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Montreal ist unglaublich toll
Pro französisches Flair, viel zu tun, einfach eine tolle Stadt
Kontra lange, kalte Winter
Montréal - die zweitgrösste französischsprachige Stadt - nach Paris - ist absolut eine Reise wert.
Montréal hat sehr viel zu bieten - für Stadtfreaks gibt es viel zu tun - Shopping bis zum Umfallen - von Chique bis schräg ist alles da.Das Nachtleben in Montréal ist auch nicht zu verachten - es gibt unzählige Bar und Clubs. Jeden Tag ist irgendwo ein Clubbing - und die After-hour Parties sind berüchtigt. Darüberhinaus gibt es fast jeden Monat ein Festival - sei es für Jazz, Techno oder was auch immer. - Kurzum - ça bouge, à Montréal. Besonders im Vergleich zu Toronto hat Montréal mehr zu bieten - und viele Leute aus Toronto kommen nach Montréal, weil mehr los ist - und schöner ist es auch.
Die Stadt hat eben nicht nur französisches Flair, sondern auch das dazugehörige Temperament - très latin, eben.Kulturell gibt es viel zu tun - sei es eines der vielen Museen, oder auch eben Konzerte, das Orchestre de Montréal ist ja vielen bekannt, wenn auch nur von CD-Einspielungen.
Und zu sehen gibt es auch viel. Da wäre mal das vieux-Montréal, die historische Altstadt. Da ist schwer erkennbar, würde man nicht in der Ferne die Wolkenkratzer sehen, dass man nicht in Frankreich ist.Für Touristen amüsant sind auch die strengen Sprachgesetze in der Provinz Québec. (Für die Einwohner ist das aber toternst und man sollte nie Witze darüber machen, dass sogar das STOP auf den STOP-Tafeln im Strassenverkehr übersetzt ist (Arrêt)) Hier ist man noch strenger als in Frankreich selbst. Wer z.B. ein Kentucky Fried Chicken sucht, der sollte besser nach einem 'Poulet Frittée de Kentucky' ausschau halten. Und wenn auf der Hotelseife nur 'SOAP' und nicht auch 'Savon' steht, kann man das Hotel verklagen.
Natürlich erklärt sich dies geschichtlich - die Québécois sind in der Vergangenheit sehr benachteiligt worden und waren im Vergleich zur englischsprachigen Bevölkerung sozial viel niedriger eingestuft. Man nannte sie auch die 'Weissen Schwarzen Nordamerikas'. Dies kann man gerade in Montréal noch sehen. Der Westen der Stadt war eher anglophon - und man sieht gleich an den Gebäuden, dass hier mehr Geld zu Hause war, als im Osten.
Der Anteil der anglophonen Bevölkerung beträgt ca. 25%, der Rest ist abgewandert, hauptsächlich nach Toronto. Damit hat Montréal auch wirtschaftlich viel verloren, denn die Sprachgesetze machen Betriebsniederlassungen schwer.
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| 1 - 5 von 5 Kommentaren
tylerfan 27.07.2003 14:17
little.sunshine 15.05.2002 19:33
KennedyJohnF 24.12.2000 10:47
Yazd 28.10.2000 01:08
Die Sache mit der so sehr durchgesetzten Sprache hat mich echt umgehauen (Dein Beispiel mit KFC war auch mein absoluter Aha-Effekt !) Glücklicherweise sind die Leute aber doch im allgemeinen sehr weltoffen und nicht so sehr auf´s Sprechen der französischen Sprache versessen - zumindest ging es mir so. Ist jedenfalls wirklich eine Reise wert !
Tlaloc 14.08.2000 19:54
Irre guter Bericht über eine wünderschöne Stadt; fast so gut wie meine über London und Rom *g*. Sehr infomativ und kompetent. Ich hoffe, man liest sich. Ciao
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