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Erfahrungsbericht

für Oman, Allgemeines
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4 Sterne Nemza* im Nordoman Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro ein exotisches Land reich an Naturschönheiten

Kontra red tape bei den Grenzkontrollen

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

*===Nemza=== ist der omanische Begriff für Österreicher, dies ist die Schilderung einer privaten Omanrundfahrt im Jänner 2012:

DXB

Unser Teddybär in der makellos weissen Dishdasha mit der Rayban im kurz geschorenen Haar ist das erste Mal am riesigen Flughafen in den Vereinigten Emiraten und telefoniert hektisch herum, weil er uns beide, seine Kundschaft, am Meeting Point nicht findet, er weiss noch nicht, dass ich auf seinen herumliegenden Papieren unseren Namen entdeckt habe. Als er leicht verzweifelt sein Gespräch mit der offenbar ignoranten Rezeptionistin unseres Transithotels vom Terminal 3 beendet hat, erlöse ich ihn von seiner Qual und stelle uns vor. Erleichtert setzt er sein freundlichstes Lächeln auf und vermeldet in gutem Englisch: "Hello, welcome to Oman(sic!), I am proud to show you around my country of birth, salaam aleikum..."
Hamed al H.

Auf der Fahrt nach Al Ain erzählt er von seiner Familie, der Vater war General von Sultan Qabus' Leibgarde, seine Mutter hat neben ihm, Hamed, noch ein Dutzend Geschwister geboren, wir tun entsprechend beeindruckt. Er ist 22, studiert noch Buchhaltung und fährt daneben im Auftrag eines staatlichen Büros Touristen wie uns im brandneuen geländegängigen Toyota Landcruiser durch seine dünnbesiedelte exotische Heimat zwischen dem "Leeren Viertel" der Sahara und den Gestaden am Indischen Ozean.

Am Grenzübergang Hafit erledigt er die langwierige Einreiseprozedur und beglückwünscht uns zu unserer Entscheidung, nach der Rundfahrt per Flugzeug in die an der Strasse von Hormuz liegende Enklave Musandam zu reisen, hätten wir dies auf dem Landweg gemacht, wären durch die Lage des Emirats Fujairah noch vier weitere Ein-und Ausreisestempel mit den entsprechenden Gebühren zu besorgen gewesen.
Die vierspurige, aber wenig befahrene Schnellstraße bringt uns nach Südosten, bei Ibri biegen wir in den Jebel Akhdar ab, um in Bat die Nekropolis zu besichtigen, die über 2500 Jahre alten bienenkorbförmigen Grabstätten einer untergegangen Kultur sind erst seit kurzem auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes, die Anfahrt erfolgt derzeit noch durch ein felsübersätes Wadi im Schritttempo.
Zurück auf der Strecke zum Etappenziel Nizwa stellen wir fest, dass aus den vier Spuren zwei geworden sind, umfangreiche Bauarbeiten lassen laut Hamed aber darauf schließen, dass die fehlenden 82 km heuer noch fertiggestellt werden sollen. Überhaupt verwundert die Qualität der Straßen: sie befinden sich in einem hervorragenden Zustand und die Fernstrecken sind noch dazu beleuchtet!
Nizwa

Unser Hotel in Nizwa ist das "Falaj Daris", es hat schöne, große Zimmer und in den zwei Höfen jeweils einen mit 25º gleich wie die Lufttemperatur warmen Pool. Abends essen wir in einem von Hamed empfohlenen Restaurant Shamsküche, die die kulinarischen Traditionen der Halbmondänder Libanon, Syrien und Jordanien vereint: es gibt pikant gewürzten Hummus mit im Ofen gebackenen Brotfladen, dann einen Grillteller mit Shwarmafleisch vom Lamm, Salat und als Getränk - klares Quellwasser aus dem nahen Tanouf. Wir essen nach Landessitte mit den Fingern und es schmeckt ausgezeichnet, als ich später für uns drei bezahle, staune ich über den sehr kulanten Preis von dreikommaachttausend - die omanische Währung Rial hat Tausendstel Baizas hinter dem Komma, das entspricht etwa acht Euro.

