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Erfahrungsbericht

für Niedersachsen
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5 Sterne Wendland - interessantes Stück Niedersachsen
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Pro Schöne Landschaft, starke Menschen

Kontra Atommüll-Standort Gorleben

Der Autor

squarerigger Seit 11 Aug 2000

Besonders am Herzen liegt mir derzeit meine Meinung zur (Nicht-)Zukunft der Atomkraft. - Besucht... mehr

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Freie Republik Wendland - Von Querstellern und zornigen Bauern...

Wir befinden uns im Jahre 2001 n. Chr. Ganz Deutschland ist von der Atommafia besetzt... Ganz Deutschland? Nein! Eine von unbeugsamen AtomkraftgegnerInnen bevölkerte Region hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die Ordnungshüter, die als Besatzung in den befestigten Lagern der Bereitschafspolizei, des Bundesgrenzschutzes, der Sondereinsatzkommandos und der sog. Konfliktmanager liegen...

So oder so ähnlich könnte man einen Bericht über das Wendland beginnen. Die Ähnlichkeit mit der Einleitung der Asteric-Comics ist durchaus passend für diese Region.

"Wendland? - Was'n das? Nie gehört?" - so werden sich jetzt sicher Viele fragen.

Ich möchte nun hier einen kleinen Überblick über diese kleine, schöne, nicht unumstrittene Region geben. Hierbei werde ich folgende Punkte beleuchten:


1) Geographisches

2) Historisches

3) Aktuelle Situation

4) Tourismus

Auch wenn ich versuchen werde, auf all diese Punkte möglichst präzise einzugehen, so wird wohl dennoch ein Schwerpunkt bei der Aktuellen Situation liegen - aufgrund der dort genannten Thematik bin ich erstmals ins Wendland gekommen; außerdem ist gerade dieser Punkt das derzeit wohl prägendste und wichtigste Thema im Wendland.

1) Geographisches

Beginnen wir also mit der geographischen Lage des Wendlandes. Man nehme eine Landkarte, welche den Nordosten Niedersachsens zeigt. Dort suche man die beiden Städte Lüneburg und Uelzen und gehe von dort nach Osten - irgendwann stößt man auf die Elbe, welche dort die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern bildet. Wenn man dann die geographisch-politischen Gegebenheiten ein bißchen näher betrachtet, stellt man fest, daß dort ein großes Dreieck niedersächsischen Territoriums nach Osten ragt, welches nicht nur von Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch von Brandenburg und Sachsen-Anhalt begrenzt wird. Diese Region, welche zu Zeiten, als der Eiserne Vorhang noch existierte, wie ein Dorn in das Gebiet der DDR hineinragte und absolutes Zonenrandgebiet war, ist das Wendland.

Verwaltungsrechtlich besteht das Wendland wohl im Wesentlichen aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, Autokennzeichen DAN.

Das Wendland ist eine recht dünn besiedelte Gegend, welche nach wie vor überwiegend von der Landwirtschaft sowie vom Handwerk geprägt ist. Großindustrie gibt es nicht, wohl aber sehr viel unberührte Natur; hier sei z.B. das unberührte Elbufer, die Gegend um das Flüßchen Jeetzel oder der Naturpark Drawehn erwähnt.

Siedlungen existieren überwiegend in Form kleinerer Dörfer. Größere Orte sind neben den beiden Namensgebern Lüchow und Dannenberg noch Hitzacker und Dahlenburg. In den überwiegend landwirtschaftlich geprägten Orten findet man noch sehr viele traditionelle, in rotem Backstein erbaute Höfe.

Die Orte tragen seltsam klingende Namen wie z.B. Meuchefitz, Tosterglope, Pommoissel oder Penkefitz...

... und irgendwann, wenn man die Karte näher betrachtet, stößt man auf einen Ortsnamen, welcher aus den Medien bekannt ist: GORLEBEN! Doch hierzu kommen wir später.

2) Historisches

Über die frühere Vergangenheit des Wendlandes ist nicht allzuviel bekannt. Seinen Namen hat das Wendland von den Wenden, einem den Westslawen zugehörigen Volksstamm. Verwandtschaftliche Beziehungen dieses Stammes bestehen insbesondere zu den unweit von Berlin, im Spreewald, lebenden Sorben.

