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Erfahrungsbericht

für Mercure Gold Hotel, Dubai
3 Sterne Dieses Gold glänzt nicht... Erfahrungsbericht mit Diamant-Prämierung Bericht mit Bildern
209 von 209 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro schöne und geräumige Zimmer, gut eingerichtetes Bad, Spa, Fitness & Dachpool

Kontra mittelmäßiges Frühstück, unenthusiastische Mitarbeiter, überteuert, könnte sauberer sein

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

Linnie1978 Seit 9 Apr 2003

** 315856 to go ** 53 to read ** ♥ Jonas Simon - 27.05.10 ♥ ** Bitte keine bh-Betteleien im PGB... mehr

186 Mitglieder vertrauen mir

Dubai - da wollte ich schon seit Jahren hin. Immer hatte ich das schicke segelartige Hotel mit seinen sieben Sternen vor Augen, die faszinierenden Hochhäuser, dann kam noch die sagenumwobene Palmeninsel hinzu und 2010 schließlich das höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa. Anfang Februar wurde dieser Traum von mir endlich wahr - mein Mann und ich waren für fünf Tage in der völlig faszinierenden, aber auch ziemlich unwirklichen Welt Dubais.

Hotels gibt es natürlich unzählige und was ich nicht geahnt habe: Dubai ist wirklich riesig, sodass man bei hrs.de auch bei starker Eingrenzung der Preise eine riesiggroße Anzahl von Hotels vorgeschlagen bekommt. Wir wollten uns für das verlängerte Wochenende mal etwas Feines gönnen und beschlossen daher, ein 4-Sterne-Hotel zu buchen. 5 Sterne wäre natürlich noch netter gewesen, aber da hätten wir Preislagen erreicht, die wir nicht zahlen wollten. Nach langer, langer Suche haben wir uns schließlich für das Mercure Gold Hotel entschieden, das auf den Fotos schon etwas hermachte und auch trotz der vier Sterne selbst inklusive Frühstück im bezahlbaren Rahmen lag.


Das Mercure Gold Hotel in Dubai

Das Mercure Gold Hotel gibt es auf dem Papier noch nicht so lange, erst im letzten Monat ist es umbenannt worden. Das führt dazu, dass viele Taxifahrer erst einmal mit den Schultern zucken und nicht wissen, wohin sie einen bringen sollen, wenn man ihnen sagt, dass man ins Mercure Gold Hotel möchte. Es liegt in der Al Mina Road, die aber so riesig ist, dass diese Info alleine nicht reicht, und Hausnummern gibt es offenbar keine. Ein guter Anhaltspunkt ist das Capitol Hotel, das links vom Mercure Hotel liegt und allen Taxifahrern ein Begriff ist.

Das Mercure Gold Hotel liegt etwa 20 Minuten vom Flughafen entfernt, wir haben rund 10 oder 12 Euro für die Taxifahrt vom Flughafen bezahlt, obwohl wahnsinnig viel Verkehr war und wir lange im Taxi saßen. Das Hotel liegt im Stadtteil Jumeirah, wo auch der Strand ist. Das heißt aber nicht viel, denn von Strand ist nicht viel zu sehen, da muss man wiederum mit dem Taxi hinfahren. Aber die Lage ist in Dubai ohnehin Schall und Rauch, da Dubai so riesig ist, dass es ganz normal ist, mal eben 20 km mit dem Taxi zur nächsten Sehenswürdigkeit zu düsen. Beim nächsten Mal würde ich ein ganz tolles Hotel buchen und gar nicht auf die Lage achten, denn die ist in Dubai wirklich egal, denn man erreicht praktisch nichts zu Fuß - soll man aber auch gar nicht, denn die meisten Straßen kann man gar nicht überqueren. Dubai ist definitiv nicht für Fußgänger gemacht.