Grand Canyon und Ziegenmarkt

Tag 2 beginnen wir mit einer Zahnradbahnfahrt in die Huta-Tropfsteinhöhle, die Anlage ist brandneu und die Heimischen sind sehr stolz darauf. Wer die Adelsberger Grotte in Slowenien schon gesehen hat könnte sich den Besuch sparen, ich aber habe im angeschlossenen Museum große Augen gemacht als ich unter anderen geologischen Exponaten aus dem Tiroler Schwaz und der Steiermark Flussstein aus Bad Deutsch Altenburg entdeckte, dessen Steinbruch sehr nah meiner ostösterreichischen Heimat liegt .

Der Grand Canyon des Oman am Jebel Shams beeindruckt uns durch seine Tiefe, die sehr nah ans Vorbild am Colorado River herankommt. Wieder fahren wir in ein schottriges Flusstal ein, das Wadi Ghul, danach passieren wir auf dem Weg nach Al Hamra ausgedehnte Palmenoasen, die mit einem seit Urzeiten effektiven Kanalsystem bewässert werden.
Fort Jabrin ist der Schlusspunkt des Besichtigungsprogramms, dann sehen wir bei der Rückfahrt nach Nizwa noch die bröckelnde Stadtmauer von Bahla, dessen respektables Fort wird seit Jahren restauriert und ist trotz wiederholter Neueröffnungsankündigung noch immer nicht zu besichtigen.
Am Abend entführt uns Hamed in ein türkisches Lokal, das Adana Kebap von neuseeländischem (!) Lamm schmeckt vorzüglich, das Hendl meines liebend Weibes ist zwar gut gewürzt, aber viel zu trocken, dafür die Rechnung für uns drei genauso niedrig wie tags zuvor. Überhaupt ist das Essen in den heimischen Restaurants um 50 -80 Prozent billiger als in den Hotels, allerdings muss man sich mit Tee, Softdrinks oder Wasser begnügen, der Alkoholkonsum in den Hotelrestaurants ist nur Nichtmuslimen gestattet und dementsprechend teuer. Die Hygienestandards sind hoch, auch Salat kann bedenkenlos konsumiert werden.
Tag 3 beginnt früh am Markt von Nizwa. Jeden Freitag findet hier ein Ziegenmarkt statt und obwohl wir um acht Uhr erscheinen, sind die Parkplätze bereits rar, das illustre Treiben der Händler ist jedenfalls eine Show für sich. Auf einem kreisrunden Podest mit 10 Metern Durchmesser hat sich die Kundschaft versammelt, verkaufswillige Ziegenbesitzer führen oder tragen Tiere aller Altersklassen herum, wer Interesse bekundet, greift auf das Fell und erhält prompt einen Preisvorschlag zugerufen, dabei wird heftigst diskutiert und wild fuchtelnd die Qualität zwecks Preisnachlasses in Abrede gestellt, wir werden Zeugen eines teuren Deals, bei dem eine wertvolle schwarzfellige Bergziege um fast fünfhundert € den Besitzer wechselt, Hamed betont aber, dass Durchschnittsware nur etwa 100 € bringt.
Irgendwann verschwinden die Ziegenverkäufer und ein paar winzige Kälber werden angeboten, das Interesse der Kunden ist gleich null und schon löst sich der Tiermarkt in Minutenschnelle auf. Wir gehen die paar Meter zum Souk, bestaunen dort filigrane Silberarbeiten, die aus feinen Stoffen geschneiderten Gewänder der Abayas und Dishdashas, traditionelle Krummdolche und beschnüffeln neben Weihrauchkristallen die prallen Gewürzsäcke mit all ihren intensiven Düften des Morgenlandes. Wir kaufen reife Minibananen, die eine sehr dünne Schale haben, aber einen sensationellen Geschmack, gegen den United Fruits Produkte wie Schwester Chiquita ordentlich abstinken...

