurch ist z.B. möglich in der Badewanne liegend fern zu sehen oder einfach eine etwas angenehmere Atmosphäre zu haben. Badesalz liegt bereit. Neben der Badewanne und nicht wirklich räumlich getrennt, ist die Dusche. Das mag jetzt etwas komisch klingen, aber es ist schon eine richtige Dusche, die auch über einen guten Ablauf verfügt. Eine geschickte innenarchitektonische Leistung machte dies möglich und ich finde dies immer wieder sehr gelungen. Es steht neben der regulären Handbrause auch eine Regendusch zur Verfügung. Besonderer Clou ist der in der Dusche angebrachte beheizte Rasierspiegel.
Bathromom Amenities sind von Blaise Mautin und werden täglich aufgefüllt. Die Handtücher, jeweils zwei große, mittlere und kleine werden gleichfalls täglich gewechselt.

Das Zimmer selbst ist großzügig dimensioniert, allerdings nicht überdurchschnittlich groß.

Am Übergang von Zimmer zu Flur befindet sich ein Schminktisch mit beleuchtetem Spiegel, daneben ein indirekt beleuchtetes Element was einerseits als Raumteiler fungiert, aber auch als gestaltendes Element. Daran an schließt sich das Sideboard mit Fernseher sowie DVD Player, die Geräte auch hier von Bang & Olufsen, der Fernseher zudem mit Motorstand, der sich in gewohnter B&O Manier nach der Position der Fernbedienung dreht, d.h. dort wo man steht oder sitzt. Neben dem Sideboard ist der Schreibtisch plaziert. Der mit einer gläsernen Platte versehene Schreibtisch ragt in den Raum herein, so daß man mit dem Rücken zum Fenster sitzt. Dies ist nicht ganz optimal, da dann Tageslicht auf den Bildschirm des Laptops scheint und die Lesbarkeit doch deutlich erschwert wird. Hier hilf dann nur das Herablassen des Sonnenrollos oder ein Zuziehen des schweren Vorhangs. Oder aber man dreht den Schreibtisch, etwas schräg, so daß man schräg zum Fenster sitzt. Dies ist recht einfach möglich, da der Schreibtisch drehbar ist, denn eine Seite liegt auf einem Drehgestellt und die andere auf Rollen. Am Schreibtisch stehen zwei Stühle, leider keine ergonomischen Schreibtischstühle sondern hochwertige, aber eben nur reguläre Stühle. Zum Arbeiten ist das nicht ganz optimal, obwohl ich andererseits einräume, ich habe schon auf unbequemeren Schreibtischstühlen gesessen. Auch ist der gläserne Schreibtisch nicht gerade optimal, wenn man mit einer Lasermouse arbeiten möchte. Es gibt hier aber ausreichende Ablagemöglichkeiten, eine internationale Steckdosenleiste, ein Telefon sowie eine moderne Halogenlampe. Nichts desto trotz scheint das Design und das Ambiente hier doch wichtiger gewesen zu sein, als der praktische Nutzen des Schreibtisches. Oder anderes ausgedrückt, wer das Park Hyatt auf die Spesenrechnung setzen darf, arbeitet nicht mehr selbst … Anderersets, wie wäre es, wenn man zu den üblichen Utensilien ein Mousepad legen würde, wie dies in anderen Hotels mit gläsernem Schreibtisch der Fall ist (z.B. Hilton Singapore)?

Auf der Badezimmerseite befindet sich das Bett nebst Nachttischen, Ein Wandteppich mit einem Holrahmen befindet sich hinter dem Bett, das gleichfalls recht massive wirkt. An der Holzumrandung des Bettes befinden sich zwei Nachttischlampen, die über Schalter gesteuert werden können von denen es auch möglich ist die übrigen Lichtquellen im Raum ein- und auszuschalten. Auch ist hier die Steuereinheit der Klimaanlage. Auf jedem Nachttisch befindet sich ein Telefon, was fast schon etwas zuviel des guten ist.

Vor der großen Fensterfront stehen ein Sessel nebst Fußbank und Beistelltisch sowie eine Stehlampe. Farblich sind diese auf das restliche Mobiliar bzw. die beigen Farben des Raumes abgestimmt und hochwertig.

An der rechten Seite des Fensters befindet sich ein Lüftungsschacht, so daß es möglich ist, Frischluft ins Zimmer zu leiten, obwohl die großen raumhohen Fenster nicht geöffnet werden können. Eine Klimaanlage ist allerdings vorhanden, zudem ist ein Sonnenrolle vorhanden, da zentral heruntergefahren wird aber auch individuell gesteuert werden kann und eine Aufheizen des Raumes so verhindert. Die Klimaanlage im Park Hyatt gehört zu den Besten die ich bislang erleben durfte, denn sie arbeitet nahezu geräusch- und zuglos.

