Home > Reisen > Europa > Österreich > weitere Städte in Österreich > weitere Reiseberichte & Tipps zu Österreich > Österreich, Reiseerlebnisse > Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht

für Österreich, Reiseerlebnisse
Nächsten Bericht ansehen "Hochgebirgstour in den..."
5 Sterne Wien - Hauptstadt Österreichs - Wien Bericht Teil 2 Bericht mit Bildern
146 von 146 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro kann ich auch für Familien mit Kinder sehr empfehlen

Kontra keine

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

adibu64 Seit 8 Okt 2010

Ich hab meinen ersten Brilli - freu freu freu und danke an alle, die mich dabei unterstützt haben mehr

24 Mitglieder vertrauen mir

Wie bereits angekündigt, folgt mein Fortsetzungsbericht zu „Wien ist anders“. Mein Vorhaben bestand darin, dass noch weitere Berichte folgen. Aufgrund der Rubrikeinvorgaben (kann nur einen Testbericht pro Rubrik schreiben), gibt es nur mehr diesen Bericht. Dieser wird daher etwas länger ausfallen, aber dennoch noch nicht vollständig sein. Über Sehenswürdigkeiten und Unterhaltungsmöglichkeiten in Wien gibt’s sicher vieles mehr zu berichten, ich muss mich diesbezüglich etwas einschränken. Der Erste Teil meines Berichtes führt zur „Dritte Mann Tour“ in den Untergrund Wiens.


Die „Dritte Mann Tour“
***********************

Worum was geht es bei der Tour ?
----------------------------------------​----

In Zusammenarbeit mit dem Regisseur Carol Reed und dem Schriftsteller Graham Green entstand in den Nachkriegsjahren der britische Spielfilm „Der dritte Mann“. Die Handlung spielt in den Nachkriegsjahren in Wien, wo der von korrupten Banden kontrollierte Schwarzmarkthandel blüht. Wer sich gegen diese Banden auflehnt, landet in der Donau.
Der amerikanische Western-Autor Holly Martins wird von seinem Freund Harry Lime nach Wien eingeladen. Als Martins in Wien ankommt, erfährt er, dass sein Freund angeblich bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sei. Bei der Beerdigung erzählt ihm der britischen Major Calloway, dass sein Freund Lime ein übler Schieber gewesen sei. Martins stellt eigene Nachforschungen zum Tod seines Freundes an, worauf man Schläger auf ihn ansetzt. Eines Abends in einem dunklen Hauseingang bemerkte Martins einen Schatten. Als die Person ins Licht trat, erkannte er ihn als seinen Freund Harry Lime. Da Lime mit gestohlenem Penicillin, das zur Erhöhung der Gewinnspanne gestreckt wurde handelte, wurde Martins von dem britischen Major als Lockvogel überredet. Er sollte Lime von der sowjetischen Besatzungszone in die internationale Zone locken, damit er dann verhaftet werden kann. Als Lime zu einem Treffen in das gewählte Kaffeehaus kommt, flieht er sofort. Es kommt dann zu einer filmisch sehr eindrucksvoll inszenierten Verfolgungsjagd durch das weitverzweigte Kanalsystem Wiens. Bei einem Ausstiegsschacht wird Lime von seinem Freund Martins erschossen.

Darsteller: Joseph Cotton, Orson Welles, Alida Valli, Trevor Howard, Paul Hörbiger uva

Filmmusik: eine besondere Rolle spielte die von Anton Karas komponierte und auf seiner Zither gespielte Filmmusik, welche unter dem „Harry-Leime-Thema“ weltbekannt wurde.
Der Film wurde 1947 im noch teilweise durch den 2. Weltkrieg zerstörten Wien gedreht. Es werden in dem Film die dunklen Seiten der Kriegsruinen, der Kanalisation, aber auch die Innenstadt, der Zentralfriedhof und Wiener Wahrzeichen wie das Riesenrad gezeigt.

Die „Dritte Mann Tour“ führt die Besucher an den Drehort in die Tiefen der Kanalisation.


Informationen des Veranstalters:
----------------------------------------​---

Die Führungen werden von Mai bis Oktober, immer Donnerstag bis Sonntag in der Zeit zwischen 10.00 Uhr und 21.00 Uhr zu jeder vollen Stunde angeboten. Kinder unter 12 Jahren dürfen an der Führung nicht teilnehmen.

Der Kartenverkauf erfolgt an der Kassa beim Karlsplatz-Esperantopark und können nur gegen Barzahlung gekauft werden. Der Eintrittspreis inkl. Führung beträgt pro Person 7,-- Euro.
In den Sommermonaten ist es auf jeden Fall ratsam, die Karten telefonisch (Montag bis Freitag, von 07.30 Uhr bis 15.30 Uhr unter der TelNr +43 1 4000-3033) oder im Internet unter www.drittenmanntour.at zu reservieren. Die reservierten Karten müssen bis spätestens 20 Minuten vor Beginn der Führung an der Kassa abgeholt werden, ansonst erlischt die Reservierung.
Die Tour kann aufgrund der Witterung in abgeänderter oder verkürzter Form stattfinden oder kann sogar infolge starker Regenfalls wegen einer Überflutungsgefahr kurzfristig ganz abgesagt werden.
Die Begehung der Kanalisation erfolgt dann auf freiwillige Basis und auf eigene Gefahr. Es dürfen nur Personen in guter körperlicher Verfassung teilnehmen. Aufgrund der Infektionsgefahr in der Kanalisation dürfen Personen mit erhöhten Infektionsrisiko (z.B. durch offene Wunden) nicht teilnehmen.

Anreise:
----------

Wir haben die „Dritte Mann Tour“ einige Tage zuvor im Internet gebucht und darüber ein Bestätigungmail vom Veranstalter erhalten. Diese Mail mit dem Bestätigungscode haben wir ausgedruckt und dann mitgenommen.
Da die Tour in den Untergrund Wiens führte, haben wir trotz der sommerlichen Temperaturen von über 30 Grand, ordentlich festes Schuhwerk und lange Hosen angezogen. Eine alte Regenjacke wurde dann auch noch in den Rucksack gepackt.
Die Anreise erfolgte wie schon bei den anderen Ausflügen wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sind wir wie schon zuvor, mit der U-Bahn-Linie U6 in Wien-Siebenhirten losgefahren. Der Umstieg auf die Linie U4 erfolgte dann wieder in der Längenfeldgasse. Nach nur vier Stationen sind wir dann beim Karlsplatz ausgestiegen.
Die U-Bahn-Station haben wir dann beim Ausgang Resselpark verlassen und nach dem Ausgang nach rechts in Richtung Esperantopark gegangen. Nach ca 100 m trafen wir dann bei der Kassa noch rechtzeitig ein. Dort haben unser Bestätigungsmail vorgewiesen und die Eintrittskarten bezahlt. Wir mussten dann aber noch eine gute halbe Stunde auf den Beginn der Führung warten.


