Mutter-Kind-Kuren

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3 Wochen einfach mal 5 gerade sein lassen

4  02.08.2002

Pro:
gute Erholung, Kinderbetreuung fast die ganze Woche, ruhige Lage

Kontra:
manchmal geht es leider schief

Empfehlenswert: Ja 

Antonia007

Über sich: ☼☼ .. Leider aktuell wenig Zeit. Wir sind am Bauen. Ich wünsche einen guten Rutsch i...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 112 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vor knapp einem Monat war es endlich soweit.
Meine Kinder, 10 und 7 Jahre alt, und ich machten uns auf den Weg Richtung Norden.
Unsere 3. Mutter-Kind-Kur stand an.
Wir fuhren zum zweiten Mal ins

Gerd-Lausen-Haus –ADS Mutter-Kind-Klink- nach Rantum auf Sylt.

Die Anreise ist für mich als Schlewig-Holsteinerin denkbar einfach.
Rein ins Auto, rauf auf die Autobahn A7 Richtung Norden, Kurz vor der Grenze nach Dänemark die letzte
Abfahrt runter Richtung Niebüll und dann in Niebüll angekommen immer Richtung Autozug nach Sylt.
Alles wunderbar einfach ausgeschildert. Am Verladebahnhof in Niebüll am Schalter ein Ticket für den Autozug Sylt-Shuttle zum Preis von € 77,-- lösen und dann auf die Hinweise des Bahnpersonals bezüglich der Auffahrt auf den Autozug achten.
Der Sylt-Shuttle fährt mit uns auf dem Hindenburgdamm Richtung Sylt und nach einer Fahrt von knapp 45 Minuten sind wir in Westerland angekommen. Nun Richtung Hörnum einordnen und losfahren.
Nach knapp 6 Kilometern kommt der kleine Ort Rantum in Sicht, und dort biegen wir links ab Richtung Hafen.
Schon sind wir da.
Das Mutter-Kind-Kurheim ist in einem alten Kasernengebäude, das natürlich vollkommen modernisiert ist, untergebracht. Ebenfalls hier untergebracht ist ein Schullandheim.....da war ich vor knapp 30 Jahren schon mal!!

Das Mutter-Kind-Heim besteht aus 2 Gebäuden.
Dem Hauptgebäude, in dem im Erdgeschoß die Büroräume der Heimleitung, das Arzt- und Schwesternzimmer,
das Gesprächszimmer der Psychologin, ein Gemeinschaftsraum, die Pysiotherapeutische Praxis mit Massage-, Krankengymnastik und Bäderabteilung, untergebracht.
In einem kleinen Seitenflügel befinden sich noch 8 ebenerdige Zimmer. Mit eigenem Bad und Dusche ausgestattet, und in einem Extraraum Küchenzeile und Aufenthaltsraum. Hiervor gibt es einen kleinen
Innenhof, in dem 2 Strandkörbe zum verweilen einladen.
Im ersten und zweiten Stock sind die Zimmer für die Mütter und ihre Kinder untergebracht.
Im ersten Stock gibt es nur 1 Zimmer für Mütter und Kinder, die aber jeweils sehr großzügig geschnitten sind und alle über ein eigenes Bad mit Dusche verfügen. Auf dem Gang befindet sich noch ein Gemeinschaftsraum und eine kleine Teeküche, in der sich Kaffee, Teebeutel und Milch für den allgemeinen Gebrauch befinden. Weiterhin natürlich eine kleine Ausstattung an Geschirr.

Im zweiten Stock bestehen die Zimmer aus jeweils 2 Räumen, allerdings ohne Zwischentür, also die Verbindung zwischen den Räumen bleibt offen. Auch diese Zimmer haben ihre eigenen Bäder mit Duschen, und auch hier gibt es eine kleine Teeküche und einen Aufenthaltsraum.

Im Keller befinden sich die Bastelräume, die Sauna mit Ruheräumen, und der Waschraum mit 3 Waschmaschinen und 2 Wäschetrocknern sowie einigen Wäscheständern.

Das 2. Gebäude, Seminartrakt genannt, befindet sich quer zum Hauptgebäude.
Es beinhaltet im oberen Bereich die Zimmer für Mütter und Kinder. In diesem Gebäude waren wir
bei unserer letzten Kur untergebracht.
Wir hatten 2 Zimmer zur Verfügung. Im vorderen Zimmer waren mein Bett, 3 Sessel mit einem kleinen Tisch und
Einem Sideboard untergebracht. Im hinteren Zimmer, durch eine Tür zu verschließen, waren meine Kinder untergebracht. Jeder hatte ein Bett, und in der Mitte stand ein flacher Tisch mit einem Sessel davor. Weiterhin stand ein doppelter Kleiderschrank in diesem Zimmer. In einer Ecke des Raumes war ein Bad eingebaut. Klein, aber es reichte, Klo, Duschkabine und Waschbecken.
Auch auf unserer Etage gab es eine Aufenthaltsecke, ein Lesezimmer und eine kleine Teeküche.
Im unteren Teil des Gebäudes war die Verwaltung der Anlage untergebracht und im Keller gab es eine Kegelbahn und einen kleine Kiosk...sehr zur Freude der Kinder!!!

