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Pro Kultur im Überfluss, freundliche Menschen
Kontra nichts ausser die schlechten Straßen
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Ich möchte euch heute mal Myanmar, das frühere Burma näher bringen, wo wir heuer im Herbst eine 2-wöchige Rundreise unternommen haben. Fotos folgen am Montag
Überblick:(1) Demographische Daten
(2) Außengrenzen
(3) Politik
(4) Politische Gliederung
(5) Klima
(6) Bevölkerung
(7) Religion
(8) Wirtschaft
(9) Geschichte
(10) Städte und Sehenswürdigkeiten
(11) Wissenswertes
(12) Fazit
Staatsname: Union Myanmar [Burma]
Fläche: 676 578 km²
Bevölkerung: 50 00 000
Hauptstadt: Yangon [Yangon]
Amtssprache: Burmanisch
Währung: 1 Kyat (K) = 100 Pyas Offizieller Kurs: 1 USD 4,5 Kyat, inoffiziell: 1 USD 1200-1300 Kyat
Nationalfeiertag: 4. Januar (Tag der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahre 1948)
Bevölkerungswachstum: 1,5 % (1998); 1,2 % (2002)
Bevölkerungsdichte: 67 Ew./Km2
Lebenserwartung: 57,2 Jahre (2002)
Säuglingssterblichkeit: 77 pro Tausend (2002)
Ca. 1 bis 2% der Bevölkerung wird als HIV positiv geschätzt
Alphabetisierung: 85,3 % (2002)
Anteil am BiP: Landwirtschaft(63%), Industrie(9%), Dienstleistung(18%)
Myanmar grenzt an die Volksrepublik China, Indien, Bangladesh, Laos, Thailand und im Süden an den Indischen Ozean. Das Andamanische Meer trennt Myanmar von den südwestlich gelegenen indischen Inseln Andamanen und Nikobaren. Im Westen grenzt Myanmar an Bangladesch und die indischen Bundesstaaten Mizoram, Manipur, Nagaland und Arunachal Pradesh.
(3) Politik: Staatsform: Militärdiktatur; die letzte Verfassung der Sozialistischen Republik von 1974 ist seit dem 18. September 1988 außer Kraft gesetzt.
Staatschef: General Than Shwe (seit April 1992) Regierungschef: General Soe Win (seit 19. Oktober 2004)
Parlament: Volksversammlung mit 485 für vier Jahre gewählten Abgeordneten (Wahl von 1990 vom Militärregime nicht anerkannt) Politische Parteien: National League for Democracy (NLD), National Unity Party (NUP), hervorgegangen aus der Burma Socialist Programme Party von General Ne Win, Union Solidarity and Development Association (USDA) (regierungsnah, jedoch offiziell ohne Parteienstatus), weitere acht Minoritäten-Parteien
(4) Politische Gliederung:Myanmar gliedert sich in sieben States und sieben Divisions. Die Landesteile, die überwiegend von der größten Volksgruppe Myanmars, den Bamar besiedelt sind, heißen Division, die Bereiche, die überwiegend von Minderheiten bewohnt werden, State.
Die Minderheiten-States bilden zum überwiegenden Teil die Außengrenzen Myanmars: im Uhrzeigersinn beginnend im Südwesten: Rakhaing (Arakan) (Hauptstadt: Akjab, Grenze zu Bangladesch, überwiegend am Golf von Bengalen gelegen)
Chin (Hauptstadt: Hakha, Grenzen zu Bangladesch und Indien)
Kachin (Hauptstadt: Myitkyina, Grenzen zu China und Indien)
Shan (Hauptstadt: Taunggyi, Grenzen zu China, Laos und Thailand)
Kayah (Hauptstadt: Loi-kaw, Grenze zu Thailand)
Kayin oder Karen (Hauptstadt: Pa-an, Grenze zu Thailand)
Mon (Hauptstadt: Mawlamyine, keine Landgrenze, am Andamanischen Meer gelegen)
(8) Sagaing (Hauptstadt: Sagaing, Grenze zu Indien im Nordwesten)
(9) Tenasserim (Hauptstadt: Tavoy (Dawei), Grenze zu Thailand im Südosten)
(10) Irawadi (Hauptstadt: Pathein (Bassein), am Golf von Bengalen und dem Andamanischen Meer gelegen)
(11) Yangon (Hauptstadt: Yangon, an der Andamanensee gelegen)
(12) Bago (Pegu) (Hauptstadt: Bago, nördlich der Irawadi-Division)
(13) Magwe (Hauptstadt: Magwe, nördlich der Bago-Division)
(14) Mandalay (Hauptstadt: Mandalay, östlich der Magwe-Division)
States und Divisions sind weiter untergliedert in Distrikte und Gemeinden.
