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Schnuppertour gefällig?

5  17.08.2002

Pro:
Tolles City - Flair und viele nette Leute !

Kontra:
Nicht unbedingt ein billiges Pflaster !

Empfehlenswert: Ja 

Scrape

Über sich:

Mitglied seit:12.08.2002

Erfahrungsberichte:7

Vertrauende:9

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 47 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

München!!! Klar, hört sich gut an und da wollte ich ja schon immer mal hin. Meistens versuche ich auch das auszuführen was ich mir in den Kopf setze. Ein Kurztrip wird geplant, denn da ich in solchen Sachen sehr genau bin suche ich mir vorher mal aus was ich eigentlich genau will. Mit der Hilfe eines Städteplaners und ein paar Tips von Leuten die schon öfter in München waren, war das gar nicht so schwer.

Weil es in München ja wirklich sehr viel zu sehen gibt habe ich mich bei meiner Auswahl auf die fast schon touristisch überlaufenen Punkte beschränkt. Was alle anderen sehen wollen kann doch eigentlich nicht so schlecht sein oder?

Ich habe also 4 Tage eingeplant, die auch für meine finanziellen Mittel gerade ausreichten, denn bekanntlich ist die Stadt teilweise auch nicht so billig. Aber es kommt immer darauf an was man sich so vornimmt.

Eine Pension habe ich außerhalb in Eglharting in der Hauptstraße 43 gefunden. Die heißt Josef Maier Eglharting GmbH die auch eine Metzgerei im Hause hat. Für ein günstiges und gutes Abendessen war dann auch schon gesorgt. Für 3 Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer mit Dusche und WC haben wir ca. 120 Euro bezahlt. Allerdings muß ich dazu noch erwähnen dass ich schon vor etwas längerer Zeit dort war und nicht weiß wie sich alle Preise, auch die der Verkehrsgesellschaften und der Museen nun in Euro entwickelt haben.

In die Innenstadt fährt man am Besten mit der S-Bahn. Ein Park & Ride Parkplatz einer S-Bahn Station die bereits zum inneren Ring gehört ist zu empfehlen, weil man von dort aus wieder etwas Geld sparen kann. Bei uns war das dann die Station in Haar. Wir haben uns eine 3-Tage-Partner-Karte für ca. 15 Euro gekauft mit der man den gesamten Innenraum mit bis zu 5 Personen befahren konnte. Sie gilt in allen für den inneren Ring gekennzeichneten S- und U-Bahnen. Lediglich die Trambahn mußten wir noch extra bezahlen.

Was hatte ich mir vorgenommen, na so einiges. Fangen wir mal mit meinem persönlichen Highlight an:

Das Deutsche Museum:
Ein riesiger Gebäudekomplex auf der Isarinsel stand mir da bevor. Es ließ sich also schon gleich erahnen, dass es hier viel zu sehen gibt. Die Eintrittspreise sind erschwinglich und für Schüler und Studenten gibt es nach Vorlage des Ausweises eine Ermäßigung. Zuerst habe ich mir an der Kasse ein Faltblatt geschnappt und mich in eine stille Ecke gesetzt. Nach dem Studium der ganzen Themengebiete habe ich mir das für mich interessanteste herausgepickt. Denn eins kann ich Euch sagen, man bekommt auf keinen Fall alles zu sehen!!! Man muß sich nämlich mal bewußt machen, das auf einer 50.000 qm großen Ausstellungsfläche so ca. 17.000 Sachen ausgestellt sind. Der absolute Wahnsinn und jedes Jahr kommt noch was dazu. Gleich zu Beginn hatte ich Glück dass eine Vorführung in der Starkstromtechnik anstand. Wir bestaunten den Faradayschen Käfig und die simulierten Blitzeinschläge. Diese Vorführungen sind mehrmals am Tag und sind vor Ort angegeben. Also kann man zwischendurch ruhig mal eine Pause machen und den Erklärungen lauschen. Eigentlich gibt es was Naturwissenschaft und Technik angeht für jeden etwas. Autos, Schiffe, Flugzeuge (der Senkrechtstarter ist auch da!!!), Telekommunikation, Physik, Chemie, Eisenbahn, Landwirtschaft, Bergbau und vieles mehr. Die Liste würde da jetzt echt zu lange werden. Ich fand im Chemiebereich absolut genial dass man an den Schaukästen Knöpfe drücken konnte und daraufhin wurde der Ablauf verschiedener Experimente gezeigt. In der Schiffahrtshalle kann man durch ein Segelschiff spazieren oder sich ein aufgeschnittenes U-Boot betrachten. Auch wenn man kein Technikfreak ist, ein Besuch ist das Museum wert. Im obersten Geschoss findet sich auch ein Planetarium in dem zu verschiedenen Zeiten die Sternenbilder erklärt werden. Dafür muß man noch mal extra bezahlen, aber es war nicht sehr viel. Ich glaube so etwa 2 Euro. Man lehnt sich in den Sitzen zurück und bestaunt den Sternenhimmel. Im Telekommunikationsbereich haben wir mal die Bluebox ausprobiert und fanden uns an einem wunderschönen Strand am Meer wieder. Träum!!!