Daß das Wendland schon sehr früh besiedelt war, kann man u.a. im Archäologischen Zentrum Hitzacker erleben. Mittelpunkt des Archäologischen Zentrums sind rekonstruierte Langhäuser, um die herum verschiedene begehbare Stationen gruppiert sind, an denen das Leben und die Umwelt der Menschen der Stein- und Bronzezeit erprobt und nachvollzogen werden können.

Über die Jahrhunderte hinweg war das Wendland überwiegend von Bauern bevölkert. Daß sie immer wieder Angriffen von außen ausgesetzt waren, zeigt die typische Form der wendländischen Dörfer. Während man im Norden Deutschlands überwiegend Streusiedlungen findet, bei denen die einzelnen Gehöfte eines Ortes weit verstreut liegen, überwiegen im Wend land die sog. "Rundlinge", eine Dorfform, bei der alle Gehöfte eng beieinander liegen, so daß man sie im Falle eines Angriffes leichter verteidigen kann.

3) Aktuelle Situation

Vermutlich wäre das Wendland noch heute eine kleine, verschlafene, ländliche Region, die kaum jemand kennen würde...

... wenn nicht ein Ort im Wendland immer wieder durch die Medien geistern würde: GORLEBEN.

Damit sind wir wieder beim Beginn unserer Geschichte, bei den Parallelen zu Asterix und Obelix, wo ja der Originaltext der Einleitung herstammt. Das Wendland erlangte seine Bekanntheit überwiegend durch heftige Auseinandersetzungen verbaler, aber auch handfester Natur in Zusammenhang mit einer über Jahrzehnte hinweg mehr als fragwürdigen Atompolitik diverser Bundesregierungen. Ohne hier in die Politik abschweifen zu wollen, möchte ich feststellen, daß ohne diese jahrzehntelangen Auseinandersetzungen das Wendland heute nicht das Wendland wäre, wie ich es kennen- und liebengelernt habe: dazu aber später mehr.

Daß das Wendlang jee nach Sichtweise berühmt (für AtomkraftgegerInnen) oder berüchtigt (für Polizei und Bundesgrenzschutz) ist, daß die Region immer wieder in Presse, Funk und Fernsehen Erwähnung findet, ist der hohen Politik zu verdanken. Hätten nicht Politiker auf Bundes- und Landesebene in den Siebzigern des 20. Jahrhunderts beschlossen, in Gorleben in großem Stil Atomindustrie zu implementieren, so wäre das Wendland heute wohl nur Wenigen bekannt; das Leben würde seinen gewohnten Gang gehen; die Bauern würden - wie die meisten ihrer Berufsgenossen - überwiegend brav an jedem Wahlsonntag CDU wählen; das Wendland wäre wohl primär Naturliebhabern ein Begriff...

... aber es kam nun mal anders. Zu jener Zeit erschien die Kernkraft als Wundermittel im Kampf gegen immer geringer werdende Vorräte an fossilen Brennstoffen. Irgendwann jedoch stellte sich die Frage nach der Entsorgung der dabei anfallenden atomaren Abfälle; es mußt e also etwas getan werden. Politik und Atomindustrie machten sich also auf die Suche nach einem Ort, an dem man einen "Entsorgungspark" für atomare Abfälle errichten konnte. In Gorleben, im Wendland, wurde man fündig.

Vermutlich waren es insbesondere zwei Punkte, die für Gorleben sprachen:

- Der Untergrund bestand und besteht aus einem gigantischen Salzstock: nach Ansicht der Atomindustrie sind Salzstöcke ideal zur Endlagerung von hochradioaktiven Atommüll geeignet (auch wenn dies inzwischen von vielen seriösen Wissenschaftlern vehement bestritten wird).

- Aufgrund der Randlage im Zonenrandgebiet war die Gegend eher arm; man meinte also, etwas Gutes tun zu müssen, da ja durch den "Entsorgungspark" viele neue Arbeitsplätze entstehen würden.

Große Pläne hatte man mit Gorleben: die gesamte atomare Entsorgung der Bundesrepublik sollte hier konzentriert werden:

- Ein Endlager für radioaktiven Abfall im Salzstock von Gorleben

- Zwischenlager für schwach-, mittel- und hochradioaktiven Abfall

- Eine sog. "Konditionierungsanlage", in welcher der Abfall für die Endlagerung "verpackt" wird

- Eine Wiederaufarbeitungsanlage für abgebrannte Kernbrennelemente

- ...

