Mt. Cook, Neuseeland

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Wir konnten den Berg sehen.......

5  08.02.2007

Pro:
Berge, Schnee, Gletscher,

Kontra:
Mount Cook immer in dichten Wolken

Empfehlenswert: Ja 

Thueringerin

Über sich: Zur Zeit erlauben mein Rücken und viel Stress im Job kaum Tätigkeit bei Ciao, habt bitte Verständnis...

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Die 9. Etappe
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Dieser Tag in den Südalpen Neuseelands wurde von uns schon lange herbeigesehnt. Wir wollten mit dem Hubschrauber fliegen, wollten an die Gletscher laufen, die beiden höchsten Berge sehen.
Auch für dieses Programm hatten wir nur einen Tag Zeit und uns war vorher schon bewusst, dass dies nicht ausreichen würde, denn am Abend sollten wir bereits 370 km weit entfernt in Queenstown
ankommen.
Also ging es gleich nach dem Frühstück los. Unser Heli-Flug war für 12.30 Uhr gebucht und vorher wollten wir zum ersten Gletscher.

Der Mount Cook Nationalpark
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Der Nationalpark umfasst den größten Bereich der neuseeländischen Alpen. Die beiden höchsten Gipfel der Südalpen, der Mount Cook und der Mount Tasman sind 3753m und 3496 m hoch. Um die beiden herum gruppieren sich 15 weitere Dreitausender sowie ca. 200 Gipfel, die mindestens 2500 m hoch sind.
Man kann also in Neuseeland alles an einem Tag haben, stürmisches Meer, Ur-und Regenwald, Seen, Hochgebirge, totales Regenwetter und 50 km weiter strahlenden Sonnenschein. Wo ist das schon möglich..........
Der Mount Cook hat ein ganzjähriges Skigebiet.
Aber auch der Ort Mount Cook liegt vor dieser tollen Kulisse.

Im Westen geht der Mount Cook Nationalpark in den Westland Nationalpark über, in dem sich die beiden Gletscher befinden.

Unser erlebnisreicher Tag beginnt
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Zunächst schauten wir etwas misstrauisch in den Himmel und insbesondere mein Mann befürchtete, dass es auch heute mit dem Flug nicht klappen würde. Obwohl wir beide diese innere Aufgeregtheit verspürten, wollten wir doch, dass es funktioniert. Also ab in die Info und nachgefragt. Es sah schlecht aus. Sämtliche Hubschrauber waren am Boden und konnten nicht starten. Da unsere Zeit an diesem Tag doch recht knapp bemessen war, konnten wir die Flugzeit um eine Stunde nach vorn verschieben, also konnten wir nur hoffen, dass es um die Mittagszeit besser aussieht.

Der Franz-Josef-Gletscher
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1865 wurde dieser Gletscher von Julius von Haast ,der ein deutscher Entdecker war,nach Franz Josef I. von Österreich benannt.
Der Franz-Josef-Gletscher gilt als ein warmer Gletscher und er kann bis zu 5 Metern am Tag fließen.
Der Gletscher war vor etwa 150.000 Jahren so groß, dass er Mount Cook und sämtliche andere Berge komplett mit einschloss.
Der Franz-Josef ist ca. 10 km lang ,auf relativ kurzer Distanz überwindet er einen großen Höhenunterschied und fließt bis in die Niederungen, wo es schon Regenwald gibt.
Da er steil ist und schnell herunterfließt, reicht er weit ins Tal.
Zur Zeit wächst der Gletscher wieder, wahrscheinlich wegen der globalen Erwärmung.
Wir hatten, um ziemlich nah an den Gletscher heranzukommen ca. eine Wanderung von 1,5 Stunden vor uns. Eine geführte Wanderung mit Führer wollten wir nicht, wir wären zwar auf den Gletscher gekommen aber die Zeit reichte nicht, denn diese geführte Wanderung dauerte 3-4 Stunden. Das Schmelzwasser des, welches aus dem Gletschertor strömt, bildet den Waiko-River.
In einer Entfernung von ca. 500 m sahen wir den Fuß des Gletschers, aber wir mussten zurück, denn der Helicopter wartete auf uns.