Nach 5 Stunden Museum, einem Besuch in der dortigen Cafeteria und mit ziemlich runden Füßen habe ich erschöpft aber fasziniert aufgegeben. Zeit und Interesse sollte man auf jeden Fall bei einem Besuch mitbringen.

Öffnungszeiten: täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr
Adresse: Museumsinsel 1, S-Bahnstation Isartor oder Tram 18
Eintrittspreise: ab ca. 5 Euro


Nächster Halt: Olympiagelände!!!
Nun gut, ich bin nicht gerade ein Sportler und auch kein FC Bayern Fan (man möge mir verzeihen!!!) aber diese Ecke Münchens mußte ich einfach besuchen. Ein schöner Park in dem man spazieren kann rundet die Gegend um das Gelände ab. Die Konstruktion des Olympiastadions hat mich schon immer beeindruckt. Daneben gibt es noch die Schwimmhalle, ein Eissport- und Radrennstadion, eine Mehrzweckhalle, das ehemalige olympische Dorf und natürlich der Fernsehturm. Von ihm hat man einen tollen Blick über das ganze Gelände und natürlich die Stadt. Er ist 290 m hoch und man fährt (Gott sei Dank) mit einem Aufzug. Die Aufzüge sind von 9.00 bis 24.00 geöffnet und ein Restaurant dass sich pro Stunde einmal um die Achse dreht ist auch noch im Turm drin. Von der Aussichtsplattform sieht man auch gleich das BMW-Museum wo wir unsere nächste Station machen werden. Man läuft vom Fernsehturm aus über eine Brücke und spaziert in das Museum rein. Ehrlich gesagt ist dieses Museum wirklich nur was für Autofreaks oder eingefleischte Fans. Am Eingang zahlt man so etwa 2 bis 3 Euro und erhält einen Einwegkopfhörer in Blau-Weiß natürlich!!! Dieser führt einen durch die Geschichte der Bayerischen Motorwerke und auch durch die Entwicklung der Technik an den ausgestellten Fahrzeugen. Ohne Zweifel sind sehr schöne Automobile dort ausgestellt von einer süßen kleinen Isetta (auch Knutschkugel genannt) bis hin zu den Prototypen und einem aufgeschnittenen 3 er (oder war es ein 5 er BMW) aber letztendlich war ich schon ein bißchen enttäuscht. Das Gebäude ist sehr futuristisch und man bewältigt es durch einen Rundgang der wie eine Spirale nach oben führt. Trotzdem wirkte es auf mich teilweise etwas kahl und kalt. Aber jeder soll sich doch ein eigenes Bild machen. Hier sind die Öffnungszeiten auch täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr und die Adresse lautet Petuelring 130 an der U-Bahn-Station U3 Olympiazentrum.