Aber die Pläne aus Bonn (Bundesregierung) und Hannover (Landesregierung) gingen nicht auf; es kam zu massiven Auseinandersetzungen, welche bekanntlich bis heute andauern. Nicht nur AtomkraftgegnerInnen aus der gesamten Bundesrepublik machten gegen die Pläne für Gorleben mobil, sondern insbesondere auch die Wenden selbst, welche ihre Heimat aus verständlichen Gründen gefährdet sahen. So bildete sich ein breiter Widerstand gegen die Atomindustrie und ihre Pläne in Gorleben...

... und das mit nicht wenig Erfolg.

- Die Erkundungsarbeiten für ein Endlager im Salzstock von Gorleben ruhen derzeit.

- Die Konditionierungsanlage wurde nur in deutlich verkleinertem Umfang als sog. PKA ("Pilotkonditionierungsanlage") erbaut; in Folge der Niederlegung der Arbeiten am Bergwerk im Salzstock konnte die PKA noch nicht in Betrieb gehen

- Die Pläne für eine Wiederaufarbeitungsanlage in Gorleben wurden - nicht zuletzt auch aufgrund der massiven Proteste am Bauplatz der ebenfalls geplanten 2. Deutschen WAA in Wackersdorf (Bayern) eingestellt. Eine WAA wird es in Deutschland wohl niemals geben.

Nicht verhindert werden konnte jedoch der Bau eines Zwischenlagers für hochradioaktive Abfälle, welche
in sog. CASTOR-Behältern gelagert werden. Trotz massivster Proteste gelang es 1996, 1997, 2001 und 2002 CASTOR-Behälter mit bei der Wiederaufarbeitung deutschen Atommülls in der französischen WAA La Hague angefallenem Atommüll in der CASTOR-Halle in Gorleben einzulagern. Die Bewohner des Wendlandes befürchten zurecht, daß hier vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen, sprich: daß dieser Atommüll irgendwann doch im Salzstock in Gorleben versenkt werden soll.

Als Folge der inzwischen jahrzehnealten Auseinandersetzungen bildete sich im Wendland eine ganz eigene Kultur heraus, welche für mich den Reiz dieser Gegend ausmacht. Sagt man den Deutschen im Allgemeinen nach, daß sie sehr stark obrigkeitshörig sind, so ist im Wendland davon nichts zu spüren. Der den Wenden immer wieder nachgesagte Dickkopf mischt sich mit dem Aktionismus Zugezogener, so daß letztlich eine komplette Region den Aufstand gegen die Obrigkeit wagt. Was im Wendland passiert, ist praktizierte Demokratie; die verfassungsmäßig garantierten Rechte wie Demonstrations- und Versammlungfreiheit werden bis auf's Äußerste ausgereizt, um für die Ziele einer strahlenfreien Zukunft zu kämpfen.

Als Folge diesen Kampfes hat sich im Wendland ein sehr großes, buntes Spektrum an Initiativen gebildet: Öko-Bauernhöfe, Vereine zur Förderung von Solar- oder Windenergie, alternative Tagungshäuser, ... Das komplette Spektrum alternativen Lebens bildet sich im Wendland wie in einem Mikrokosmos ab. Viele Menschen sind aus allen Teilen der Bundesrepublik genau wegen dieser Vielfaltalternativen Lebens ins Wendland gezogen; so ergibt sich aus der Mischung von Zugezogenen und Einheimischen ein buntes Bild von Initiativen, Vereinigungen, Beziehungen, ... - zusammengehaltendurch den Wunsch nach strahlenfreier Zukunft.