Der Huschrauberflug
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Wieder in der Info angekommen, sagte uns die junge Frau, dass wir zwar starten könnten, aber wegen der relativ dichten Wolken nicht oben im Schneefeld landen konnten ,sondern nur einen 20 minütigen Rundflug machen könnten.
Egal, wir wollten einfach mal erzählen können, dass wir die Berge aus der Vogelperspektive gesehen haben.
Die junge Dame führte uns zum Startfeld, rüstete uns mit Ohrschützern aus und wir konnten unter ohrenbetäubendem Lärm der Rotorblätter einsteigen. Puh, da stieg mein Puls noch mal an. 2 junge Japanerinnen waren auch dabei, sie konnten schlecht englisch und waren noch viel aufgeregter als ich.
Wir schnallten uns an und los gings. Ganz sanft stieg der Heli nach oben, meine Befürchtung, dass mir schlecht werden könnte, bestätigte sich überhaupt nicht. Ruck zuck waren wir durch die Wolken, es ruckelte schon ein wenig, aber dafür war die Sicht gigantisch. Wir flogen den ganzen Gletscher entlang und da konnte man seine Ausmaße schon erkennen. Obwohl wir ja nicht in einem Schneefeld landen konnten, war es uns auf diese Weise möglich, den Mount Cook zu sehen, er hüllt sich immer in Wolken, aber nun waren wir über ihnen.
Herrlich, die 20 Minuten vergingen im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge..........................
Unten angekommen, war die junge Dame so nett und erließ uns 50 Dollar, da wir nicht oben landen konnten. So kostete uns der Spaß pro Person "nur" 100 Dollar, das sind ca. 50 Euro. Wir fanden, dass das noch moderat war.

Der Lake Matheson
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Er war in unserem Reiseführer als der meist fotografierte und schönste Bergsee Neuseelands beschrieben worden, also mussten wir ihn sehen.
Ausgeschildert war ein Wanderweg zum "View of the Views", also der Aussicht der Aussichten...........
Während wir wanderten zogen die Wolken schon wieder weiter. Von diesem Aussichtspunkt, so lasen wir, könnte man an einem schönen Tag den Mount Cook sehen, der ansonsten das Jahr über zu 99 % in den Wolken liegt. Von Westen her kamen immer weniger Wolken, es schien, als schob das Blau des Himmels die Wolken regelrecht weg.
In diesem See soll sich der Bergriese spiegeln und ein tolles Bild produzieren.
Am Aussichtspunkt angekommen, war es zwar herrliches Wetter, aber die Wolken waren mittlererweile so weit gezogen, dass sie die Berge wieder einhüllten. Wir konnten also kein Spiegelbild entdecken. Trotzdem war es eine herrliche Wanderung durch den Wald um den See herum.

Der Fox- Gletscher
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Nun fahren wir zum Fox Glacier, der nach William Fox, einem Premierminister aus dem 19. Jahrhundert, benannt ist.
Der Fox Glacier ist 13 km lang. Auch dort wandern wir über Geröll, Steine und durch Wasser, aber ganz an den Gletscher kommt man auch hier nicht. Das letzte Stück ist abgesperrt, es ist einfach zu gefährlich, da doch ab und an nicht gerade kleine Stücke Eis vom Gletscher abbrechen.
Einfach toll, die lange Gletscherzunge zu sehen, meterdickes Eis, das sich ins Tal windet.
Und wieder fängt es an zu regnen, eben war noch der Himmel blau, nun haben sich die Wolken zu einem grauen Etwas zusammengebraut.

Es war nun bereits gegen 16 Uhr und wir mussten weiter.
Auf unserem Weg nach Queenstown wählten wir eine kürzere, aber kurvenreichere Strecke über Wanaka, die uns durch herrlich blühende Lupinenfelder führte, die auf der Südinsel sehr weit verbreitet sind. Die Route führte über den nach dem Deutschen Naturforscher Haast benannten Pass nach Otago. Eine sehr beeindruckende, zerklüftete Gebirgslandschaft. Dieser Pass ist der niedrigste der Südalpenpässe und auch im Winter nur selten zugeschneit. Vorbei am Lake Wanaka, einem tief blauen, von hohen Bergen umgebenen See gelangten wir über die Cadrona Road, eine malerische Gebirgsstraße nach Queenstown.........................
In der 5 Star Lane, einer herrlich gelegenen Villa, hoch oben in Queenstown erwartete uns nicht nur ein bezauberndes Ehepaar, Merlin und Ray, die beide aus Südafrika stammen, sondern auch ihr Riesenpudel Boodie.
Und noch etwas erwartet mich.......bereits kurz nach unserer Ankunft winkte Merlin mit einem Paket...................ich war so happy, tatsächlich hatte meine Jacke wieder zu mir gefunden, dafür war ich so dankbar, dass ich Merlin ganz herzlich drückte.

Noch wusste ich nicht, dass Queenstown der Ort sein würde, an dem es mir am allerbesten in Neuseeland gefiel..........

7 Bilder folgen....bitte um Geduld.

Bilder von Mt. Cook, Neuseeland
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Der Franz-Josef- Gletscher
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Sydneysider47

Sydneysider47

10.02.2012 00:13

Diese Hubschraubertour habe ich seinerzeit nicht mitgemacht.

Finetta12

Finetta12

08.02.2012 17:29

noch mein traumreiseland

Hedwig_2010

Hedwig_2010

23.12.2011 15:52

Finde ich faszinierend

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