Zurück zum Hotel: Das liegt also in der Al Mina Road und laut Auskunft auf der Hotelseite rund vier km von Dubai Downtown und dem Burj Khalifa entfernt. Ich kann das eigentlich nicht glauben, da mir die Fahrt länger vorkam, aber immerhin ist man für den Preis von etwa 3 oder 4 Euro am Burj Khalifa oder an der Dubai Mall.

Das Mercure Gold Hotel hat vier Sterne und verfügt über 184 Zimmer (Standard und Superior Zimmer sowie Executive Suiten). In der Lobby stehen etliche Sessel herum, in denen man sitzen kann, wenn man zum Beispiel auf einen Bus wartet. Außerdem gibt es einen kleinen Souvenirshop, der fast immer geöffnet hat. Im Restaurant nimmt man das Frühstück ein und kann auch zu Mittag oder Abend essen. Dort wird stets Büfett zu bezahlbaren Preisen angeboten. Darüber hinaus gibt es ein indisches Restaurant und eine kleine Bar, die allerdings freitags geschlossen hat! Außerdem gibt es im Hotel einen Concierge, bei dem man verschiedene Touren buchen kann. Hier ist allerdings Achtung geboten, denn man bekommt nicht unbedingt das, was man bucht: Bei unserer Wüstensafari fiel einfach mal unangekündigt der Bauchtanz aus und unsere Stadtrundfahrt mit Führung entpuppte sich als reine Hin- und Her-Kutschiererei durch einen unmotivierten Fahrer, der nicht ein Wort zu Dubai gesagt hat....

Es gibt zwei Konferenzräume, die aber - soweit ich das gesehen habe - nicht in Benutzung waren. Das Hotel teilt sich in zwei Flügel, die von der Lobby aus über gegenüber liegende Aufzüge (zwei auf jeder Seite) zu erreichen sind. Im obersten Stock erreicht man den Wellnessbereich und den Fitnessbereich sowie den Pool. Der Pool ist allerdings nicht viel mehr als ein kleines Schwimmbecken, um den herum dicht an dicht vielleicht 10 bis 15 Liegen stehen. Es gibt zwei Fitnessbereiche - einen für Frauen und einen für Männer, sodass man nicht gemeinsam sporteln kann, wenn man denn möchte. Immerhin sind die Fitnessräume immer schön leer, sodass man hier gut trainieren könnte, wenn man denn wollte. Die Wellnessanwendungen im Spa-Bereich dauern 60 oder 90 Minuten und befinden sich preislich im üblichen Rahmen: Eine einstündige Fußmassage kostet beispielsweise 35 Euro, eine Ölmassage 40 Euro. Die teuerste Anwendung ist die Hot-Stone-Massage, die für 90 Minuten 65 Euro kostet.

Laut Aushang kosten Einzelzimmer zwischen 850 und 2500 Dirham (d.h. 170 bis 500 Euro), das Doppelzimmer 1000 oder 2500 Dirham (200 oder 500 Euro), wir haben über hrs.de 135 Euro pro Nacht inklusive Frühstück bezahlt. Das ist also offensichtlich eine Sonderrate, die aber bei weitem genug ist für das, was einem hier geboten wird.

Hier die Website des Hotels: http://www.accorhotels.com/de/hotel-8500​-mercure-gold-hotel-al-mina-road-dubai/i​ndex.shtml


Empfang

Als wir am Donnerstagabend im Hotel eingecheckt haben, wurden uns die Koffer gleich von einem Hotelbediensteten aus dem Taxi gehoben und ins Hotel gerollt, und natürlich kann man die Koffer auch nicht selbst aufs Zimmer bringen, sondern bekommt sie dorthin gebracht. Wir hatten Glück, dass mein Schwiegervater uns abgeholt hat und mit "Kleingeld" aushelfen konnte, denn die Geldautomaten schlucken mindestens 100-Dirham-Scheine aus, meistens sogar 500er, die einem niemand wechseln mag und die als kleines Trinkgeld denkbar ungeeignet sind!

