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Panorama-Camping Salzburg... wir kommen wieder!
Pro Neue sanitäre Anlage | verkehrsgünstig und stadtnah gelegen
Kontra Kleine Stellplätze | wenig Wasseranschlüsse
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Panoramacamping Stadtblick – Salzburg
Im Mai 2010 verbrachten wir ein paar Tage in Salzburg. Im Vorfeld hatte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Campingplatz gemacht. In meinem Campingführer waren zwei stadtnahe Plätze verzeichnet. Wir entschieden uns für den Campingplatz „Panoramacamping Stadtblick“.
| Warum dieser?
Uns fiel die Wahl nicht leicht. Was schließlich den Ausschlag gab, warum wir uns gerade für diesen Platz entschieden, weiß ich gar nicht mehr genau. Wir hatten uns die Fotos auf den beiden Camping-Internetseiten angesehen und uns dann spontan für diesen entschieden. Eine Rolle spielte vielleicht auch die Verkehrsanbindung. Wir hatten den Eindruck, dass der Panoramacampingplatz über eine gute Busverbindung in die Innenstadt verfügt und das war uns wichtig. In der Nähe der Autobahn liegen beide, weshalb wir bei beiden Plätzen mit Lärmbelästigungen rechnen mussten.
Wir waren etwas irritiert, weil der Campingplatz im Internet unter dem Namen „Panoramacamping“ gelistet war, vor Ort aber „Stadtblick“ hieß und in diversen Prospekten mit „Panoramacamping Rauchenbichel“ betitelt war. So richtig schlau wurden wir nicht daraus. Da sollten die Betreiber unbedingt eine klare Linie schaffen.
| Lage
Die Lage ist für einen Salzburg-Besuch perfekt. Der Campingplatz befindet sich kurz hinter der Autobahnabfahrt und am Rande Salzburgs. Trotzdem ist es hier sehr ruhig, weil der Platz von landwirtschaftlich genutzten Wiesen umgeben ist. Zur Bushaltestelle läuft man ca. 5-10 Minuten einen kleinen Hang hinunter. Abends muss man diesen „kleinen Hügel“ aber wieder - mit vom Sightseeing müden Beinen – hochlaufen :-o
Um mit dem Bus in die Stadt zu kommen, muss man die Linie 3 ins Zentrum nehmen. Diese fährt alle 10 Minuten. Hier empfiehlt es sich, ein 24-, 48- oder 72-Std.-Ticket zu kaufen, mit dem man nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel benützen, sondern auch viele interessante Sehenswürdigkeiten besichtigen kann. Das 72-Std.-Ticket lohnt sich, wenn man z.B. mit der Standseilbahn zur Hohen Salzburg hinauf fährt und diese besichtigt, eine Schifffahrt auf der Salzach macht, mit dem Mönchsberglift fährt und die Katakomben besucht. Alles, was man darüber hinaus anschauen möchte (z.B. Schloss Hellbrunn, Mozarthaus und Mozart-Geburtshaus etc.) ist also ein zusätzliches Schmankerl. Ein normales Bustagesticket kostet übrigens etwas mehr als 4.- EUR, was man ebenfalls in seine Planung mit einrechnen muss.
| Platzgestaltung
Der kleine Campingplatz erstreckt sich über zwei Ebenen, auf denen die ca. 70 Stellplätze verteilt sind. Die Stellflächen sind nicht parzelliert. Die Fahrzeuge stehen eng beieinander und in der Hauptsaison wird es hier sehr eng werden. Ich bin sicher, dann bekommt man hier ohne Vorbestellung keinen Platz mehr. Wenn man vor seinem Wohnwagen ein Vorzelt oder ein Sonnendach aufbaut, hat der Pkw kaum noch Platz. Dann kann es passieren, dass man sich irgendwo auf dem Platz oder vor dem Restaurant noch eine Parklücke fürs Auto suchen muss.