Die Führung:
-----------------

Der Einstieg in den Kanal erfolgt durch einen in der Nähe befindlichen Sternendeckel, wo bereits einige Besucher warteten. Pünktlich um 11.00 Uhr kam ein Mitarbeiter der Magistratsabteilung 30 der Stadt Wien und begrüßte uns freundlich mit den typischen Wiener Schmäh. Nachdem er uns kurz einige Sicherheitshinweise und Informationen zum Film erzählt hat, begann der Abstieg in die Kanalisation. Unter dem geöffneten Sternendeckel führte eine Wendeltreppe ca 7 m in die Tiefe. Es dauerte dann schon einige Zeit, bis alle Besuche, es werden so an die 20 Personen, die enge Treppe hinuntergestiegen waren. Unten angekommen, war von den Außentemperaturen nichts mehr zu merken. Hier unten herrschten für einen heißen Sommertag sehr angenehme Temperaturen, aber der Geruch hier unten war äußerst gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Sache.

Bevor wir die Tour antraten, hatten wir uns ausgemacht, wer werden die im Kanalsystem gesehenen Ratten zählen. Da wurden wir aber sehr enttäuscht. In weiter Ferne konnten wir geradeeinmal zwei Ratten ausmachen. Ich glaube durch den Gesprächslärm der Besucher haben alle Ratten die Flucht ergriffen. Laut unserem Kanalführer sei Wien einer der saubersten Städte, wonach auf jeden Bewohner nur 2 Ratten kommen. In Paris zum Beispiel kommt auf jeden Bewohner 6 bis 7 Ratten.
Die Tour führte dann auf gut beleuchteten und befestigten Stegen durch das Kanalsystem. Der Kanalführer erzählte dann, dass das Wiener Kanalnetz rund 2300 Kilometer lang sei und ca 250 Mitarbeiter täglich 15 Tonnen Ablagerungen (alles was halt die Menschen in die Toilette werfen, was da nicht hinein gehört) aus dem Kanal entfernen. Ohne diese Arbeit würde das Abwasser nicht ungehindert fließen können und es zu Staubildungen kommen.
Nach einiger Zeit kamen wir zu einem Überlaufbecken, wo unser Führer erklärte, in diesem Raum rutschte Orson Welles alias Harry Lime von der Kanalisation in den unterirdisch geführten Wienfluss, um seine Verfolger abzuschütteln. Dabei erzählte er noch, dass bei den Dreharbeiten aber die stinkende Brühe im Kanalsystem durch sauberes Wasser ersetzt wurde.
Dazu möchte ich noch angeben, dass ich vor vielen Jahren den Film gesehen habe und die Röhren und Kammern im Film riesiger als in der Realität erscheinen. Durch geschickte Kameraeinstellungen wurden diese Effekte erziehlt.
Interrasant war dann noch als wir zum Ottakringerbach-Kanal kamen. Der Ottakringerbach fließt gänzlich unterirdisch und hat eine andere Färbung als die anderen Bäche Wiens. Die Färbung erhält er, da die Ottakringer Brauerei ihre Maischbottiche auswäscht und das Abwasser durch den Ottakringerbach in das Kanalsystem eingeleitet wird. Im Film endet hier die Verfolgungsjagd und Harry Lime wird von seinem Freund Martins erschossen.


Fazit:
------

Wem der Geruch nicht stört, der erfährt bei dieser Tour viel Interessantes über das Kanalsystem von Wien, aber auch über den Film „Der dritte Mann“ und deren Dreharbeiten. Ich kann jedem mit unempfindlicher Nase diese Tour nur empfehlen.

Der Prater:
***********

Beim Wiener Prater handelt es sich um eine sehr weitläufige Parkanlage die von Jedermann frei zugänglich ist und zu großen Teilen aus Aulandschaften besteht. Wenn man aber vom „Wiener Prater“ spricht, meinen die Meisten den „Wurstelprater“ mit seinen zahlreichen Fahrgeschäften und Spielhallen.

Zur Geschichte des Praters:
-------------------------------------

Im Jahre 1194 schenkte der Babenberger Herzog Friedrich I. von Österreich der Adelsfamilie De Parto das Augebiet. Diese Familie nannte sich später Prater und stritt dann noch bis 1329 um die Besitzrechte der nach ihr genannten Au.
Im Jahre 1564 übernahm Kaiser Maximilian II. die Regierungsgeschäfte. Als Jäger und Jagdfreund wollte er in nächster Nähe seiner Residenz, zu seinem Vergnügen ein Jagdgebiet haben, weshalb er große Teile des Praters einzäunen ließ und so einen kaiserlichen Forst einrichtete.
Im Jahre 1592 erließ Kaiser Rudolf II. ein Verbot, wonach niemand ohne Willen des kaiserlichen Forstknechtes in der Au gehen, fahren, reiten, hetzen, jagen oder fischen darf. Erst unter Kaiser Karl VI wurde diese Verbot wieder gelockert, wonach der hohe Adel die Au betreten durfte.
Am 1. Mai 1603 eröffnete Michael Ainther im Bereich des heutigen Pratersterns auf Stadtgut ein Wirtshaus. Schon im Sommer desselben Jahres musste das Lokal vergrößert werden, wobei auch eine Kegelbahn zur Unterhaltung der Wiener angelegt wurde. Für die Kinder wurden einfache Holzbuden als Puppentheater errichtet, an denen der lustige Hanswurst eine Hauptrolle spielte. Danach wurde die Örtlichkeit „Wurstelprater“ genannt.
Im Jahre 1766 bestimmte Kaiser Joseph II. die Au zu einem allgemeinen Belustigungsort und gestattete den Sparziergang in den Sommermonaten bis zum Sonnenuntergang für jedermann. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden die Einlassgitter geschlossen.
Im Jahre 1775 ließ Joseph II. die Gitter niederreißen und der Prater war somit zu jeder Jahres- und Tageszeit zugänglich. Gleich nach dieser allgemeinen Öffnung wurde die Kastanienallee zum Tummelplatz der besseren Gesellschaft, nach und nach wurden dort Kaffeehäuser angelegt. Bald darauf wurden eine Reihe von kleinen Vergnügungsbetrieben (Karuselle, Schiessbuden, Imbiss-Stände) zur Unterhaltung des Volkes eingerichtet.
Mit Ende de 18. Jahrhunderts wurden volksbildnerische Einrichtungen (Theater, Wachsfigurenkabinett und Menschenmuseum) gebaut. Sensationen im alten Prater waren Abnormitätenshows, bei denen Liliputaner, Haarmenschen, siamesische Zwillinge, abnorme Gestalten usw zu sehen waren.
Im Jahre 1844 ließ der in Triest geborene Calafati das erste Eisenbahnkarusell bauen.
In den Jahren 1895 - 97 wurde vermutlich der erste Themenpark der Welt „Venedig in Wien“ errichtet. Die Lagunenmetropole als Kulissenstadt wurde auf der Kaiserwiese des Praters mit Wasserkanälen erschaffen, gesäumt von Schaustellerbuden und anderen Vergnügungsmöglichkeiten. Das Wiener Wahrzeichen Riesenrad ist das einzige Überbleibsel aus dieser Zeit.
Im Jahre 1933 wurde die weltweit erste Geisterbahn von Friedrich Holzdorfer in Betrieb genommen.


