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Erfahrungsbericht

für Ngorongoro Serena Lodge
3 Sterne Heimlicher Ausguck zum Brunnen der Massai (T09) Bericht mit Bildern
237 von 237 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro eine wunderschöne Anlage mit hübschen Zimmern

Kontra fehlende Hygiene im Restaurant

An- und Einreise
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Dieser Bericht ist Teil 9 einer wunderbaren Ostafrika-Safari, die uns im Jahre 2001 zunächst nach Mombasa in Kenya, von dort nach Tanzania in die wunderschöne Serengeti, anschließend zum Ngorongorokrater und schließlich wieder zurück nach Kenya mit Amboseli und Tsawo Nationalpark führt. Eine Zusammenfassung und Auflistung der einzelnen Etappen findet ihr unter: http://reisen.ciao.de/Erfahrungsberichte​/Tanzania_Safari_uber_Reiseservice_ Afrika__2467436

Ausführliche allgemeine Informationen zum Reisen ins tropische Afrika könnt ihr unter darüber hinaus auch in meinem Bericht http://reisen.ciao.de/Kenia_Allgemeines_​_Test_3120305 nachlesen.


Anfahrt zur Ngorongoro Serena Lodge und erster Eindruck der Umgebung
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Wir haben, aus der Serengeti kommend, zwei Übernachtungen in der Ngorongoro Serena Lodge gebucht. Der Ngorongoro -NP liegt im Nordosten Tansanias und grenzt direkt an die östliche Serengeti. Auch diese Lodge ist eine der von Prinz Karim Aga Khan als Wirtschaftshilfe in Ostafrika erbauten Safari- Lodgen.

Am 19.Juni 1996 wurde sie in seinem Beisein sowie im Beisein des Präsidenten, seiner Excellenz Benjamin William Mkapa, feierlich eröffnet. Eine Messing-Gedenktafel am Eingang erinnert daran. Offizieller Link der Lodge: http://www.serenahotels.com/tanzania/ngo​rongoro/home.asp


Die Ngorongoro Serena Lodge wurde direkt am Rande der Caldera des Riesenkraters, dessen Rand einen Durchmesser von 22 km2 umfasst, angelegt. Die Lodge befindet sich am westlichen Rand der Caldera.
Die Caldera ist in ihrem schüsselförmigen Zentrum immerhin etwa 260 km2 groß. Die wunderschöne Landschaft des Kraters (Foto 01) können wir hier genießen, ohne jedoch zunächst eine annähernde Vorstellung von der Menge der sich unten bewegenden Tiere zu erahnen. Dieses Erlebnis werden wir am nächsten Tag haben.

Hier leben im Vergleich zu den Weiten der Serengeti auf engem Raum immerhin über 25.000 Großtiere in den Wäldern, Seen, Sümpfen und der Grasebene.

In einer Höhe von ca. 2400 m zieht sich der steile Kraterrand um die Caldera, deren Boden rund 600m tiefer liegt. In der Mitte sieht man den Sodasee Lake Magadi, der voller Flamingos, Pelikane u.a. Wasservögel ist und an deren Ufer sich so große Tiere wie Elefanten, Nashörner und Büffelherden in großer Zahl aufhalten. Von hier oben können wir leider, obwohl wir uns sehr Mühe geben, auch mit 300 -facher Vergrößerung kein einziges Tier erkennen. Durch angrenzendes Sumpfland fließen Flüsse in den See, der je nach Jahreszeit und Niederschlagsmenge in seiner Größe schwankt.


Ngorongoro Serena Lodge
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Das Hotel wurde zwar in vier Etagen erbaut, äußerlich jedoch so gut mit Natursteinen aus der Umgebung verkleidet (Foto 02), dass sich das Hotel wunderbar in die Natur einfügt. Die Dächer wurden so entworfen, dass sie beträchtliche Mengen frischen Regenwassers auffangen können, um das in dieser Gegend kostbare Wasser zu sparen.

Der Ausgang im Erdgeschoss unter den Zimmern ist versperrt und zum Schutz vor wilden Tieren auf der anderen Seite mit einem Graben versehen. Vom Ende dieses Ganges können wir jedoch durch ein Loch im Mauerwerk direkt auf einen alten Brunnen blicken, der den Massai als Wasserstelle dient.
Morgens und Abends kann man hier auch die Massai beobachten, wenn sie ihre Herden in den bzw. aus dem Krater treiben.