Beim Einchecken mussten wir zunächst unsere Reisepässe vorzeigen und mit dem Rezeptionsmitarbeiter diskutieren, denn er wollte uns statt des gebuchten Doppelzimmers zwei Einzelzimmer anbieten. Bei allem Verständnis für andere Religionen fand ich es total unverschämt, uns in zwei Einzelzimmer aufteilen zu wollen, zumal wir ja verheiratet sind, was er aus dem Reisepass leicht herauslesen konnte. Nach kurzer Diskussion sollte es nun doch ein Doppelzimmer werden - auf dem dritten Stock. Als wir dort ankamen, wehte mir gleich beim Öffnen der Tür kalter Rauchgestank entgegen - obwohl ich bei der hrs-Buchung ein Nichtraucherzimmer gewünscht hatte. Also ging es wieder zurück an die Rezeption, weil wir das Zimmer tauschen wollten. Das ging auch, nur leider gab es dann nur noch ein Zimmer mit zwei Einzelbetten statt einem Doppelbett. Immerhin hat der (sonst ziemlich unfreundliche und unkommunikative) Rezeptionsmitarbeiter von sich aus angeboten, einen Angestellten zu schicken, der uns die beiden Betten zusammen rückt. Nachdem wir auf dem Zimmer angekommen waren und auch unsere beiden Koffer dorthin getragen/gerollt wurden, dauerte es keine zehn Minuten, bis der Angestellte kam und unsere beiden Betten zusammen gerückt hat, der Service klappte immerhin gut.

Mit den Mitarbeitern an der Rezeption war ich ansonsten alles andere als zufrieden. Nach dem unfreundlichen Empfang und dem Einbuchen in ein Raucherzimmer (immerhin hätte er uns ja mal fragen können, ob wir das wollen!) wurde man auch sonst nicht allzu freundlich behandelt. Als wir am Freitagabend durchgefroren von der Wüstensafari ins Hotel kamen, wollten wir noch einen kleinen Absacker trinken, doch leider fanden wir die Bar geschlossen vor (im Islam zwar üblich, in den meisten gehobenen Hotels wegen der vielen Touristen aber dennoch eine Seltenheit), also haben wir an der Rezeption gefragt, wo man denn in der Umgebung noch etwas zu trinken bekäme. Da wurden wir dann ziemlich abfällig belächelt und mit den Worten "Friday is dry day" abgefertigt. Das fand ich ziemlich unmöglich.

Auch beim Auschecken wurden wir nicht einmal gefragt, wie es uns gefallen hat und ob wir mit dem Zimmer und dem Service zufrieden waren, die einzige Frage, die man mir gestellt hat war die, ob ich etwas aus der Minibar hatte... Gut aufgehoben fühlt man sich dort wirklich nicht.

Kleiner Hinweis noch am Rande: Verlässt man das Hotel, kommen direkt mehrere Taxifahrer auf einen zu, die einen überall hinfahren wollen. Das sollte man unbedingt ablehnen, denn es handelt sich dabei um Privattaxis, in denen man mindestens den doppelten Preis zahlt. Die "echten" Dubai-Taxifahrer sind deutlich an ihren bunten Taxis zu erkennen und daran, dass sie ihren Wagen nicht verlassen, sondern am Rande stehen und im Auto warten. Man wird manchmal sehr unfreundlich angesprochen und bedrängt von den anderen Fahrern, aber dennoch sollte man nicht auf ihr Angebot eingehen.


Goldene Zimmer?