Anreise:
-----------

Die Anreise erfolgt diesmal nicht mit der Wiener U-Bahn, sondern mit der Schnellbahn. Wir sind daher mit dem Auto bis zum Bahnhof Wien-Liesing gefahren, wo die Parkplatzsuche in der näheren Umgebung sich schwieriger zeigte, als in Siebenhirten. Aber nach einiger Zeit konnten wir doch einen etwas vom Bahnhof abseits gelegenen Parkplatz finden. Nach einen 5minütigen Fußmarsch haben wir den Bahnhof Wien-Liesing erreicht. Aber auch hier gibt es in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof eine Park & Ride Anlage, wo ein Tagesticket 3,-- Euro kostet.
Vom Bahnhof Wien-Liesing sind wir dann mit der Schnellbahn, die unter Tage so ca alle 5 bis 10 Minuten fährt in Richtung Bahnhof Wien-Praterstern gefahren. Nach einer knappen halben Stunde sind wir dann am Zielort angekommen. Der Bahnhof Wien-Praterstern wurde im Zuge der Fußballeuropameisterschaft EURO-08 umgebaut und macht daher einen äußerst sauberen und modernen Eindruck. Bei der Einfahrt in den Bahnhof war bereits aus der Entfernung das Riesenrad zu sehen, weshalb wir dann auch sofort die Richtung zum Prater wussten. Im Bahnhof selbst ist der Weg zum Prater gut gekennzeichnet und wir haben da nicht lange suchen müssen. Unmittelbar nach dem Bahnhof muss dann noch eine sehr stark befahrene Straße (zum Glück gibt es hier eine Ampelregelung) überquert werden.

Hat man den Bahnhof auf der richtigen Seite verlassen, bedarf es keinen Wegweiser, da einem das Riesenrad den Zugang zum Prater deutlich zeigt.


Der Wurstelprater:
------------------------

Wer den Prater betritt, kommt zuerst auf einen runden Platz der von einem Gebäudekomplex umringt ist. Die Gebäude sind im Baustil ein Mix aus Jugendstil, Hundertwasser und Disneyland. In diesem Gebäudekomplex befindet sich die Information, Kaffeehäuser und Souviniershops. In der Mitte des runden Platzes befindet sich eine Bronzefigur des „Luftikus“. Rechts von diesem Platz sieht man in voller Größe das Riesenrad ein bekanntes Wahrzeichen Wiens. Von dem Platz führen dann verschiedene Wege weg, an deren Seiten die verschiedensten Fahrgeschäfte, Spielhallen, Schießbuden, Imbissstände usw angesiedelt sind. Der Wurstelprater ist im Prinzip ein ständiger Jahrmarkt mit seinen Fahrgeschäften und den lauten Getröne von Musik und Lautsprecherdurchsagen.
Der Eintritt in den Wurstelprater ist frei. Die Preise für die Attraktionen variieren zwischen 1,- und 10,- Euro. Die meisten Fahrgeschäfte haben in der Zeit von 10.00 Uhr bis 01.00 Uhr geöffnet. Mann muss aber bedenken, dass viele Hauptattraktionen erst gegen Mittag oder auch am frühen Nachmittag ihre Pforten öffnen.

Unser erster Weg führte uns aber gleich zum altehrwürdigen Riesenrad.


Riesenrad:
--------------

Es wurde 1897 erbaut, hat eine Höhe von 64,75 m, Durchmesser des Rades 60,96 m und ein Gewicht von 430 t. Ursprünglich befanden sich an dem Riesenrad insgesamt 30 Gondeln, aber Wegen der Brandschäden des Krieges ging man nach 1945 davon aus, dass die Stabilität des Riesenrads gelitten habe. Daher wurden nur noch 15 der 30 Waggons wieder eingehängt.

Öffnungszeiten:

1. Sep. – 30. September 2010 09:00 – 22:45 Uhr
1. Okt. – 31. Oktober 2010 10:00 – 21:45 Uhr
1. Nov. – 31. Dezember 2010 10:00 – 19:45 Uhr
während Weihnachtsmarkt 10:00 – 21:45 Uhr
1. Jän. – 28. Februar 2011 10:00 – 19:45 Uhr
1. März – 30. April 2011 10:00 – 21:45 Uhr
1. Mai – 30. September 2011 09:00 – 23:45 Uhr

Geschlossen/Revionsarbeiten: 10. – 21. Jänner 2011

Eintrittspreise:

Erwachsene Euro 8,50
mit WIEN-Karte Euro 7,50
Gruppen (ab 10 Personen) pro Person Euro 8,00
Kinder bis 3 Jahre GRATIS
Kinder ab 3 Jahre bis 14 Jahre Euro 3,50
Familienkarten 2 Erwachsene + 2 Kinder bis 14 Jahre Euro 21,00
2 Erwachsene + 3 Kinder bis 14 Jahre Euro 22,00
LehrerInnen mit Gruppe und Begleitpersonen Euro 4,50
SchülerInnengruppe (bis 14 Jahre) pro Person Euro 2,50
SchülerInnengruppe (ab 14 Jahren) pro Person Euro 5,00
Kindergartengruppen (pro Kind) Euro 1,00
Studenten Euro 7,50
Rollstuhlfahrer Euro 4,50

