... Der Motor summte leise, und wir fuhren durch das „Switzerland of Nova Scotia“. Frau und Kinder, es waren drei im Alter von ½ - 4 Jahren, waren auch mit dabei. Da die Lütten zu Bett mussten, kehrte er bald wieder um. Es waren äußerst freundliche Menschen. Die Kanadier sind überhaupt ... Bericht lesen
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten; Preise und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein. Alle Angaben ohne Gewähr.
Seefahrt 10: Reise nach Kanada in die Bay of Fundy
Erfahrungsbericht von LoMei über Nova Scotia 23. Januar 2001
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Wunderschönes und interessantes Land
Kontra:
nicht bekannt
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Die Beschreibung dieser Reise bezieht sich auf fast 50 Jahre alte Tagebuchnotizen. Deshalb wird derjenige, der aktuelle Reisetips sucht, wohl nicht fündig werden. Ich war damals 19 Jahre alt. Wer Interesse an echten Reiseerlebnissen hat, kann weiterlesen. Am 8. Mai 1955 verließen wir Hamburg in Richtung Kanada. Gegen Mittag passierten wir Elbe I, am 9. Mai Dover, und am 10. Mai morgens um 06:00 Uhr hatten wir den Englischen Kanal hinter uns.
INHALT
1. Auf dem Atlantik 2. Digby in der Bay of Fundy 3. Gewaltiger Tidenhub 4. Landgang 5. Heimreise 6. Fazit
1. AUF DEM ATLANTIK
Als ich an diesem Tag um Mitternacht von Wache kam, schrieb ich in mein Kalenderbuch: Es ist herrlich an Deck. Der Mond steht hinter einigen dunklen Wolken, durch die auch ab und an vorsichtig ein Stern hindurchblinzelt. Die Lichter einiger Fischerboote tanzen am Horizont immer rauf und runter. Es sind die letzten Grüße von Europa. An den folgenden Tage war die See recht bewegt. Wir machten einen Umweg von einigen zig Seemeilen nach Süden, um einem Tief aus dem Wege zu gehen. Dadurch kamen wir so weit nach Süden, dass wir eine Seewassertemperatur von 22°C hatten. Alle paar Tage war Nebel. Manchmal begegnete uns ein Tanker, der einsam seine Bahn zog. Sonst sah man nur Himmel und relativ ruhiges Wasser. Vom 23. Mai (03:00 Uhr) bis 26. Mai morgens (02:00 Uhr) hatten wir so dicken Nebel, dass man nicht einmal das Vorschiff deutlich sehen konnte. Unsere Fahrgeschwindigkeit kam aus diesem Grunde dem einer Schnecke gleich. Der Alte hat während dieser Zeit kein Auge zugemacht. Da wir uns außerdem in einer Zone befanden, in der mit Eisbergen zu rechnen ist, war doppelte Vorsicht geboten. Alle Augenblicke heulte das Typhon. So eine Nebelfahrt ist eine aufregende Sache. Man kommt sich vor wie ein Radfahrer ohne Licht in stockfinsterer Nacht. Als wir in den Bereich des Labradorstromes kamen, ging die Seewassertemperatur auf 7°C herunter. Wir waren gehalten, einen weiteren plötzlichen Temperaturabfall sofort an die Brücke zu melden, weil daraus die Nähe eines Eisberges abgeleitet werden kann. Einmal war ich gerade allein am Maschinenfahrstand, als plötzlich das Manöver „Stopp“ kam. Es war kein Ing. in der Nähe. Ich habe also die Maschine gestoppt und auf die Schnelle einen Hilfsdiesel zum Luftpumpen gestartet. Dann kam auch schon „Ganz langsam voraus“. Es war das erste Mal, dass ich die Karre allein angefahren hab. Als sie lief, und alles wieder klar war, kam der Chief dann herunter. Am 26. Mai erreichten wir endlich morgens um 09:00 Uhr das Ziel der Reise. Am 25. mussten wir etwa 20 Seemeilen von Digby entfernt und 5 Seemeilen vor Saint John ankern, weil dem Alten des dicken Nebels wegen eine Weiterfahrt zu riskant war.