Stromanschlüsse liegen relativ nahe. Man muss aber trotzdem mit einer Entfernung von ca. drei Wagenlängen rechnen. Aber ein Verlängerungskabel hat man heutzutage sowieso meist dabei. Wasseranschlüsse gibt es auf dem Platz nur wenige. Wir haben uns einen Anschluss mit ungefähr zehn anderen Campern teilen müssen. Einer der Camper war der Meinung, er könnte dort seine Zuleitung anschließen, was natürlich für uns andere zehn Camper inakzeptabel war. Schließlich wollten wir dort auch unser Frischwasser holen und dafür nicht extra zur Waschanlage laufen müssen. Wir waren dann immer so frei und haben seinen Schlauch abgenommen, wenn wir Wasser holen wollten. Irgendwann hat er es dann aufgegeben, seinen Schlauch immer wieder anzuschließen und hat ihn wieder eingepackt.
Der Platz ist kaum beschattet. Ein paar kleine Bäume bieten nur wenig Sonnenschutz. Ein Sonnendach oder –Schirm ist im heißen Sommer sicherlich nötig.
| Sanitäre Anlage
Die sanitäre Anlage wurde 2009 neu errichtet und ist deshalb in einem sehr guten Zustand. Hier fühlt man sich wirklich wohl. Die Toilettenkabinen sind angenehm groß und es steht ausreichend Toilettenpapier zur Verfügung. Im Vorraum gibt es zwei hübsche Waschbecken inkl. Flüssigseife und leistungsstarkem Handtrockner.
An den separaten Waschbecken (außerhalb der Duschkabinen) gibt es angenehm große Spiegel, aber leider keine Haken, an denen man das Handtuch aufhängen kann. Ich fand etwas abseits ein Haken, der aber zu abgelegen lag. Ich möchte mein Handtuch direkt neben meinem Waschbecken hängen können. Es gibt einen Haartrockner, was ich sehr praktisch finde. Leider ist dieser nicht sehr leistungsstark und man braucht schon eine ganze Weile bis das laue Lüftchen die Haare trocknet.
Die sanitäre Anlage ist gut beleuchtet. Etwas störend fand ich allerdings den Zeitschalter. Nach einer Weile ging das Licht automatisch aus und man stand plötzlich im Dunkeln. Aber ich kann die Hintergründe natürlich verstehen. Diese Schalter sind energiesparend – sie senken Kosten und schonen die Umwelt, was ich wiederum gut finde. Schrecklich fand ich allerdings die schweren Türen, die krachend ins Schloss fielen. Es war unmöglich, die Türen leise zuzuziehen. Gerade nachts hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich auf die Toilette musste und das Gefühl hatte, dadurch das ganze Haus aufzuwecken.
| Spülraum
Der Spülraum ist mit drei Becken ausgestattet, die während unseres Aufenthalts ausreichten. In der Hauptsaison, so denke ich, wird es hier zu Engpässen kommen. Das Wasser ist ausreichend warm und die Wasserhähne sind angenehm hoch angebracht, so dass die Spülschüssel gut darunter passt.
| Restaurant
Das Restaurant hat zwischen Mitte Mai und bis Anfang Oktober geöffnet. Es ist sehr gemütlich eingerichtet und hat auch eine Terrasse, auf der man im Sommer unter Sonnenschirmen sitzen kann. Wir sind dort nur einmal eingekehrt – es hat sich nicht anders ergeben. Wir haben Kaiserschmarren gegessen und dazu einen Cappuccino getrunken. Beides war sehr lecker. Die Preise sind in Ordnung – das Preisleistungsverhältnis stimmt.
| Spielplatz etc.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht darauf geachtet habe, ob es auf dem Campingplatz Spielmöglichkeiten für Kinder gibt. Da wir selbst keine Kinder haben und die meisten Campinggäste während unseres Aufenthalts auch nicht, habe ich nicht darauf geachtet.
| Preise
Im Mai haben wir für zwei Personen und einen Stellplatz inkl. Strom, Wasser etc. 26.- EUR pro Nacht bezahlt. Das ist ein guter Preis.
In diesem Sinne… Gedanken sind frei… Eure Dotti
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