Myanmar befindet sich, mit Ausnahme des äußersten Nordens, im Einflussbereich des Indischen Monsuns. Die Ausprägungen des Monsuns sind in den einzelnen Landesteilen unterschiedlich. Auch hier bemerkt man allerdings den Klimawandel, denn in Bagan regnete es, während wir dort waren und das ist sowohl von der Jahreszeit her, als auch generell vom Klima in Bagan sehr ungewöhnlich.
Im Wesentlichen lassen sich drei Jahreszeiten unterscheiden:
(6) Bevölkerung
Myanmar ist ein Vielvölkerstaat mit 153 verschiedenen Volksgruppen. Die größten davon sind: 70 % Birmanen (Bamar), 8,5 % Shan, 6,2 % Karen (überwiegend Christen), 4,5 % Rohingya (Muslime), 2,4 % Mon (Die Palaung gehören zur Sprachgruppe der Mon-Khmer und umfassen ca. 150.000 Personen. Sie leben im südlichen Kachin- und im Shan-Staat.), 2,2 % Chin (Tschin), 1,4 % Kachin; ferner 1-2 % Chinesen und 1 % Inder.Sprachen: Birmanisch (70 %), Sprachen der Minderheiten, Englisch (Handelssprache)
(7) ReligionenBuddhismus (89 %), Christentum (4 %), Islam (4 %), Stammesreligionen und andere (3 %)
Die am weitesten verbreitete Religion in Myanmar ist der Buddhismus. Einige der berühmtesten buddhistischen Kunstwerke (Statuen) im asiatischen Raum befinden sich hier. Vorherrschend ist die frühbuddhistische Theravada-Schule, die im 20. Jahrhundert auch maßgeblichen Einfluss auf die Buddhismus-Rezeption im Westen hatte.
Zu den wichtigsten Heiligtümern zählen vor allem die Shwedagon-Pagode in der Hauptstadt Yangon, der Goldene Fels in der Nähe von Bago und der Mount Popa in der Nähe von Bagan.
(8) Wirtschaft
Myanmar ist in erster Linie ein Agrarland. Die industrielle Entwicklung des Landes wird seit den sechziger und siebziger Jahren vorangetrieben. Ein Hauptziel der Regierung besteht darin, die gesamte Wirtschaft zu modernisieren und sie von der Konzentration auf Landwirtschaft und Handwerk hin zu einer breiteren Basis zu entwickeln. Im Rahmen dieser Politik wurden viele Privatbetriebe verstaatlicht.Das größte Problem in wirtschaftlicher Hinsicht ist aus meiner Sicht die fehlende oder teilweise die sich in sehr schlechtem Zustand befindliche Infrastruktur. Straßen teilweise noch aus der Kolonialzeit, teilweise so schmal, dass 2 Fahrzeuge kaum aneinander vorbeikommen oder derart mit Löchern überseht, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit kaum mehr als ca. 30 km/h beträgt. Straßenbau- bzw. Sanierungsmaßnahmen sind kaum zu beobachten.
Ähnlich verhält es sich auch mit der Eisenbahn. Am zuverlässigsten erscheint noch der Gütertransport auf dem Wasserweg.Wir hatten auch den Eindruck, dass alles sehr kleingewerblich strukturiert ist. Es gibt zahlreiche Familienbetriebe, die mit einfachen Mitteln durchaus ansprechende handwerkliche Arbeit abliefern, jedoch nicht im großen Umfang. Wir besuchten zum Beispiel eine Glasbläserei, die sehr versteckt in Yangon lag und nur über einen Lehmpfad zu erreichen war, die für viele Restaurants und Hotels Gläser liefert, aber ansonsten kaum jemand bekannt ist und keinen echten Shop hat.
(9) GeschichteQuelle: wikipedia
Aufgrund er langjährigen Geschichte dieses Landes, möchte ich mich hier auf die jüngere Geschichte beschränken und nicht bei Adam und Eva beginnen.
"Im 19. Jahrhundert fällt Birma nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft. Der letzte König von Birma wird mit seiner Familie durch die britische Besatzung ins Exil nach Indien geschickt, wo er auch stirbt. Birma wird Teil von Britisch-Indien. Im 2. Weltkrieg wird es von Japan okkupiert, aber nach Kriegsende wieder von den Briten zurückerobert. 1948 wird Birma in die Unabhängigkeit entlassen. Nach einer kurzen demokratischen Phase wird Birma von verschiedenen Militärregimen kontrolliert.