Die Möbel sind in einem sehr guten Zustand, was auch für Teppich und Wände gilt. Nach Gebrauchsspuren muß man suchen und findet sie selbst dann in der Mehrheit der Zimmer nicht wirklich, alles ist in einwandfreiem Zustand. Dazu kommt, daß die Möbel vo einer hohen und vor allem guten Qualität sind und sich deutlich von dem Mobiliar unterschieden, was ich in anderen Tophotels wie z.B. dem Four Seasons in Philadelphia oder dem St. Regis in Rom erleben durfte. Die Sauberkeit gibt keinerlei Anlaß zur Kritik und auch an kritischen Stellen und solchen die nur schwer zugänglich sind, lag kein Staub oder Schmutz. Es wird zudem das Badezimmer beim abendlichen Turn Down Service noch mal gereinigt, die Handtücher ausgetauscht und Bathroom Amenities aufgefüllt. Allerdings erwartet ich dies in einem Haus dieser Kategorie auch, da sich ansonsten im Hinblick auf den Service kein Unterschied zu anderen Häusern ergibt der den höheren Preis rechtfertigen würde.

Über eine Executive Lounge verfügt das Haus nicht.

Ein besonderes Feature für Gäste mit Status ist der morgendliche Kaffee oder Teeservice. Mit dem abendlichen Turndown Service erhält man einen kleine Karte, aus der man verschiedene Teesorten oder Kaffee auswählen kann, der einem zu der gewünschten Zeit morgens frisch ins Zimmer gebracht wird. So kann man den Tag in Ruhe bei einem guten frischen Tee starten oder in der Ruhe des Zimmers bei einem Tee schon einige Dinge am Schreibtisch erledigen.

Food & Beverage

Das Frühstück wird im „The Lounge“ serviert, in der Woche zwischen 06:30 und 10:30, am Wochenende zwischen 06:30 und 11:00 Uhr.
Das Frühstücksbuffet ist auf mehrere Bereiche aufgeteilt. Es gibt frisches Brot und Brötchen sowie Croissant und Pastries, verschiedene Sorten von Müsli, Cornflakes, Bircher Müsli, Joghurt sowie Obst und Obstsalat. Warme Gerichte gibt es gleichfalls, zudem werden Waffeln, Omelette und Spiegelei auf Wunsch frisch zubereitet, diese Gerichte sind aus einer Karte ersichtlich, die auf dem Tisch liegt. Auch frischer Käse, Aufschnitt, Lachs und natürlich verschiedenen Sorten von Marmelade werden angeboten. Säfte werden entweder gebracht oder können am Buffet geholt werden, Kaffee wie auch Tee (loser Tee) wird von den Servicemitarbeitern gebracht. Die Auswahl am Buffet ist dabei eher klein, dafür werden die Produkte aber schnell aufgefüllt, so daß immer garantiert ist, daß die Produkte frisch sind und nicht lange liegen. Der Service ist dabei sehr aufmerksam und nicht aufdringlich. Sowohl was das Buffet angeht als auch was das Abräumen von benutztem Geschirr angeht.

Außerhalb dieser Zeiten ist „The Lounge“ Cafe und Restaurant zugleich, daß bis 01:00 Uhr bzw. am Wochenende bis 02:00 Uhr Getränke, kleine und große Gerichte und auch Süßspeisen serviert.

Wie nicht anders zu erwarten verfügt auch das Park Hyatt Zürich über ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnetes Restaurant. Dem modernen Design des Hotels folgend ist das Restaurant „parkhuus“ modern eingerichtet, dabei aber nicht ungemütlich. Es verfügt über offene Showküche und eine verglaste Weinbibliothek, die auch als separater Raum für besondere Anlässe reserviert werden kann. Die Gerichte sind mit viel Phantasie verarbeitet und von ausgesprochen guter Qualität, wobei vor allem lokale Produkte verwendet werden und auch traditionelle Gerichte neu und mitunter interessant interpretiert werden. So ist die im Holzofen gebratene Bauernbratwurst oder das schmackhafte Kotelett mit Bratkartoffeln, Knoblauch, Zwiebeln und Speck hier genauso zu finden wie Fischgerichte. Die Karte wechselt häufig und ist saisonal immer aktuell, d.h. wenn die Zutaten nicht frisch zu beziehen sind, da nicht Saison ist, dann werden diese Gerichte auch nicht angeboten.
Der Sommelier verfügt über einen ausgezeichneten Sachverstand und die Weinkarte ist international, hat aber auch Schweizer Weine, wobei ich den Schwerpunkt eher auf Italien legen würde. Der Servicecrew ist unaufdringlich aufmerksam. Allerdings hat das Essen hier seinen Preis, denn unter 100 CHF / Person wird man dieses Restaurant abends eher nicht verlassen, mittags geht es günstiger. Ich bin aber der Auffassung, daß es das wert ist, möchte aber nicht verschweigen, daß man in Zürich natürlich günstiger essen kann.
Geöffnet ist das “parkhuus” in der Woche von 11:30 bis 14:30 Uhr für Lunch und von 18:00 bis 23:00 für Abendessen, samstags ist es nur abends geöffnet und am Sonntag geschlossen.

