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Erfahrungsbericht

für Mexiko, Wissenswertes
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5 Sterne Tipps und Tricks zu Mexiko Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro schönes und interessantes Land, freundliche Menschen

Kontra die Rückkehr nach Hause fällt doppelt schwer

Dies ist kein Reisebericht, sondern eine Tipps- und Tricksammlung zum Thema Mexiko. Längere Reiseberichte werde ich demnächst in den gesonderten Sparten (Städte-Orte) einstellen.

Reisezeit und Wetter
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In Mexikos Süden ist eigentlich das ganze Jahr über schönes Wetter. Manchmal liest man das böse Wort "Regenzeit", aber das bedeutet nur, dass meist nachmittags ein kurzer Schauer niedergeht.

Wir waren im OKTOBER in Mexiko; für mich fast die perfekte Reisezeit. Vorteile:
+ gutes Wetter
+ (relativ) wenig Touristen, insbesondere wenig US-Pauschalreisende
+ dadurch günstige Preise
+ die Mexikaner sind dann entspannter, freundlicher und hilfsbereiter
+ in Deutschland wirds langsam ungemütlich, und man kann so quasi den Sommer verlängern ... Minus: bei der Rückkehr erwartet einen Schmuddelwetter und man will gleich zurück.

Wir waren vor allem Süden, Yucatan, Chiapas, und Westküste (Acapulco) unterwegs. Im Südosten (Yucatan, Karibik) wars immer warm mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Also: leichte, evtl. atmungsaktive Klamotten mitnehmen. Die Mexikaner ziehen sich übrigens trotz drückender Hitze meist sehr korrekt an. Dem sollte man sich anpassen, und nicht in Shorts und Badeschlappen durch quasi-heilige Maya-Kultstätten oder christliche Kathedralen laufen!

Wenn man mal keine sauberen Klamotten mehr hat, dann findet sich bestimmt in jeder Touri-Ecke auch eine Wäscherei. Kostet 3-4 Euro, am nächsten Tag hat man seine Sachen frisch gereinigt und zusammengelegt.


Mexikaner...
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Pauschal über Menschen zu urteilen, ist immer blöd und zeugt von Vorurteilen, die man sich selbst nur zu gerne bestätigt. Trotzdem kann man ja mal „Tendenzen“ ausloten ... aber es gibt natürlich immer „solche und solche“.

Erstmal zu den „weißen“ Mexikanern, die also keine oder nur wenig „indigene“ Abstammung haben:

Sie sind grundsätzlich überaus herzlich und freundlich, es wird viel gelacht und gescherzt. Manchmal wurden wir auch auf den Arm genommen, aber nie in böser Absicht, meist wurden wir danach aufgeklärt. Es machte einfach Spaß, sich auf ein Schwätzchen einzulassen, und wie mir’s schien, hatten sie auch immer was dafür übrig. Ein paar nette (gern auch übertriebene) Worte übers Land schmeicheln ganz besonders. Da wird einem auch mal, ohne Verkaufsabsicht (!), was auf dem Markt geschenkt (z.B. Oaxaca: probier mal unsere gebratenen Heuschrecken, muy rico...).

Fast bildhaft-sprichwörtlich ist auch der Meikaner, der mit großem Sombrero an einer Häuserwand in der Ecke döst. Obwohl nun heutige Mexikaner eher baseball-Käppi tragen, ist das Bild nicht ganz so falsch. Jedenfalls im übertragenen Sinne. An der karibischen Ostküste geht das Leben wirklich viel gemächlicher seinen Gang, ein Gang, bei dessen Verlauf man manchem die Schuhe besohlen kann. Das liegt aber sicher nicht an einer mexikanischen Eigenart, wenn man sich mal erinnert, wie hierzulande das Leben im vorletzten (d.h. 2003) Sommer ruhte. Tagsüber hatten wir (in Mexiko) 30-35 Grad, hinzu kam eine Schwüle, bei der wir nicht wussten, ob das Wasser auf unserer Haut von draußen oder drinnen kam. Ohne Sonnenhut (aus Stroh) geht gar nix, aber nach ein paar Tagen gewöhnt man sich gut, man darf eben nichts hastig machen.

