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Erfahrungsbericht

für Mozart-Dinner, Salzburg
3 Sterne Vier Nächte in Salzburg: Das Mozart-Dinner Bericht mit Bildern
97 von 97 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro ...Ambiente, Musik, Gesang...

Kontra ...Essen war nicht überragend, hohe Getränkepreise, keine Einbindung der Zuschauer...

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

Der Autor

The-Wishmaster Seit 14 Okt 2000

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Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Heute geht es weiter mit einem Bericht über unsren Urlaub in Salzburg. Nun berichte ich über den eigentlichen Grund, warum wir uns überhaupt Salzburg als Reiseziel ausgesucht hatten: Das Mozart-Dinner. Was es damit genau auf sich hat, lest ihr in den folgenden Zeilen aber am besten selbst...


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| ° Mozart-Dinner
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Im vorletzten Jahr bekam ich von meinem Schatz zu Weihnachten Karten für ein Dracula-Dinner geschenkt. Wir hatten dabei eine wunderbare Zeit auf der Burg Abenberg bei Nürnberg, ein leckeres Dinner und waren kurz gesagt begeistert von der Veranstaltung. Da mein Schatz meinte mir könne man immer so schlecht Geschenke machen, gab es im letzten Jahr dann Karten für ein Mozart-Dinner in Salzburg. Leckeres Essen verbunden mit klassischer Musik - das klang eigentlich ziemlich toll. Und da mein Schatz die Karten aufwändig in einem alten Geigenkasten verpackte und diesen mit Mozartkugeln füllte, konnte ich mich bereits an Weihnachten ein wenig auf das Dinner stimmen. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben also beschlossen ein verlängertes Wochenende in Salzburg zu verbringen und hatten für den Sonntag das Mozart-Dinner gebucht. Stattfinden sollte das Ganze im Stiftskeller St. Peter. Diesen kannten wir bereits aus dem Vorbeigehen, da wir am Tag zuvor die Stiftskirche St. Peter sowie den Petersfriedhof quasi direkt neben an besichtigten. Somit wussten wir schon einmal, dass die Lage relativ zentral in der Altstadt gelegen war.

Die Karte pro Person hat dabei wenn mich nicht alles täuscht 69 € gekostet. Man kann sie im Internet über verschiedene Veranstalter erwerben. Das Mozart-Dinner selbst findet aber im Gegesatz zu anderen Event-Dinnern nicht in verschiedenen Städten, sondern wie es sich für diesen Anlass gehört nur in der Moarzstadt Salzburg statt. Für 19:00 Uhr war der Beginn angesetzt, ab 18:00 Uhr konnte man die Karten vor Ort einlösen und bekam Einlass. Nachdem wir an diesem Wochenende schon viel zu Fuß unterwegs waren und unsere Füße schon schmerzten, wollten wir uns an diesem Abend ein Taxi gönnen. Vom Hotel in der Neustadt nähe dem Bahnhof aus dauerte die Fahrt nicht ganz zehn Minuten und kostete uns 9,60 €. Wir fanden die Fahrtstrecke Richtung Altstadt zwar etwas wunderlich, aber da wir uns auf den Straßen Salzburgs nicht wirklich auskannten, konnten wenig darüber sagen, ob es tatsächlich die kürzeste Strecke war. Da der Kern der Alstadt ohnehin für Autos gesperrt war und nur die Fiaker sowie Taxis passieren durften, fuhren wir jedenfalls noch einmal an Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Landestheater vorbei, bevor wir vor dem Stiftskeller ankamen. Von außen wirkte die Gaststätte noch ein wenig unscheinbar. Durch einen Durchgang kamen wir zum Eingang, wo eine nette Dame am Empfang bereits wartete uns unsere Namen entgegen nahm. Von anderen Gästen bekamen wir mit, dass man auch an diesem Abend vor Ort noch Karten für das Dinner erwerben konnte.