Als 1990 bei demokratischen Wahlen die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) einen Erdrutschsieg erringt, werden die Wahlen vom Militärregime für ungültig erklärt, und es kommt zu einer blutigen Niederschlagung von friedlichen Studentenprotesten. Das Regime bleibt an der Macht.
Die am 9. Januar 1993 erstmals einberufene Nationale Versammlung, die eine neue Verfassung erarbeiten soll, wird nach mehreren Sitzungen am 31. Mai 1996 endgültig ausgesetzt. Die NLD war nach Protesten gegen die vom Militär vorgegebenen Verfahrensvorschriften am 29. November 1995 von der Nationalen Versammlung ausgeschlossen worden.
Bis zur Jahrtausendwende vereinbart General Khin Nyunt mit einigen der Minderheitenvölker Myanmars Waffenstillstandsabkommen. Die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wird willkürlich freigelassen und erneut unter Hausarrest gestellt, zuletzt nach einem blutigen Überfall auf ihre Wagenkolonne in Zentralbirma im Mai 2003. Nach einer scheinbaren Öffnung des Regimes im Jahre 2003 gewinnen die Hardliner gegen Ende des Jahres 2004 wieder die Oberhand; die Menschenrechtssituation ist katastrophal.
Am 22. September 2006 wechselt die Militärjunta erstmals seit 18 Jahren die Spitzen der Streitkräfte aus. Junta-Chef Than Shwe und sein Stellvertreter Maung Aye geben ihre militärischen Posten ab, behalten aber ihre Positionen an der Spitze des State Peace and Development Council (SPDC), der Junta-Regierung. An die Spitze des Militärs rückt General Thura Shwe Mann (* 11. Juli 1947), ein langjähriger Vertrauter von Than Shwe. Den Vizeposten übernimmt Generalmajor Thura Myint Aung"
(10) Städte und Sehenswürdigkeiten:
Yangon:Ist seit 1885 die Hauptstadt Myanmars. In der Stadt leben rund fünf Millionen Menschen. Bei der Ankunft hat man den Eindruck in eine sehr grüne Stadt zu kommen, zahlreiche Bäume, Seen und Parks sind zu entdecken auf der Fahrt vom Flughafen ins Zentrum. Doch die in vielen Reiseführern und Berichten beschrieben Ruhe und Langsamkeit, wollte sich nicht einstellen. Im Gegenteil Yangon ist auf seine Weise genauso hektisch wie Bangkok, es herrscht nur weniger Verkehr, aber deswegen ist es trotzdem ein sehr geschäftiges Treiben. Positiv fällt auf, dass es kaum Motorräder gibt, da Yangon aufgrund einer Motorradgang, die in den Straßen ihr Unwesen trieb, von der Militärregierung zur motorradfreien Zone erklärt wurde. Das Zentrum ist gekennzeichnet durch seine schachbrettartige Anlage, wie es bei vielen britischen Kolonialstätten zu finden ist.
Sehenswürdigkeiten:Shwedagon Pagode:
Das bekannteste und berühmteste Monument in Yangon ist die, zu den neuen Weltwundern zählende Shwedagon - Pagode, eines der höchsten buddhistischen Heiligtümer der Welt, die ein Pflichtbesuch ist. Man sollte einmal morgens und einmal abends kommen und sie im Lichte der auf- bzw. untergehenden Sonne betrachten. Der Eintritt mit USD 5 ist jedoch nicht gerade wenig.Kyaukhtatgyi Pagode:
beherbergt einen 70 Meter langen liegenden Buddha, der als große Besonderheit Glasaugen besitzt, die ein wahres Kunstwerk darstellen, vor allem wenn man auch die Werkstatt besucht hat, wo sie hergestellt wurden.Sule Pagode:
Im innersten Zentrum der Stadt gelegen, an einer sehr verkehrsreichen Kreuzung, ist sie ein ausgezeichneter Orientierungspunkt; von hier aus werden übrigens alle Entfernungen in Myanmar berechnet. Über 2000 Jahre alt, wurde sie öfters erneuert und repariert. Angeblich beherbergt die zentrale Stupa ein Haar des Buddha, wie der monesische Name Kyaik Athok besagt: "Stupa, in der ein heiliges Haar liegt". Wir haben aber nur eine Runde gedreht und sie nicht betreten. Rundherum befinden sich zahlreiche kleine Geschäfte.Bogyoke Aung San Market (Scott Market):