Die eigentlichen „Mexikaner“ sind aber natürlich die Mayas und ihre Nachfahren, bzw. die anderen indigenen Stämme. Leider hatten wir zu diesen wenig Kontakt. Da merkt man dann doch wieder, dass man ein Fremder ist. Die Indigenas nimmt man als Tourist hauptsächlich als Straßenhändler, Marktfrauen oder Bettler war. Oder als Fotomotive und folkloristische Statisten an Volksmusikabenden, arrangiert für Besucher. Wir haben uns natürlich bemüht, dies anders zu sehen, aber man darf sich auch nichts vormachen, wir kommen aus einer anderen Welt, sind reich, haben Arbeit, dürfen unsere Meinung sagen. Die Indigenas Mexikos werden hingegen seit Jahrhunderten unterdrückt. Früher physisch (Zwangsarbeit, Sklaverei), heute subtiler, durch verwehrte Bildungschancen, durch Entwurzelung, durch Raubbau an ihrer Heimat. Dies führte vor ca. 10 Jahren zum großen Volksaufstand in Chiapas, angeführt durch die EZLN, die Zapatische, kommunistische Befreiungsarmee. Und obwohl der Konflikt zur Zeit nur auf kleiner Flamme kocht, ist der Anführer der EZLN, Subcommandante Marcos, angeblich ein Hochschulprofessor, der nur mit Gesichtsmaske, Pfeife im Mund und Kalshnikov in der Hand in der Öffentlichkeit erscheint, ständig „präsent“ in der inoffiziellen Hauptstadt von Chiapas. Kleine Kinder verkaufen selbst gebastelte „Marcos“-Puppen, überall sind Portraits zu sehen. Die Offiziellen tolerieren dies notgedrungen. Der Konflikt hat sowieso schon zu vielen Menschen das Leben gekostet. Um mal auf mein Thema zurückzukommen: die Indigenas wirken sehr viel fremder als andere Mexikaner, sind weniger offen, kommen nicht auf einen zu, halten sich eher im Hintergrund, lassen sich sehr ungern fotografieren. Anders als z.B. in Bolivien, wo Indigenas die Bevölkerungsmehrheit stellen und viel selbstbewusster agieren.

Unterwegs in Mexiko
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In Mexiko kommt man problemlos rum, die Infrastruktur ist gut ausgebaut. Abseits der Hauptstrassen nimmt man sich ein Mietwagen, für längere Reisen gibt's Bus und Flugzeug.

Überlandbusse
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Mexiko ist ein riesiges Land und dementsprechend sind die Entfernungen zwischen den Städten. Am besten kommt man mit dem Bus rum, ganz lange Strecken kann man auch fliegen.

Viele Busse fahren nachts. Dadurch spart man sich eine Übernachtung, am nächsten Morgen ist man allerdings nicht mehr ganz taufrisch.

In den grossen Städten gibts grosse Busbahnhöfe, die eher an Flughafen-Terminals erinnern. Tickets können einfach per Kreditkarte oder bar bezahlt werden. Man kriegt immer einen Computerausdruck, auf dem die Bus- und Platznummer steht.

Die Preise bewegen sich in etwa auf einem Drittel dessen, was eine gleichlange BAHNfahrt in Deutschland kosten würde.


WICHTIG:
Leider haben Mexikaner die Angewohnheit, Klimaanlagen auf Maximum zu drehen. Da kann es draussen 45 Grad im Schatten haben, im Bus sinds dann plötzlich nur 16-20 Grad. Ein dickes Fleece und ein Halstuch schützen vor einer derben Erkältung (denn man kommt nassgeschwitzt in einen Kühlschrank) !!!!!

Taxi
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Taxis in Mexiko sind gut und billig in Mexiko. Allerdings fahren auch ein paar schwarze, d.h. unregistrierte, Taxis rum, die eher von Halunken gesteuert werden.