Wir haben dann für ein Familienticket 21,-- Euro bezahlt und sind die leicht ansteigende Zugangsrampe hinaufgegangen. Diese ist relativ breit und gut begehbar ausgeführt. Bevor wir in eine Gondel einsteigen konnten, mussten wir das Eintreffen der nächsten Gondel abwarten. Es hat aber nicht lange gedauert, da kam auch schon eine Gondel zum Stillstand. Nachdem die darin befindlichen Fahrgäste ausgestiegen waren, wurden wir eingelassen. Da der Andrang an diesem Tag nicht allzu groß war, befanden sich ca 10 Personen in unserer Gondel. In der Mitte der Gondel befindet sich eine Holzbank, wo man auch im Sitzen einen guten Ausblick aus den Fenstern der Gondel hat und sich doch bei der Fahrt ausrasten kann. Gemächlich setzte sich die Gondel in Bewegung und langsam stiegen wir mit ihr in die Höhe. Immer wieder hielt aber das Riesenrad kurz an, da die nächstfolgenden Gondeln mit den Besuchern besetzt wurden. Oben angekommen, war der Blick über Wien einfach überwältigend. Man hatte einen faszinierenden Überblick über das gesamte Pratergelände. Da konnten wir Anhaltspunkte über den Besuch der nächsten Fahrgeschäfte machen. Aber auch der Blick auf die Stadt Wien war einfach unbeschreiblich. Von weiten konnte man den Stephansdom, die UNO-City, den Donauturm, aber auch das nahegelegene Fußballstation sehen. Es war fast zu schaden, als die Gondel ihre Fahrt nach unten wieder fortsetzte. Nach einer Zeit von ca 20 Minuten war der Ausflug über den Dächern von Wien leider wieder vorbei. Der wundervollen Ausblick über Wien und die Fahrt mit einem über 100 Jahre alten Riesenrad hat sich auf jeden Fall gelohnt, wodurch der Fahrpreis auch gerechtfertigt ist.
Unser nächstes Ziel war dann die Wildalpenbahn, da unser Kinder diese von Oben gleich auserkoren haben.

Wildalpenbahn:
---------------------

Hier handelt es sich um ein Fahrgeschäft der neuersten Generation. Mit einem 9sitzigen Raftingboot fährt man eine spiralenförmig angelegte Wasserrutsche hinunter. Der Fahrpreis von 3,50 Euro war gerade nicht billig, aber meinen beiden Kindern wollten diese Bahn einfach ausprobieren. Da die Kinder entschieden hatten, wurden die Tickets bei der Kassa gekauft. Dann ging es zu Fuß durch einen Tunnel des künstlich angelegten Berges zur Einstiegstation. In einem Wasserkanal befanden sich mehrere rundliche Raftingboote, wo wir über einen Steg eingestiegen waren. Als es losging, wurde das Boot zu einem Lift gebracht, welcher uns in die Höhe zum Ausgangpunkt der Bahn brachte. Oben angekommen, wird das Boot geneigt und es gleitet in die Wasserbahn, ähnlich einer Wasserrutsch im Schwimmbad, aber nur viel größer. In den ersten Sekunden waren wir von der Fahrt etwas enttäuscht, da das Boot nur gemächlich die Bahn hinuntergleitete. Aber es dauerte nur einen Augenblick, das Boot wurde immer schneller und begann sich zu drehen. Drehend flitzten wir durch die spiralenförmige Bahn. Am Ende befindet sich noch ein kleine Splash, wo es einem schon ganz schön aushebt und man ein leichtes Unwohlgefühl in der Magengegend verspürt. Bei diesem Splash (Sprung) werden die Insassen fotografiert, wonach man bei der Kassa das Foto um 5,- Euro kaufen kann. Ganz am Ende der Bahn werden die Insassen des Bootes noch mit Wasser bespritzt. An einem heißen Sommertag, eine angenehme Abkühlung. Meine Kinder waren von der Fahrt so begeistert, dass sie natürlich gleich noch mal fahren wollten. Sie sind dann noch 3 mal gefahren, bis es zur nächsten Attraktion ging.

Star Flyer:
-------------

Unser nächster Besuch führte uns zum weltgrößten Kettenkarussell den Star Flyer. Der Star Flyer kann die Fahrgäste vor- oder rückwärts drehen und dabei mit drei Meter pro Sekunde hinauf oder hinunter fahren. Ganz oben, in 68 Meter Höhe, schwingen die Sessel bei 70 km/h etwa 45 Grad nach außen.
Bei dem Fahrgeschäft angekommen, haben wir uns erst einmal nach dem Fahrpreis erkundigt, welche mit 4,- Euro dann doch nicht so teuer war. Bei unserem Eintreffen befanden sich die an den Ketten befestigten Sitzkörbe gerade unten und die Mutigen stiegen ein. Bevor wir uns für einen Fahrt entscheiden wollten haben wir uns das Ganze mal angesehen. Nachdem alle Plätze besetzt waren, begann sich der Stay Flyer langsam zu drehen und die drehenden Körbe wurden nach oben in schwindelerregende Höhe gezogen. Das Geschrei der Fahrgäste wurde immer lauter. In ca 60 m Höhe drehte sich das Karussell in rasanten Tempo und die Körbe mit den Fahrgästen wurde nach Außen geschleudert. Blitzschnell wurden die drehenden Fahrgäste wie im freien Fall abgesenkt und dann wieder nach oben gezogen. Mir wurde auf jeden Fall schon beim Zuschauen schlecht, weshalb ich auf eine Fahrt mit dem Star Flyer verzichtete. Meine beiden Kinder wurden dann auch immer leiser und wollten auch nicht fahren. Der Star Flyer ist auf jeden Fall etwas für Mutige ohne Höhenangst.
Meine Kinder haben sich dann doch für die gemütlicheren Fahrgeschäfte wie Autodrome, Kartbahn und Geisterbahn entschieden. Neben vielen Attraktionen für Mutige wie Boomerang, Discovery, Space-Shot, Tornado usw befinden sich übliche Jahrmarksfahrgeschäfte im Prater. Bei den verschiedensten Fahrgeschäften werden je nach Attraktion und Nervenkitzel zwischen 2,- und 3,- Euro Eintritt verlangt. Wenn man sich länger Zeit mit zwei Kindern im Prater aufhält, geht dass dann ganz schön ins Geld.


