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Erfahrungsbericht

für Montreal Centre Travelodge Hotel, Montreal
2 Sterne Übernachten in Chinatown I Bericht mit Bildern
173 von 173 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro liegt in der Nähe der Innenstadt, Zimmereinrichtung macht ordentlichen Eindruck, Frühstück inkl.

Kontra Zimmer sind klein, laut und schmuddelig, Hotel liegt am Rande Chinatowns, Parken kostenpflichtig

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

Linnie1978 Seit 9 Apr 2003

** 315856 to go ** 53 to read ** ♥ Jonas Simon - 27.05.10 ♥ ** Bitte keine bh-Betteleien im PGB... mehr

186 Mitglieder vertrauen mir

Von Quebec aus ging es für uns Richtung Montreal weiter – immer noch im französisch-sprachigen Teil Kanadas gelegen, doch in Montreal sprechen immerhin schon mehr Einwohner Englisch als in Quebec – dennoch: Quebec ist deutlich schöner. Die Hotelanfahrt gestaltete sich recht einfach – wenn man davon absieht, dass unser Navigationsgerät die Straße nicht fand. Das Travelodge Montreal Centre liegt in Innenstadtnähe am Rande Chinatowns und ist vom René-Levesque Boulevard kaum zu übersehen.


Am Rande Chinatowns


Da das Hotel direkt an einer der Hauptverkehrsstraßen Montreals liegt, ist es entsprechend schwierig, zum Einchecken sein Auto abzustellen. Unter dem Hotel gibt es ein winziges Parkhaus (in dem höchstens 30 bis 40 Autos Platz finden dürften), das man als Hotelgast nutzen kann. Für die Einfahrt benötigt man allerdings seine Zimmernummer, sodass man sich erst einmal in die Einfahrt stellen und einchecken muss. Wir hatten Glück und es stand erst ein Auto dort, sodass wir gerade noch Platz fanden, ein drittes Auto kann dort allerdings nicht mehr halten.


Das Einchecken lief nach der üblichen Prozedur ab: Namen nennen, Voucher abgeben, Anmeldezettel ausfüllen und Kreditkarte einscannen lassen. Im Travelodge wird die Kreditkarte "sicherheitshalber" gleich einmal mit 50 Dollar pro Nacht belastet, die man allerdings zurück bekommt, wenn man keine entsprechenden Kosten verursacht. Das Parken in dem winzigen Parkhaus kostet wieder einmal 15 Dollar, ist aber unerlässlich, denn an der Straße kann und sollte man sein Auto nirgends abstellen.


Die Kontaktdaten:
Hotel Travelodge Montreal Centre
50 René-Levesque Boulevard West
Montréal, Québec
Kanada H2Z 1A2
Tel: 514 874 9090
Reservierungen unter:
1 800 363 6535
1 800 578 7878
www.travelodgemontrealcentre.com


Vorteil der Hotellage ist, dass man in nur knapp zehn Minuten zu Fuß bis zur bekannten Kathedrale Notre-Dame gelaufen ist und in nur einer Viertelstunde bis ins Zentrum der Altstadt. Noch ein Vorteil: Bis zur bekannten Einkaufsmall "Complexe Desjardins" – einer bekannten unterirdischen Einkaufsstadt – sind es nur fünf Minuten zu Fuß. Nachteil ist allerdings der Lautstärkepegel im Zimmer. Obwohl unser Zimmer im fünften Stock lag und damit schon etwas weiter von der Straße entfernt, fühlte man sich dort wie mitten im Bahnhofsgetümmel. Ohropax sind wieder einmal unerlässlich.


Das Hotel verfügt über 242 Hotelzimmer, die alle individuell klimatisierbar bzw. beheizbar sind, und über zwei Juniorsuiten mit Kitchenette. Es gibt einen Tagungsraum für maximal 30 Personen, einen Frühstücksraum und einen kleinen Souvenirshop im Eingangsbereich. Zudem wird jedem Hotelgast ein kostenloser Internetzugang zur Verfügung gestellt, auch das Frühstück ist dieses Mal inklusive. Allerdings: Unser Zimmer sah deutlich anders aus als die Zimmer, deren Fotos auf der Homepage des Hotels überall zu sehen sind... Dass sich das Hotel im Internet mit drei Sternen rühmt, kann ich wahrlich nicht glauben, ich würde gerade mal zwei verteilen. Einchecken kann man ab 15 Uhr, das Zimmer verlassen muss man bis 12 Uhr mittags. Als Zimmerpreise habe ich im Internet Angebote ab etwa 130 Dollar gefunden.