Durch dieses Loch fotografiere ich die fotoscheuen Massai (Foto 03), bis sie die Kamera hören und mich direkt ansehen. Ich bin genauso erschrocken wie sie, obwohl ich in sicherem Abstand stehe. Böse sehen sie mich an, aber sie können mir hier nichts tun. Hier treiben sie gerade ihre Rinderherde aus dem Ngorongorokrater heim.


Massai
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Kaum ein Volk ist wie das der Massai in seiner Erscheinung so einmalig und unverwechselbar. Obwohl sie nur etwa 1 % der Bevölkerung darstellen, sind sie ein Symbol für Ostafrika. Massai sind schlanke, hoch gewachsene und schöne Menschen. In ihren leuchtend roten Umhängen als meist einzigem Kleidungsstück sind sie weithin zu sehen. Die Massai lassen sich nicht gern fotografieren. Angeblich kostet sie jede Fotografie eines ihrer (zahlreichen?) Leben.

Die Rinder sind auch heute noch das größte Gut der Massai. Die jungen Krieger tragen lange zu Zöpfen geflochtene Haare, die ebenso wie ihre Haut gern mit roter Erde bemalt werden. Ihre Stöcke, die auch der Verteidigung dienen, tragen sie immer bei sich.

Da sie mit ihren Herden viel allein umherziehen, müssen sie sich gut wehren können und werden schon in jungen Jahren ausgebildet. Immerhin sind sie die stolzen Nachfahren eines gefürchteten Kriegervolkes. Massai haben große mit Perlen geschmückte Ohrlöcher, die ständig mit Holzpflöcken vergrößert werden.

Massai- Frauen tragen ihre Kinder, traditionell in ein Tuch geschlungen, auf dem Rücken. Sobald eine Frau verheiratet ist, wird ihr Kopf kahlgeschoren. Jeder Massai kann sich soviel Frauen nehmen, wie er (inkl. Kinder) ernähren kann. Er zahlt für die Frauen mit Rindern. In ihrem Schöpfungsmythos heißt es, dass die Massai von ihrem Gott Enkai zu den rechtmäßigen
Besitzern aller Rinder der Welt gemacht worden seien. Abgesehen von den Rindern gibt es keine besitzabhängige Hierarchie innerhalb einer Sippe. Jeder Massai teilt, was er hat, mit den anderen.

Umgebung der Lodge
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52000 Menschen leben rings um den Ngorongoro-Krater in der Ngorongoro Conservation Area.
Der Ngorongorokrater ist trotz seines Namens eigentlich kein Krater, sondern die Caldera eines Riesenkraters, die durch den Einbruch mehrerer nebeneinander liegender Vulkane entstand, nachdem die oberflächennahen Magmakammern geleert waren.

Er gilt als das achte Weltwunder!!!!!.

Da innerhalb des Ngorongorokraters das ganze Jahr über genügend Wasser und Weideland vorhanden ist, ist dieser ständig mit fast allen in Ostafrika vorkommenden Tierarten gefüllt.

Die Massai als rinderhütende Nomaden nutzen das Weideland für ihre Rinderherden. Seitdem auch der Ngorongorokrater als Naturschutzgebiet gilt, haben die Massai strenge Auflagen erhalten. Sie dürfen selbst nicht mehr innerhalb des Kraters wohnen und haben festgelegte Zeiten einzuhalten (6:30 Uhr bis 18:30 Uhr), in denen sie ihr Vieh zum Weiden in den Krater führen. Sechs Monate im Jahr bewirtschaften sie hier 78 Milchkühe, weitere 100 Rinder äsen gleich hinter dem nahen Dorfhügel, wo gutes Gras wächst. Die immer wieder als »stolz« beschriebenen Massai haben hier mit dem Tourismus längst eine zweite Einnahmequelle erworben. 20000 Schilling Verdienst pro Monat erhält jeder von ihnen, 5000 Schilling bringt jedes Safari-Auto als Eintrittsgebühr.

Das Massai-Dorf " Seneto Maasai Manyata" ist eine winzige Subansiedlung des Hauptortes Oloirobi (4000 Einw.), in dem 96 Menschen wohnen und liegt am nordwestlichen Rande des Ngorongorokraters unweit der Ngorongoro Serena Lodge.

Eine feste Umfriedung aus Ästen der Dornenakazien dient dem Schutz vor wilden Tieren. Kühe und Ziegen werden nachts ebenfalls innerhalb der Umfriedung gehalten. Da die Massai im Krater über das gesamte Jahr ausreichende Weideflächen vorfinden und unweit ihres Dorfes für sie ein Brunnen als Wasserstelle errichtet wurde, ziehen die Bewohner dieses Dorfes mittlerweile nicht mehr als Nomaden durch das Land.

