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Erfahrungsbericht

für Mirabellgarten, Salzburg
Nächsten Bericht ansehen "einer der schönsten Flecke"
5 Sterne Vier Nächte in Salzburg: Der Mirabellgarten Bericht mit Bildern
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Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Heute geht es weiter mit einem Bericht über unsren Urlaub in Salzburg. Ich werde dabei so gut es geht chronologisch vorgehen und nach und nach über die Sehenswürdigkeiten, Restaurants, etc. so berichten, wie wir es auch nach und nach in Salzburg erlebt hatten. An dieser Stelle ist nun also der Mirabellgarten an der Reihe. Aber lest am besten selbst...


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| ° Mirabellgarten
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Direkt angrenzend am Schloss Mirabell findet sich der dazugehörige Mirabellgarten. In seiner heutigen Form wurde der Mirabellgarten dabei bereits von 1687 bis 1709 im Auftrag des Fürsterzbischofs Johann Ernst von Thun neu gestaltet, wobei der Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach diese Arbeiten leitete. Auch in den späteren Jahren gab es zwar noch Veränderungen, diese waren jedoch in der Regel nicht gravierend. Den Anfang macht ein kleiner Park, der ein paar wunderschöne alte Bäume beherbergt. Drei Stück sind es um genau zu sein und deren Besonderheiten sind ihre Äste. Sie sind weit verzweigt und teils sehr nah und verwinkelt über dem Boden gewachsen. Ein paar Bänke bieten hier bereits die Möglichkeit sich niederzulassen und zu entspannen. Allerdings hat man von diesem Platz aus noch den Blick auf die Straße. Erst ein Stück weiter in Richtung des Schlosses kommt man durch ein großes Tor direkt in den Mirabellgarten. Hier bietet sich zum einen ein wunderschöner Ausblick in der Ferne auf die Feste Hohensalzburg, zum anderen aber auch auf einen großen Teil des gesamten Parks. In der Mitte findet man dabei einen Springbrunnen, der ein Bestandteil des großen Gartenparterres ist. Vier Figurenpaare auf Sockeln südlich des Brunnens wurde von Ottavio Mosto im Jahr 1690 geschaffen und sollen dabei die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft symbolisieren. Bei den Figuren handelt es sich um folgende Bilder:

- die Entführung von Persephone durch Hades in die Unterwelt
- die Rettung von Anchises aus dem in Flammen stehenden Troja durch seinen Sohn Aeneas
- der Raub von Helena in Paris, wodurch der Trojanische Krieg ausgelöst wurde
- der Sieg von Herkules über den Halbgott Anthaeus

Der Springbrunnen trägt dabei auch die Bezeichnung Pegasusbrunnen. Er wurde vom Metall-Kunstgießer Kaspar Gras im Jahr 1661 erstellt und dient heute bei vielen Brautpaaren als beliebtes Motiv. Die Statue zeigt das geflügelte Pferd Pegasus, wie es sich gerade in die Lüfte erheben möchte. Gerade vor dem Anblick der wunderschöne bepflanzten Blumenbeete mit dem Hintergrund der Feste Salzburg ist das Brunnen eine wahre Augenweide.So verwundert es nicht, dass nicht nur der Brunnen ein beliebtes Motiv für Fotos ist, auch im gesamten restlichen Mirabellgarten werden immer wieder Schnappschüsse von Einheimischen und Touristen zugleich gemacht. Aufwändig gestaltete Geländer mit großen Vasen darauf sowie acht weitere Statuen von männlichen und weiblichen Gottheiten der Antike (u.a. Bacchus, Jupiter, Mars, Venus, Athene, etc.) runden das Gartenparterre gelungen ab. Angrenzend an das Schloss findet sich noch die Orangerie, die wohl zu jedem Schloss der damaligen Zeit gehört. Heute findet sich dort neben ein paar exotischeren Pflanzen auch ein hoher Vogelkäfig mit einigen farbenfrohen Wellensittischen.