Aber auch die normalen Taxifahrer sind oft Schlitzohren. Drei Beispiele:

1) Wir kommen in Mérida an, und ich zeig dem Taxista den Namen und Anschrift unseres „Geusthouses“, „Los Arcos“. Im Reiseführer als Backpacker-Tipp ausgewiesen , weil zentral, sauber und sehr günstig (Doppelzimmer 12 Euro). Der Taxifahrer, ein ca. 60 Jähriger, ehrenwert aussehender Mann, behauptet steif und fest, das Hostel gäb’s nicht. Er müsse das wissen, er wohne schon seit 40 Jahren in der Stadt. Erst bringt er uns zu einer abgewirtschaftet Bude mit ähnlichem Namen („El Arco“). Aufgrund meiner dringlichen Bitte, er möge uns genau in die ausgewiesene Strasse fahren, weigert er sich, weil die Strasse angeblich gesperrt sei. Völliger Schmarrn. Ich erinnere mich an ein paar spanische Flüche und wir steigen aus, gehen den Rest zu Fuß. Natürlich ist das Hostel an der beschriebenen Ecke, der Herbergsvater berichtet, er weigere sich, „Provisionen“ an Taxifahrer zu zahlen, um die Preise niedrig zu halten. Seitdem wird er gelegentlich boykottiert.

2) In Playa del Carmen behauptet der Taxifahrer, er könne uns ganz „billig“ (ca. 30 Euro) nach Cancun bzw. dort zur Fähre nach Isla Mujeres bringen (wir wollten nur die 1 Km zum Busbahnhof, weil mein Kumpel aufgrund eines gestauchten Fußes mit Gepäck nicht laufen mochte). Der Taxifahrer behauptet, der Bus sei um vieles teurer, und die Taxistas in Cancun sowieso unverschämte Abzocker. Natürlich war das dreist gelogen. Der Bus kostet für uns beide gerade mal 10 Euro und in Cancun sind wir wenigstens nicht auf taxifahrende Lügner gestoßen, und der Preis war auch sehr fair (ca. 1.50 Euro bis zur Fähre).

3) Zweimal ist uns passiert, dass die Taxifahrer eigenmächtig andere Hotels angesteuert haben, die angeblich viel besser und billiger sind, und zufällig ihren Amigos gehörten. Nicht bescheißen lassen!!! Wenn man sie drauf anspricht und auf seinen ursprünglichen Wunsch beharrt, tun sie blöd-unschuldig, sie wollten einem ja doch nur Gutes tun....

Erschreckend war, dass es immer ältere Taxifahrer waren, die uns behumpsen wollten. Solche dreisten Lügen traut man älteren, gesetzten Männern gar nicht zu!

Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass man mit ein bisschen Verstand gut mit dem Taxi unterwegs ist, die 4 negativen Fälle waren Ausnahmen, und die ‚Schlitzohren’ bringen mal wieder eine ganze Branche in Verruf.


Mietwagen
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Autofahren in Mexiko? Ich hatte ein wenig Bammel. Ich stellte mir raudihafte Fahrer mit südländischem Temperament vor, ohne Kenntnisse jeglicher Verkehrsregeln, quasi Chaos pur. Nichts davon hat sich bewahrheitet (gut, ich war auch nicht in Mexiko Stadt und Acapulco unterwegs).

Mexiko ist nicht gerade üppig bevölkert, das mindert schon mal den Verkehr. Alleine auf weiter Flur ... auf der Yucatan-Halbinsel eher die Regel als Ausnahme. Die Haupt-Landstrassen und „Highways“ sind auch in einem guten Zustand und meist schnurgerade und nachts beleuchtet (jedenfalls in Yucatan und Quintana Roo). Hoppelig wird’s auf Nebenstrassen, da klaffen schon mal metertiefe Schlaglöcher. Muss man halt langsam fahren.

In Städten wie Mérida (immerhin fast so viele Einwohner wie München) ist das Fahren auch relativ problemlos, was an zwei Dingen liegt:

Erstens sind die meisten Städte nach Schachbrettmuster angeordnet, in Mérida sind die Strassen nur durchnummeriert. Auch ohne Stadtplan kann man sich kaum verfahren, man muss nur Straßennamen abzählen (gerade Straßennamen in Querrichtung, ungerade Strassen in Längsrichtung). Einfacher geht’s nimmer.

Etwas anders sind die Verkehrsregeln, insbesondere das Vorfahrtsschild sieht anders aus. Es hilft aber schon, wenn man bei jeder Kreuzung langsamer fährt, um zu gucken, sofern man sich nicht sicher ist. Dann hupt halt mal einer, na und?

