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Pro wunderschöne Eindrücke, sehr beeindruckende Gestaltung
Kontra Beschilderung im Park nicht optimal
Detailbewertung
| Anzahl der Attraktionen: | |
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| Attraktivität der Anlage: | |
| Eintrittspreise (Erwachsene): | |
| Behindertenfreundlichkeit | |
| Platzarchitektur: | |
| Kinderfreundlichkeit: | |
| Geeignet für: | Verliebte Pärchen |
In der letzten Woche habe ich mit einem Teil meiner Family das Mondo Verde besucht und werde nun, nach einigen allgemeinen Information zum Park, den bestimmt nicht allzu viele kennen werden, über meine Eindrücke berichten.
Wer nur wenig Zeit hat, der sollte zumindest die Bilder ansehen. Die sagen mehr als tausend Worte.
Beim Mondo Verde handelt es sich um einen Themenpark in Landgraf, einem kleinen Ort an der deutsch-/niederländischen Grenze bei Aachen.
Dargestellt sind dort Länder und Bauwerke unserer Erde, die möglichst naturgetreu nachgebaut und gepflanzt sind. Als Grundlage dienten Skizzen eines längst verstorbenen Schlossherren, der so wohl seiner Weltreisen gedachte.
Es ist also ein Park, in dem man zu Fuß auf die Reise geht und die Natur genießen kann. Fahrgeschäfte oder „Attraktionen“ im herkömmlichen Sinne findet man dort nicht!
Von April bis September bezahlt man 14 € für den vollen Preis (ab 12 Jahre) und 5 € für Kinder ab 6 Jahren. Senioren über 65 zahlen 12 €.
Im Oktober gilt ein erniedrigter Eintrittspreis von 9 € bzw. 4 € bzw. 7 €.
Gruppenrabatte sind möglich, die genauen Konditionen kenne ich nicht.
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Öffnungszeiten
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Im Oktober schließt der Park bereits um 17.00 Uhr (daher wahrscheinlich die günstigeren Eintrittspreise), die Kassen um 16.00 Uhr.
Da wir direkt auf der anderen Seite der Grenze wohnen, sind wir über die Landstraße und nicht über die Autobahn (= Schnellstraße N 281) angereist. Vermutlich haben wir deshalb keine Schilder gesehen. Erst als wir uns bis kurz vor die Autobahnauffahrt verirrt hatten und dort schon an einer Tankstelle gefragt hatten, trafen wir auf Schilder, denen wir dann auch problemlos folgen konnten. Der Park ist also offensichtlich von der Autobahn aus (Abfahrt Kerkrade West) gut beschildert.
Den Parkplatz betritt man über eine Schranke. Alles ist groß und geräumig, zwischen den Parkreihen sind kleine Bäume, die vermutlich in ein paar Jahren auch Schatten spenden werden. Als wir um 12.00 Uhr eintrafen war nur der halbe Parkplatz voll und wir hatten einen Parkplatz in der zweiten Reihe.Kostenpunkt fürs Parken: 3 €. Um die kommt man meiner Meinung nach auch nicht herum, denn eine Anreise ist wohl nur mit dem Auto (oder Reisebus) möglich, und da der Park ziemlich in der „Pampa“ liegt, kann man auch nicht irgendwo um die Ecke parken.
Allerdings zahlt man mit Jahreskarte insgesamt nur 6 € für das ganze Jahr für den Parkplatz.
Vor uns befanden sich zwei Personen in der Schlange, zwei Kassen waren geöffnet. Wir hatten also praktisch keine Wartezeit. Aber auch der Eingangsbereich ist schon schön gestaltet und liegt überwiegend im Schatten, so dass das Warten wohl auch keine allzu große Qual ist. Auch für Toiletten ist gesorgt.
Für ein paar Euro kann man an der Kasse auch einen Plan mit Erläuterungen erwerben. Wir haben das nicht getan, da wir zu geizig waren und auf Schilder und Wegweiser im Park setzen wollten.Ich finde das ehrlich gesagt ein bisschen unverschämt, den Park nicht mit ein paar Übersichtskarten auszustatten, so dass man quasi gezwungen ist, einen Plan zu kaufen. Wer also keinen Wegweiser kaufen möchte, der sollte zumindest die Karte am Eingang gut studieren. Ich habe ein Bild angehängt, das man sich notfalls ja ausdrucken kann, auch wenn es natürlich nicht so genau ist. (siehe Bild Nr. 1)
Zu Beginn jedes neuen Themenbereiches findet sich eine Hinweistafel auf der einige wenige Zeilen ein paar Informationen zu dem dargestellten Land bieten. Vermutlich finden sich mehr Informationen in dem Plan, den man an der Kasse kaufen kann...