Die Zimmer
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Über einen Balkon hat jedes Zimmer einen traumhaften Blick in das Innere des Kraters. Über Gänge in vier Etagen (Foto 04) kommt man zu den einzelnen Zimmern.

Ein Doppelzimmer mit Halbpension kostet pro Person und Nacht je nach Saison zwischen 115 und 145 € . Die Zimmer mit ihren Wandmalereien auf groben gestrichenen Wänden sind wunderschön. Einige zusätzliche liebevolle Kleinigkeiten machen die Zimmer gemütlich. Insgesamt hat die Anlage 75 Zimmer, die sogar mit umweltfreundlichen Wärmetauschern ausgestattet sind. Diese Zentralheizungen sind sehr sinnvoll; denn obwohl wir uns in Äquatornähe befinden, ist es doch oft kühl hier oben. Durch eine sehr originelle Verwendung von Stein, Metall und Wandgemälden ist es gelungen, dass wir uns an unsere prähistorische Vergangenheit erinnert fühlen. Die Olduvaischlucht ist schließlich nicht weit entfernt. Neben den großen bequemen Betten steht ein kleiner Schreibtisch inkl. Spiegel und Wandleuchten, es ist alles sehr originell gemacht.

Auch die Bäder sind großzügig und durchdacht gestaltet. Es gibt genügend Ablagemöglichkeiten, Dusche, Waschbecken und WC und wieder viel Spiegel.

Essen und Restaurant
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Die Lodge hat leider, schon durch die Anzahl der Gäste, den Beigeschmack des Massentourismus. Wir spüren dies schon beim Abendessen. Ein Katzenklo im Restaurant verdirbt uns auch noch den letzten Appetit.

Die Lounge und der Barbereich im unteren Teil des Haupthauses (Foto 06) sind sehr gemütlich eingerichtet. Große Tische mit bequemen Sesseln lassen uns auch mühelos Landkarten und Bücher wälzen. Der grandiose Ausblick über ein riesiges Panoramafenster oder die von hier leicht erreichbare Terrasse machen das Wohlfühlen komplett.

Das Restaurant ist im oberen Teil untergebracht und wirkt schon etwas nüchterner. Der erste Eindruck bestätigt sich dann beim Abendessen. Das Essen ist lieblos zubereitet und schmeckt überhaupt nicht. Die Karte eines Abendessens habe ich beigelegt (Foto 07). Zum Frühstück gibt es ein ausreichendes Büfett.


Aktivitäten
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Die meisten Gäste kommen wie wir während einer mehrwöchigen Safari für zwei Nächte hierher, um einen ganzen Tag im "Krater" genießen zu können. Wer jedoch seine Reise nicht vorher komplett geplant hat, kann hier vor Ort einige Einzelaktivitäten buchen. Angeboten werden z.B.: "Ngorongoro Circle Hike" - 3 Stunden (25,00 €) / "Olmoti Full Day Excursion" (145,00 €) / "Nature Walk" - 1,5 Stunden (10,00 €).

Mittlerweile wollen so viele Menschen dieses weltweit einmalige Naturschauspiel hautnah erleben, dass zum Schutz der Tiere auch der Tourismus reguliert werden muss. Die Arche Noah der Tierwelt stößt langsam an die Grenzen des Wachstums. Gleichzeitig wollen die Menschen ringsum am Besucherboom verdienen.

Bei einer Zahl von täglich etwa 450 Besuchern, die sich auf dem Areal der größten, vollständig erhaltenen, oberirdischen Vulkan- Caldera der Welt bewegen, ist das jedoch überhaupt nicht verwunderlich. Wenn in jedem durchschnittlich sechs Personen sitzen, dann sind das täglich ca. 80 Safari-Jeeps. Allerdings sitzen oft neben dem Fahrer auch nur 2-3 Personen im Jeep. Seit 2004 dürfen nur noch voll besetzte (mindestens 6 Personen) Jeeps in den Krater einfahren.


Fazit:
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Wenn die Bewirtschaftung der Lodge, also Essen und Sauberkeit, besser wäre, könnten wir uns hier wohl fühlen. Die Zimmer sind wunderbar und die Aussicht in die Caldera ist einfach grandios.

Bilder

für Ngorongoro Serena Lodge
Blick in den Ngorongorokrater (Caldera)
von Leo56 Leo56

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Kommentare

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  • manu63 09.11.2009 13:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • MSBBonn 03.10.2009 18:06
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • trenker26 01.05.2009 21:47
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Leider ist nicht alles perfekt

  • cityqueen 28.04.2009 10:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • manuelmama 23.01.2009 16:29
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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