Nordseehafen, Greetsiel

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Zu Besuch Im Häuptlingsdorf

5  08.09.2011

Pro:
Hafen, Kirche, Windmühlen,

Kontra:
parkplätze

Empfehlenswert: Ja 

Rainbow67

Über sich: Es ist Zeit neue Türen aufzustoßen, neuen Anfängen zu vertrauen.

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GREETSIEL


EINLEITUNG

An der Nordseeküste war ich ja nun schon an „Ottos Leuchtturm“. Wenn ich einmal soweit in Norden bin, fahre ich ja nicht gleich zurück nach Bayern, sondern schaue mich noch ein wenig um. Was liegt da am nächsten? Natürlich die Gemeinde Greetsiel und der dortige kleine Hafen. Was ich dort sah könnt ihr im folgenden Bericht lesen.

ETWAS ÜBER GREETSIEL

Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde Greetsiel im Jahre 1388. Später - im Jahre 1482 - lebte hier der Graf Edzard der Große , seine Grafschaf ging von den Ostfriesischen Inseln bis nach Groningen. Greetsiel – heute ein alter Fischerhafen an der Nordsee –zeichnet sich durch die Nähe zum Pilsumer Leuchtturm aus, durch einen malerischen kleinen Innenstadthafen und durch seine beiden großen Windmühlen, die man schon von weitem sehen kann.
Greetsiel gehört zur Gemeinde Krummhörn und betitelt sich selbst gern als „Künstlerdorf“ am Wattenmeer. Zur Gemeinde Krummhörn gehören noch weitere 18 „Warfendörfer“ (Campen, Eilsum, Grimersum, Hamswehrum, Woltzeten, Manslagt, Upleward, Visquard, Canum, Freepsum, Groothusen, Jennelt, Loquard, Pewsum, Rysum, Uttum, Woquard und Pilsum, weltbekannt durch „Ottos Leuchtturm“). Über diesen Leuchtturm berichtete ich ja euch bereits.
Warfen (manchmal Warften genannt) sind künstliche Erdaufschüttungen, um die nah am Deich gelegenen Gebäude vor Fluten zu schützen. Man kennt den Begriff oft von den Halligen, denn dort ist bei Sturmflut meist die ganze Hallig „Land-unter“, nur die Gebäude – auf den Warfen gelegen, stehen wie kleine Miniinseln über dem Wasser.

Viele Touristen sind tagein - tagaus auf den kleinen Gassen Greetsiels unterwegs und genießen das malerische Flair mit hanseatischem Anstrich, das dem Ort den Anstrich einer Puppenstube gibt. Erbaut wurden viele der Gebäude im 17. Jahrhundert, der Hafen ist bereits rund 600 Jahre alt. Viele Restaurants, Teestuben und Shoppingmöglichkeiten machen das Bummeln zu einem Vergnügen. Immer wieder gibt es im Hafenbereich Events wie Auftritte von Shanty-Chören oder Prominenten wie Freddy Quinn - auch ich tanzte durch den Hafen.
Durch den Tourismus geprägt finden sich in Greetsiel und den anderen Warfendörfern vielerlei Unterkunftsmöglichkeiten, von Hotels über Pensionen bis hin zu Campingplätzen. Sicher findet da jeder etwas Passendes.
Etwas Besonders bietet die Gemeinde Krummhörn den heiratswilligen Besuchern der Stadt: Gleich zwei romantische Trauzimmer - den urigen rot-gelb geringelten Leuchtturm in Pilsum, bekannt als "Otto"Turm - oder die prächtige, mittelalterliche Häuptlingsburg in Pewsum . Auch diese Burg ist sicher einen Ausflug wert. Na, wer traut sich?

WAS ICH DORT SAH


GREETSIEL

Vom Pilsumer Leuchtturm aus fuhr ich in Richtung Greetsiel. Als erstes fielen mir die zwei Windmühlen auf, die sich am Ortseingang von Greetsiel befinden. Schauen schon super aus, nur es gab ein Problem. Eigentlich wollte ich ja zu dem kleinen Hafen, aber wo parken? Überall in diesem kleinen Ort nur Sackgassen, Parkverbot oder gar keine Möglichkeit zum Parken. Endlich hatte ich einen Platz gefunden und das auch noch kostenlos. Ich begab mich als erstes zu dem Krabbenhafen von Greetsiel. Vorbei an schönen malerischen Fischerhäusern, an Jugendlichen, die dort rumsaßen und an vielen anderen Besuchern dieses kleinen Ortes.
KRABBENHAFEN