Das zweite, was Fahren (bzw. den Verkehr an sich) in Mexiko entschärft, sind die so genannten „Topes“, das sind die auch hier bekannten „Geschwindigkeitsschwellen“. Topes muss es in Mexiko milliardenfach geben. Vor jeder Kreuzung, Schule, Kirche, Kindergarten, Ortseinfahrt, und wo es sonst der Administration in den Sinn kam, gibt es sie. Sie verdonnern die Mexikaner in Städten und insbesondere auf Dörfern oft zum Schleichtempo. Ich frage mich, was wohl Krankenwägen machen, wenn sie es eilig haben. Summa summarum dürften diese Topes aber mehr Menschenleben gerettet als gefährdet haben.

„Ungefährlich“ sind diese Topes natürlich nur, wenn sie vorher angekündigt werden, und das ist meist der Fall. Unangekündigte Topes sind hingegen ein Graus, die Dinger sind oft höher als bei uns, und man sollte immer die Augen offen halten, sonst rumpelt es plötzlich heftig.

Mietwagenfirmen gibt’s sehr viele, wir haben immer so um die 25-30 Euro pro Tag bezahlt, mit 10% Selbstbeteiligung bei Unfällen. Die „großen“ Namen wie Europcar oder Sixt sind teurer als die lokalen Anbieter. Als Autos gibt's meist die üblichen Kleinwagen (Toyotas, Chevrolets in Golfgröße), wir hatten immer einigermaßen vernünftige und neue Autos.

Flugzeug
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Flüge zwischen den wichtigsten Städten sind relativ preiswert. Wir haben aber nur einmal einen Inlandsflug in Anspruch genommen (Oaxaca - Acapulco, für ca. 90 Euro). Flüge bekommt man wie hier in jedem Reisebüro, die es auch in Mexiko zahlreich gibt.


Handeln und Feilschen
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Handeln gehört oft zum guten Ton, in Hotels ist es fast ein Muss, weil oft zu viel verlangt wird. Dabei helfen ein paar Spanischkenntnisse oft ungemein, damit man nicht für einen - tendenziell - unbeliebten, weil ignoranten „Gringo“ (US-Amerikaner) gehalten wird. Deutschen hingegen wird oft ein Sympathiebonus entgegengebracht, warum auch immer.

Unsere Taktik war: erst mal den halben Preis vorschlagen, dann abwarten und sich maximal auf dreiviertel einigen. Ausländer aus USA oder Europa zahlen sowieso mehr, da wir als sehr reich betrachtet werden (was ja auch richtig ist). In der Nebensaison ist sowieso mehr drin, das ist ganz normal.

Auf Souvenirmärkten muss (!) man auch feilschen, und da wird meist immer gleich der doppelte Preis vorgeschlagen. Statt auf Deubel komm raus nun runterzuhandeln, kann man auch einfach mehr nehmen zum gleichen Preis, es gibt ja überall wirklich schöne Mitbringsel.

Geld
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Zum Handeln gehört natürlich auch Kleingeld. In Mexiko wird bekanntlich mit Peso bezahlt, in Touristenzentren wie Cancun geht natürlich auch Dollar, aber nur nach Laune. Der Pesokurs ist zur Zeit für Europäer günstig wie nie, da der Peso lose an den Dollar gekoppelt ist. Zur Bargeldversorgung kann man sich zwar auch Travellerschecks mitnehmen (US-Dollar), aber ich würde das nur als Notreserve empfehlen. Ansonsten zieht man sich seine Pesos wie hier auch am Geldautomaten mit einer EC-Karte (Maestro-Symbol muss am Automaten stehen). Solche Automaten gibt's in allen größeren Städten. Die Gebühren sind viel niedriger, als wenn man mit Travellerschecks hantiert, oder gar die Kreditkarte für Bargeld-Abhebungen bemüht. Kreditkarten werden übrigens bei manchen Hotels nicht so gerne gesehen, am liebsten ist Bares. Für Mietwagen, Bus- oder Flugtickets konnte man aber bedenkenlos die Karte zücken. VISA und Mastercard sind natürlich, wie auch hier, die am meisten akzeptierten Karten.


Fotografieren
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Niemand möchte gerne nur als Foto-Statist für eine Diashow herhalten, deshalb bei Menschen im Zweifel erst fragen.

„Indigenas“, also Abkömmlinge der Ureinwohner, lassen sich übrigens oft äußerst ungern fotografieren, wir haben oft ein schlichtes „No“ gehört, das wir respektierten.