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Die Themenbereiche
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Vom Eingang aus gelangt man zunächst in die TROPEN. Diese sind in einer Halle aus Glas untergebracht. Deshalb heißt es direkt zu Beginn: Jacke etc. ausziehen. Denn in der Halle herrscht wahrhaft tropische Luft – heiß und schwül. Zudem liegt die Halle an einem Hang, so dass man die meiste Zeit bergan geht.
Für diese körperlichen Strapazen wird man aber durch den wunderschönen Anblick mehr als entschädigt. Es finden sich die farbenprächtigsten Pflanzen und Vögel, alles ist wunderschön arrangiert und liebevoll gestaltet. Die Tropen haben mir zusammen mit Japan und China am besten gefallen. Ein echtes Highlight gleich zu Beginn. (siehe Bild Nr. 2)
Wie schon gesagt, hat mich JAPAN auch sehr beeindruckt. Es gibt kleine Pavillons, aber vor allem sind die Pflanzen (kleine Bonsais, Kiefern usw.) sehr schön arrangiert. Es gibt kleine Wege, auf denen man sich wahrlich mitten in der Natur fühlt (siehe Bild Nr. 3).
Gleich darauf folgt mit CHINA ein weiteres Highlight. Jede Menge Blüten und Grün. Viele kleine Wege. Und eine ganz tolle Idee: Mauern mit großen Löchern wirken wie Bilderrahmen (siehe Bild Nr. 4).In AUSTRALIEN sehen wir die ersten Vierbeiner: Kängurus. Diese haben aber ein relativ kleines Gehege und versuchen sich deshalb eher wenig erfolgreich zu verstecken. Die roten Monolithe erinnern schon an die Weite Australiens, aber der Teil ist doch recht klein (siehe Bild Nr. 5).
Und ehe man sich versieht befindet man sich auch schon VOGELPARADIES. Dieses ist lediglich durch sehr große Netze abgetrennt, so dass man mitten in der Vogelwelt herumspaziert. Wir sehen allerdings hauptsächlich Enten und viele Menschen.ÖSTEREICH habe ich erst bemerkt, als wir fast schon wieder draußen waren. An dem zugehörigen See waren wir nämlich schon nach Japan und hielten ihn deshalb nicht für österreichisch. Ansonsten eine Blumenwiese mit Heustecken am Wegesrand, mehr habe ich nicht entdeckt.
Auch RUSSLAND ist eher klein. Der Hauptteil ist eine Blockhütte umringt von weißen Birken, die es auch am See gibt. Wir nutzten vor allem die Wippe nebenan.Es folgt der SKULPTURENWALD. Kleine Gnome, große Köpfe. Es finden sich wahrlich allerhand Skulpturen in diesem Wald. Allerdings beeindrucken sie mich nicht so sehr, obwohl einige schon imposant und sehr groß sind (siehe Bild Nr. 6).
Wären wir dem Weg gefolgt, so wären wir in der WÜSTE gelandet. Zunächst findet sich dort ein Gehege mit Mungos. Das fand ich nicht so toll, denn es waren doch sehr viele Mungos auf sehr kleinem Raum, so dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass die sich dort wohl gefühlt haben.Aus der Wüste gelangt man in einen wunderschönen Torbogen mit Hinterhof: ALCAZAR. Dort ist alles plötzlich wieder sehr bunt und es hat mir dort unheimlich gut gefallen, weil ich mir gut vorstellen konnte, dass man dort eine Siesta verbringt.
In MAROKKO fällt vor allem der Kontrast der grünen Pflanzen mit ihren bunten Blüten zu den knallblauen Wände auf. Der Kontrast ist wirklich beeindruckend.PORTUGAL ist auch sehr blau, aber hier liegt die Betonung auf den kleinen Fliesen an den Gebäuden, die typisch wohl sind.
Die ALHAMBRA habe ich schon zweimal in Natura gesehen. Und dort gefällt sie mir auch viel besser. Das Beeindruckende sind nämlich gerade die vielen kleinen Schnitzereien an den Decken und Torbögen, und die fehlen bei der Nachbildung völlig. Es wäre schön, wenn das eines Tages noch ergänzt würde, aber das ist vermutlich sehr teuer.Man kommt dann in einen Bereich, der etwas müffelt. Wir waren uns nicht ganz einig, ob es mehr an Affenstall oder einen Joint erinnert. Eigentlich handelt es sich wohl um den TALGRUND. Man folgt einer Art Steg durch ein grünes Tal.
Am Ende des Tals landet man in ENGLAND. Dort findet man in der Tat viel Rasenfläche, ein kleines Cottage und vor allem sehr durchgestylte Gärten (mit kleinen Buxbaumhecken um jedes Beet etc.). Mir persönlich ist das etwas zu aufgeräumt, aber die älteren Leute im Park schienen alle ganz begeistert.Leider war in den GÄRTEN MONETS wohl ein Unkraut gewuchert, so dass ein Teil umgepflügt war und ein Hinweisschild versprach, dass diesen Herbst neu gepflanzt würde. Immerhin war aber ein sehr idyllischer See mit Bepflanzung rundum wohl nicht betroffen, und dieser sah tatsächlich aus wie gemalt.