Foto Anno 1900:
---------------------

Dann haben wir einen kleinen Stand entdeckt, an den wir einfach nicht vorbeigehen konnten. Hier konnte man sich in alten Klamotten und Uniformen aus der Zeit um die Jahrhundertwende fotografieren lassen. Ein Foto kostete 19,-- Euro, was zwar gerade nicht billig war, aber für eine solch einmalige Erinnerung es sich schon lohnte.
In einem kleinen Fundus konnte man sich passende Kleidung aussuchen und gleich vor Ort überziehen. Bei den herrschenden sommerlichen Temperaturen kam wir dann bald ordentlich ins Schwitzen. Anschließend wurden wir von der Fotografien, wie zu Großmutters Zeiten positioniert und das Foto geschossen. Da die Aufnahme mit einer Digitalkamera erfolgte, erhielten wir nach wenigen Minuten das ausgedruckte Foto. Da es wirklich toll aussah und wir begeistert waren, bezahlten wir die 19,- Euro gerne. Zu dem Foto kann man sich vor Ort gleich den passenden Rahmen aussuchen, jedoch sind diese sehr teuer, weshalb wir darauf verzichteten. In diesem Shop entstand auch das Foto meines Profilbildes.

Schweizer Haus:
----------------------

Nun hat uns aber schön langsam der Hunger gepackt und wir suchten uns ein passendes Restaurante. Im Prater sorgen unzählige Lokale mit Wiener Küche, aber auch Imbissstände für das leibliche Wohl der Besucher. Berühmt im Prater ist jedoch das Schweizer Haus und die angebotenen Stelzen, was wir unbedingt ausprobieren wollten. Daher haben wir uns auf die Suche nach dem Schweizerhaus gemacht und auch bald gefunden.
Das Schweizerhaus hat einen sehr großen wunderschönen Gastgarten der für ca 300 Gästen Platz bietet. Es herrschte ein reger Betrieb und der Gastgarten war fast voll besetzt. Wir konnten dann doch noch einen Tisch finden und ergattern. Kurz nachdem wir an dem Tisch Platz nahmen, kam auch schon ein Kellner und brachte uns die Speisekarte. Als wir in die Karte sahen, waren wir über die Preise dann doch sehr überrascht. Ein Portion Schweinsstelze kostete dann 15,80 Euro und das Bier dazu 3,80 Euro. Wir haben uns dann nur eine Stelze bestellt. Meine Kinder wollten ja nur Pommes haben. Da der Gastgarten voll ausgelastet war, haben wir uns doch auf eine längere Wartezeit eingestellt. Zu unserer Überraschung kamen kurz nach der Bestellung auch schon die Getränke und nach ca 10 Minuten unser Essen. Die Stelze hat dann aber vorzüglich geschmeckt. Bezahlt haben wir dann knapp 30,-- Euro für eine Stelze, vier Getränke und zwei Portionen Pommes.


Liliputbahn:
---------------

Vom Essen müde und etwas Gehfaul, haben wir eine gemütliche Fahrt mit der Liliputbahn geplant. Die Fahrt kostet für Erwachsene 3,50 Euro und für Kinder 2,20 Euro. Die Strecke der Liliputbahn führt vom Gelände des Wurstelpraters über einen kleinen Auwald bis zum Fußballstation und hat eine Länge von ca 4 km. Die Fahrt dauerte dann ca 20 Minuten, wo wir uns einwenig Ausrasten und die Landschaft genießen konnten. Die Liliputbahn wird von alten Dampflocks oder Diesellocks gezogen. Die Dampflocks kommen aber nicht mehr so oft zum Einsatz, weshalb wir mit einer Diesellock gezogen wurden. Die Waggons sind offen und man steigt bei jeder Sitzbank direkt ein. Gegen starke Sonnenstrahlung aber auch bei Regen schützt eine Überdachung. Nach der Fahrt hatten die Kinder noch bei den verschiedensten Fahrgeschäften des Praters ihren Spaß, wonach wir sehr Müde wieder die Heimreise antraten.


Kurzes Fazit:
----------------

Der Prater bietet mit seinen unzähligen Fahrgeschäften Unterhaltung für die ganze Familie. Für die ganz Kleinen gibt es Märchenbahnen, kleine Schaukel, aber auch abgeschlossene Bereiche mit verschiedenen Themen einfach zum Austoben. Für etwas älter Kinder gibt es dann Geisterbahnen, Spiegelkabinett, Hinternisbahnen, Rutschen, Hochschaubahnen, Karussell usw. Für die ganz Mutigen stehen viele Attraktionen mit Nervenkitzel zur Verfügung. Durch die vielen Lokale im Praterbereich ist auch für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt.
Was man auf jeden Fall in den Prater mitnehmen muss, ist eine dicke Brieftasche, denn die Euros rinnen hier einem einfach durch die Finger.


Donauturm:
*************

Der Donauturm ist mit 252 m das höchste Bauwerk in Österreich und ein Wahrzeichen Wiens. Er wurde in den Jahren 1962 bis 1964 zur Wiener Internationalen Gartenschau errichtet. Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung war der Donauturm Europas höchster Stahlbetonturm, indem sich zur damaligen Zeit der schnellste Aufzug mit 6,10 m/s (etwa 22 km/h) in Europa befand. In 35 Sekunden befördert der Aufzug bis zu 15 Personen in das in 165 m befindliche Zentralgeschoss. In einer Höhe von 150 m befindet sich eine Aussichtsplattform und in 160 m ein Restaurant auf einer Drehbühne, wodurch dieses in 26, 39 oder 52 Minuten eine Umdrehung vollführt. Im Inneren des Turmes befindet sich eine Treppe mit 779 Stufen und 60 Podesten. Das Treppenhaus ist aber nur während des jährlich stattfindenden Donauturm-Laufes oder in Notfällen zugänglich.

Anreise:
----------

Die Anreise erfolgte wie beim Besuch des Praters, jedoch sind wir bei der Bahnstation Praterstern auf die U-Bahnlinie U1 umgestiegen und bis zur U-Bahnstation VIC / Kaisermühlen gefahren. Von dort führt dann die Autobus Linie 20B bis zum Donauturm.