In Regionen wie Chiapas ist sogar das Fotografieren von Tieren (!) verpönt und man sollte sich nicht erwischen lassen. Als wir mal eine Mountainbike-Tour zu Indigena-Dörfern bei San Cristobal gemacht haben, haben unsere Guides uns folglich auch STRIKT verboten, weder Mensch noch Tier zu fotografieren! Hätten wir es doch gemacht, wäre dies auf unsere Guides zurückgefallen, und sie hätten bei späteren Touren ernste Schwierigkeiten bekommen.

Ansonsten ist Mexiko ein äußerst farbenprächtiges Land, und man kann (als Analog-Fotograf) eigentlich nicht so viele Filme mitschleppen, wie man braucht. Ich war alle paar Tage in einem Internetcafé und habe Bilder von meiner Digicam aussortiert, damit ich wieder mehr Speicher hatte. Man kann sich in Internetcafes auch Bilder auf CD brennen, die Cafes sind meist gut ausgerüstet, Brenner sind oft vorhanden und ein USB-Anschluss ist kein Problem. Sprache ==================================

Es ist wohl bekannt, dass in Mexiko Spanisch gesprochen wird, hinzukommen noch ein paar „indigene“ Sprachen der Indigenas (Abkömmlinge der Ureinwohner, in Deutschland als „Indios“ bezeichnet, diesen Ausdruck sollte man aber in Mexiko unterlassen, weil er abwertend klingt).

In den Touristenstädten kommt man auch gut mit Englisch klar, aber jedes Bemühen, ein paar Brocken Spanisch zu sprechen, wird immer sehr honoriert und öffnet so manches Herz. Die Grundzüge des Spanischen sind für jemanden, der Französisch oder Latein in der Schule hatte, leicht zu erlernen, die Aussprache ist auch kein grosses Problem. „Gutes“ Spanisch hat jedoch auch seine erheblichen Tücken, wie ich bei fortschreitendem Kenntnisstand feststellen musste. Essen
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Entgegen landläufiger Meinung ist das Essen in Mexiko nicht besonders scharf, die Schärfe kommt mehr durch bereitgestellte Salsas ins Essen. Ein bekanntes Nationalgericht sind Tacos, das sind weiche (!) Maisfladen, in denen man allerlei Gemüse und Fleisch einrollt und mit Salsas und Moles (dicke Soßen, wie z.B. Guacamole) würzt. Taco-Stände gibt's an jeder Ecke, und für 1-2 Euro wird man bestens satt. Probleme mit der Verdauung hatte ich auch nie (im Gegensatz zu meinem Kumpel, dabei war der weit weniger probierfreudig). Der schlechte Ruf hinsichtlich „Montezumas Rache“ ist jedenfalls überholt und stammt wohl noch aus einer Zeit, wo Kühlschrank und Klimaanlage unbekannt waren. In Supermärkten und Metzgereien wird sogar viel stärker als bei uns auf Sauberkeit und Hygiene geachtet. Da hat Verkaufspersonal oft Handschuhe und Mundschutz an.

Ein weiteres Gericht, nämlich „Chili con carne“ sucht man in Mexiko hingegen oft vergeblich, denn es ist gar kein mexikanisches Gericht, sondern eine US-amerikanische Erfindung, die teilweise „rück-importiert“ wurde, um sie Touristen anzubieten. Nichts desto trotz sind Bohnen sehr beliebt in Mexiko, schmecken aber meist sehr fad (dafür gibt's halt Salsas).

In der Region um Oaxaca gibt's zudem sehr gewöhnungsbedürftige Speisen, so z.B. geröstete Heuschrecken. Früher, als die Leute noch ärmer waren, konnten die beim Essen nicht so wählerisch sein, aber bestimmte Speisen haben sich anscheinend bewährt. Heuschrecken werden also geröstet und mariniert, z.B. in einer Essigmarinade. Ich kenn da ja nix, hab’s also probiert, allerdings wird’s wohl nicht mein Leibgericht. Wer über derlei Essen die Nase rümpft, soll spaßeshalber mal ins „Weiße Bräuhaus (Schneiders Weiße) (München, Tal 7) gehen, da werden auch hierzulande fragwürdige Dinge wie „Kuheuter“ angeboten.