Dieser turbulente 70 Jahre alte Markt bietet die größte Auswahl an traditionellem burmesischen Kunsthandwerk unter einem Dach. Auch ein Bummel zwischen den verschiedenen Marktständen, ohne die Absicht etwas kaufen zu wollen, ist sehr interessant und abwechslungsreich.Chaukhtathyi Pagode:
Zehn Minuten vom Stadtkern und 5 Minuten von der berühmten Shwedagon Pagode entfernt befindet sich das 72 m lange liegende Buddha Bildnis, die größte Liegende Buddha Statue in Myanmar. Ursprünglich 1907 erbaut, hat sie über die Jahre stark unter der Witterung gelitten. 1957 wurde sie abgerissen und in dieser Form wieder aufgebaut. Die Fertigstellung erfolgte 1966. Das einzigartige an dieser Statue ist das Glasmosaik an ihrer Fußsohle. Es stellt die 108 besonderen Eigenschaften des Buddha dar.Glasbläserei:
Die Augen des oben stehenden besser gesagt liegenden Buddhas sind aus Glas und die wurden in dieser abgelegenen und mit einfachsten Mitteln arbeitenden Glasbläserei gestaltet. Der Besitzer erzählt das voller Stolz, aber auch etwas böse, da das fertige Werk, für dass sie knapp 2 Jahre benötigten dann quasi als Geschenk an die Pagode betrachtet wurde.Nationalmuseum:
In der Pyay Road, nur wenige Minuten vom Stadtkern entfernt, präsentiert ihnen das neu erbaute fünfstöckige Museum die Pracht Myanmars. Dort sind der Löwenthron des letzten Königs von Myanmar, königliche Insignien aus dem burmesischen Königreich des 19. Jahrhunderts, Artefakte verschiedener altertümlicher Zeitabschnitte, archäologische Kulturgegenstände, Kunsthandwerksgegenstände, Waffen, Musikinstrumente und Gemälde zu sehen.
Weiters gibt es im Stadtzentrum noch sehr viele historische Kolonialgebäude, teilweise sehr verfallen, ein paar wenige auch restauriert. Mittlerweile dürfen diese alten Gebäude nicht mehr abgerissen werden.
Die Hauptstadt des letzten burmesischen Königreichs und der burmesischen Könige liegt im Zentrum Myanmars, 668 km nördlich von Yangon. Gegründet wurde die Stadt 1857 von König Mindon und war Amtssitz der burmesischen Könige bis sie 1885 von den Briten besetzt wurde und man Yangon zur Hauptstadt machte. Sie ist die zweitgrößte Stadt nach Yangon und ein pulsierendes Handelszentrum. Die Stadt ist ebenfalls bekannt für Holzschnitzereien, Silberwaren, Tapisserieware, Seide und andere Erzeugnisse traditioneller Handwerkskunst.
Einige Teile des umliegenden Landes, vor allem eine Seite der neu erbauten Straße zum Flughafen, fielen den Überschwemmungen zum Opfer, die während der Regenzeit aufgetreten sind. Da sah man auch warum die Straßen nicht halten, denn es war nur eine ganz dünne Asphaltdecke oben auf, so dass es kein Wunder ist, dass nach kurzer Zeit große Löcher entstehen. Zentral liegt das Gebiet des ehemaligen Königspalastes, das von einem Wassergraben umgeben ist. Der Königspalast existiert aber nur noch als Nachbau und gehört nicht zum Pflichtprogramm.
Die liegen eher in der unmittelbaren Umgebung, da rund um Mandalay bzw. fast schon zusammenwachsend auch die ehemaligen alten Hauptstädte Amarapura, Inwa und Sagaing liegen. Da sind zahllose Pagoden und Klöster zu finden. Vor allem die Sagaing Hill entwickeln sich immer mehr zum Meditations- und Studierzentrum Myanmars.
Amarapura:Mahagandayon Kloster (monastery):
Dabei handelt es sich um ein berühmtes Lehr- und Studierzentrum, das mittlerweile aber auch für Touristen insofern eine Attraktion ist, als man die Mönche zur Mittagszeit in einer langen Reihe zum Essen ziehen sieht. Wir fanden das ganze ein wenig zooartig und der fehlende Respekt vieler Besucher, die weder angemessen gekleidet noch die angemessene Stille einhalten konnten, taten das Übrige, um uns nicht ganz wohl zu fühlen. Die Touristen tun ab und zu so, als ob sie noch nie einen Menschen essen gesehen hätten.