Spaziert man dagegen weiter ins Innere des Mirabellgartens, findet man nach einem Aufgang mit ein paar Treppen bald den so genannten Zwergelgarten. Einst hatte dieser einen anderen Platz, dort befindet sich heute jedoch ein Spielplatz sowie die öffentlichen Toiletten. Ursprünglich umfasste der Zwergelgarten dabei 28 Figuren aus Untersberger Marmor und wurde im Jahr 1695 herum in Auftrag gegeben. Darin spiegelt sich der Trend der damaligen Zeit zum Grotesken. War es unter den Herrschern des Landes üblich Raritäten und exotische Dinge wie Tiere und Pflanzen zu sammeln, so galten auch behinderte und missgebildete Menschen als Exoten und mussten oftmals ihr Leben als Anschauungsobjekte, Hofnarren und Kasper fristen, über die man sich lustig machte. Von daher ist es wohl auch so, dass der Name Zwergelgarten etwas verniedlicht, was eigentlich ein Abbild der damaligen Vorliebe für groteske und missgebildete Menschen darstellt. Dies äußerte sich auch bereits während der Zeit der Aufklärung darin, dass die Abbildung von missgestalteten Menschen im Mirabellgarten immer mehr missfielen. Der auf Schönheit bedachte Kronprinz Ludwig I. ließ während seiner kurzen Regentschaft über Salzburg die Figuren letztlich versteigern, woraufhin sie viele Jahre lang in Vergessenheit gerieten. Erst 1919 begann der damalige Stadtverein nach und nach die Spur dieser Figuren aufzunehmen und sie zurück zu kaufen. Heute finden sich zumindest 15 der einst 28 Figuren in einem restaurierten Zustand im Park wieder.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten des Mirabellgartens zählen neben einem romantischen Wandelgang mit einem tollen Schlingpflanzenbaldachin auch das etwas versteckte Heckentheater, welches sich mitten in einem kleinen Heckenlabyrinth vor einem auftut und welches man an dieser Stelle so sicherlich nicht erwartet hätte. Es ist dabei eines der ältesten Freilichttheater. Seitlich bewacht wird es von zwei großen Löwenstatuen. Gerade wenn im Frühling und Sommer der Mirabellgarten bunt bepflanzt ist und die Sonne scheint, ist es ein herrlicher Anblick durch den Park zu streifen. Das machen auch viele Einheimische gerne und man sieht sie dabei, wie sie entspannt auf einer der vielen Bänke sitzen und Zeitung lesen, joggen oder einfach den Ausblick genießen. Ab 6 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit ist der Mirabellgarten geöffnet, so dass man sich tagsüber jederzeit ein paar ruhige Minuten im Mirabellgarten gönnen darf. Wir hatten ihn an einem Samstag Vormittag besucht und haben dort einige Brautpaare angetroffen, die ihn als Kulisse für ihre Hochzeitsfotos genommen hatten. Bei dieser schönen Aussicht ist das auch nicht weiter verwunderlich. Natürlich waren auch viele Touristen anwesend, doch konzentrierte sich das eher auf das Gartenparterre mit dem Pegasusbrunnen. Im weiteren Verlauf des Parks hatte sich die Menschenmenge schon ziemlich verlaufen, so dass man hier wirklich auch ein paar ruhige Minuten für sich haben konnte. Uns hat gerade durch die bunten Bepflanzungen und die schönen Statuen der Mirabellgarten wirklich super gut gefallen.


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| ° Fazit
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Der Mirabellgarten ist ganz klar eines der Highlights in Salzburg und sollte auf keiner Reise dorthin fehlen. Er ist wunderschön angelegt und bietet viele optische Schmankerl, die man gesehen haben sollte. Auch wenn er für viele Touristen und Einheimische zugleich ein Anziehungspunkt ist, so ist nur das große Gartenparterre hin und wieder etwas überlaufen. Der Rest des Parks bietet auch genug Platz für die ein oder andere ruhige Minute. Von mir gibt es somit neben einer Empfehlung auch satte fünf Sterne für den Mirabellgarten.


In diesem Sinne...


Stay dark!

The-Mirabell-Master

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen keine Ruhe finden... ;)

Shake Heads!

Bilder

für Mirabellgarten, Salzburg
Salzburg - Mirabellgarten02 - Mirabellgarten, Salz
Mirabellgarten, Salzburg
von The-Wishmaster The-Wishmaster
Salzburg - Mirabellgarten02 - Mirabellgarten, Salz

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Kommentare

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  • Cuchulainn1981 16.11.2011 16:55
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • meerline77 08.11.2011 07:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Der Countdown läuft: Auf zu SCHWARZ!

  • kaesekuchenfabrikantin 04.11.2011 19:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Rattenzauber 26.08.2011 12:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Antonia007 24.08.2011 09:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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