Das mexikanische Bier ist auch hervorragend. Die großen Marken (Corona, Sol) kennt man ja auch hierzulande, wobei „Sol“ ein wässeriges Gesöff ist, das höchstens gekühlt bei hohen Temperaturen schmeckt. Andere Biere, wie Bohemia oder XX (Dos Ekes) sind weit würziger und munden dem verwöhnten deutschen Bierliebhaber weit besser. Die „Limone“ im Bier ist hingegen auch eher ausländischer Brauch. Es gab sogar ein Dunkelbier, das sich rühmte „Estilo Munich“ zu sein, also nach Münchner Art, und mich gleich an meine Wahlheimat erinnerte. Namen hab ich leider vergessen. Bier kostet meist zwischen 1.30 und 2 Euro, je nachdem wo man gerade ist. In der Nebensaison gibt's oft „Happy Hours“, wo man gleich zwei für den Preis von einem bekommt („Dos por uno“). Haben wir regen Gebrauch von gemacht.

Ein anderes Nationalgetränk ist Tequila, wobei der weiße die billige Sorte ist. Viel besser, weil gereifter (und preislich nach oben offen) sind die vielen braunen Sorten. Tequila ist allerdings im Restaurant oder Kneipen gar nicht so billig, wie ich gehofft hatte. Neben Tequila gibt's auch noch „Mezcal“, das ist im Prinzip das gleiche, nur nicht aus der Region um Tequila (verhält sich so wie Champagner – aus der Champagne – und Sekt) und aus einer etwas anderen Agaven-Art. Ich hab’s mir zur Regel gemacht, immer einen Tequila nach dem Essen zu genehmigen, vielleicht hatte ich deshalb auch nie Bauchgrimmen.

Auf Tequila basiert auch der National-Coctail „Magarita“. Schmeckt hervorragend, wenn man dabei an einer Strandbar in einer Hängematte liegt. Weiteres Schmankerl sind die vielen frischen Obstsäfte oder auch Kokosnuss-Saft, direkt aus der Frucht mit nem Strohhalm getrunken, sehr lässig und lecker! Das Fruchtfleisch der Nuss kann man sich noch raus schneiden lassen und dann mit Chilisauce zusammen verspeisen. Schmeckt allerdings nicht besonders, füllt aber den Magen. Sicherheit
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Diese Frage zu beantworten, ist wohl schwierig. Spezielle Reisewarnungen des „Auswärtigen Amtes“ zu Straßenkriminalität, Überfällen etc. beziehen sich im Fall Mexiko vor allem auf Einzelfälle, man sollte sich nicht entmutigen lassen. Vieles auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes hört sich schauerlich an, aber mir ist noch nie was im Urlaub zugestoßen, und ich war viel in Südamerika unterwegs.

Wir haben uns persönlich sehr sicher und unbeschwert gefühlt. Die Mexikaner, denen wir begegnet sind, sind im Übrigen immer sehr freundlich und nie aggressiv. Ein paar Regeln sollte man natürlich immer beherzigen: nicht alleine im Dunkeln durch arme Stadtteile laufen, Wertgegenstände in den Hotelsafe, Reichtümer nicht offen präsentieren, etc. In Überlandbussen sollte man seine Habseligkeiten im Auge behalten, und in bestimmten Regionen (Chiapas und äußerster Süden) noch ein bisschen mehr aufpassen und eher tagsüber reisen, wenn man Bedenken hat.

Ich habe auch in Süd- und Mittelamerika (Mexiko, Ecuador, Bolivien, Chile,...siehe Berichte) viele alleinreisende Frauen kennen gelernt, denen es immer gut ergangen ist. Schauergeschichten hört man hingegen immer von Gelegenheitsbekanntschaften, die von Freunden von Freunden etc. gehört haben, dass mal jemand beraubt wurde.

Ich will hier auch nix verharmlosen, und wer Bammel hat, einem Straßenräuber zu begegnen, der soll eben zu Hause bleiben. Deutschland ist ja auch wunderhübsch und eins der reichsten und sichersten Länder der Erde. Obwohl ... neulich stand in der Münchner Abendzeitung was von einem Überfall in der S-Bahn, am helllichten Tag....


Persönliche Tipps
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DIE NACHFOLGENDEN TIPPS SIND NUR KURZ, WEIL ICH NOCH WEITERE BERICHTE ZU ORTEN UND REGIONEN EINSTELLEN WERDE, SOBALD ICH ZEIT HABE!!!]