Sind ebenfalls eine Spezialität von Amarapura, herrliche Gewänder, Schals und sonstige Dinge werden dort in Handarbeit erzeugt.
Inwa:War die Hauptstadt zwischen 14. und 18. Jahrhundert. Man kann sich gemütlich mit einer Pferdekutsche zum hölzernen Bagaya Kloster bringen lassen mit seinen eindrucksvollen Holzornamenten und Teakholzpfosten und die Reste des ehemaligen königlichen Palastes erkunden.
Sagaing:Über 600 weiß gestrichene Pagoden sind in der Landschaft verstreut und bilden das religiöse Zentrum Myanmars mit über 3000 Mönchen, die dort in den rund 100 Meditationszentren leben.
U-Bein Bridge:Die längste Teakholzbrücke der Welt, 200 Jahre alt und 1 Kilometer lang. Wir sind mit dem Boot rausgerudert worden, um den Sonnenuntergang vom Boot aus zu erleben und sind dann über die Brücke zum Ufer zurückspaziert bei herrlicher Abendstimmung.
Mingun:Mingun liegt rund 11 km stromaufwärts von Mandalay am westlichen Ufer des Ayerawaddy. Die einstündige Bootsfahrt ist eine gemütliche Sache und man kann in Ruhe das Leben am Ufer beobachten. In Mingun ragt eine gigantische 50 Meter hohe unvollendete Pagode mit Blick auf den Fluss. Von oben hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung.
Ein Stückchen zu Fuß weiter findet man die größte noch läutbare Glocke der Welt die 90 Tonnen schwere Mingun Glocke, gegossen 1170 von König Bodawpaya.
Im Jahre 1857 von König Mindon nach der Vorlage der Shwe Zigon Pagode in Nyaung U erbaut, ist diese Pagode von 729 aufrechten Steintafeln umgeben, auf denen die gesamten, von der 5. buddhistischen Synode redigierten und genehmigten Schriften aufgezeichnet sind. Wegen dieser Steinschriften ist sie volkstümlich als "das größte Buch der Welt" bekannt.
Shwenandaw Pagode:Berühmt für seine künstlerischen Holzschnitzereien, erinnert dieses Kloster ein wenig an den alten Mandalay Palast. Ursprünglich wurde es innerhalb des Mandalay Palasts gebaut, jedoch 1880 von König King Thibaw an den heutigen Standort verlegt.
Mandalay Hill:Hier genießt man (mit hunderten anderen) den wunderbaren Sonnenuntergang über Mandalay.
BAGAN:
Hier erlebten wir auch eines der absoluten Highlights der gesamten Rundreise, die Ballonfahrt über Bagan im Sonnenaufgang! Ein teures Vergnügen, 250 USD pro Person und auch nicht verhandelbar, da die Ballonfahrten in der Hauptsaison immer ausgebucht sind, jedoch jeden USD wert, denn das ist wirklich ein atemberaubender Ausblick, wenn man über das Pagodenfeld schwebt und ein absolut unvergessliches Erlebins.
Ein Auszug aus den zahlreichen Tempeln und Pagoden, die wir in Bagan besichtigt haben:Shwezigon Pagoda:
mit ihre großartigen goldenen Stupa Sie wurde von König Anawrahta, dem Gründer des erste burmesischen Reiches, begonnen und von König Kyansittha im Jahre 1084 fertiggestellt. Die Shwezigon Pagode war der Prototyp für die nachfolgenden Pagoden in Myanmar. Auf grün glasierten Gedenktafeln sind Szenen aus den Jataka-Erzählungen zu sehen. Ende Oktober bis Anfang November findet hier das Pagodenfest statt.Wetkyi-In Gubyaukgyi:
Das ist ein Tempel aus dem 13. Jahrhundert mit einem Turm, der einem indischen Tempel gleicht, den ich leider vergessen bzw. nicht notiert habe. Dieser Tempel ist für seine Wandgemälde bekannt, auf denen Szenen aus den Jataka-Erzählungen (Geschichten aus dem Leben Buddhas) zu sehen sind.Htilominlo:
Erbaut 1211 n. Chr. durch König Nadaungmya, ist Htilominlo einer der größten Tempel von Bagan. Es ist ein doppelstöckiges Bauwerk, das 50 Meter in die Höhe ragt. Bekannt ist dieser Tempel für seine ausgezeichneten Stuckschnitzereien an den Bogengiebeln, Fries und Pilaster.Ananda:
Fertig gestellt 1090, erbaut von König Kyansitthas, eine Glanzleistung früher Tempelarchitektur. Der Grundriss stellt ein perfektes griechisches Kreuz dar mit vier riesigen stehenden Buddhastatuen, die in vier verschiedene Richtungen gewandt sind, wobei nur mehr 2 der 4 Buddhastatuen original sind, wie unser Führer erzählte, die übrigen beiden sind Nachbauten. Je nach Entfernung bzw. wenn man langsam auf die großen Statuen zugeht, verändert sich der Gesichtsausdruck Buddhas von freundlich ein wenig lachend zu ernst. Achtzig Reliefs zeigen die frühen Abschnitte im Leben Buddhas von der Geburt bis zu seiner Erleuchtung.Ananda Okkyaung:
Ein kleines rotes Backsteinkloster innerhalb der Tempelanlage von Ananda. Auf den Innenwänden sind Gemälden aus dem 18. Jahrhundert, auf denen Buddhas Leben, wie auch Teile der Geschichte Bagans abgebildet sind.Dhammayangyi Tempel:
Erbaut 1165 v. Chr. von König Narathu ist dies der gewaltigste Schrein von Bagan. Dieser zählt zu den 4 masterpieces von Bagan und ist deshalb als Modell auch im Nationalmuseum in Yangon zu bewundern. Unter den vier außergewöhnlichen Tempeln von Bagan ist der Dhammayangyi für seine Masse und Stärke berühmt.Shwesandaw Pagode:
König Anawrahta baute diese runde Pagode im Jahre 1057. Auf den fünf Terrassen waren einst Terrakotta-Gedenktafeln, auf denen Szenen aus den Jataka-Erzählungen zu sehen waren. Die Glocke der Pagode erhebt sich über zwei achteckige Füße, die die fünf quadratischen Terrassen überragen. Die oberste Terrasse der Shwesandaw Pagode ist mittlerweile ein beliebter Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Aber Achtung beim Abstieg, die Stufen sind sehr steil und zum Anhalten gibt's nur auf einer Seite etwas.Manuha Tempel:
Wieder ein ganz besonderer Tempel. Der Sage nach soll der Monkönig Manuha im 11. Jhdt. diesen ungewöhnlichen Tempel während seiner Gefangenschaft gestiftet haben. Zuerst ließ er 3 große Buddha-Figuren (2 sitzende und eine liegende) errichten. Monkönig Manuha baute den Tempel so eng um die 3 Buddha-Figuren, dass man beim Betreten des Tempels Platzangst bekommen muss.INLE LAKE:
Dieser riesige, malerische See liegt im Shan Staat im östlichen Myanmar. Auf einer Höhe von 900 m über dem Meeresspiegel ist er einer der größten Touristenattraktionen in Myanmar. Der 22 km lange und 10 km breite See hat rund 150.000 Bewohner, von denen viele auf schwimmenden Inseln Leben. Der Inle See muss allerdings mittlerweile geschützt werden, da die Verschmutzung immer mehr voranschreitet und immer mehr Fläche durch den Gemüseanbau verschwindet. Er ist berühmt für seine landschaftliche Schönheit, sowie die einzigartigen Einbeinruderer der Inthas, der Ureinwohner des Sees. Des Weiteren sind die schwimmenden Dörfer, der farbenfrohe schwimmende Markt, der allerdings auch immer mehr zu einem Touristenmarkt verkommt. Das Phaung Daw Oo Pagoden Fest am Inle See findet im Oktober statt und ist prunkvoll, stattlich und farbenfroh.Indein:
Verlässt man den See und fährt einen kleinen Strom flussaufwärts kommt man nach Indein, ein kleines Dorf am westlichen Seeufer. Es ist ein schmaler Bach mit vielen Windungen. Auf beiden Seiten sind Reisfelder angelegt, so sieht man dort die Bauern mit Wasserbüffeln pflügen und ihren täglichen Arbeiten.Nga Phe Kyanug Kloster:
Dies ist ein attraktives hölzernes Kloster, das Ende der 1850er Jahre auf Pfählen über dem See gebaut wurde. Außer der Kollektion von Buddhas, ist das Kloster lt. Reiseführern besuchenswert, weil die Mönche dort einigen der vielen Katzen beigebracht haben, durch Reifen zu springen, ich fand das ganze aber ziemlich langweilig und eher unnötig.Phaung Daw OO Pagode:
Als einer der berühmten Hauptschreine in Myanmar, beherbergt diese Pagode fünf kleine Buddhastatuen, die von den Seebewohnern hoch verehrt werden. Allerdings sind es nur mehr unförmige goldenen Gestalten, denn durch das Aufbringen der zahllosen Goldplättchen ist die klassische Buddhaform völlig verschwunden. Einmal im Jahr, Ende September bis Anfang Oktober, findet das Pagodenfest statt, bei dem vier der fünf Statuen auf einer bunten Barkasse den See umfahren. Mitte der 60er Jahre kenterte einmal das Schiff mit den Figuren, an der Stelle ragt jetzt eine Art Denkmal aus dem See.BAGO (PEGU):
Bago, die ehemalige Hauptstadt der Mon Könige liegt nur 80 km von Yangon entfernt. Die Anreise dauert aber rund 2,5 Stunden mit dem Auto! Wir haben folgendes besichtigt:Shwemawdaw Pagode:
mit einer Höhe von 117, die höchste Pagode (bzw. Stupa) in Myanmar, erbaut vor über 2.000 Jahren, allerdings bei weitem nicht so kunstvoll wie die etwas kleiner Shwedagon Pagode in Yangon.die liegende Buddhastatue, die im 9. Jahrhundert geschaffen wurde Diese ist die Hauptattraktion von Bago und hat gewaltige Ausmaße von 55m Länge und 16m Höhe. Sie zählt zu den schönsten Darstellungen eines liegenden Buddhas in Myanmar.