Öffnungszeiten und Ticketpreise:
----------------------------------------​----

Aussichtsterrasse & Liftzeiten:

Montag - Sonntag 10:00 - 24:00 Uhr
Letzte Auffahrt um 23:30 Uhr

Restaurant:
Montag - Sonntag
11:30 - 15:00 Uhr und 18:00 - 24:00 Uhr

Cafe:
Montag - Sonntag 10:00 - 24:00 Uhr
Durchgehend geöffnet!
Liftkarte für Erwachsene: 6,90 Euro
Liftkarte für Kinder: 4,90 Euro

Im Eingangsbereich des Donauturms befindet sich der Kassenbereich mit angeschlossenen Souvenirshop. Die Tickets kann man hier Bar, mit Bankomat- oder Kreditkarte bezahlen. Anschließend geht man durch einen gläsernen Gang zu den Liften. Hier muss man dann auf den nächsten Lift waren. Die Liftkabine ist mit einem Liftführer besetzt, der die Gäste freundlich begrüßt und auch einige Informationen über den Donauturm und den Liften gibt. Bei der Auffahrt selbst merkt man die rasante Geschwindigkeit nur, indem es einen die Ohren verschlägt. Nach 35 Sekunden hält der Lift im Zentralgeschoss, wo man sich für die Treppen nach Oben oder nach Unten entscheiden kann. Wir wollte natürlich sofort zur Aussichtsterrasse und sind die Treppe nach unten gegangen, wo wir in einen runden mit Glaswänden umgebenen Raum kamen. Von diesem Raum hatten wir schon einen tollen Ausblick auf die Stadt Wien. Durch mehrere Türen kann man dann den Außenbereich der Aussichtsterrasse betreten. Hier pfeift einem der Wind schon ordentlich um die Ohren, aber der Ausblick ist einfach gigantisch. Der Blick führt hier über die Stadt Wien, wo Fixpunkte, wie der Stephansdom, der Milleniumtower, die Donau usw deutlich zu erkennen sind. Die Aussichtsplattform ist im Außenbereich durch eine Betonmauer und darüber befindlichen Stahlgitter sehr gut abgesichert. Das Stahlgitter lässt aber auch einen direkten Blick auf den Fuß des Donauturms zu. Die da unten liegenden Häuser und Straßen, sowie die fahrenden Fahrzeuge wirken wie Spielzeug und die Menschen wie kleine Ameisen. Nur von Oben ist die Höhe des Donauturms mit allen Sinnen eindrucksvoll wahrzunehmen. Auf die Aussichtsplattform wurde seitlich ein Steg angebracht, der scheinbar in den Himmel führt. Von diesem Steg können sich Mutige mit einem Bangeeseil aus einer Höhe von 152 m fallen lassen. Für mich ist dass nichts, soviel Mut würde ich in meinem gesamten Leben nicht zusammen bekommen und hier hinunterspringen. Während unserer Anwesenheit wurden keine Sprünge durchgeführt. Der Nervenkitzel kostet 149,- Euro und wird nur an bestimmten Terminen angeboten und ist bei Jochen Schweizer Events GmbH buchbar. Wir sind lieber zum gemütlicheren Teil übergegangen und haben das Restaurant besucht.
Das Restaurant wird über eine Treppe in einer Höhe von ca 170 m erreicht. Es ist Kreisrund und über deren gläsernen Außenseiten hat man einen tollen Überblick auf die Stadt. Im Mittelteil befindet sich die Küche und die Bar, sowie der Treppenzugang. Alle Tische sind an der Außenseite aufgestellt, von wo die Gäste, während ihres Besuches die Aussicht genießen können. Bei unserem Besuch war in dem Restaurant nicht allzu viel los, weshalb es keine Probleme mit einem Tisch gab. Die Kinder haben sich jeder ein Eis und ich einen Kaffee bestellt und dabei die Rotation des Restaurants bemerkt. Das Restaurant dreht sich um die Turmröhre, wodurch sich von seinem Platz aus der Blick auf Wien immer wieder ändert und so bei längeren Verweilen ein gesamter Rundumblick ergibt. Bezahlt haben ich dann für das Ganze ca 10,- Euro, was gar nicht so schlimm war. Besonders lustig fanden meine Kinder, dass sich der Ausgang durch die Drehung des Restaurants immer wieder wo anders befindet und wir diesen erst einmal suchen mussten. Als wir nach dem Besuch des Donauturmes mit dem Lift untern wieder angekommen waren, haben wir uns den um den Turm befindlichen Donaupark angesehen.
Hier befindet sich die sogenannte Papstwiese, auf der anlässlich des Papstbesuches eine riesengroßes Kreuz aus Stahl aufgestellt wurde. Die Parkanlage wird liebevoll betreut und teilweise sind noch angelegten Gärten, Terrassen, Wege, Wasserläufe und Springbrunnen von der Internationalen Gartenschau erhalten. In einem Teil des Parks ist dann ein riesiger Spielplatz für Kinder jeden Alters angelegt, wobei die Bereiche für Kleinkinder und etwas älterer Kinder räumlich getrennt sind. Der Spielplatz ist komplett eingezäunt und man muss keine Angst haben, dass einem ein Kind verloren geht. Für die Eltern sind ausreichende Bänke zum Ausrasten vorhanden. Meine Kinder haben sich gleich auf den Spielplatz für ältere Kinder gestürzt. In diesem Bereich sind toller Klettereinrichtungen (zB ein glatte Stahlkugel, eine Art Karussell, Klettwände und noch vieles mehr) vorhanden, wo sich die Kinder richtig austoben konnten.

Fazit:
------

Der atemberaubende Ausblick vom Donauturm und die rasante Auffahrt mit dem Lift waren den Besuch auf jeden Fall wert. Ich kann daher jeden Wienbesucher diese Sehenswürdigkeit empfehlen.
Noch ein kleiner Tipp: Ein romantisches Abendessen am Donauturm mit seiner Liebsten mit Blick auf das nächtliche Wien ist sicherlich ein einmaliges Erlebnis. Hierzu ist aber eine Tischreservierung unbedingt erforderlich.


