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Indianer - Powwow in Montana
Pro einmaliges Erlebnis
Kontra -
Mittlerweile hab ich ja nun bei Ciao so Einiges an Reiseberichten über die Vereinigten Staaten zum Besten gegeben und ich bin auch kein Freund davon, Berichte zyklisch wieder aufzufrischen, ohne wiederum vor Ort gewesen zu sein. Dieser Bericht bedarf aber nun tatsächlich mal einer Überarbeitung, er zeugte einfach noch zu sehr vom frischgebackenen Ciao – Mitglied, dazu schlecht strukturiert und etwas farblos – nicht nur wegen der damals noch nicht vorhandenen Farbtupfer der Mitglieder, zumal ich damals sowieso noch den weißen Ring getragen hätte.
Montana, einer der Grenzstaaten der USA zu Kanada ist noch recht wenig vom Massentourismus berührt. Dies liegt zum Einen an der Lage fernab der üblichen Rundreiserouten, zum Anderen an den, sieht man vom Glacier Nationalpark mal ab, weniger spektakulären Landschaften. Einziges Ziel in Monatana, auf unserer Rundreise durch den nordamrekanischen Westen, war damals der diffuse Wunsch, einmal die Kultur der Indianer hautnah zu erleben, und wo kann man besser, als auf einem Powwow. Und eben ein solches Kulturspektakel und Stammestreffen sollte in Browning im Reservat der Blackfeet – Indianer um diese Zeit stattfinden.Den Kopf noch voll von den Eindrücken, die die grandiosen Landschaften des Yellowstone Nationalparks hinterlassen hatten, suchten wir einen abgelegenen Campsite und fanden ihn südwestlich von Great Falls in Belt. Fort Panderosa Campground, eine wundervolle Idylle, eine flache baumbestandene Wiese an einem weit verzweigten Flüsschen und dazu ein Chef, dem das Wohl seiner Camper noch persönlich am Herzen lag.Als er erfuhr, wir seien Deutsche, kramte er sofort gedanklich in seinem Stammbaum und präsentierte uns stolz einen Schweizer Großvater. Dieses Phänomen trifft man in den Staaten übrigens des Öfteren. Die Amerikaner sind unheimlich stolz auf deutsche Vorfahren und viele Gespräche beginnen an diesem Punkt schon mal in aufgeschlossener Athmoshäre.Auch wies er uns voll Stolz auf die Besonderheiten Montanas hin, die weiten Prärielandschaften mit den weit auseinanderliegenden Farmen könne man nämlich ganz ohne Tempolimit erkunden. Nun ja, gerade der regiden Verkehrspolitik hatten wir mittlerweile nur Gutes abgewonnen, aber das behielten wir lieber für uns.
Unser nächstes Ziel war am anderen Morgen Great Falls, benannt nach den in mehreren Kaskaden hinabstürzenden Fällen des Missouri. Von stürzen kann allerdings heute keine Rede mehr sein, Staustufen der Wasserkraftwerke haben die ehemals reißenden Fluten zu Rinnsalen verkommen lassen. Die massiven Felsbrüche lassen aber noch deren ehemalige Schönheit erahnen.Das Hightlight Montanas ist sicherlich der Glacier National Park. Er heisst eigentlich Glacier-Waterton Nationalpark, wobei der letztere Teil schon in Kanada liegt.Eine Durchfahrt auf der "Going to the sun road", die ihren Namen nicht zu unrecht trägt, bietet fantastische Ausblicke auf die imposante Fels- und Seenlandschaft, Wasserfälle und Gletscher. Der Park ist nur von Mai bis September geöffnet und die Parkroad, die die kontinentale Wasserscheide überwindet, ist wegen der Schneeverhältnisse meist erst ab Juni durchgängig befahrbar und das, wegen der engen Serpentinen auch nur für Fahrzeuge bis 21 Feet Länge. Mit Wandern war Ende Juni, als wir den Park besuchten, allerdings noch nichts, gerade mal die Straße war seit einer Woche schneefrei.
Was uns aber am meisten in Montana begeisterte war der Besuch des Indianerpowwows in Browning am Fuße des Glacier Nationalparks. Wenn man den Termin nicht kennt, kann es sein, man fährt achtlos vorbei. Hier, im Verwaltungszentrum der Blackfeet - Reservation, hinter dem sehr sehenswerten Museum, findet immer am zweiten Wochenende im Juli ein traditionelles Treffen vieler Indianerstämme Nordamerikas statt. Allein Montanan beherbergt ja einige Reservationen, zum Beispiel neben den Blackfeet auch die der Flathead- und der Crow – Indianer.An drei aufeinanderfolgenden Tagen werden in einer einfachen Arena nach der Wahl der Reservationsverwaltung, Ansprachen des Häuptlings und angereister Gäste anderer Stämme, traditionelle Tänze begleitet von Trommeln und indianischen Gesängen aufgeführt.
Es ist ein Volksfest, wohlgemerkt keine Folkloreshow. Die Ureinwohner gestalten das Fest für sich. Gäste sind eher selten, mehr als zwei Dutzend sind wir nicht begegnet. Man fühlt sich um hunderte Jahre zurückversetzt, Erinnerungen an alte Indianerfilme werden unweigerlich wach, obwohl gerade sie das Bild der Ureinwohner Amerikas falsch prägten.
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schöner bericht,hat mir gut gefallen. war selber fast 1 jahr in montana und umgebung beschäftigt...und hab land und leute schätzen gelernt...kann jedem nur empfehlen dahin zu gehen nice1 maorph