2. DIGBY IN DER BAY OF FUNDY
Als wir am Abend des 27.5. nach dem Abendbrot von Bord gingen, stand vor dem Schiff an der kleinen Holzpier ein großer amerikanischer Wagen, der wie ein riesiger Schwimmer aussah. Arno, der andere neue Assi und ich wollten zum Krankenhaus und unseren Freund Günter besuchen. Der Lenker des Wagens fragte uns ein bisschen aus und wollte wissen, was die Buchstaben E und R mit dem Stern (ER*) am Schornstein zu bedeuten hätten. Er hatte vermutet, dass es von „Elizabeth Regina“ abgeleitet sei und mit der englischen Königin zusammen hinge. Wir erklärten, das stände für unsere Reederei „Ernst Russ“. Wir kamen näher mit ihm ins Gespräch und schließlich fragte er, ob wir nicht Lust hätten, ein wenig mit ihm durch die Gegend zu fahren. Er würde uns gerne das Land zeigen. Wir nix wie rein in die Kiste und los ging es. Er fuhr uns durch eine wunderschöne Gegend. Auf sehr guten geschwungenen Asphaltstraßen ging es an der Bucht entlang durch hügeliges Gelände. Immer wieder hatten wir einen Blick auf das Wasser. Die Sonne schien. Der Motor summte leise, und wir fuhren durch das „Switzerland of Nova Scotia“. Frau und Kinder, es waren drei im Alter von ½ - 4 Jahren, waren auch mit dabei. Da die Lütten zu Bett mussten, kehrte er bald wieder um. Es waren äußerst freundliche Menschen. Die Kanadier sind überhaupt freundliche Leute. Wer gut englisch spricht, hat Chancen, gute Freundschaften zu schließen. Ich bin jedenfalls begeistert. Vor einem nicht sehr großen Gebäude, dem Hospital, setzte er uns ab. Wir verabschiedeten uns und sagten: „Thank you very much!“ Der Günter hat drei Tage vor Digby auf See mit dem neuen Messesteward nach einer kleinen Zecherei eine Keilerei gehabt. Dabei ist ihm die Nase demoliert worden. Das Nasenbein ist gebrochen und gesplittert und hat sich anschließend gefährlich entzündet. Deshalb wurde eine Operation erforderlich. Er war gerade wieder zu sich gekommen, als wir eintraten. Es ging ihm momentan nicht gut. Wir gingen aber davon aus, dass es sich bis zum Auslaufen verbessert haben würde.
3. GEWALTIGER TIDENHUB
In Digby wurde das Schiff mit Holstämmen (logs) beladen, die im Ruhrgebiet als Grubenholz verwendet werden sollten. Das Laden war nicht einfach, weil das Schiff wegen des großen Tidenhubes nicht lange ruhig lag. Es war mit normalen Trossen festgemacht. Die Wache an Deck musste ständig Sorge tragen, dass die Leinen immer richtig gespannt sind. Bei auflaufendem Wasser hob sich das Schiff und die Leinen wurden lose. Also mussten sie auf leichte Spannung fest gezurrt werden. Bei ablaufendem Wasser war es umgekehrt, das Schiff schwamm langsam tiefer und drohte sich an den Leinen aufzuhängen deshalb mussten sie wieder gelöst werden. Die Kontrolle und ständige Korrektur der Leinenspannung hielt die Janmaaten in der Deckswache in Trab. Sie hatten in Digby keinen ruhigen Job. Der große Tidenhub also der enorme Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser in der Bay of Fundy ist beeindruckend. Er beträgt ungefähr 12 – 14 m. Neu-Schottland liegt mit etwa 20 m Tidenhub an der Spitze aller Länder der Erde.
4. LANDGANG
Am 28. Mai waren wir abends im Kino. Es wurde ein Wildwestfilm gespielt. Ich habe fast nichts verstanden. Nach dem Film erschien auf der Leinwand Queen Elizabeth II, und es ertönte die Nationalhymne „God save the Queen...“ Alle erhoben sich dabei. Das hat mich beeindruckt. Über Pfingsten war unser Schiff überall mit Birkengrün geschmückt. An den Mastspitzen, auf der Brücke, an der Back und am Heck, überall steckten einige Büsche. Die Kanadier wunderten sich darüber. Dort kennt man das nicht. Am Pfingstmontag machten unser Elektriker Hans Lemke und ich eine Waldwanderung. Es war ganz herrlich. Wir fanden Stellen mit Teppichen blühender Veilchen. Die Vögel sangen ihre Frühlingslieder und die Sonne schien auf all das Grünen und Blühen herab. Jeden Abend besuchten wir unseren kranken Assi. Es ging ihm inzwischen von Tag zu Tag besser. Er wurde zuletzt sogar richtig fidel und riss seine Witze genau wie früher. Im Anschluss an die Besuche setzten wir uns meistens in eine sogenannte „snack bar“ verspeisten einen „hot dog“ und tranken eine Pepsi Cola. Es stellte sich heraus, dass Günter nicht mit uns heim fahren würde. Der Arzt wollte ihn noch nicht gesund schreiben. Wir waren alle von dem gastlichen Städtchen Digby an der Bay of Fundy begeistert. Ich hätte hier gerne noch eine Reihe von Tagen ausgehalten. Am 2. Juni liefen wir aus.