Kambozathadi Palast:das ist der goldenen Palast von König Bayinnaung. 2 Gebäude des viel größeren Palastes wurde im Jahr 1998 wieder neu aufgebaut, allerdings kann man nur ahnen welche Pracht der Palast und die gesamte Anlage damals dargestellt haben. Früher einmal bestand der Palast aus massiven Teakholzpfeilern und war innen mit Teakholzpanelen verziert. Einige wenige originale Teakholzpfosten sind noch vorhanden und zeugen von der Pracht des ehemaligen Palastes.
Kyaikpun Pagode:Hier befinden sich 4 ca. 30 m hohe Buddhas, welche in die 4 Himmelsrichtungen schauen, allerdings wird laut unserem Führer seit Jahren daran herum renoviert, ohne jemals fertig zu werden.
Auch unterwegs haben wir immer wieder mal eine Pagode, einen workshop oder einen Markt besichtigt, aber alles im Detail hier wiederzugeben, würde den ohnehin schon langen Bericht, nochmals um 2-3 Seiten verlängern.(11) Wissenswertes:
Kosten:Da wir bei unserer Rundreise bis auf Abendessen und Getränke eigentlich alles inkludiert hatten, kann ich keine echte Aussage darüber treffen, was man im Schnitt pro Tag an Geld braucht. Doch es ist sicher ähnlich wie in anderen asiatischen Ländern, speist man an den Straßenständen und trinkt Tee oder Wasser, dann halten sich die Kosten in Grenzen. Wir haben manchmal abends doch ab und an in den Hotels gegessen, zum Beispiel am Inle Lake oder auch in Bagan und da sind die Preise vergleichbar mit unseren, eventuell leicht billiger.
Eintritte sind im Vergleich relativ teuer, aber für Touristen jetzt auch kein unüberwindbares Hindernis. Für Bagan bezahlt man etwa 10 USD sg. "zone fee" oder für die Shwedagon PAgode 5 USD pro Person.Grundsätzlich bietet Burma wie alle Reiseländer für jeden Geldbeutel, die entsprechenden Unterkünfte, Restaurants, Fortbewegungsmittel.
Essen:Das Essen ist nie so scharf wie in Thailand, auch die typischen Currygerichte sind würzig, aber nicht scharf. Gegessen wird mit Stäbchen oder mit Löffel und Gabel. Zu einem Menü gehört immer auch eine Suppe, die jedoch mit der bei uns bekannten Rindssuppen nur wenig gemein haben. Weiters eine Vorspeise, Reis, Gemüse und Curry. Da Fleischstücke aber immer Mundgerecht sind, ist auch kein Messer notwendig. In den Restaurants zum Steak gab es selbstverständlich aber auch ein Messer.
Shopping:Supermärkte bzw. Shopping Center sind in Yangon langsam im entstehen, in Mandalay gibt es bereits kleinere, aber ansonsten muss man sich an den lokalen Markt halten. Getränke gibt's an jeder Ecke und auch Essensstände sind zahlreich vorhanden. Ansonsten gibt es Touristenshops, wo man Souvenirs kaufen kann, natürlich gehäuft bei den Sehenswürdigkeiten.
