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Pro Sehenswerter Ort und Museum
Kontra Etwas abseits der Touristenwege
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
1492 -oder die Anfänge zur Entdeckung von Amerika.
Heute möchte ich von einem kleinen Ausflug nach "Palos de la Frontera" berichten. Ein winziges Fischer-Städtchen in Andalusien,nahe Huelva.
Nach Palos de la Fronteira kommt man eigentlich nur mit dem Auto. Es gibt keine Zugverbindung,und wenn man mit dem Bus dorthin möchte,muss man in Huelva in einen Nahverkehrsbus umsteigen. Doch das alles ist ziemlich umständlich.
Ein Mietauto oder der eigene Wagen sind wohl am besten geeignet. Schliesslich bleibt man ja nicht nur im Ort Palos, man sollte auch noch etwas weiter zum nahe gelegenen Kloster La Rabida (Herberge des Kolumbus) fahren.
Palos de la Frontera gilt als die Wiege der Entdeckung Amerikas, denn dort legten die drei Karavellen des Kolumbus, im August 1492, ab.
Monate später sollten sie dann am weit entfernten, unbekannten, amerikanischen Kontinent anlegen.
Im Ort Palos de la Frontera erinnert noch einiges an das Abenteuer der Entdeckung Amerikas.
So wurden z.B. in einem kleinen Monolith die Namen der sechzig Seemänner aus Palos, die auf Kolumbus Schiffen angeheuert hatten, eingraviert. Dieser Stein befindet sich gegenüber dem Mudejar-Portal der im 14. Jahrhundert erbauten San-Jorge-Kirche.
In der Hauptstraße des Städtchens stößt man auf das restaurierte Haus der Familie Pinzon,deren Brüder an der Entdeckungsreise teilnahmen.
Hier im Privatmuseum von Franzisco Martin Pinzon findet man alte nautische Instrumente, Gemälde und Karten, die mit der Entdeckung Amerikas in Zusammenhang standen.
Außerhalb der Stadt findet man noch einen unter Denkmalschutz stehenden Mudejar-Brunnen, aus dem Kolumbus den Wasservorrat für seine lange Reise schöpfte.
Nach knapp 3 km kommt erreicht man die Abzweigung zum Kloster La Rabida, das ein bisschen erhöht über dem Rio Tinto liegt.
Von hier oben hat man einen schönen Ausblick auf den Fluss,auf das am Horizont liegende Meer und auf die Grossstadt Huelva,die auf der anderen Seite des Flusses schemenhaft zu erkennen ist.Das Kloster liegt umgeben von Palmen strahlendweiss im Sonnenlicht.
Ein kleine Gebühr wird fällig,dann steht man im Innern des Klosters. Will man einen Audioführer haben,der über das Kloster und dessen Rolle im Leben des Kolumbus berichtet,muss man seinen Ausweis hinterlegen.Alle Innenräume sind mit grosser Sorgfalt renoviert worden. Die kleinen Schlaf-Kammern,die damals den Mönchen und Kolumbus dienten, sind nur mit einfachen Stühlen,Tisch und einem Bett ausgerüstet.
Hier in einem dieser Räume nächtigte einst Christoph Kolumbus, etwa um1486. Laut Zeugnissen war er dort mit seinem Sohn Diego.
Hier erörterte er mit den Franziskanermönchen seine Pläne,Indien und den Fernen Osten anzusteuern.
Bevor Kolumbus im Kloster La Rabida Aufnahme fand,war er mit seinen Plänen beim Königspaar Isabel und Ferdinand gescheitert.
Der Franziskanerpater Juan Perez überzeugt aber die Königin Isabel von Kolumbus Reise-Plänen, so dass sie ihre ablehnende Meinung bezüglich Kolumbus Vorhabens aufgab. Kolumbus konnte die geplante Reise beginnen.
Der Seefahrer und Entdecker Amerikas Christoph Kolumbus wurde zwischen August und Oktober im Jahr 1451 geboren.
Gestorben ist er starb am 20. Mai 1506 in Valladolid (Nord-Spanien), vereinsamt und verbittert.
Die genaue Herkunft des Seefahrers ist nicht bekannt. Man vermutet aber, dass er aus Genua (Italien) stammte.
Bei seinen Entdeckungsfahrten landete Christoph Kolumbus irrtümlich in der Karibik und entdeckte so Amerika. Da er dachte, es handelte sich um Inseln Indiens, nannte er sie Westindische Inseln.
Man kommt durch einen lichtdurchfluteten Innenhof,der von einem Kreuzgang umgeben ist. Ein Ort der Stille,der einen unweigerlich zum Nachdenken und Träumen verleitet.
Wer jemals den Film 1492 mit Gerard Depardieu als Kolumbus gesehen hat,der hat vielleicht eine Vorstellung davon, welche Gedanken einem durch den Kopf schiessen,an solch einem historischen Ort. Man verbindet den Schauspieler mit dem Original. Grösse und Aussehen waren ähnlich.Hier im Schatten des Innenhofs, umgeben von duftenden Pflanzen hat Kolumbus vielleicht einst gesessen. Genau hier wo man sich jetzt gerade befindet. Das ist schon beeindruckend!