Im Jebel Akhdar

Einen Besuch des Forts von Nizwa absolvieren wir allein, Hamed trinkt derweil seinen heimischen Kaffe und schwatzt mit Bekannten. Danach geht es ein letztes Mal in die fantastische Bergwelt des Jebel Akhdar, wir fahren eine sehr steile und kurvenreiche Bergstraße, die, obwohl neu asphaltiert, nur mit Geländewagen befahren werden darf - als wir den Kontrollposten passieren, wird gerade ein Nissan SUV zurückgewiesen - bis auf das 2100 Meter hoch gelegene Saiq Plateau und genießen oben in frischer Brise wie weiland Charles & Diana den Traumblick auf die steilen Terrassenfelder des Wadi Bani Habib, Erinnerungen an die Reisterrassen von Bali oder Banaue werden dabei wach. Den Nachmittag entspannen wir am Pool des Hotels, abends spazieren wir ein paar hundert Meter zur Pizza Hut Filiale, es gibt Pasta & Lasagne, Wraps & Super Supreme, alles schmeckt wieder vorzüglich zum Quellwasser, aber langsam vermissen wir ein herzhaftes Krügel vom Fass bzw. einen fetten Shiraz als Begleiter.
Wahiba Wüste

Tag 4 führt nach Osten in die Wahiba Desert, einer relativ kleinen, aber wegen ihres feinpulvrigen Sandes bekannten Sicheldünenwüste etwa 150 km südlich von Muscat gelegen. Auf dem Weg dahin besuchen wir noch das Wadi Bani Khalid mit den berühmten Felsenpools, die von den Einheimischen in den sehr heißen Sommermonaten besonders gern aufgesucht werden.
Bevor wir uns auf die 34 Kilometer Piste begeben wird noch der Reifendruck um 0,2 bar reduziert, dann geht es abschnittsweise mit 90 kmh dahin, Hamed kann nun sein Fahrtalent unter Beweis stellen, das bei den jüngeren Omanis so beliebte Dunebashing beherrscht er aus dem Effeff, es geht auf und ab und seitwärts, mulmiges Gefühl kommt nicht auf, aber das Video davon, das ich mit meiner kompakten Panasonic mitfilme, vermittelt einen guten Eindruck dieses wilden Ritts...

Am 1000 Nights Desert Camp angekommen beziehen wir sofort das für diese entlegene Region überaus dekadente wie luxuriöse Sandhaus Nr. 2, nur eines von vier vorhandenen, der Rest der Besucher muss sich auf Pritschen in kargen Beduinenzelten mit Gemeinschaftstoilette zur Ruhe betten. Natürlich wird der Sonnenuntergang entsprechend zelebriert, die Allradler werden auf eine 120 Meter hohe Sanddüne gejagt, von der man einen weiten Blick gen Westen hat. Der stets heftig blasende Wind steuert nicht nur ein gratis Gesichtspeeling bei sondern gefährdet auch exponierte Linsen von Kameras und Brillengläser. Zurück ins Camp geht es vertikal die Düne hinunter, gebremst wird über das Getriebe und Hamed achtet dabei streng darauf keine allzu unkoordinierten Lenkbewegungen zu machen. Im Camp wird ab halbsieben heiße Suppe serviert, danach gibt es ein Hendl- und Lammfleischbuffet vom offenen Grill.
"Free WiFi" verkündet ein Schild in der Lounge, der Download hat zwar das Speedniveau der 90er Jahre, das ist aber wurscht, weil der Sternenhimmel so fantastisch ist wie weiland in der Namibwüste, eine Erlebnisschilderung davon findet sich im Round-the-World Bericht...
Über Sur nach Muscat

Tag 5 weckt uns mit einem prachtvollen Sonnenaufgang, den wir dank riesiger Panoramafenster direkt vom Bett aus bewundern dürfen, wir bereuen sofort, dass wir diesen zauberhaften Platz nur für eine Nacht gebucht haben.
Nach dem Erreichen der Asphaltstraße halten wir wieder beim Reifenschuster, wo die nun fehlenden Zehntel Reifendruck ergänzt werden. Nun sind wir auf dem Weg in die Hauptstadt Muscat, wobei wir erstmals auf dieser Rundreise den Indischen Ozean bei der Abfahrt nach Sur zu Gesicht bekommen. Hier steht die letzte Werft für die traditionelle Dhau, mit der die Omanis auf ihren Handelsreisen bis nach Sansibar und China gesegelt sind.