Playa del Carmen
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Playa del Carmen ist eine turboschnell gewachsene Stadt, die heutzutage voll und ganz dem Tourismus gewidmet ist. Es gibt eine Hauptstrasse, die Quinta, an der sich Kneipen, Restaurants, Souvenirläden und Reisebüros aneinanderreihen. In der Nebensaison war der Trubel erträglich, und es gibt wirklich einige sehr schöne Restaurants und Kneipen. Ich möchte mir aber keinesfalls ausmalen, was da so in der Hauptsaison, wenn ganz USA Ferien hat, dort los ist.

Der Strand ist, wenn man nicht gerade in einer großen Hotelanlage mit „Privatstrand“ wohnt, eher etwas öde, obgleich nicht wirklich schlecht.

Playa del Carmen eignet sich aber vorzüglich, um Ausflüge durch Yucatan zu unternehmen, wenn man sich ein Auto mietet. Tulum, Cobá etc. sind relativ schnell zu erreichen.

Bei Tulum-Stadt gibt es übrigens wunderschöne Cabaña-Anlagen, das sind kleine Hütten direkt am Strand. Leider haben wir diese erst zu spät entdeckt. Wer jedoch mal so richtig relaxen will, der sollte gleich dorthin fahren. Das Angebot ist überschaubar, bezahlbar und sehr lohnenswert. Wir haben dort Urlauber getroffen, die auch eine Backpacker-Tour machen wollten, es aber so schön fanden, dass sie dort einfach kleben geblieben sind!


Isla Mujeres
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Nach Isla Mujeres kommt man via Fähre von Cancun aus. Die Insel ist nicht groß (so etwa 20 km in der Länge) und insbesondere die Nordseite hat schöne Strände, an denen man super relaxen kann. Besonders nett sind die vielen Strandbars, an denen man bis abends in der Hängematte liegen und Cocktails schlürfen kann. Das ist das wahre Paradies.

Die Restaurants im Stadtkern sind überschaubar und ein wenig überteuert. In der Nebensaison gibt's aber viele „Happy Hours“, das schont die Reisekasse. Nett fand ich auch den einen „Tacoladen“ am Nord-Ende der Innenstadt. Da tummeln sich zwar wenig Touristen, aber die Tacos, die man selbst zusammenstellen kann, sind günstig und vorzüglich.

Von Isla Mujeres kann man zudem einen tollen Schnorchelausflug zum unbewohnten Naturschutz-Eiland „Contoy“ machen. Allerdings muss man dazu seefest sein, es ging mit einem Schnellboot fast 1 1/2 Stunden über die See.

Abraten würde ich allerdings von der Attraktion „Dolphin Swimming“. In der Mitte der Insel kann man für eine irre Summe (100-120 Dollar) mit Delphinen schwimmen, das ganze ist aber die pure Massenabfertigung!!! Besser ist es, früh morgens, bevor die Besucherscharen vom Festland kommen, sich zu den Delphinbecken zu begeben, der Fütterung zuzugucken und ein paar Faxen zu machen: Wenn man mit den Armen winkt, kommen Flippers Brüder an, recken sich aus dem Wasser und „tanzen“. Das ganze kost’ nix und macht mehr Spass, als ne halbe Stunde mit zehn anderen Touris durchs Wasser kommandiert zu werden. Mein Kumpel hat’s dann aber doch gemacht und war bitter enttäuscht

Empfehlen kann ich das Hotel "Cabañas María del Mar" (steht in den meisten Reiseführern), ein DZ kostet mit Air-Conditioning in der Nebensaison ca. 30 Dollar, man hat direkten Zugang zum Strand, die Zimmer sind sehr gepflegt und haben eine Terrasse. Mérida
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Mérida ist eine Großstadt und vom Stadtbild, bis auf den Zocalo (Hauptplatz) eher unansehnlich. Aber am Wochenende gibt's immer ein tolles Stadtfest und die Stadtverwaltung bemüht, sich allerlei kulturelle Events zu organisieren.

Unbedingt sehenswert ist auch der Markt von Mérida. Hier kann man wirklich ALLES kaufen, von Computerspielen bis lebenden Schweinen. Es ist einfach toll, durch die engen Marktgassen zu schlendern.