Minopolis – Die Stadt der Kinder
***********************************

Minopolis ist eine Stadt in Kindergröße, in der Kinder zwischen 4 und 12 Jahren viele verschiedene Berufe ausprobieren können. Auf einer Fläche von ca 6000 m² wurde ein Indoor-Themenpark mit 25 detailgetreuen Themenstationen errichtet und am 26. November 2005 eröffnet. Die Kinder können hier in die verschiedensten Berufe wie zB Müllabfuhr, Bank, Feuerwehr, Polizei, Bäckerei usw schlüpfen. In dieser Stadt regieren die Kinder!

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:
----------------------------------------​------

Der Themenpark ist Freitag, Samstag und Sonntag von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise: Kinder 15,-- Euro Erwachsene: 6,-- Euro


Anreise:
----------

Die Anreise erfolgte wie in den Prater oder zum Donauturm mit der Schnellbahn vom Bahnhof Wien-Liesing bis zum Bahnhof Praterstern. Hier stiegen wir in die U-Bahn-Linie U1 um und fuhren bis zur U-Bahnstation Donauinsel wo wir den Ausgang Hubertusdamm nahmen und einen Fußweg der Brücke in Richtung Kinderstadt nahmen. Beim Gebäude angekommen, ist im Außenbereich von Minopolis nicht viel zu erkennen. Man betritt das Gebäude, indem sich auch ein Kinoscenter befindet. Nachdem wir an dem Kinocenter vorbei waren, kamen wir zum Eingangsbereich der Kinderstadt.


Die Kinderstadt:
---------------------

An der beim Eingang befindlichen Kassa haben wir unsere Eintrittskarten gekauft und das Areal betreten. In der Kinderstadt gibt es eine eigene Währung die „Eurolinos“, wobei die Kinder beim Eintritt ihre Eurolinos an der Kassa erhalten und damit unterschiedliche Waren und Dienstleistungen erwerben können. Gehen die Eurolinos zur Neige, gilt es bei einem der zahlreichen Unternehmen einen Job zu finden und Geld zu verdienen. Bei der Jobsuche gibt es ein eigenes Arbeitsamt, welches den Kindern eine Arbeit vermittelt.
Im Eingangsbereich ist eine riesige Eisenbahn aufgebaut, wo die Kinder einsteigen und eine Reise unternehmen können. Natürlich müssen sie vorher die Fahrkarten dafür mit ihren Eurolinos erst bezahlen. Nachdem sie in den Zug eingestiegen sind, nehmen sie Platz und der Zug fährt ab. Durch Bahnhofs- und Zugsgeräusche und einer Videowall mit vorgeführter Zugsfahrt wird den Kindern eine tolle Reise geboten. Nach der kleinen Reise führte der nächste Weg zur Bank. Dort konnten die Kinder ihr eigenes Minopolis Bankkonto anlegen und ihre Eurolinios auf das Konto geben. Sie erhielten danach einen Kontoauszug und eine Bankomatkarte. Das eingerichtete Konto bleibt dann bis zum erreichen des 12 Lebenjahres vom Kind erhalten und kann bei jedem Eintritt in die Kinderstadt genutzt werden.

In der kleinen Stadt selbst sind Gassen die von sehr realistisch wirkenden Häuserfronten gesäumt sind angelegt. In den Häusern befinden sich dann die einzelnen Stationen. In den Gassen befinden sich alle Einrichtungen einer realen Stadt wie zB Parkbänke, Mistkübeln, Wegweiser usw.

Meine beiden Buben wollten wie anders zu erwarten, gleich als erstes zur Feuerwehr oder zu Polizeistation. Wir haben uns dann für die Feuerwehr entschieden.

Feuerwehr:
---------------

In einer kleinen Seitengasse befindet sich die Feuerwehrstation der Ministadt. Vor der Station stand ein kleines Feuerwehrauto auf dem ca 10 Kinder platz nehmen konnten. Die Kinder waren sofort von dem Feuerwehrauto begeistert und wollte sich davon gar nicht mehr trennen.
Bei der Feuerwehrstation wurden sie dann als Feuerwehrmänner eingekleidet und in die Arbeit eines Feuerwehrmannes unterrichtet. Es wurde ihnen auch die Aufgaben der Feuerwehr erklärt. Als plötzlich ein Feueralarm durch eine Sirene angekündigt wurde. Die Kinder musste zum Feuerwehrauto laufen und dieses rasch besteigen. Nachdem alle Kinder im Feuerwehrauto waren, fuhr ein Mitarbeiter der Kinderstadt mit lauter Sirene die Gasse bis zum simulierten Brand. Dort angekommen, mussten die Kinder die Feuerwehrschläuche verlegen und danach mit Wasser aus den Schläuchen den Brand löschen. Es durfte dabei jedes Kind einmal den Wasserschlauch betätigen und in das durch Lichteffekte simulierte Feuer spritzen. Nachdem der Brand gelöscht war, wurden die Schläuche wieder eingeholt und mit dem Feuerwehrauto zur Station zurückgefahren. Für den Einsatz erhalten die Kinder 20,- Eurolinos.


Krankenhaus:
------------------

Der nächste Weg führte uns zum Krankenhaus, wo die Kinder entweder in die Rolle des Arztes oder der Krankenschwester schlüpfen können. Auch hier werden sie wieder in die dementsprechende Arbeitskleidung eingekleidet. In einem Behandlungszimmer können sie dann die kleinen Patienten untersuchen, Verbände anlegen oder eine Säuglingsstation betreuen. Die Kinder haben aber auch die Möglichkeit eine Computertomografie oder Lungenröntgen zu simulieren. Ein Notruf von der Baustelle lässt die Kinder als mobile Ärzte durch die Stadt laufen und am Unfallort Erste Hilfe zu leisten. Für die Arbeit erhalten die Kinder einen Lohn von 20,- Eurolinos.


Polizei:
---------

Natürlich, welches Kind will nicht einmal Polizei spielen. Hier bekommen die Kinder eine Polizeiuniform und müssen knifflige Aufgaben lösen. Sie können sich entscheiden, ob sie auf der Polizeistation Dienst machen oder als Kriminalbeamter auf Verbrecherjagd gehen. Auf der Polizeistation nehmen sie dann Anzeigen und Notrufe entgegen. Als Kriminalbeamter bekommen sie ein Phantomfoto und müssen sich auf die Suche nach den Verbrecher machen. Auf dem Foto ist dann nur teilweise in Minopolismitarbeiter abgebildet und die Kinder müssen diesen in der Stadt suchen und eventuell verhaften. Als Streifenpolizisten gehen sie dann durch die Stadt und bieten ihre Hilfe an oder sorgen in der kleinen Stadt für Ordnung. Für diese Arbeit erhalten die Kinder ebenfalls 20,-- Eurolinos.


