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Nachdem ich in meinem letzten Bericht für die Fahrt in Norden Sardiniens berichtet habe, folgt nun der Bericht über die zweite Tour in den Nordwesten.
Wir sind zuerst Richtung Oliena gefahren und von dort weg von der Küstenstraße, über Nebenstraßen durch kleine Dörfer, durch Wälder, über Hügel und Berge.Im Landesinneren
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Im Gebirge genossen wir die angenehmen Temperaturen und die frische Luft. Hier oben findet man riesige Korkeichenwälder und hin und wieder begegnet einem ein LKW hoch beladen mit der abgeschälten Rinde.
Nach vielleicht 500 – 600m erreichten wir einen kleinen Parkplatz und ein eingezäuntes Areal vor dem ein Häuschen aus Beton stand.
Ein junger Sarde war gerade im Begriff dieses abzuschließen, er wollte in die Mittagspause, oder um im Landesjargon zu bleiben, er wollte seine Siesta halten.Ohne dass wir in darum baten, schloss er uns das Tor zur Ausgrabungsstätte aber wieder auf, nicht ohne uns vorher noch einen Plan mit ausführlichen Erklärungen in die Hand zu drücken und uns zu bitten, das Tor einfach zuzuziehen, wenn wir wieder gehen würden. Den Plan sollten wir, mit einem Stein beschwert, an die Seite legen.
Es würde hier zu weit führen, die einzelnen Ausgrabungsobjekte genau zu beschreiben, meine Bilder sollen einen kleinen Einblick geben.Wesentlich bekannter und wohl schon von jedem Sardinienbesucher gesehen und zum Teil besichtigt sind die Nuraghen(türme). Dies sind Wohn- und Wachttürme die über die ganze Insel verteilt sind.
In Romanzesu findet man keinen solchen Turm sondern es handelt sich hier um eine Ansiedlung deren Anfänge wohl auf die mittlere Bronzezeit (16. Jahrh. v. Chr.) zurückgehen.Der gesamte Komplex umfasst 7 Hektar, wie wohl nur der allerkleinste Teil besichtigt werden kann. Hier befinden sich u. a. eine Wohnanlage mit einer großen Wohnhütte, zwei Tempel, sowie ein heiliger Brunnen mit Zeremoniebecken. Das Areal liegt auf einer 800m hohen Ebene. Die Ausgrabungsstätte ist die wichtigste auf Sardinien.
Viele Fundstücke befinden sich außerdem im Museum von Bitti, welches einige Kilometer entfernt liegt.Unterhalten wird die Anlage von der Società Cooperativa Istelai in Bitti. Wer möchte kann von ausgebildeten Fremdführern und Archäologen begleitet werden.
eMail: www.coopistelai.comAusgrabungs- und Antikfans sollten sich die Anlage nicht entgehen lassen, wenn sie auch nicht sonderlich spektakulär ist, so lohnt sich meines Erachtens alleine wegen ihres Alters ein Besuch, zumal der Eintritt auch nur wenige Euros kostete.
Neben der Ausgrabungsstätte und dem Museum bietet die Cooperative auch noch Ausflüge zu den Wasserfällen von S’Illiorai an auf denen man Wildkatzen, Marder, Steinadler und Habichte sehen kann.Valle dei NuraghiAb Ozieri kann man wieder die Hauptstraße benutzen die hinter Mores auf die Autobahn Sassari – Cagliari trifft. Nachdem wir diese unterquert hatten, ging es links ab und ein Stück weit parallel zu Autobahn. Noch mal war diese dann zu unterqueren und wenn man dann links blickt sieht man ein Stückweit zurück eine wirklich imposante, große und gut erhaltene Nuraghe liegen.
Die Nuraghe San Antine, ist die größte die erhalten geblieben ist und umfasst ein ziemlich großes Areal. Sie hat ein Mal 3 Stockwerke besessen, allerdings wurde das oberste im 18. Jahrhundert abgetragen um dessen Steine zum Hausbau zu verwenden.Um Glück ist dies heute nicht mehr möglich und so ist sie sehr gut erhalten. Am Eingang kauften wir würde wenig Geld die Eintrittkarten, eine junge Sardin bot sich als Führerin an und erklärte uns in recht gut verständlichem Englisch die Nuraghe.
