Old Pomene Hotel, Massinga

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Old Pomene Hotel, Massinga

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Koloniales Flair und tolle Fotomotive

4  20.01.2011

Pro:
Tolle Aussicht, tolles Flair

Kontra:
Schwer zu erreichen und sehr abgelegen

JSBroker

Über sich:

Mitglied seit:09.06.2002

Erfahrungsberichte:56

Vertrauende:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 39 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Allgemein
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Das alte Hotel im Pomene Reserve ist eigentlich nur eine verfallene Ruine.
Doch bei genauerem Betrachten ist es viel, viel mehr als das. Es steht im Südosten des Naturschutzgebietes auf einer Felsklippe hoch über dem Meer.
Es gibt wohl kaum einen Hotelgast der hier im Reservat ist und das alte Hotel nicht besucht. Es gibt Touren dorthin entweder zu Fuß, als Art Tagesausflug, auf Pferden, mit dem Jeep oder mit Quadbikes.

Lage und Umgebung
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Dort angekommen klettert man zuerst an der dem Wasser abgeneigten Seite über eine schmale Treppe die Felsklippen nach oben.
Oben angekommen vollzieht sich bei allen Gästen immer das gleiche Bild sagte unser Guide. Alle bleiben stehen und holen ihren Foto heraus. Denn was man von oben sieht ist einfach DAS Fotomotiv schlechthin. Man hat durch herabhängende Palmwedel eine freie Sicht auf die komplette Länge des kilometerlangen Sandstrandes von Pomene. Und das eben von oben. Wie ein Postkarte aus der Südsee mit Palmen als natürlichem Rahmen, so sieht es hier aus.
Der erste Hingucker also schon bevor man das eigentliche Ziel erreicht hat. Ein paar Schritte weiter kommt man dann an die ersten verfallenen Ruinen. Obwohl die leerstehenden Häuser und kahlen Wände eigentlich eher an eine verlassene Geisterstadt erinnern, so hat die ganze Atmosphäre doch ein gewisses Flair. Man spürt wirklich noch die Kolonialzeit bei Gang durch die Gemäuer. Mit ein wenig Fantasie kann man sich auch gut vorstellen, wie es hier zur glorreichen portugiesischen Zeit ausgesehen haben muss.

Geschichte
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Unser Guide erzählt uns dann auch, dass das Gebäude nach der Unabhängigkeit und mit dem Beginn des mosambikanischen Bürgerkrieges verlassen wurde und das Grundstück zum Staatseigentum wurde. Heute kann der Grund und Boden zwar wieder gekauft werden, doch Käufer sind rar und finden sich kaum, da das ganze nun ein Naturschutzgebiet ist und daher keine Erschließung mehr möglich ist. Zudem will, so unser Guide, die Regierung eine exorbitante Summe dafür haben. Umgerechnet wohl rund 3 Mio. Euro nur für das Grundstück.

Nichts desto trotz ist es ein fantastischer Blick, hier den Hauch der Kolonialherren zu spüren und durch die Gemäuer hindurch immer wieder, das in der Sonne aufblitzende Funkeln des türkisblauen indischen Ozeans zu sehen. Über dem Gebäude hört man leichtes Rauschen der übergroßen Palmen die sich im Wind bewegen und jeden Gast verzaubern.
Man sieht noch genau wo die einzelnen Wohnbungalows standen, die in Reih und Glied, leicht versetzt nebeneinander stehen. Davor erkennt man auch noch das Haupthaus in dem sich wohl die Rezeption befand. Überraschenderweise haben viele der Gebäude noch das originale Dach. Auch sonst scheinen mir die Ruinen noch in gutem Zustand zu sein, bedeckt man die Witterung hier mit ständigem, feuchtem Wind vom Meer und der salzhaltigen Luft.

Strand
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Wir laufen weiter bis zum Ende der Klippen und sehen dass es dort noch weiter geht. Ein schmaler Weg führt nach unter zum Wasser, dahinter sieht man Felsen aus dem Wasser ragen. Bei Flut seien diese Steine unter Wasser meint der Guide. Für uns kaum vorstellbar, da die Felsen gute 2 m aus dem Wasser ragen.
In dem korallenartigen Boden befindet sich allerlei Leben und es ist äußerst interessant hier auf Entdeckungstour zu gehen. Muscheln, Krabben, kleine Schlangen und lebende Korallen entdecken wir bei genauerem Hinsehen.
Das imposanteste Schauspiel jedoch sind die sogenannten Blow-Holes. Das sind vertikale Löcher, die in Jahrtausenden von den Wellen ins Gestein gefressen wurden. Wenn nun also die Flut kommt und das Wasser mit großer Wucht heranrauscht, dann trifft es hier auf diese länglichen Öffnungen und wird durch diese mit solcher Gewalt in Form einer Fontaine nach oben katapultiert, dass diese die 5 Meter Marke deutlich übertreffen können. Daher leitet sich auch der Name Blow-Holes ab. Ein wirklich spektakuläres Schauspiel. Auch hier stehen die Gäste Schlange und versuchen exakt den richtigen Moment, wenn die Fontaine am höchsten ist, zu erwischen und mit dem Foto einzufangen.

Wir drehen unsere Köpfe und sehen oben auf den Klippen wie dort das alte Pomene Hotel drohnt. Von hier unten könnte man fast meinen es ist noch bewohnt und in vollem Betrieb. Man sieht nicht dass die Fenster ausgeschlagen und die Wände kahl sind. Ganz im Gegenteil, es sieht fast aus wie ein idyllisches neues erstelltes Feriendomizil. So kann man sich durchaus gut vorstellen wie es zur Kolonialzeit ausgesehen haben muss.

Noch immer ist der Platz einer der am meisten besuchten Ort hier in der Region um Massinga. Kein Wunder, bot er doch auch uns zahlreiche herrliche Fotomotive und einen sehr ereignisreichen und Lehrreichen Ausflug.

Bilder von Old Pomene Hotel, Massinga
  • Old Pomene Hotel, Massinga 1 - Old Pomene Hotel , Massinga
  • Old Pomene Hotel, Massinga P1040967 - Old Pomene Hotel , Massinga
  • Old Pomene Hotel, Massinga P1040984 - Old Pomene Hotel , Massinga
  • Old Pomene Hotel, Massinga 2 - Old Pomene Hotel , Massinga
Old Pomene Hotel, Massinga 1 - Old Pomene Hotel , Massinga
Old Pomene Hotel , Massinga
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Der-Steppenwolf

Der-Steppenwolf

23.04.2011 16:45

Klasse Bericht, weil Du als einer der ersten hier bei CIAO wirklichden speziellen Ort, mit Geschichte, Landschaft und Kultur beschreibst. Man merkt, dass Du breit bist, Dich auf Neues einzulassen und somit wohl an Orte kommst, die anderen verborgen bleiben..

manuelmama

manuelmama

21.03.2011 09:11

Allein schon für die wunderschönen Fotos bekommst Du von mir ein BH! LG Sabine

goat_2

goat_2

20.03.2011 21:48

Ja, das wäre jetzt was ...

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