Müllabfuhr:
--------------

Hier werden Kinder mit der für Wien typischen orangen Arbeitskleidung der Müllabfuhr, sowie mit Schaufel und Besen ausgestattet und müssen für Ordnung in der Stadt sorgen. Mit einem kleinen Müllauto fahren sie dann durch die Stadt und entleeren die Mistkübel. Nachdem sie ihre Stadtrunde beendet haben, geht’s ab zur Recyclingstation, wo der Müll ordentlich getrennt und entsorgt wird. Auf dieser Station erfahren die Kinder vieles über Müllvermeidung und die richtige Entsorgung. Für ihre Arbeit erhalten sie dann wieder 20,-- Eurolinos auf ihr Konto.


Fernsehstudio:
--------------------

Hier kommen die Kinder in ein voll eingerichtetes Fernsehstudio von Super RTL. Es gibt hier eine Bühne mit Zuschauerrängen, Fernsehkameras, Beleuchtung und Tonstudio. Die Kinder werden dann auf ihren Auftritt in einer ca 90minütigen Unterrichtung vorbereitet. Die Kinder können sich für den jeweiligen Job in einem Fernsehstudio wie Kameramann, Beleuchter, Tonassistent, Nachrichten- oder Wettersprecher, aber auch als Star einer Show entscheiden. Nachdem alle Kinder in ihre Aufgaben eingewiesen wurden, geht die Show los. Das Publikum nimmt auf den Rängen platz und die Kinder machen Fernsehprogramm. Es werden dann Nachrichten gesprochen, das Wetter prognostiziert und eine kleine Musikshow mit Gesang und Tanz folgte. Da auch einige Kinder mit Talent dabei waren, wurde uns eine wirklich tolle Show geboten. Die Kinder hatten dabei richtigen Spaß und als Lohn wieder die 20,-- Eurolinos erhalten.


Bäckerei:
------------

In der Bäckerei können die Kinder ihre eigenen Mohnweckerl, Semmeln und andere leckere Sachen selber backen. Den Kindern wird gezeigt, die sie den Teig richtig kneten, damit das Weckerl auch richtig resch und gut wird. Nachdem die Kinder ihr Gebäck geformt und auf ein Backblech gelegt haben, geht’s ab ins Backrohr. Nach einigen Minuten ist dann ihr resches Semmerl fertig und kommt in den angrenzenden Backshop, wo die Kinder ihr Kunstwerk um 5,-- Eurolinos kaufen können. Für die Arbeit als Bäcker erhalten sie einen Lohn von wieder 20,-- Eurolinos.

In meinem Bericht sind nur die Stationen kurz beschrieben, die meinen Kinder besonders gut gefallen haben. Aber es gibt noch weitere Stationen, wie Baustelle mit eigenem Baukran, Elektromarkt, Fahrbereich des ÖAMTC, Fenstereinbau, Fitness Studio, Kanalarbeiter, Kunstakademie, Lebensmittelmarkt, Pizzeria, Ökobox, Reinigungstrupp, Sportmeile, Styling Studio und Zeitungsredaktion, wo die Kinder Eurolinos verdienen, aber auch ausgeben können.

Mein Fazit:
-------------

Minopolis ist eine gelungene Kinderstadt, wo den Kindern in verschiedenen Bereichen das Funktionieren des alltäglichen Lebens erklärt wird und sie in die verschiedensten Berufssparten hineinschnuppern können. Die Stadt wurde liebevoll eingerichtet und bietet totalen Unterhaltungsspaß für Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren. Für Eltern sind die leuchteten Augen ihre eigenen Kinder die Attraktion dieser kleinen Stadt. Trotz des heftigen Eintrittes von 15,- Euro pro Kindes kann ich nur jeden Empfehlen, diese Ministadt mit ihren Kindern zu besuchen. Ihre Kinder werden begeistert sein und nicht mehr wegwollen.


Abschluss:
************

Ich bin in diesem Bericht mehr auf die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen für Kinder eingegangen, da die Stadt Wien auch für die Kleinen einiges zu bieten hat. Natürlich gibt es noch unzählige Sehenswürdigkeiten die erwähnenswert währen und in meinem Bericht nicht vorkommen. Auch Familien mit Kindern kann ich die Stadt Wien nur empfehlen. Es sind fast alle Sehenswürdigkeiten leicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln stressfrei zu erreichen.

Wie lautet eine typisch Wiener Aussprache: Kommen Sie und schauen sie sich das an.


Bilder

für Österreich, Reiseerlebnisse
DSCN0868 - Österreich, Reiseerlebnisse
Österreich, Reiseerlebnisse
von adibu64 adibu64
DSCN0868 - Österreich, Reiseerlebnisse

Bewerten Sie diesen Erfahrungsbericht

Wie hilfreich ist dieser Bericht für Sie? Leitfaden zum Bewerten

Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors

Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

  • Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

  • Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.

Aktiviere die Funktion für negative Bewertungen

Kommentar schreiben

 Kommentar abgeben  Kommentar abgeben

JavaScript sollte aktiviert sein, um eine Bewertung oder einen Kommentar abgeben zu können.

Kommentare

Haben Sie eine Frage zu Österreich, Reiseerlebnisse? Frage stellen
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 30 | 1 - 5 von 149 Kommentaren
  • Fossibaer2002 07.03.2012 15:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • domiaustria22 02.03.2012 07:29
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh von mir

  • pinkdawn 21.06.2011 01:07
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    "Schau'n Sie sich das an" geht auf den berühmten Wiener Kabarettisten Karl Farkas zurück. Ich bin Wienerin und hab immer in Wien gelebt, hab aber von dir sehr viel Neues gelernt. In der Kinderstadt war ich noch nie, am Donauturm und im Schweizer Haus natürlich schon. Dort ist es übrigens üblich, sich eine Stelze zu teilen, weil einer allein so eine Riesenportion ja kaum essen kann. lg + bh Doris

  • wuzelduzel 19.06.2011 21:35
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH!!!

  • duderally 08.05.2011 18:06
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 30 | 1 - 5 von 149 Kommentaren

Mehr Berichte

für Österreich, Reiseerlebnisse