Der Ort ist geprägt durch Gastronomie, Hotels und Pensionen - viele schöne Häuser! Vom Krabbenfischen lebt - glaube ich - hier so richtig keiner mehr.
Der Weg zum Hafen ist nicht zu verfehlen, der Nase oder den Menschen nach. Angekommen an dem kleinen Hafen bietet sich mir so ein wahrer Augenschmaus: 25 der letzten Krabbenkutter Ostfrieslands sind hier zu Hause. Neben dem Hauptfang, den Krabben, die eigentlich Granat heißen, werden in kleineren Mengen auch Plattfische wie Schollen, Scharben und Seezungen angelandet. Der historische Hafen ist über 600 Jahre alt. Leider sind nicht alle Kutter da, aber einige kann ich bestaunen.
Damit der Hafen unabhängig von Ebbe und Flut befahren werden kann, gibt es vor dem Hafen eine Schleuse.
Die Schleuse Leysiel gibt es seit 1991, sie trennt den Fischerhafen von der offenen Nordsee. Bis zu acht Kutter können hier gleichzeitig durchgeschleust werden. Ein schöner Ort, dieser Hafen: romantisch, sehenswert – schön, dass ich dort war. Wunderschöne Häuser rings um den Hafen, eine Brücke, von der ich einen tollen Blick auf die Kutter habe, ringsherum Wirtschaften, die nicht nur Krabben anbieten, es gibt auch Süßes wie Eis und Kuchen im Angebot. Ein malerischer Ort, an dem man eigentlich bis auf die Parkplätze an alles gedacht hat. Aber es gibt ja noch mehr in Greetsiel zu sehen.

DIE KIRCHE

Natürlich habe ich mir diese wunderschöne und historische kleine Backsteinkirche angeschaut. Es ist eine gotische Kirche mit den typischen Spitzbogenfenstern. Gebaut wurde sie zwischen 1380 und 1410 als Kirche für den Häuptling Haro Edzardsna, interessant was es da so im Norden gibt. Häuptlinge gibt es in Bayern nicht.
Geweiht wurde sie dann 1401 durch Papst Bonifatius IX. Interessant, dass das bereits vor der Fertigstellung geschah.
Sehenswert an diesem Saalbau ist der Dachreiter mit der Uhr sowie die Wetterfahne, die einen Dreimaster zeigt. Dieser Dreimaster mit gesetzten Segeln soll erst 1700 dazu gekommen sein. Der Turm steht ein wenig abseits, ein recht interessanter Baustil, den der Häuptling von Ostfriesland damals hatte.
In der Kirche sehe ich eine recht einfache und schlichte Holzdecke. Die Kanzel stammt aus dem Jahre 1669 und die Orgel ist nicht mehr das Original. Die jetzige Orgel wurde 1738 durch Johann Constabel in die Kirche integriert und später dann noch einmal erneuert, aber da wurde das Orgelgehäuse beibehalten.
WINDMÜHLEN

Am Ortseingang Greetsiels stehen zwei imposante, historische Windmühlen, in denen in früheren Zeiten Mehl gemahlen wurde. Heute dienen sie als Museum und Touristenmagnet. Wie in Holland kam ich mir da vor, als ich an diesen großen Mühlen vorbeifuhr und später davor stand.
Es sind Holländermühlen und stammen aus den Jahren 1856 (grüne Mühle) und 1706 (rote Mühle). Leider waren sie zur Zeit meines Besuchs geschlossen und ich fand keinen Weg hineinzukommen. Leider. Wer sie besichtigen möchte:
Mühle in Greetsiel:
Geöffnet vom April - Oktober
Montag bis Samstag
07.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag
07.30 - 18.00 Uhr
November bis März:
Montag, Mittwoch - Freitag
07.30 - 17.00 Uhr
15.00 bis 17.00 Uhr
Samstag
07.30 - 13.00 Uhr

Führungen nach telefonischer Vereinbarung möglich unter
Tel.: 0 49 26 / 7926530 Herr Schoof
Also sicher sehr interessant, zumindest von außen empfand ich sie sehr sehenswert, wie sie aussehen könnt ihr auf dem Fotos am Ende des Berichtes sehen.
WEITERE SEHENSWÜRDIGKEITEN

Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen in Greetsiel. Schöne Backsteinhäuser stehen an den kleinen Dorfstraßen. Besonders möchte ich da die Häuserreihe am Hafenbecken erwähnen. Gebaut nach holländischem Vorbild mit glockenförmigen Giebeln. Heute sind in diesen Häusern Museen - sogar ein Buddelschiffmuseum kann man in Greetsiel besichtigen - Hotels, Pensionen und Cafés. Auch an mehreren kleinen Galerien komme ich vorbei. Es ist eben auch ein kleiner Künstlerort.

SUMMARY

Greetsiel, ein kleiner malerischer Ort an der Nordseeküste. Ein Krabbenhafen, ein Mühlenmuseum, romantisch! Eigentlich wurde an alles gedacht, nur nicht an die Parkmöglichkeiten. Auf jeden Fall sollte man, wenn man in der Nähe ist anhalten und einmal schauen. Es lohnt sich auf jeden Fal,l dieses Häuptlingsdorf mit Krabbenkuttern zu besuchen.
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Bilder von Nordseehafen, Greetsiel
  • Nordseehafen, Greetsiel IMG_5733 - Nordseehafen, Greetsiel
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  • Nordseehafen, Greetsiel IMG_5736 - Nordseehafen, Greetsiel
  • Nordseehafen, Greetsiel IMG_5744 - Nordseehafen, Greetsiel
Nordseehafen, Greetsiel IMG_5733 - Nordseehafen, Greetsiel
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Velu1961

Velu1961

18.03.2012 20:28

Du kommst ja durch ganz Deutschland

tornado81

tornado81

10.02.2012 23:14

Muss wirklich schön da sein, mag die kleinen Fischerdörfer

Ascot1975

Ascot1975

07.02.2012 13:55

Kenn ich, klein aber knuffig. Schlimm ists nur in Gretsiel wenn die Stare zu 10.000en einfallen und alles und jeden zukoten.....

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