Während in anderen Regionen primär Personen aus dem alternativen Umfeld für den Umweltschutz kämpfen, beteiligen sich im Wendland Menschen aus dem bürgerlichen Lager am Widerstand:

- Bauern, wohl die typischsten CDU-Wähler, blockieren bei CASTOR-Transporten mit ihren landwirtschaftlichen Zugmaschinen die Straßen, um so die Arbeit der Polizei zu behindern; bei den sog. "Stunkparaden" bilden sie kilometerlange Protestzüge mit ihren Zugmaschinen

- Bewohner von Altenheimen setzen sich auf Schienen und Straßen, um Transport zu verhindern

- Pfarrer öffnen bei CASTOR-Transporten ihre Kirchen und Gemeindehäuser, um den DemonstrantInnen Unterkunft geben zu können

- Aus dem gleichen Grund besetzen Schüler ihre Schulturnhallen, damit auch dort Quartier gemacht werden kann

- Bürger nehmen DemonstrantInnen bei sich im Haus auf

- Komplette Netzwerke für Presse und Öffentlichkeitsarbeit aber z.B. auch für Strahlenmessungen entstehen

- ...

Kurzum: Im Wendland wird wahre Demokratie und wahrer Gemeinschaftssinn gelebt; von der Obrigkeit wird dies jedoch nicht gerne gesehen: Grundrechte wie Versammlungs-, Demonstrations- oder Meinungsfreiheit werden jedes Mal am "Tag X" - dem Tag der CASTOR-Transporte - eklatant beschnitten; den Anwohnern wird verboten, mehr als zwei Gäste im Haus aufzunehmen; Häuser und Grundstücke werden von Polizei und Bundesgrenzschutz ohne Erlaubnis betreten; Anwohnern wird das Überqueren oder Betreten von Straßen verboten; ...

Aber letztlich führen all diese Erlebnisse dazu, daß die Bevölkerung des Wendlandes immer weiter Zuammengeschweißt wird.

Und so existiert in den Köpfen der Wenden und Wendinnen nach wie vor die FREIE REPUBLIK WENDLAND. Dieser kleine "Staat im Staat" wurde Anfang der Achtziger Jahre ins Leben gerufen.

Damals liefen die Erkundungsbohrungen im Salzstock von Gorleben. AtomkraftgegnerInnen besetzen das Bohrloch 1004 und errichteten ein Hüttendorf, welches sie Freie Republik Wendland nannten.

Dieses Dorf existierte nur wenige Wochen, ehe es von der Ordnungsmacht mit Bulldozern plattgemacht wurde. Aber in den Köpfen existiert die Freie Republik Wendland weiter.

Wenn man vom Staat nicht nur alleingelassen wird, sondern dieser sogar mit seinem vollen Repertoire an Macht- und Druckmitteln versucht, die Interessen einer mafiaähnlichen Branche wie der Stromindustrie durchzusetzen, wenn man immer wieder erleben muß, daß verfassungsmäßige Rechte dramatisch mißachtet werden, dann ist sicher verständlich, warum dieser Staat nur noch schwerlich Anerkennung bei den Bürgern finden kann - und dann ist auch verständlich, warum die Freie Republik Wendland in den Köpfen weiterlebt

Und diese Republik hat nicht nur Bürger im Wendland. "Gorleben ist überall", so lautet ein bekannter Slogan der AtomkraftgegerInnen. Und so kann sich mit Fug und Recht jeder, der gegen Strahlung und Atomindustrie kämpft, als Bürger der Freien Republik Wendland fühlen. Nicht umsonst findet man das Wappen der Republik, ein Sonnensymbol, bei den meisten Anti-Atomdemonstrationen. Und nicht umsonst führen viele DemonstratInnen bei Aktionen nicht nur "offiziellen" Ausweispapiere mit sich, sondern zusätzlich den Wendland-Paß, das Ausweisdokument der Freien Republik Wendland.

Wer mehr über diese außergewöhnlichen Menschen im Wendland erfahren will, dem kann man zu einem Besuch nur raten. Es wird sich lohnen; man wird dort auf Menschen treffen, für die Demokratie kein Selbstverständliches Gut ist, sondern etwas, wofür man immer wieder auf's Neue kämpfen muß.

Und vielleicht wird er, so wie ich, dort Freunde für's Leben finden. Auch wenn ich aus einer ganz anderen Gegend komme, so fühle ich mich in Gedanken doch auch als Wende - und meine Staatsangehörigkeit der Freien Republik Wendland ist etwas, worauf ich - im Gegensatz zu meiner juristischen Staatsangehörigkeit - wirklich stolz bin!