Nun geht es auf der Küstenautobahn bis zum Wadi Mayh, das wir als Abkürzung zum ausgedehnten "Shangri La" Resort benützen, es gibt hier in dieser Kleinstadt neben Privatresidenzen drei Hotelkomplexe, wir kommen im Al Husn (Schloss) Hotel unter, das eine fabelhafte Lage über einem schönen Sandstrand verfügt, der von wild zerklüfteten Felsformationen eingerahmt ist. Auf unserem Balkon trinken wir ein Bier zu Cashews und Salzmandeln aus der vollen Minibar, was ebenso inkludiert ist wie auch flottes WiFi, neueste Holly- und Bollywoodblockbuster für den Blu Ray, ein Vordinnerdrink mit omanischen Tapas zu arabischer Livemusik und noch etliche weitere Amenities, eine selten erlebte, aber umso erfreulichere Gästepolitik dieser im obersten Segment angesiedelten Hotelkette. Um dem Ganzen noch eins draufzusetzen bekommen wir im "Bait al Bahr" Restaurant am Strand herrliche Jakobsmuscheln und einen Seeteufel - nach einer Woche Lamm & Huhn eine willkommene Abwechslung. Die Preise sind klarer Weise wesentlich höher als an den Abenden zuvor, aber wenn ich die hier gebotene Qualität in Europa fordere, zahle ich kaum weniger.

Tag 6 und ein neuer Superlativ beim Frühstück im "Sultanah" Restaurant des Shangri La: wir bekommen gleich drei Smoothies um den Magen einzustimmen, die Omelette ist sowas von flaumig und der Patisseur des Hauses verdient für seine Kreationen ein Sonderlob, so lässt sich ein guter Tag beginnen.

In der Hauptstadt

Die Sultan Qabus Moschee in Muscat gehört gewiss zu den spektakulärsten Gebetshäusern der islamischen Welt, Marmor aus Indien dominiert, die Säulenverzierungen und der Riesenteppich sind noch eindrucksvoller als in der Zayed Moschee in Abu Dhabi, dazu kommt ein Riesenkronleuchter unter der Kuppel. Wir sind früh dran und haben dieses eindrucksvolle Gebäude für uns allein, als wir nachher zum Auto gehen bremsen sich gerade gezählte 20 Busse mit Kreuzfahrern der "Costa Favolosa" ein, dessen Restpublikum wir auch ein paar Minuten später im Souk treffen, das Warenangebot dort ist genau auf diese Klientel abgestimmt, daher nix wie weg und ins Naturhistorische Museum, wo wir wieder die einzigen Besucher sind. Noch ein kurzer Blick auf den "Weihrauchturm" und den Sultanspalast in Old Muscat, dann sind wir zu Mittag zurück im Hotel, nehmen Abschied von unserem Teddybären und genießen ein paar Stunden am pittoresken Strand, der Service überrascht erneut mit dicken Handtüchern, die auf bequem gepolsterte Liegen drapiert werden, einer Eisbox mit Gratisgetränken und einem kühlenden Gesichtsspray (!), bequem ist dazu der Shuttledienst im E-Cart, der uns den steilen Anstieg zum Al Husn abnimmt.
Abends speisen wir im "Capri Court", wo ein veritabler Sizilianer aus Cefalu kocht, Risotto con Porcini, Lasagne und Pasta mit Verdure schmecken wie bei Mamma, ein Pinot Noir aus der neuseeländischen Marlborough Region begleitet das gute Essen, die passenden italienischen Weine waren wie so oft viel zu teuer.
Im Flieger nach Musandam

