Mont Saint Michel, Normandie

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Eine Pyramide im Meer

5  30.05.2012

Pro:
Interessant und schön

Kontra:
Preise

Empfehlenswert: Ja 

Goldband49

Über sich:

Mitglied seit:03.07.2001

Erfahrungsberichte:251

Vertrauende:22

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 59 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nachdem wir auf einer Reise eine kleine Stippvisite zum Mont St. Michel machten, stand für mich fest, dass ich diese Insel unbedingt in Ruhe kennen lernen möchte.
Gleich im nächsten Urlaub fuhren wir in die Bretagne. Unser 1. Quartier war unweit von Dinan und von da ist es nicht mehr weit bis zum Mont Saint Michel.

Eine Sage erzählt, dass 704 der Erzengel Michael dem Erzbischof von Avranches im Traum erschien und ihn aufforderte, eine Kapelle auf dem Gipfel des Mont Tombe (Berg des Grabes) zu errichten.
Zu dieser Zeit wurde durch eine Flutkatastrophe der Felsen vom Festland abgetrennt und zur Insel.

Heute ist von der Insellage nicht mehr viel zu sehen, da durch die vor 120 Jahren gebaute Deichstraße die Umgebung verlandet. Im Jahr werden außerdem mehr als eine Million Kubikmeter Sand in der Bucht angeschwemmt, die durch den Straßendamm gehalten werden. Inzwischen ist die Sand- und Schlickschicht um die Insel ist 15 Meter hoch. So hoch wäre eigentlich der Unterschied zwischen Flut und Ebbe bei Neu- oder Vollmond.
Eigentlich soll dieser Straßendamm durch eine Brückenkonstruktion ersetzt werden und die Parkplätze aufs Festland verlegt werden. Wie weit das Vorhaben inzwischen vorangetrieben wurde, weiß ich nicht, denn unser Besuch liegt nun schon ein paar Jahre zurück.

Nun zurück zu unserem ersten Besuch. Wir hatten gehört, dass es immer einen großen Besucherandrang gibt. So standen wir früh auf und waren bereits 9.00 Uhr zur Eröffnung dort. Unser erstes Ziel war die Abtei.

Richard I. stiftete im Jahr 966 eine Abtei, die bereits im Jahr 1023 vergrößert wurde. Das gotische Bauwerk stellt seit dem 13. Jahrhundert mit seiner schwindelerregenden Höhe ein absolutes Wunder dar.
Obwohl der Mont Saint Michel eigentlich eine spitz nach oben ragender Fels ist, steht auf ihm die ca. 100m lange Kirche. Das ist nur möglich, weil sie auf 3 Krypten, die auf den Mauern der alten karolingischen Kirche Notre – Dame – sous – Terre steht. Dabei befindet sich die Felsspitze unter der Vierung.

Der Klosterbau entstand 1211 und 1228 und dient als Unterbau der Abteikirche. So sahen wir uns zunächst die Klosterräume an, bevor wir hoch in die Kirche kamen. Zuerst betritt man das Erdgeschoss, wo früher die Pilger und Bettler versorgt wurden und Unterkunft fanden. Heute betrachtet man dort ein Modell und kann Postkarten u.a. kaufen.
In der 1. Etage betritt der Besucher den Rittersaal (Salle des Chevaliers), in dem die Mönche arbeiteten. Es war der einzige Raum, der beheizt werden konnte. Dann gelangt man in das Gastzimmer (Salle d'hôtel ), das auf Säulen ruht. In dem 35 m lange Saal befinden sich zwei Kamine zum Kochen.
Wegen der Besonderheit befindet sich in der 2. Etage der 1228 erbaute Kreuzgang. Über dem Gastzimmer ist das Refektorium, welches durch 59 schmale Fenster erhellt wird.

Als wir alles besichtigt hatten, stiegen wir hinunter und mussten durch die Grande Rue, die einzige Straße, die gleichzeitig hinauf zur Abtei führt. Wir kamen nur mühsam durch die Menschenmenge. Es war unglaublich und es ist gut vorstellbar, dass es im Jahr 1 Million Besucher sind.
Trotzdem haben wir uns auch die Häuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert angesehen. Eingekauft haben wir allerdings dort nichts, denn die Preise waren jenseits von gut und böse. Dafür haben wir fleißig gefilmt und fotografiert.
Bevor wir in die Insel wieder verließen, liefen wir noch auf der Mauer entlang und fanden viele schöne Fotoobjekte.

In einem weiteren Bretagneurlaub fuhren wir noch einmal auf die Insel, um den Sonnenuntergang zu erleben. Das war ein riesiges Erlebnis. Ich glaube es war 22 Uhr, als von unten nach oben die Beleuchtung einsetzte. Es war ein wunderbares Bild und unvergesslich.

Also, wer einmal in die Nähe dieses Denkmals kommt, sollte es bei Tag und Nacht besuchen. Allerdings heißt es früh kommen, wenn man nicht mit einer Menschenmenge durch die Straße geschoben werden will. Da wir zu den ersten Besuchern des Tages gehörten, hielt sich der Andrang noch in Grenzen und wir hatten noch die Ruhe, um alles genau zu besichtigen und zu genießen.

Bilder von Mont Saint Michel, Normandie
  • Mont Saint Michel, Normandie Mont Saint Michel - Mont Saint Michel, Normandie
  • Mont Saint Michel, Normandie Refektorium - Mont Saint Michel, Normandie
  • Mont Saint Michel, Normandie Verlandete Bucht - Mont Saint Michel, Normandie
  • Mont Saint Michel, Normandie Sonnenuntergang - Mont Saint Michel, Normandie
Mont Saint Michel, Normandie Mont Saint Michel - Mont Saint Michel, Normandie
Mont Saint Michel, Normandie
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
RIESENFUSS

RIESENFUSS

23.09.2012 00:12

Gehört habe ich da schon viel von nur ich war noch nicht dort. Ciao Thorsten

Babyengel1

Babyengel1

24.06.2012 13:01

Wunderschön, besonders das letzte Bild bei Nacht. .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

blaubaer13

blaubaer13

04.06.2012 14:58

ist ja kuuuuuuuhl ;-)

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