Einen Eingang weiter waren die Essensräume untergebracht.
Und in einem Seitenflügel ist das Spielhaus für die Kinder untergebracht.

Was sehr angenehm ist, die Zimmerschlüssel sind gleichzeitig auch die Schlüssel für die Aussentüren der beiden Gebäude, denn nach 19.30 Uhr sind diese Gebäude verschlossen und somit hat man immer die Möglichkeit sich frei zu bewegen, ohne groß nach Schlüsseln zu fragen.

Die Außenanlagen sind sehr großzügig gehalten.
Es gibt 2 große Bolzplätze, viele Sitzgelegenheiten und beim Kinderhaus einen schönen Spielplatz.
Auch eignet sich das Gelände wunderbar zum Drachen steigen lassen.
Vor dem Seminartraktgebäude ist ein Schachspiel auf dem Weg eingepflastert, und die Spielfiguren sind sehr robust und stabil. Weiteres Spielzeug, z. B. Eimer und Schaufeln bzw. Spaten für den Strand, kann man sich im Spielhaus ausleihen. Auch kann man sich Kinderbücher und –spiele und andere Lektüre im Heimleitungsbüro ausleihen. Das ist sehr angenehm, denn so braucht man nicht allzuviel mitzunehmen für die 3 Wochen.

Die Strecke zum Strand beträgt bei normaler Schrittgeschwindigkeit 10 Minuten.
Runter vom Gelände, die Hauptstraße überqueren, durch die Sanddünen laufen und schon ist man
am wunderbaren Sandstrand von Rantum. Über die Verwaltung kann man sich im Sommer für die Zeit der Kur für € 2,50 pro Tag einen Strandkorb mieten. Dieser Preis ist im Vergleich mit normalen „Mietern“ sehr günstig.
Geht man vom Heim aus in die andere Richtung kommt man durch ein kleines Kiefernwäldchen und von dort aus zum Deich am Wattenmeer. Und nördlich liegt das Rantumbecken, an dem man wunderbar auf dem Deich spazieren gehen kann bzw. auch joggen bzw. Fahrrad fahren kann.

So nun zum Kurheim an sich. Dieses Heim hat sich auf Atemwegs- und Hauterkrankungen spezialisiert.
Da mein kleiner Sohn und ich unter Asthma leiden, sind wir hier genau richtig aufgehoben.
Die „Bäderabteilung“ bietet folgende, mir bekannte Maßnahmen an.
Massagen mit Fango oder Heißluft.
Krankengymnastik, Atemgymnastik für Kinder und Erwachsene, Rückenschule, Bäder in supergroßen Badewannen. Z. B. Solebäder, Salz-Öl-Bäder, Moorbäder und noch einige mehr.
Weiterhin werden Kinderentspannung, progressive Muskelentspannung und autogenes Training angeboten.
Auch wurden Gruppen- und Einzelgespräche zu verschiedenen Themen angeboten.
An 2 Abenden in der Woche wird Sport angeboten.
Und natürlich lädt die Natur – Strand etc. zum wandern und spazierengehen ein.
Vom Heim kann man sich für € 2,50 pro Tag ein Fahrrad ausleihen, allerdings bieten ortsansässige Vermieter
teilweise günstigere Preise für einen längeren Zeitraum an. Also informieren lohnt sich.

Ich habe während meiner Kur meine Anwendungen nur an den Vormittagen gehabt, und somit am Nachmittag, bis auf wenige Ausnahmen, immer genug freie Zeit zum Strandbesuch incl. Baden in der Nordsee, oder zum
Bummeln in Westerland oder einfach nur zum „abhängen“.
Meine Kinder wurden im Spielhaus vom morgens 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.00 Uhr bis 17.30 Uhr betreut. Außer Donnerstag nachmittag ab 14.30 Uhr und am Sonntag, da war das Spielhaus geschlossen.Der Besuch im Spielhaus war keine Pflicht, und an den schönen Tagen waren wir natürlich gemeinsam
am Strand. Da in diesem Kurheim Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren betreut werden, waren die Kinder natürlich im Spielhaus nicht alle in einer großen Gruppe, sondern sie wurden in altersgerechte Gruppen eingeteilt. 10 bis 12 Jahre, 8 und 9 Jahre und ab 7 Jahren abwärts waren die Gruppen, wobei die Altersstufen je nach Kindern immer variieren. In dieser Kur waren viele größere Kinder, da ja fast in jedem Bundesland bereits Ferien waren. Die Angebote des Spielhauses waren natürlich auch gruppenmäßig unterschiedlich.
Die Großen waren z. B. am Montag morgen oft beim Kegeln. Auch wurden verschiedene Ballspiele angeboten.
Meine Kinder waren mit den Angeboten aber sehr zufrieden und haben viel davor wahrgenommen.