Tag 7 sieht uns in einer ATR-42 der Oman Air nach Khasab, dem Zentrum der Musandam Region, an der gerade wieder politisch brisanten Straße von Hormuz, am Vortag ist der amerikanische Flugzeugträger "Abraham Lincoln" mit einer Eskorte aus dem Indischen Ozean in den Golf eingelaufen. Wir checken im "Golden Tulip" ein, am frühen Nachmittag unternehmen wir eine "Safari" im Konvoi, die wohl besser Hochgebirgsarchäologietour benannt werden sollte. Dabei geht es zuerst mit den schon bekannten Allradlern von Toyota zum Aussichtspunkt Sall Ala. Von da oben haben wir einen fantastischen Blick auf die weit verzweigte Halbinsel und die dahinter liegende Meerenge, wo ein vollbeladener Supertanker nach dem anderen den Golf verlässt, um seine heikle Fracht weltweit an Raffinerien abzuliefern. Bevor wir auf gut gepflegten Pisten vom Meeresniveau bis auf fast 1700 Meter Seehöhe kurven, besichtigen wir noch eine aus unbehauenen Steinen gefertigte Wohnstätte aus dem Frühmittelalter. 400 Meter unter dem Gipfel des 2078 Meter hohen Jebel Harim beginnt eine militärische Sperrzone wegen des da oben installierten Überwachungsradars, wir marschieren aber in eine Gegend, wo fossile Funde gemacht wurden, auch den Fußabdruck eines Velociraptors kann man hervorragend erkennen, zuletzt sehen wir noch Felsmalereien, die einen Reiter und eine tanzende Gruppe zeigen. Es ist saukalt da oben, die Temperatur von den 23° in Khasab auf nur 5° gefallen, sodass sofort nach der Heimkehr eine heiße Dusche fällig ist, abends essen wir im Hotel.

Fjordfahrt in der Dhau

Tag 8 bringt eine Exkursion in einer Dhau in den 17 km tiefen und verwinkelten Westfjord. Als wir vom Hafen in Khasab ablegen, liegt schon wieder derselbe Riesenpott der Costa Line am Kai, wir befürchten daher schon wieder mit den Massen die Naturschönheiten teilen zu müssen, doch zum Glück verfügt man hier nur über wenige Dhaus für diese Fjordtour, sodass die sonst so einsamen Buchten nicht eben überlaufen erscheinen, lediglich am Telegraph Island konzentrieren sich mehrere Boote zugleich, weil dort eine Schnorchelmöglichkeit besteht und anschließend der mitgebrachte Lunch verzehrt wird. Schon in der ersten Bucht haben wir mehrere Begegnungen mit verspielten Delfinen, die parallel zum Boot schwimmen. Wir fahren nun immer nah an den felsigen Steilufern bis in den hintersten Winkel des Fjords, die Anker fallen und ein paar abgehärtete Bayern gehen wieder zum Schnorcheln in das glasklare, smaragdgrün schillernde Wasser, unser Boy wirft Essensreste hinein, um die sich sofort unzählige bunte Korallenfische balgen, sodass auch wir Warmduscher einige Meeresbewohner an der Oberfläche beobachten können. Die Rückfahrt auf dem offenen Boot wird ein zugig kühles Vergnügen, die skeptisch eingepackten Pullover und Windjacken erweisen sich jetzt als sehr nützlich. Abends begnügen wir uns mit einer Pizza und fallen relativ früh ins Bett.
Ras al Khaima

Am neunten und letzten Tag im Oman fahren wir zum Grenzübergang Tibat und erreichen nach den Formalitäten bald unser "Banyan Tree" Resort im Emirat Ras al Khaima. Hier schließen wir in einer "Tented Pool Villa" noch zwei Tage Erholung an, bevor es nach Dubai in die Emirates Mall geht, schließlich sind die Preise während des gerade stattfindenden Shoppingfestivals besonders attraktiv, weniger für Elektronik als für Textilien - ein Polo von Ralph Lauren geht da gleich einmal mit 66% Nachlass über den Ladentisch. Auch sollte man die EU Zollfreigrenze von € 470 für Mitgebrachtes nicht überschreiten, der Zoll in MUC zum Beispiel hat einem gewissen Ollie Kahn wegen einiger Armanianzüge zuviel im Gepäck eine einkommensrelevante Strafe im sechsstelligen Bereich aufgebrummt!