Ein super Tipp zum Frühstücken (das beste Frühstück, das wir überhaupt in Mexiko hatten) ist das "Colonial - Café-Restaurant" in der Calle 62 No. 478 x 57 x 59. Es gibt ein All-You-Can-Eat-Frühstücksbuffet für 50 Pesos, inkl. Getränke, das wirklich keine Wünsche offenlässt.

Von Mérida kann man übrigens mit dem Auto sehr schnell zu den Maya-Pyramiden bei Uxmal und zu den Flamingo-Lagunen nach Celestun fahren. Details folgen in einem anderen Bericht.

San Cristobal
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[Zu San Cristobal werde ich einen gesonderten Bericht einstellen, sobald die Kategorie angelegt wurde]

Als wir nach San Cristobal de las Casas kamen, dachten wir, wir kämen in einen Kühlschrank. Unbedingt einen warmen Pulli mitnehmen (oder sich nen Poncho kaufen). Die Stadt ist aber absolut sehenswert, auch wenn sich inzwischen alle Mexiko-Traveller dort zu versammeln scheinen.

Besonderer Tipp ist der Mountain-Bike-Touranbieter „Los Pinguinos“ (Avenida Ecuador 4B), geführt von einer Schweizerin und ihrem mexikanischem Mann. Dort habe ich eine fabelhafte Mountainbike-Tour durch die angrenzenden Berge und Dörfer gemacht, allerdings geht’s ganz schön den Berg rauf, ein wenig Kondition ist auf jeden Fall angesagt!


Acapulco
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[Zu Acapulco hab ich bereits einen Bericht geschrieben]

Weitere interessante Orte
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Oaxaca: sehr schöne Stadt, in der es sich gut aushalten lässt. Von dort kann man auch einige Ausflüge machen (wieder mal Maya-Ruinen), die aber leider oft bei irgendwelchen Teppichhändlern etc. Station machen, damit sie ihre Provisionen kriegen. Gegen die Stopps bei den Mescal (Tequila)-Brennerein hatten wir allerdings nichts einzuwenden!

Wir haben natürlich alle im Reiseführer angegebenen Maya-Pyramiden angesteuert, als da wären Tulum, Cobá, Chichen Itza, Palenque, Uxmal. Ich fand insbesondere Palenque und Uxmal sehenswert. Palenwue deshalb, weil’s so schön verwunschen im „Wald“ liegt, und Uxmal, weil dort wenig los war. Uxmal liegt nicht unbedingt auf der normalen Pauschalurlauber-Route, deshalb kommt man sich dort noch nicht vor wie in Disney World. Klar, die Pyramiden von Chichen Itza sind beeindruckend, aber dort wird von Touristen alles niedergetreten, was sich in den Weg stellt.

Wenn man sich aber nicht ein wenig mit der Geschichte der Mayas, ihrem Leben vor, während und nach der Kolonialzeit beschäftigt, wird man die alten Ruinen, Tempel und Pyramiden nur als Fotokulisse in Erinnerung behalten. Das ist schade, weil die „alte“ Kultur Mexikos hochinteressant und bewundernswert ist.


Fazit
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Ich hoffe, ich habe Euch dieses wundervolle Reiseland ein wenig näher bringen können. Ich würde (und werde) sicher noch mal dort hin reisen. Wer mehr wissen möchte: es gibt ja bereits einige vortreffliche Berichte bei Ciao und mein bescheidener Beitrag sollte nur eine Ergänzung sein. Wem trotzdem etwas fehlt, kann mir ja kurz ins Gästebuch schreiben!

Bilder

für Mexiko, Wissenswertes
Extreme relaxing am Strand von Isla Mujeres
von Wombaer Wombaer

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Kommentare

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  • jaros 17.01.2008 10:12
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    "Innerhalb von 24 Stunden können Sie maximal 5 Erfahrungsberichte als "besonders hilfreich" bewerten." - passiert schon mal ab und zu, Gruß!

  • Magayla 19.02.2007 21:15
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Satine16 13.07.2006 11:56
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    EIn Superbericht! Ichmöchte auch ganz gerne mal in die Gegend..

  • MissCalifornication 02.07.2006 17:34
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • schnecki1111111 30.03.2006 16:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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