Da meine Kinder und ich innerhalb von 3 Jahren bereits das zweite Mal in diesem Kurheim waren,
hatten wir keine großen Anpassungsschwierigkeiten, denn soviel hat sich in dieser Zeit nicht verändert.
Auch war uns z. B. der Spar-Markt im Ort bekannt, und wir wußten, wo man etwas billiger als normal mal einen Kaffee trinken bzw. ein Eis essen gehen kann.

Die Verpflegung im Kurheim war auch sehr gut. Es gab morgens immer frische Brötchen, Knäckebrot,Wurst, Käse, Honig, Marmelade, Nußnougatcreme, Müsli, Kornflakes, Naturquark, Naturjoghurt und eine große Schüssel mit frischem Obst. Dazu Kaffee, Tee, Milch oder Kakao.
Mittags gab es normale Kost, Reduktionskost oder Vegetarische Kost. Wobei man sich zur Reduktions- und Vegetarischen Kost allerdings vorher anmelden mußte. Außerdem gab es ein großes Salatbuffet und ganz oft frischen Melonen oder Ananasscheiben. Und natürlich immer einen Nachtisch. Auch am Mittag war wieder die große Obstschüssel vorhanden.
Ab und zu gab es für den Nachmittag frisch gebackenen Kuchen.
Abends gab es wieder Salatbuffet, und dann verschiedene Brotsorten und verschiedene Wurst- und Käsesorten. Und oft noch mal z. B. eine Nudelsuppe oder Tortellini oder Rührei ......
Man konnte sich über das reichhaltige Angebot nicht beschweren.

Alles im Allem haben wir drei uns auf dieser Kur sehr gut erholt. Der Alltagsstess war zu Hause geblieben und nach einem langen Schuljahr war diese Kur gerade richtig für uns. Außerdem haben sich unsere Atemwegsprobleme sehr gebessert. Eben Nordseeluft!!!

Was mich allerdings ein wenig gestört hat, war das fehlende Verständnis mancher Mütter anderen gegenüber.
Klar das 10 und 12 Jährige nicht um 20.00 Uhr im Bett liegen, aber es waren auch Mütter mit kleineren Kindern anwesend und die hatten abends oft Probleme, ihre Kinder zur Ruhe zu bekommen, denn es war sehr sehr laut in den Häusern. Auch war das „Selber-Essen holen“ nicht ganz so entspannend. Auf unserer vorherigen Kur wurde mittags jedenfalls immer am Tisch serviert. Das war wesentlich entspannter und ruhiger für alle. Aber auf dem „Zufriedenheitsbogen“ des Heimes konnte jeder seine Anregungen anmerken, und das war ein Punkt den ich angebracht hatte. Ansonsten hat es uns aber sehr gut gefallen, und wenn alles gut geht, haben wir in 2 Jahren noch einmal die Möglichkeit dort eine Kur zu verbringen.

Ich habe mir diesen Kurplatz über den Paritätischen Wohlfahrtsverband vermitteln lassen.
Bezahlt wurde meine Kur von meiner Krankenkasse.

Hier die Anschrift des Heimes
ADS Mutter-Kind-Klinik Gerd-Lausen-Haus, Am Torbogen 6, 25980 Rantum/Sylt Tel.: 04651-926110

Leider gibt es keine Homepage, aber unter www.rantum.de kann man sich einen kleinen Einblick verschaffen.

Für evtl. weitere Nachfragen bitte einen Eintrag im Gb hinterlassen, oder einfach bei den Kommentaren. Ich werde mich bemühen, diese Fragen zu beantworten.

In Erinnerungen schwelgende Antonia
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Finetta12

Finetta12

04.07.2009 16:47

toller bericht

Cybersyssy

Cybersyssy

19.01.2009 00:14

Silbäääääääär! Liebe Grüße, Elena

bibianca

bibianca

23.02.2003 21:25

Hört sich auch nicht schlecht an. Sind gestern erst aus der M-K-K in Zingst wieder gekommen. Hat mir echt gut gefallen! LG Bianca

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