5. HEIMREISE
Am 5. Juni schrieb ich in mein Büchlein: Wind und See kommen von Steuerbord. Ab und zu fegt so ein Spritzer über die Reling und befeuchtet meine Fensterscheibe. Nach der letzten Wache war es so richtig romantisch. Der volle runde Mond stand am fast wolkenlosen Himmel und zauberte wie schon öfter eine silbern glitzernde Straße auf das bewegte Wasser. Ich komme mir dann jedes Mal vor wie in „Tausend und eine Nacht“. Am nächsten Abend war die Mondscheibe von dünnen Wolken zart verschleiert. Das Mondlicht ist gedämpft und gerade hell genug, um silbern auf dem Wasser zu spielen. Die ganze Heimreise war ruhig. Wir hatten gutes Wetter, warmen Sonnenschein und eine hervorragende Stimmung an Bord. Besonders unser II. Ing. Schmidt trug durch seine Art dazu bei. Am 11. Juni beobachtete ich nachts nach der Wache meinen bisher schönsten Mondaufgang. Ein herrliches Farbenspiel. Aus schwarzen Wolkenstreifen stieg er blutrot sachte und zögernd hervor. Am 13. Juni kündeten Fischerboote um uns herum die Nähe des Landes. Einzelne Möwen umkreisten das Schiff. Am Horizont zog ein Zweimastschoner mit weißen Segeln seine Bahn. Das ist ein seltener und schöner Anblick. Am 14. fuhren wir um 19:30 Uhr unter der Steilküste von Dover entlang. Am Morgen des 15. Juni, meinem 19. Geburtstag um 07:00 Uhr ging es in den Kanal von Ijmuiden. Um 09:00 Uhr war das Schiff festgemacht und wir am Ziel unserer Reise angekommen. Zu meinem Geburtstag bekam ich von der Kombüse eine dicke Torte. Die war sehr lecker.
6. FAZIT
Wer eine Urlaubsreise auf einem Frachter bucht, kann vielleicht etwas von dem erleben, was damals unser Alltag war. Ich habe diese 10 Jahre Seefahrtzeit sehr genossen. Zuerst als Assi (Ingenieur- Assistent) und später als Wachingenieur. Heute hat sich unter dem Druck der internationalen Konkurrenz viel verändert. Jedenfalls ist Nova Scotia eine Reise wert. Gute Reise.
Neuschottland (Nova Scotia) - Kanada
Die meisten Besucher beginnen ihren Urlaub auf dieser Halbinsel in der Hauptstadt, Halifax, die auch das Tor zu vier weiteren Provinzen Kanadas ist.
Schauen wir zurück in die Geschichte. Am Ufer des Atlantiks, wo weltweit der zweitgrößten natürlichen Hafen ist, wurde Halifax auf Neuschottland errichtet und im Jahre 1749 als erste britischer Ort auf der Insel zur Stadt erhoben.
Es ist sehr erbauend an der Seeseite ... ...schlendern. Die weitere entfernten Ortschaften kann man mit dem Personenwagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen.
Das Meer hat schon immer eine große Rolle gespielt im Leben der Menschen in dieser Stadt. Die sieben Gebäude, welche die Privatwerften umfassten wurden saniert und restauriert, während die drei auf historischen Boden stehenden Hochhäuser und der "Brewery Market" die erste Auswahl zum Einkaufbummel und zum gemütlichen Essen ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: wie immer: wunderschöne Landschaften Kontra: miserables und teures Wohnmobil
Diesen Bericht über unseren Wohnmobilurlaub in den kanadischen Ostprovinzen im Juli/August 2003 sollten alle diejenigen lesen, die beabsichtigen für ihren Ostkanada-Urlaub ein Motorhome bei der Firma Globetrotter alias Oasis alias CMH (warum diese Firma ihren Namen so oft wechselt wird sie selbst am besten wissen) in Halifax oder Toronto zu mieten. Wir hoffen mit diesen Zeilen künftige Kanadatouristen vor ähnlichen unliebsamen Erfahrungen zu bewahren. ... ...ganz normal und ohne Aufregung. Warum auch, wir hatten ja unser Motorhome schon im Dezember des vergangenen Jahres gebucht. Was konnte da schon schiefgehen?