Ein Abendessen nehmen wir im schon bekannten "Al Mahara" im Burj al Arab ein, das letzte als dinner with a view auf die spektakulär choreographierte Lichtkaskadenshow vom 442 m hoch gelegenen "Atmosphere" des Burj Khalifa - wie so oft das Beste zuletzt....

Wir haben diese Individualreise beim Allgäuer Spezialisten Rose Travel gebucht, mit dem wir schon bei früheren Reisen gute Erfahrungen gemacht haben. Gewiss nicht ganz billig - aber sehr gute Beratung, exzellente Organisation, die bestmöglichen Hotels und Transporte sowie qualifizierte Mitarbeiter vor Ort haben eben ihren Preis.

Tipps zum Oman

:

unsere Wintermonate sind die ideale Reisezeit, im Sommer kann das Thermometer schon mal die 50 Grad Marke überschreiten, wegen kühler Winde in den Bergen oder auf Bootstouren empfehlen sich ein warmer Pulli oder eine Windjacke, für Frauen ein Schal oder ein Kopftuch für den Moscheebesuch, dazu knöchellange Hosen oder Röcke, Männer sollten sich generell nicht in Tanktops und kurzen Hosen lächerlich machen. Frauen sollten darüber hinaus an öffentlichen Orten wie Shopping Malls oder Parks Schultern und Dekolletes verhüllen, denn ich habe unlängst einen Leserbrief in der Oman Times gelesen, in dem sich eine Einheimische bitter über die für sie allzu losen Sitten der Touristinnen beschwert hat. Der Reisepass sollte noch mindestens ein halbes Jahr Gültigkeit haben, Visa werden bei der Einreise erteilt, es fallen Gebühren bei der Ein- und Ausreise mit dem Auto an. Für die Landeswährung Rial (1000 Baizas) zahlt man 2 € , es gibt genügend Bankomaten (ATMs), an denen mit Maestrokarten Geld gezogen werden kann. Die Hygienestandards sind hoch, das Essen schmackhaft, obwohl großteils nur Lamm und Huhn serviert wird, an der Küste gibt es darüber hinaus ausgezeichneten Fisch, als Getränk Wasser und Säfte, den relativ teuren Alkohol nur in Touristenhotels. Die Einheimischen sind sehr freundlich, wollen aber gefragt werden, bevor man sie fotografiert.

Offizielle Webseite: www.omantourism.gov.com

Bilder

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Wahiba Desert
Wahiba Desert
von hubbie hubbie
Wahiba Desert

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Kommentare

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  • travelgirl 27.05.2012 21:59
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • Whitesnake83 21.05.2012 06:44
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Ich musste mich beim Lesen deines Berichtes wirklich geistig mal lösen und mich in die Situation hineinversetzen. So anders ist es dort. Auch wenn mich meine Urlaubsreisen in absolute Touristenkommerzländer führen, fand ich es doch interessant die landestypischen Alltagsgeschichten zu lesen (Ziegenverkauf). Ein bisschen seltsam muss es sich dann für euch doch angefühlt haben als ihr dann bei einem Pizza Hut reinspaziert. Gibt es das Video des Ritts irgendwo im Netz zu bewundern? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen dass hier überhaupt eine halbwegs ruhige Kameraführung möglich ist. Als Fotograf ist mir der Hinweis auf eine Schutzlinse nicht entgangen, auch dafür einen Pluspunkt. Ich wüsste an diesem Berichts nichts auszusetzen außer wie du Blu Ray geschrieben hast (fehlt ein Player hintennach). Fotos vermitteln die Stimmung sehr gut und alles andere als ein BH wäre glatt eine Frechheit :)

  • mr.matze 17.05.2012 18:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • blonde_lady 08.05.2012 17:06
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    beeindruckend....ich kenne Al Ain

  • Lakisha_1 07.05.2012 19:14
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

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