Daneben gibt es noch die „Onyx Bar“, „The Lounge“ mit Schweizer Spezialitäten und Snacks und das „Café Z“, das auch als Deli fungiert und zwischen 07:00 und 19:00 Uhr bzw. am Wochenende 18:00 Uhr geöffnet ist und die wohl günstigste Alternative darstellt im Hotel zu essen. Hier gibt es morgens auch Frühstück à la carte und Snacks und kleine Gerichte.
Auch für diese Restaurants gilt der Service ist gut und aufmerksam, aber nicht aufdringlich, aber es ist nicht ganz billig hier einzukehren.

Preise

Es ist nicht ganz günstig im Park Hyatt zu nächtige und unter 450 CHF habe ich hier nur sehr selten eine Verfügbarkeit von Zimmern gesehen, Preise um die 700 CHF sind da schon sehr viel realistischer. Specials gibt es nur selten, denn Zürich ist nach wie vor eine gefragte Stadt und das Hotel gehört mit zu den besten, die Zürich zu bieten hat. Alternativen gibt es, aber diese sind entweder eher Boutiquehotels, wie z.B. das „Widder“, die mehr den Privatreisenden im Blick haben, liegen wie das Dolder etwas außerhalb oder sind nicht ganz so modern.
Die Kosten für Valetparking liegen bei 30 CHF für 24 Stunden.
Auch die Nebenkosten haben im Park Hyatt natürlich ihren Preis.
Soweit möglich versuche ich im Park Hyatt Zürich Freinächte einzulösen.

Fazit

Es ist ein Tophotel bei dem fast alles stimmt, vermissen kann man allenfalls den Pool. Aber darüber hinaus hat man nicht wirklich viel zu kritisieren. Der Service ist diskret und aufmerksam, das Personal reserviert freundlich aber zuvorkommend und das „übersehen“ beim Check In sollte zwar eigentlich nie passieren, war aber bislang ein einmaliger Ausrutscher.
Die Zimmer sind modern und großzügig, aber nicht riesig. Sie bestechen durch zahlreiche kleine Detail, wie die natürliche Lüftung durch einen Belüftungsschacht, der aber nicht nur für eine ruhigere Nacht bei frischer Luft sorgt sondern auch verhindert, daß Fliegen ins Zimmer gelangen. Die zentralen Schalter für die Beleuchtung des Zimmers am Bett sowie ein eigener Rasierspiegel in der Dusche sind kleine Details, die das Lebe einfacher machen und an die man sich genauso schnell gewöhnen kann, wie die genialen Bang & Olufsen Fernseher, die sich zur Fernbedienung drehen – auch wenn ich diese Geräte bereits bei meinen Eltern kennen und lieben gelernt habe. Die Ausstattung und das Ambiente sind top, das Design gelungen und hochwertig und die Qualität der Ausstattung eine willkommene Abwechslung vom leider auch bei anderen hochpreisigeren Ketten gelegentlich anzutreffenden typischen Hotelzimmermobiliar.
Gereinigte Kopfhörer im Gym sind weitere Details, die das gute vom Tophotel unterscheiden und nicht einmal so schwer umzusetzen sind und zudem auch hygienischer.
Auch kulinarisch bietet das Hotel einiges, so daß man sich hier in Zürich in einem modernen Ambiente verwöhnen lassen kann. Schade nur, daß die Preise so sind, daß diese doch meist über dem liegen, was ich bereit bin auszugeben. Aber ab und an muß man sich diesen Luxus einfach leisten, ein wenige Belohnung hat man verdient und da ist das Park Hyatt nach wie vor ein gerne besuchtes Hotel.

Bilder

für Park Hyatt, Zürich
Standardzimmer
Standardzimmer, neben dem Fenster die 'Belüftungstür'
von KlJa KlJa
Standardzimmer

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Kommentare

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  • duderally 11.01.2012 23:01
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh, sehr guter Bericht

  • RIESENFUSS 10.12.2011 06:18
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Anbei die angedrohte Wäsche. Ciao Thorsten

  • RIESENFUSS 07.12.2011 22:28
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Die Bettwäsche auf dem Bild sieht nicht frisch ausich komme demnächst mit frischer Wäsche. Ciao Thorsten

  • ciao2002 28.11.2011 08:45
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Naala 26.11.2011 13:24
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH ;)

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