Christoph Kolumbus ist ja kein Unbekannter. Jeder kennt diesen Mann aus den Seefahrer-Geschichten. Schon in der Grundschule wird von ihm erzählt.
Nun steht man hier im Kreuzgang,und plötzlich ist man ein Teil seiner imposanten Geschichte...wenn auch nur im Geiste.
Wieder draussen,laufen wir zurück zum Parkplatz.
Wir machen noch einen Abstecher zum Karavellen-Kai. Es ist nur eine kurze Fahrt durch einen schönen Palmen-Boulevard.
Abwechselnd links und rechts der Strasse kann man verschiedene,etwa 1,5m grosse Scheiben stehen sehen. Auf ihnen befinden sich Motive der Azteken und anderer lateinamerikanischer Ureinwohner. Farben und Gesichter in allen Variationen, dominiert werden diese Scheiben aber von der Farbe Gold.
Gold war damals ja die begehrte Ware...
Dass sich diese Riesen-Teller in der Nähe der nachgebauten Schiffe befinden hat sicher einen symbolischen Charakter.
Rechts neben dem zum Museum gehörenden Parkplatz steht ein neuerbautes Freilicht-Theater.
Hier werden u.a. Stücke aus der Zeit der Entdeckungen aufführt. Leider gab es zur Zeit unseres Besuchs keine Aufführungen. Es war Frühjahr.
Wahrscheinlich beginnen die Veranstaltungen erst in den Sommermonaten, wo der Zulauf an Touristen sicher grösser sein wird,und wo es abends nicht mehr so kalt ist.
Es ist in den südlichen Ländern üblich,dass alle Veranstaltungen erst spät am Abend beginnen. Da sind die Temperaturen besser zu ertragen.
Ein paar Euro Eintrittsgeld wird man auch hier los. Doch es lohnt sich zu bezahlen.
Wer will, kann die drei Karavellen betreten, sich an Deck umsehen und auch mal unter Deck nachschauen, mit welcher Ausrüstung man früher die Welt umrundete.
Im Schiffsbauch stehen Wasserfässer und Lebensmittelkisten. Lebensgrosse Puppen, die die Besatzung darstellen,erzeugen eine realistische Atmosphäre.
Man hält es nicht für möglich dass die Schiffe derart klein waren.
Sie besaßen nur eine Länge zwischen 15 bis 30 Metern. 20 bis 30 Mann Besatzung hatte eine Karavelle. Von Seefahrerromantik ist da sicher nicht viel zu spüren.
Schlafen musste die Besatzung oben an Deck oder unter Deck in Hängematten, nur der Kapitän hatte ein richtiges Bett. Bei heftigem Wellengang wurde schon mal der eine oder andere Mann über die Reling hinweggespült.
Zwischen den drei Karavellen gibt es Verbindungsstege. So kann man alle Schiffe nacheinander betreten,ohne an Land zu müssen. Die Karavellen dümpeln in einem künstlich angelegten See.
Um den See herum befinden sich nachgebaute Siedlungen von verschiedenen Indio-Stämmen. Man muss sich Die Zeit nehmen,um alles in Ruhe anzuschauen.Solche Eindrücke hatten die Eroberer als sie den Neuen Kontinent betraten.
Ein kleines mexikanisches Dorf ist die Endstation durch diese Zeitreise.Hier auf diesem Museumsgelände hat man sich wirklich viel Mühe gegeben.
Alle Besucher waren beeindruckt,das konnte man sehen.
Am Ausgang befindet sich ein Souvenir-Shop. Hier werden alle interessanten Motive des Aussengländes auf Postkarten angeboten.
Wer irgendwann zu diesen Orten fahren möchte darf keinesfalls seinen Fotoapparat vergessen. Es gibt hier unzählige Motive zu fotografieren.
In Moguer gibt es noch ein paar sehenswerte Sakralbauwerke:
**die Kirche Nuestra Senora de la Granada aus dem 18. Jahrhundert,
Sollte man nach diesem anstrengenden Tag Hunger bekommen haben,so kann man hier sehr gut Tapas essen gehen.
Das Essen schmeckte köstlich. Der Wirt war freundlich.
Die Speisen kreuzt man einfach auf einem Zettel an,dann gibt man den Zettel einem Kellner. Der bringt kurz darauf die angekreuzten Speisen auf kleinen Tellern an den Tisch.
Der Zettel wird später zur Kasse gebracht. Man bezahlt und bekommt noch einen Viagra als Dankeschön zum Abschied. Das ist zwar auch ein Stimmungsmacher, aber hier handelt es sich um einen leichten, selbstgemachten.... Hauswein mit Orangengeschmack.
Na dann...Saude!
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allisonbraun 16.10.2011 12:48
bh
quacky4321 14.10.2011 09:05
BH und LG
amitom 12.10.2011 17:50
Komplett vorgestellt. BH! VG Thomas
CiaoFonzie 29.09.2011 15:57
da will ich mit dem Mopped auch noch hin. LG Matthias
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Leider war ich noch nie an der Costa del Sol, LG BiIly