Im Inneren geht es oft recht eng in Wendeln nach oben, teilweise ist ziemlich dämmrig, Tagelicht fällt wenig ins Innere, aber zum Teil sind die Gänge mit in den Boden eingelassenen Leuchten auch recht gut ausgeleuchtet.In einiger Entfernung kann man eine weitere Nuraghe ausmachen. Beide liegen in einem weiten Tal, während die meisten Nuraghen auf Anhöhen oder Bergen zu finden sind.
Die Türme wurden wohl sowohl als Wohn- als auch Wachttürme verwendet und meist befanden sich in Sichtweite weitere Nuraghen. So konnte man sich, wenn ein Feind kam, rechtzeitig gegenseitig warnen.www.nurahesantuantine.it
nuraghes.antine@tiscali.it
Bosa/Bosa Marina
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Da es schon später Nachmittag war, wäre es jetzt, der Rückweg war ja wieder recht weit, an der Zeit gewesen, sich auf die Fahrt zurück nach Sos Alinos zu machen. Doch ich „überraschte“ meine Familie mit dem Wunsch nach Bosa und Bosa Marina zu fahren. Dort hatte ich 1979 zwei Wochen Urlaub gemacht.
Bosa liegt ein Stück im Landesinneren an der weit ins Land reichenden breiten Mündung des Flusses Temo. Die Burg hoch über der Stadt bietet ein hübsches Fotomotiv, besonders, wenn man vom gegenüberliegenden Bergrücken hinunter zu Stadt und Fluss blickt um dann an selbigen vorbei Richtung Hafen zu fahren.
Bosa besitzt den Vorzug, dass der Hafen/Yachthafen geschützt ein Stück vom Meer entfernt noch im Fluss liegt. Von der Uferpromenade fuhren damals die Korallenfischer zu den vor der Küste liegenden Korallenbänken. Heute ist der Abbau Gott sei Dank verboten. 1979 kann ich mich erinnern, dass wir ein Mal mit hinaus gefahren sind.An der weit geschwungenen Küste vorbei, an der seit damals unheimlich viel gebaut worden ist, kann man hier nur links weiterfahren Richtung Bosa Marina. Will man sich nach rechts Richtung Alghero wenden, muss man dies oberhalb von Bosa tun, denn eine Temobrücke gibt es unten an der Küste nicht.
Zum Glück bestehen die seit damals errichteten Gebäude fast ausschließlich aus Ferienhäusern- und Appartements, große klotzige Hotels fehlen hier, wie fast überall auf der Insel.Auch das Hotel, in dem ich damals meinen Urlaub verbrachte haben wir gefunden. Es dauerte zwar etwas. Ich hatte zwar noch in Erinnerung, dass es sich außerhalb an einem kleinen Strandabschnitt, etwas oberhalb am Hang befand. Dass es aber so weit draußen war, wusste ich nicht mehr. Das Hotel ist allerdings nicht mehr in Betrieb, auf jeden Fall sah es sehr verlassen aus. Wahrscheinlich würde der damalige Standart, der schon damals recht einfach war, aber welchen Anfang zwanzigjährigen hat das seinerzeit gestört.
Ober- bzw. außerhalb des Ortes, vorbei auch hier an neuen Ferienanlagen, haben wir noch Pizza gegessen und sind dann über Bosa zurück gefahren und auf die Autobahn. Gerade vor dem Dunkelwerden sahen wir noch rechts oberhalb die Nuraghe Losa. Wir haben dann die Autobahn Richtung Olbia genommen, den Lago Omodeo konnten wir im Dunkeln schon nicht mehr erkennen und da wir dieses Mal nicht in Nuro abgefahren sind, haben wir am späten Abend Sos Alinos wieder erreicht.
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Tommy1959 22.09.2010 21:56
marbie 08.03.2008 22:55
togri 23.11.2007 20:29
lunamond 02.10.2007 14:12
X-Large187 24.09.2007 11:40