Natürlich würde nicht nur ich mich besonders darüber freuen, wenn Dein Besuch im Wendland am sicher kommenden nächsten Tag X stattfinden würde, denn gerade dann brauchen alle Wenden und Wendinnen, egal ob sie dort wohnen oder nicht, jegliche Unterstützung, die sie bekommen können...

4) Tourismus

Da es aber auch Menschen geben soll, die das Wendland außerhalb dieser hektischen Zeiten erleben wollen, möchte ich hier nun noch auf verschiedene Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten eingehen.

Aufgrund der flachen Landschaft bietet sich das Wendland gerade für Radtouren förmlich an. Ein gut ausgebautes Radwegenetz erleichtert solche Touren. Sehr gut kann man auch eine Radtour mit einer Bahnfahrt verbinden, um z.B. auch weiter entfernte Ziele zu "erradeln" - auf der Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg und zurück kann man ohne Probleme auch sein Fahrrad mitnehmen.

Für Naturliebhaber sind insbesondere die Elbtalauen sowie das Gebiet der Göhrde von Interesse. Vom Frühling bis zum Herbst bevölkern tausende Zugvögel das Urstromtal der Elbe, ehe sie von hier aus gen Süden starten. Anfang April tauchen häufig Störche auf, welche hier ihre Nester wieder besiedeln. In der warmen Jahreszeit sind insbesondere die Qualmwässer und das Deichvorland in der Dannenberger Marsch interessant. Biologen und Botaniker bieten Führungen an, weisen auf selten gewordene Pflanzen- und Tierarten hin und erklären, warum und wie sie geschützt werden. Im Waldgebiet der Göhrde kann man sehr leicht freilebendes Wild beobachten; insbesondere während der Brunftzeit kann dies ein sehenswertes Erlebnis sein.

Auch für Leute, die im Urlaub gerne sportlich aktiv sind, bietet das Wendland viele Möglichkeiten. Neben den schon erwähnten Radtouren ist das Wendland insbesondere ein Paradies für Reiter. Auf vielen Reiterhöfen kann man an geführen Ausritten teilnehmen, und auch wer seinen eigenen Vierbeiner mitbringt, findet sicherlich eine Unterkunft.

Auch Wassersport ist an Elbe oder Jeetzel möglich; insbesondere Liebhaber des Segelsports kommen hier sicher auf ihre Kosten, aber auch Rudern, Paddeln oder Surfen ist möglich.

Ein Nebeneffekt des unter "Aktuelle Situation" geschilderten Prozesses ist sicher das Vorhandensein von vielen kleineren, alternativen Betrieben. Hier seien insbesondere die vielen Bio-Bauernhöfe sowie einige hervorragende Töpfereien genannt. Der Einkauf in diesen kleinen, meistens mit viel Liebe geführten Betrieben, kann zu einem puren Vergnügen werden. Gerade beim Einkauf bietet sich auch immer wieder die Gelegenheit, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen.

Auch dem historisch interessierten Besucher wird einiges geboten. Neben dem bereits erwähnten Archäologischen Zentrum Hitzacker laden noch diverse andere Museen zum Besuch ein, so z.B. der Amts-Turm in Lüchow (Ausstellung über die Geschichte des Wendlandes), das Freilichtmuseum Wendlandhof Lübeln (wendländische Landwirtschaft und Kultur des 18. und 19. Jahrhunderts, Geschichte der Rundlingsdörfer) oder das Grenzlandmuseum Schnackenburg (Dokumentation über die innerdeutsche Grenze).

Ehe ich nun zum Schluß komme, möchte ich - wie häufig bei meinen Meinungen - noch ein paar weiterführende Links nennen:

www.luechow-dannenberg.de - Landkreis Lüchow-Dannenberg

www.elbtalaue.de - Erlebnisregion Elbtalaue-Wendland

www.wendland-net.de - Vielfältige Infos rund um das Wendland

www.bi-luechow-dannenberg.de - Bürgerinitiative Umweltschutz

www.randbild.de - Interessante Wendland-Fotos von randbild pressefoto Timo Vogt.

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Kommentare

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  • xnitelimitx 04.11.2003 13:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • atek 03.11.2003 13:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    In der Kürze liegt die Würze - sehr hilfreich

  • Jxxxxxxx 31.10.2003 14:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • JetteChiara 30.10.2003 22:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • dani___ 30.10.2003 10:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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