Wir wurden danach von einem der Kellern ins Innere des Stiftskellers geführt. Dort ging es eine Treppe nach oben und einen Gang entlang, vorbei an anderen teils schmuckvoll gedeckten Räumen. Wir wurden dort zum Empfang für das Gala-Dinner gebracht, wo wir an einer kostenlosen Garderobe erst einmal die Jacken ablegen konnten. Danach wurden wir an unseren Tisch gebracht. Dieser befand sich am Ende des großen Raumes an der linken Seite, so dass wir wie wir er gehofft hatten nicht komplett mittig im Raum saßen. Die Tische waren alle sehr stilvoll eingedeckt. Große Leuchter zierten den Raum, Kerzenständer verbreiteten eine angenehme Atmosphäre. Die kunstvoll bemalte Decke erinnerte mich dabei etwas an die Stiftskirche selbst. Der Raum selbst war bereits gut gefüllt und es waren nur noch drei Tische frei. Die Tische selbst boten dabei jeweils Platz für acht Personen. Lediglich in der Mitte des Raumes gab es kleinere Tische, an denen teils nur zwei oder vier Personen saßen. Mit uns am Tisch saß lediglich noch ein indisches Pärchen, die sich nur mit ein paar Brocken auf Englisch verständlich machen konnten. Das war etwas schade, denn zum Dracula-Dinner beispielsweise kam man über das Event selbst schnell mit den Tischnachbarn ins Gespräch. Hier war das leider nicht der Fall. Vorne mittig im Raum war eine kleine Bühne aufgebaut, auf der ein paar Stühle samt Notenständer für die Musiker standen.

Auf den Tischen lag die Karte, aus der man bereits das geplante Menü entnehmen konnte. Dort wurde auch verraten, welche musikalische Begleitung es geben würde. Die Getränkekarte war hier ebenfalls enthalten. Das war der Moment, in dem es uns zum ersten Mal fast die Schuhe auszog. Natürlich war uns klar, dass wir hier nicht in einem Schnäppchen-Restaurant waren. Allerdings waren die Preise dermaßen gesalzen, dass wir dreimal hinschauen mussten. Mein Schatz gönnte sich einen Prosecco mit Fruchtmark, welcher für ein kleines Glas mit 0,1 Litern Inhalt mit 5,90 € zu Buche schlug. Ein 0,33 Glas Stiegl Spezial vom Fass kostete schlappe 3,80 €, während ich mir ganz Krösus an diesem Abend die Luxus-Wasserflasche mit 0,75 l Inhalt für günstige 6,10 € gönnte. Auch Wein gab es reichlich im Angebot, wobei man für einen 2008er Merlot in der 0,375 l Flasche 38,50 € berappen sollte. Soviel zu diesem Thema. Wir hielten uns also bedeckt und nahmen uns vor, zur Not nach dem Dinner noch anderweitig etwas zu trinken, wo es sicherlich deutlich preiswerter wäre. An jedem Platz stand übrigens noch ein kleiner Korb mit Mini-Brötchen. Ein Stück pro Person war hier zu finden, jedes extra bestellte Brötchen hätte hier einen weiteren Euro extra gekostet.

Pünktlich um 19:00 Uhr begann das Mozart-Dinner, indem der Raum verdunkelt wurde, so dass er nur noch von den Kerzen erleuchtet war. Die vier Musiker betraten den Raum, brachten ihre Instrumente mit auf die Bühne und legten mit dem ersten Stück los. Knapp 20 Minuten lang gaben sie quasi einen Querschnitt durch die bekanntesten Stücke aus Mozarts "Don Giovanni". Nach einem ersten instrumentalen Stück traten eine Sängerin und ein Sänger in den Raum und gaben die weiteren Stück zusammen mit dem Streicherquartett zum Besten. Als sie nach der musikalischen Darbietung den Raum verlassen hatten, wurde von den Kellerinnen und Kellern der erste Gang serviert. Wir bekamen einen Topfen-Rosmarinknödel in einer weißen Limonensuppe und einem Spritzer Sahne serviert, was auf dem Papier wirklich toll klang. Praktisch gesehen schmeckte man von der Limonensuppe nicht viel und der Topfen-Rosmarinknödel hätte auch ein normaler Grießknödel sein können. Er schmeckte weder sonderlich nach Rosmarin noch nach Quark. Der erste Gang war beileibe nicht schlecht, aber eben auch keine geschmackliche Sensation. Der zweite musikalische Durchgang präsentierte uns ein paar Stücke aus "Die Hochzeit des Figaro", die wirklich schön dargeboten waren und uns gut gefallen hatten. Nach dem erneut knapp 20 Minuten dauernden Ausflug in Mozarts Kompositionen stand das Hauptgericht an. Uns wurde "Brust vom gebratenen Capraun an Rotwein-Kräuterglace mit Kürbisbällchen, Griesstrudel und Gemüse aus Pater Prioris Garten" serviert. Ja, auch das klang sehr exquisit, sah auch optisch gut aus und schmeckte. Punkt. Es war keine sonderlich üppige Portion, aber es war gut - auch wenn es im Endeffekt doch etwas exquisiter klang, als es letztlich schmeckte.