Im BAUERNHOF sind wir nicht gewesen, da wir den Eindruck hatten, dies sei lediglich ein Souvenirshop.Das SCHLOSS hat mich ein wenig enttäuscht. Das Gebäude ist wunderschön. Ein sehr kleines niederländisches Schlösschen. Aber leider ist es nicht immer liebevoll restauriert worden. Auf der ersten Etage liegt beispielsweise Teppichboden, was meiner Meinung nach so gar nicht passt. Auch scheint es nicht wirklich gut renoviert, sondern die Treppen etc. nur überstrichen worden zu sein. Wirklich schade.
Ich könnte mir gut vorstellen, in so einem Schlösschen mal zu leben.
Wer mag kann sich allerdings dort trauen lassen. Ein entsprechend gestalteter kleiner Saal befindet sich im Erdgeschoss.
Insgesamt würde ich sagen, dass mir der erste Teil besser gefallen hat als der zweite, aber das ist sicher Geschmackssache.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur berichten, dass es mehrere SB-Restaurants gibt, allerdings kann ich über Qualität und Preise nichts sagen. Wir haben uns nämlich bis auf ein Eis komplett selbst verpflegt.
Dabei sind mir drei Dinge aufgefallen:
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Toiletten
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Dann war ich noch in einer Toilette im Schloss. Das war eine ganz normale moderne Toilette, also nicht „in die Landschaft integriert“. Zudem war es nicht ganz so sauber.
Der Park ist mit Aufzügen an den neuralgischen Punkten ausgestattet, so dass auch Behinderte jeden Themenbereich erreichen können. Allerdings können sie praktisch nur dem Hauptweg folgen, da die Seitenwege eher Trampelpfaden ähneln – das macht ja gerade ihren Charakter aus.
Es gibt auch Pfade über bzw. durch Bäche, die wunderschön sind, weil man sich mitten in der Natur fühlt, die aber natürlich mit einem Rollstuhl nicht genutzt werden können.
Ob die Toiletten behindertengerecht sind, kann ich nicht sagen, da die zwei Toiletten, auf denen ich war, ganz normal und eher eng waren, und ich vermute, dass es extra Toiletten gibt, die ich aber nicht gesehen habe.
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Kinder
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Prinzipiell ist der Park aber schon für Kinder geeignet: Viel Bewegung an der frischen Luft. Nur sollte man bedenken, dass die Kleinen vermutlich nicht 2 Stunden im Englischen Garten sitzen und den feinen Rasen bewundern möchten.
Zudem gibt es am Eingang kostenlos ein Heft für die Kinder, in dem Beschreibungen der Landschaften in einfacher Sprache und mit vielen Bildern zu finden sind. (Leider nur auf Niederländisch, hier an der Grenze können wir das zwar lesen, aber die Innerdeutschen finden das vermutlich eher nicht so toll.) Im Heft können Fragen beantwortet werden, so dass sich ein Lösungswort ergibt. Was es zu gewinnen gibt, weiß ich leider nicht mehr. Das finde ich aber eine nette Idee, um die Kinder bei der Stange zu halten. Allerdings habe ich im Park auch viele Erwachsene gesehen, die sehr ehrgeizig über den Heftchen ihrer Kids brüteten.
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Schlusswort
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Ich werden den Park, wenn ich wieder Zeit habe (also im nächsten Jahr) wieder besuchen und dann wohl auch gleich eine Jahreskarte erwerben. Ich stelle es mir nämlich sehr schön vor im Park die einzelnen Jahreszeiten zu beobachten. Wenn im Frühjahr alles anfängt zu sprießen, die bunten Blätter im Herbst, im Sommer einfach nur faul auf einer Wiese liegen und ein Buch lesen. Der Park bietet so viele Möglichkeiten zum Bewundern und zum Erholen, dass man ihn mehr als einmal besuchen möchte.
Ich vergebe volle 5 Sterne, weil ich wirklich einen wunderschönen Tag hatte.
Ich halte den Park geeignet für:Leider konnte ich nur einen Punkt auswählen und habe mich für die Pärchen entschieden, da der Park an vielen Stellen auch sehr romantisch ist und zum Träumen einlädt.
Übersichtskarte
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ISSSecurity 28.02.2005 03:21
kneuber 14.01.2005 10:02
superschöner bericht - da vertrau ich dir mal! LG Kathrin
traxxdata 06.12.2004 16:34
chilli77 10.11.2004 13:24
Sei gegrüßt. Schöner Bericht... auch wenn ich kein Interesse - auch im Urlaub nicht - an solchen Parks habe. In diesem Sinne - Pessoa