Bavaria-Film-Studios:
Sie waren die letzte Station auf meiner Besichtigungstour. Sie waren irgendwie etwas umständlich zu finden, da ich mich vorher schon vertan hatte. Aber mit der Tram kam ich dann doch noch hin. Nach etwas längerem Anstehen und einer spontanen Gruppenbildung um ermäßigt reinzukommen kam unsere Tourleiterin. Wir wurden in eine Bahn verfrachtet und ich freute mich schon auf eine hoffentlich längere Besichtigungstour mit dieser Bahn. Falsch gefreut. Wir fuhren einmal um die Ecke und durften wieder aussteigen. Na ja, ich war schließlich nicht zum Bahnfahren hergekommen, das muß ich nun doch zugeben. Im Raumschiff des Filmes „Enemy Mine – Geliebter Feind“ durften wir Platz nehmen und uns wurden ein paar Making-Of gezeigt. Am Besten fand ich das Making-Of von „Das Boot“ und ich konnte es kaum erwarten zu diesem U-Boot zu kommen. Nach Besichtigung einer leider leeren Filmstadt kamen wir endlich hin. „Das Boot“!!! Da durften wir durchkrabbeln. Da hat man erst mal gesehen, wie eng es dort drin ist. Danach besichtigten wir die Figuren der „Unendlichen Geschichte“ die mir auch sehr gut gefallen haben. Klare Sache, im Film waren die alle größer. Auf der letzten Station hat man uns gezeigt mit welchen Tricks die Filmemacher so arbeiten. Da lernt man dann dass die Schwarzwaldklinik im Trailer dieser alten Serie gar nicht in echt überflogen wird sondern ein Modell! Aha!!! Aber auch andere Tricks werden noch vorgeführt, da möchte ich natürlich nicht zu viel verraten. Das Filmgelände ist nicht unbedingt ein Muß, aber trotzdem sehenswert.
Öffnungszeiten: vom 01. März bis 31. Oktober von 9.00 bis 16.00 Uhr
Adresse: Bavariafilmplatz 7, Tram 25
Eintrittspreise: ab ca. 6 Euro

Vor meiner Heimfahrt durfte ein ausgedehnter Stadtbummel durch München nicht fehlen. Am Karlsplatz oder auch „Stacchus“ beginnt eine schöne Fußgängerzone die sich zum schlendern lohnt. Da sahen wir das alte Rathaus, sind dann in eine Seitengasse eingebogen und noch auf die berühmte Frauenkirche gestoßen. Es gibt schöne kleine Geschäfte aber auch große wie zum Beispiel Jeans Kaltenbach das über 4 Etagen geht oder die Münchner Filiale des Sport Scheck. Wir haben dann halt mal gestöbert. Ewig aufgehalten habe ich mich im WOM-World of Music, denn bei uns in der Provinz gibt es sowas nicht.

Ich muß zugeben dass ich auch im Biergarten des Hofbräuhauses gesessen habe. Ich habe mir sagen lassen dass wirklich fast nur noch Touristen hierher kämen und die richtigen Urbayern dort nicht mehr anzutreffen sind. Wie dem auch sei, was wäre denn ein Besuch in München ohne ins Hofbräuhaus einzukehren? Oans zwoa gsuffa...

Es gab noch soviel zu sehen, wie z. B. Schwabing, Münchener Freiheit, die alte und neue Pinakothek, Karl-Valentin-Musäum (wird wirklich so geschrieben!!!) und und und...leider reichte meine Zeit nicht mehr aus. Aber immerhin habe ich nun einen guten Grund wieder nach München zu fahren!!!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Grauhalt-Spold

Grauhalt-Spold

12.09.2006 23:19

Ja.... eine sehr sehr nette Stadt in der ich persönlich aber auf keinen Fall leben möchte....

jano-k

jano-k

01.10.2005 11:50

Tja so ist das. Du bist kein Bayern-Fan und warst schon da. Bei mir ist´s anders rum.

kleenerknuffi

kleenerknuffi

31.10.2004 01:34

Als ich grad wieder Deine Berichtübersicht sah fiel mir ein, dass ich ja vor einem Jahr geschrieben habe, dass ich noch nie in München war. Und da fiel mir ein, dass das ja seit Juli nicht mehr stimmt. Wir haben ja nicht soviel gesehen (außer Withney und Co.) war aber trotzdem schön. :o) Bis morgen

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