Zum Beispiel in In Dein reihen sich auf dem Weg zu den Stupas sicher weit über 100 Stände aneinander mit allerlei schönen und kitschigen, notwendigen oder unnotwendigen Sachen. Lackwaren, Seidenwaren, Holzschnitzereien, generell Kunsthandwerk sind die wichtigsten Erzeugnisse.Die aktuellsten und besten Reiseführer bieten Lonely Planet (2005) und Stefan Loose an, wir hatten noch den 2004 Loose dabei, mittlerweile gibt es aber eine 2006 Version. Wir waren sehr zufrieden mit den beiden, so sind das zum Beispiel die einzigen beiden, die auch den Tipp mit der Glasbläserei drinnen hatten. Die Restaurants haben alle gestimmt, die wir gesucht haben.
Handeln:Handeln gehört zur burmesischen Kultur. Allerdings werden noch nicht solche Fantasiepreise wie teilweise in Bangkok verlangt, so dass sich der Handelerfolg oft auch in Grenzen hält. Es hilft aber, wenn man mit dem Preis nicht zufrieden ist, dem Verkäufer den Rücken zu kehren und zu gehen. Meist steigt man dann doch auf den genannten Preis ein. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation viele Menschen, sollte man es meiner Meinung nach aber auch nicht übertreiben mit dem runterhandeln.
(12) Fazit:Burma ist ein wunderschönes Land, mit ausgesprochen vielen Kulturschätzen und herrlichen Landschaften. Von Südostasien sicherlich neben Thailand die größte Häufung an Kulturschätzen. Der Pagoden Bau-Boom ist ungebrochen, so konnten wir zahllose neue, in Bau befindliche Pagoden sehen, unter anderem einen 170 Meter hohen stehenden Buddha. Die Menschen sind sehr freundlich, doch die meiste Zeit zurückhaltend.
Ein wenig nervig waren teilweise die Verkäufer bei den Sehenswürdigkeiten, die ein Nein einfach ignoriert haben und in einem nicht enden wollenden Wortschwall allerhand verkaufen wollen. In ländlicheren Gegenden wird man als weißer Tourist durchaus noch bestaunt. In meiner persönlichen Hitliste der bereisten Ländern, Vietnam, Laos, Kambodscha und Thailand liegt Burma ziemlich vorne, wobei jedes dieser Länder seinen eigenen Charme und sein Vorzüge hat. Katastrophal sind die Straßenverhältnisse, so dass sich Inlandsflüge als Alternative geradezu aufdrängen.Nach anfänglichen Bedenken wegen des Militärregimes, sind wir aber auf offene Menschen getroffen, die durchaus alle stolz auf ihr Land und ihre Kultur sind. Das Leben erschien uns wenig eingeschränkt und auch in Burma halten die modernen Zeiten Einzug. Es gibt mittlerweile Internet, wenn auch viele Seiten gesperrt sind, doch wurde uns gleichzeitig hinter vorgehaltener Hand versichert, dass die Internet Cafe Betreiber die Tricks kennen, um das zu umgehen. Handys sind so wie überall auf dem Vormarsch, aber noch ein absolutes Luxusgut. Viele Burmesen dürfen zum Studieren oder Arbeiten ins Ausland, auch wenn die Beschaffung eines Reisepasses mehr als drei Monate dauert. Die Menschen wirken sehr geschäftstüchtig, allerdings sehr zufrieden und im Glauben verhaftet. Bevor man mit materiellen Gütern angibt, wird lieber für die Pagode gespendet.
Ich finde, dass je mehr Touristen ins Land kommen, desto schneller wird es mit einer Öffnung Richtung etwas demokratischeren Verhältnisse gehen. Ähnlich wie in China. Das Land ist in vielen Dingen noch nicht bereit, Touristenhorden zu bewältigen, jedoch bin ich sicher, dass zu diesem Zwecke auch Investitionen in die Infrastruktur gemacht werden, die letztendlich dem ganzen Land helfen werden.
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imjustme 14.07.2009 20:53
Eindeutig BH, liefere ich auf jeden Fall nach, allerdings kann ich das erst wieder nach den Hamburger Sommerferien, weil ich momentan keins frei hab, und ich verreist bin. Deine Berichte machen wirklich Spaß. Schreibst unglaublich gut :) LG
DieSprachlose 05.01.2009 23:58
DANKE !!! Nur noch 26 Tage ;-) GLG Sylvia
Lilanelke1978 27.06.2008 12:32
t.schlumpf 24.03.2008 20:03
Es macht wirklich Freude deine Berichte zu lesen, lg Tanja
BH ENDLICH nachgeliefert !! LG