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Grüß Gott aus Wien !
Am letzten Tag unserer Armenienrundreise sollten wir noch ein sehr landestypisches Lokal kennenlernen. Das Our Village war ein armenisches Restaurant im Herzen von Yerewan. Es war im Untergeschoß gelegen und über eine überdachte Treppe erreichbar und somit nicht barrierefrei. Das Hinabsteigen bereitete den älteren Mitreisenden etwas Probleme.Das Lokal machte auf mich einen total rustikalen Eindruck. In einer Ecke stand ein alter Kofferplattenspieler auf einer Holzanrichte mit Vase, in einer anderen Nische war ein Herd untergebracht. Neben diesem waren ein großes Wagenrad, kleine Vase, Fässer und ein Rechen. An einer anderen Wand wurde ein schwerer Knüpfteppich aufgehängt vor dem vier Stühle standen.
In einer anderen Ecke hangen eine Zither und eine Mandoline. Für mich besonders spannend war die Wand mit Banknoten aus allen Herren Ländern. Sonst konnte man viele Bilder und Fotos an den restlichen Wänden betrachten. Von der Decke hing auch allerlei herunter. Einmal waren es über Holzbalken durchgeschlaufte Weinranken, dann eine ganze Amphore. Auch Seile, Fetzen, Paprikaschoten und Maiskolben komplettierten das ungewöhnlich-sympathische Design des Lokals.Dann kam die Kellnerin. Sie brachte uns allen prickelndes Mineral. Was alles kostete, kann ich nicht sagen. Wir hatten die Verpflegung bei der Reise mit dabei und sahen da auch nie eine Speisekarte. Die Messer und Gabeln sowie Löffel waren auf einem Metallgestell aufgehängt. Jeder konnte sich am Tisch das gewünschte herunternehmen. Die Teller waren aus unglasiertem Ton, die Trinkbecher auch. Das fand ich fast zu urtümlich.
Als Vorspeise kam ein Teller mit strahlenförmig angerichteten Melanzanistreifen und eine Käseplatte mit 3 verschiedenen Sorten. In der Mitte war eine Schale mit Reibkäse. Ein Korb mit weiß- und Schwarzbrot folgte. Des weiteren gab es eine längliche Tonschale mit Tomaten und Gurken, sowie einen Pott mit einem Gemüsemix, der vorzüglich mundete. Ich vergaß zu sagen, dass wir zu zehnt an einem langen Holztisch saßen. Es gab auch kleiner Tische, wo bereits einheimische Bevölkerung saß.Über meinem Kopf hing noch ein Blumenkorb. Dann kam die Hauptspeise. Grobes , gekochtes Rindfleisch mit Kartoffeln, das nicht so appetitlich aussah. Da mir Rindfleisch auch immer in den Zahnzwischenräumen hängenbleibt, habe ich nur die Kartoffeln genommen.
Nachdem niemand die einzigartige Tunke mit den Roten Rüben wollte, habe ich die mit Brot aufgegessen und das Fleisch den anderen überlassen. Die Nachspeise bestand, wie in Armenien üblich aus Obst. Da lagen unreife Ringlotten und zweierlei Äpfelsorten.Das Restaurant hat mir sehr gut gefallen, da das Ambiente total anders war. Das Essen würde ich als ziemlich bis sehr gut einstufen, wobei mir die Kaltspeisen am besten gemundet haben. Wer etwas anderes sehen will und abends auch Folklore erleben will, kann gerne im Our Village vorbeischauen.
danke fürs LesenCelles
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nicki28 07.05.2012 19:33
esposa1969 17.02.2012 16:31
t.schlumpf 16.02.2012 15:06
presscorpse 14.02.2012 20:45
Elke008 01.02.2012 16:29