Die dritte musikalische Reise brachte uns Stücke aus Mozarts Zauberflöte, die für mich das Highlight des Abends darstellten. Nach einem entsprechenden Applaus verabschiedetn sich auch hier die Musiker sowie die beiden Sänger nach gut 20 Minuten. Serviert wurde uns danach noch das Dessert. Hier gab es "Halbgefrorenes Waldhonigparfait an zweierlei Saucen". Das Parfait war - ihr könnt es sicher erraten - gut, aber nicht sensationell lecker. Wir waren zudem etwas verwirrt, da ein paar andere Gäste Salzburger Nockerln serviert bekamen. Ob sie diese extra bestellt hatten oder nicht, ob diese gesondert berechnet wurden - wir wussten es nicht. Diese Gäste bekamen allerdings kein anderes Dessert, somit müssen die Nockerln wirklich ihre Nachspeise gewesen sein. Gerade zum Dessert hin wirkte ohnehin alles ein wenig konfus. Der halbe Raum hatte bereits das Dessert serviert bekommen, danach dauerte es ein paar Minuten, bis wieder Kellner auftauchten. Diese brachten dann noch die restlichen Desserts und nach und nach wurden die Getränke abkassiert. Ein richtiges Finale des Dinners, wie wir es vom Dracula-Dinner her kannten, blieb aus und man wirkte etwas verloren. Nach und nach packten die ersten Gäste dann ihre Sachen und verließen den Saal. Wir blieben noch ein paar Minuten sitzen und betrachteten das Geschehen, bevor auch wir uns auf den Weg machten. Wir waren uns dabei beide einig, dass der Veranstaltungsort an sich gut gewesen war und auch die musikalische Begleitung zu gefallen wusste. Da aber kaum mit den Gästen gesprochen wurde, wirkte alles sehr unpersönlich. Hier hätten wir uns mehr Nähe seitens des Veranstalters und auch der Musiker/Sänger gewünscht. Auch den Kellern hätte es nicht geschadet, wenn sie mehr als nur einen Guten Appetit gewünscht hätten. Es war zwar ein netter Abend gewesen, aber noch einmal mitmachen müssten wir so ein Mozart-Dinner nicht. Im Nachhinein gesehen war somit der eigentliche Grund unserer Reise so gesehen sogar der Tiefpunkt der Reise. Denn wir hätten uns hier einfach wesentlich mehr erwartet. Schade.


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| ° Fazit
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An sich klingt das Mozart-Dinner toll und ist auch nicht schlecht. Die musikalische Darbietung war gelungen und hat uns wirklich gefallen. Das Ambiente war stilvoll und konnte gefallen. Allerdings war der Rest eher durchschnittlich. Das Essen klang auf der Karte toll, war im Endeffekt aber nicht mehr als "gut". Hier hätte man einfach mehr machen können. Die etwas unpersönliche Atmosphäre war ebenfalls befremdlich, da die Gäste nicht wirklich integriert wurden. Im Vergleich dazu hatte uns das bereits erlebte Dracula-Dinner deutlich besser gefallen. Zudem gab es dort auch vier leckere Gänge anstelle der drei hier erlebten Gänge. Den krönenden Abschluss bildeten die unserer Meinung nach unverschämt hohen Getränkepreise, die uns gleich zu Beginn einen kleinen Schock versetzten. Unser endgültiges Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht haben.

In diesem Sinne...


Stay dark!

The-Dinner-Master

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen ohne Essen ins Bett geschickt werden... ;)

Shake Heads!

Bilder

für Mozart-Dinner, Salzburg
Mozart-Dinner01 - Mozart-Dinner, Salzburg
Mozart-Dinner, Salzburg
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Mozart-Dinner01 - Mozart-Dinner, Salzburg

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Kommentare

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  • BlackRose83 10.12.2011 22:36
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Super berichtet. Lg, Jana

  • Werner86 17.11.2011 10:52
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Da gibts ein Dessous für

  • meerline77 08.11.2011 06:45
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • miss_chocolate 14.10.2011 16:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    werd ich nicht besuchen ;)

  • Antonia007 08.10.2011 15:17
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

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