Also rein ins Hotel, kurzes Abendbrot für 85 Dollar (das Flugzeugessen bei Air Transat war so miserabel, dass uns allen schlecht war) und dann Intensiv-Anruhe, denn der nächste Tag sollte voller Überraschungen sein.
Am Morgen dann ein kurzer Anruf bei der Vermietstation, um uns anzumelden und ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Nova Scotia ist die kleine Halbinsel die im Osten von Kanada, nicht weit von der renze zur USA vom Kontinent absteht. Sie ist eine der Atlantic Provinces und ideal fuer Naturliebhaber und Menschen, die Ruhe suchen. Ich selbst habe ein Jahr im Sueden von N.S. gelebt, weiss also wovon ich spreche. Im Internet gibt es viele Infos, inklusive Uebernachtungsguides, ect. Am besten man fliegt direkt nach Halifax ( nur 6h von Frankfurt), oder was auch interessant ... ...Auto hoch nach Maine und dann mit der Faehre nach Yarmouth. Wo man auch anfaengt, das wichtigste ist, sich ein Auto zu mieten, weil alles andere sinnlos waere. Suedlich von Halifax sollte man auf jeden Fall an der Kueste langfahren, immer der Hauptstrasse lang, am besten bis Yarmouth und dann noch etwas weiter, wieder nach NOrden. Dort kann man einen Abstecher auf die kleine LAndzunge machen, von der auch Walbeobachtungsfahrten gemacht werden koennen. ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: freundliche Leute, meist gutes Wetter, relativ preiswert (Liter Benzin ca. 65 Pfennig) Kontra:
Nova Scotia, an der Ostkueste Kandadas gelegen, ist eine der Atlantic Provinces des Landes.
In dieser Province wird hauptsaechlich Englisch gesprochen, in Franzoesisch zu kommunizieren ist jedoch auch kein Problem. Gegruendet wurde Nova Scotia von Europaeischen Uebersiedlern, so kommt es das es nicht ungewoehnlich ist deutsch-sprechende Inlaender zu finden. Der Neu-Schottlaender ist ein sehr offener und Gastfreundlicher Mensch, sitzt man im Bus ... ...ein erlebniss das man nicht missen sollte.
Zu empfehlen sind auch die vielen sehr schoenen Straende Nova Scotias, die selbst in den Sommermonaten selten ueberfuellt sind. Ein paar Geheim-Tips kommen spaeter.
Fazit: Ein Urlaub ist auf jedenfall zu empfehlen, jedoch sollte man sich mindestens 3 Wochen Zeit nehmen. ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: herrliche Landschaft Kontra: viele Quallen im Wasser
...Tage in einem Ferienhaus in Nova Scotia verbringen können - ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Die Landschaft in diesem Teil Kanadas ist wirklich wunderschön - wild und unberührt. Zwei unserer liebsten Gerichte waren selbst gesammelte Austern oder Blueberries - natürlich auch selbst gesammelt. Das Highlight unseres Besuchs war das Whale-Watching auf dem Atlantischen Ozean. Mit ein bisschen Glueck sieht man mehrere dieser wunderschoenen Tiere ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
...NovaScotia liegt auf der Atlantikseite Kanadas auf den Breitegrad von Oberitalien, was den Land ein Gemäßigtes Klima verschaft.Das heist das es dort auch keine extremen Wetterbeschaffenheiten wie zum Beispiel Tornado oder extre kalte Winter und exrem Heisse Sommer. Für den Individualurlaub ist dies das richtige Land. Hier hat man alle Freizeitmöglichkeiten: Segeln, Fischen, Jagen, Wandern uvm. Was das Land auch so Atraktiv macht ist die Landschaft hier hat man noch Natur pur, idyllische Fischerdörfer aber auch hat man in der Hauptstadt Halifax die möglichkeite einer Großstadt: Kino, Disco, Einkaufen, Gaststätten und Restaurants uvm. Nicht nur für den Urlauber ist dies ein schönes Land, auch vür welche die ein Ferienhaus mit Grundstück oder ein Altersruhesitz sucht ist hier richtig. Als Deuscher hat man hier keine Probleme Gund zu...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als Thema verfehlt