Wie in der Jugendherberge


Schon der erste Blick ins Zimmer ist ernüchternd: Die Größe ähnelt eher einem Studentenwohnheimzimmer, und so kann man sich auch kaum umdrehen, geschweige denn zwei Koffer vernünftig verstauen. Außerdem standen zwar zwei Betten bereit, allerdings zwei schmale, die auch noch voneinander getrennt sind – ade Flitterwochengefühle. Nur neben dem einen Bett stand ein winziger Nachtschrank mit einer Nachttischlampe darauf, das zweite Bett musste ohne beides auskommen. Mit großen Schwierigkeiten fanden wir zwei Plätzchen auf dem Boden, auf denen unsere Koffer zum Liegen kommen konnten, allerdings führte das dazu, dass wir zwei Tage lang darum herum Slalom gehen mussten. Die Zimmereinrichtung an sich machte einen recht guten Eindruck, die Einrichtung war endlich einmal hell und freundlich und sah auch nicht ganz so ramponiert aus wie in vielen anderen Hotels. An der Wand prangte gar ein Flatscreen-TV, den man allerdings nur von einem der beiden Betten aus sehen konnte. An der Wand stand eine kleine Kommode, auf der wir auch die Kaffeemaschine und den Behälter zum Kühlen der Getränke fanden. Dagegen fehlte z. B. ein Stuhl, auf den man sich mal hätte setzen können. Als Schrankersatz war vor dem Fenster eine winzige Kleiderstange angebracht, an der gerade mal Platz für zwei Jacken war. Ein kurioses Detail: An der Wand über dem einen Bett hing ein Bild mit einem Weihnachtsmotiv – nicht sehr zeitlos...


Das Badezimmer war ähnlich winzig wie auch das Zimmer, allerdings nicht mehr ganz so gut in Schuss. In den Fugen in der Dusche hatte sich schon der Dreck abgesetzt und auch die Duschwanne sah mir nicht mehr ganz neu aus. Das Waschbecken war winzig, verfügte aber immerhin über einen Einhandmischer. Wir hatten wieder zwei große Handtücher, zwei kleine und zwei Waschlappen, außerdem zwei Seifenstücke und zwei kleine Fläschchen Shampoo. Der Appetit ist mir beim Blick auf die Klobrille vergangen, die ganz fleckig war – wie gut, dass ich immer mit meinem Sagrotan-Spray verreise! Hier war es dringend nötig.


Nicht nur der optische Eindruck von diesem Zimmer war schlecht: Des nachts haben wir kaum Ruhe bekommen, denn neben dem Straßenlärm war es auch im Hotel selbst sehr laut. Zur gleichen Zeit übernachteten dort irgendwelche Schülergruppen, die sich einen Spaß draus machten, des nachts an die Zimmertüren zu klopfen und zu versuchen, diese zu öffnen. Auch die viel gepriesene Klimaanlage funktionierte nicht richtig, denn sie schaffte es nicht einmal, unser Minizimmer zu kühlen. Als wir nach zwei Tagen hier abreisen durften, war ich nicht traurig...


Auf den Magen geschlagen


Das inkludierte Frühstück untertraf meine Erwartungen ebenfalls: Der Frühstücksraum war laut und karg eingerichtet, auf den Tischen lagen gerade einmal kleine und sehr dünne Papierdeckchen, die Kaffeetasse stand ohne Untertasse auf dem Tisch, statt einem Messer lag ein einzelner Löffel für jeden bereit. Besteck und Serviette waren Fehlanzeige. Den Kaffee – natürlich nur Instantkaffee – musste man sich aus einem Automaten ziehen, der mit einem großen Schuss den Kaffee ausspuckte, sodass er einem halb aus der Tasse schwappte.


Auch die Auswahl auf dem Büfett war mehr als mager. Warme Speisen suchten wir vergeblich, dafür gab es zwei verschiedene Sorten Toastbrot und Bagels, die man sich toasten konnte. Die Schlangen an den zwei Toastgeräten waren morgens allerdings zum Teil beachtlich. Zu trinken gab es Orangen- und Apfelsaft, die lediglich nach Farb- und Süßstoff schmeckten, aber eine echte Frucht höchstens mal von weitem gesehen haben dürften. Marmelade gab es nur aus dem Plastikdöschen, ebenso wie Philadelphia-Streichkäse und Butter. Zudem wurden pochierte Eier angeboten, trockene Croissants und Möhrenmuffins, die an einem Morgen allerdings wohl verunglückt waren, da sie halb im Papierförmchen hängen blieben. Immerhin schmeckten die Muffins sehr gut. Natürlich gab es auch die üblichen drei Sorten Cornflakes. Satt bin ich geworden, aber die Auswahl und Qualität der Speisen ließ doch sehr zu wünschen übrig.


Nix wie weg hier


Zwei Nächte waren definitiv genug in diesem lauten Minizimmer, das in nicht gerade freundlicher Umgebung gelegen ist. Als wir an einem Abend nach Hause kamen – es war höchstens 18 Uhr – lag ein Obdachloser fast genau vor dem Hotel auf der Straße und niemand kümmerte sich drum, stattdessen schlich ein anderer Obdachloser um den Mann herum. Mir wurde bei dem Anblick ganz anders... Außerdem war mir unser Zimmer zu klein, zu laut und das Bad zu schmuddelig. Auch das Frühstück überzeugte mich nicht, sodass ich nur zwei Sterne vergeben kann.

Bilder

für Montreal Centre Travelodge Hotel, Montreal
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Der Eingang des Hotels
von Linnie1978 Linnie1978
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Kommentare

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  • belli4charlotte 16.04.2012 20:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Velu1961 04.03.2012 20:34
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • dik1609 12.12.2011 07:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • miss_chocolate 19.11.2011 08:32
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Du hättest einfach ganze Nacht umherziehen müssen, dann wär das Hotel egal gewesen ;)

  • MarenF 31.08.2011 13:29
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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