Das Zimmer machte auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck, zumindest das zweite, das nicht nach Rauch stank. Es ist sehr geräumig, sodass auch zwei normal große Betten mit einem riesigen Abstand dazwischen nicht einmal die Hälfte des Raumes gefüllt haben. Als die Betten erstmal zusammen geschoben waren, hatten wir richtig viel Platz. Neben der Eingangstür steht ein Schreibtisch mit einem Stuhl, neben dem Bett befindet sich ein riesiger und bequemer Sessel, dann hatten wir zwei jeweils 1m breite Betten, allerdings leider nur einen Nachtschrank. Mein Mann musste den kleinen Tisch vor dem Sessel als Ablage nutzen. Gegenüber dem Bett ist eine große Kofferablage, die für zwei große Koffer ausreicht, zudem hängt dort der große Flachbildfernseher an der Wand, der (je nach Tagesform) auch ein paar deutsche Sender empfängt. Den Rest der Wand nimmt eine riesige Schrankwand ein, die viele Fächer, Schuhablagen und Möglichkeiten zum Aufhängen der Kleidung bietet. In einem Schrankteil befinden sich Bügelbrett und Bügeleisen, im anderen ein kleiner Safe, den man kostenlos mit einem selbst gewählten Zahlencode nutzen kann. Bügel gab es nicht allzu viele (ich schätze, es waren 6 bis 8), dennoch reichte es für unseren kurzen Aufenthalt.

Im Schrank eingebaut ist eine kleine Ablagefläche, auf der die Preisliste für die Minibar und den Zimmerservice lagen. Neben kleinen Snacks (die auch tatsächlich alle noch haltbar waren) standen zwei kleine Wasserflaschen bereit, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. In der Minibar unter der Ablage fanden sich einige Kaltgetränke, darunter auch eine Dose Heineken, die schlappe 6 Euro kosten sollte, ein paar Schnäpse (bis zu 10 Euro) und Wein (14 Euro für eine Miniflasche!).

Das Bad gefiel mir auf den ersten Blick. Rechts von der Tür steht eine weiße Badewanne, gegenüber der Tür ist das Waschbecken mit einer wahrlich riesigen Ablagefläche, die sich über die gesamte Breite des Zimmers zieht. An der Wand angebracht ist ein vergrößernder Kosmetikspiegel, außerdem stehen bzw. liegen auf der Ablage Pflegetücher, Seife, Shampoo, Conditioner, Body Lotion und ein kleines Set mit Nagelfeile und Wattestäbchen bereit. Unter dem Waschbecken ist ein kleines Schränkchen, in dem sich auch der Haartrockner befindet. Linkerhand sind Toilette und Duschkabine. Auch über der Toilette hatten wir noch einmal eine Ablagefläche, sodass man sich gut ausbreiten konnte. Die Duschkabine war groß genug und vollständig mit einer Kunststofftür versehen, leider knackste sie bedenklich beim Öffnen und ließ sich auch nicht lückenlos schließen, sodass man beim Duschen immer auch den Boden benässt hat. In der Dusche gibt es oben an der Decke einen riesigen Duschkopf für eine Art Wasserfalldusche, an der Wand hängt aber auch noch ein Duschschlauch, der sich abnehmen lässt. Neben der Toilette befindet sich an der Wand ebenfalls ein kleiner Duschschlauch. Erst habe ich mich ziemlich gewundert, aber bei allen öffentlichen Toiletten habe ich das auch so vorgefunden, offensichtlich soll der als Bidetersatz dienen... Über dem Waschbecken und dem Fußende der Badewanne ist ein riesiger Spiegel angebracht, über der Toilette nochmals, sodass man sich unweigerlich von allen Seiten bewundern muss.

Einziges Manko am Zimmer: Die Fenster sind recht schmal und lassen kaum Licht hinein, sodass es fast immer recht finster ist. Mir machte das nicht so viel aus, da wir ohnehin nur spätabends und nachts im Hotel waren, aber tagsüber hätte ich mich da nicht so wohl gefühlt. Natürlich gibt es auch eine Klimaanlage, die man manuell steuern kann, da wir im Winter dort waren, brauchten wir sie nicht wirklich, aber sie funktionierte tatsächlich. Am Schreibtisch ist auch ein Internetanschluss, den man kostenlos nutzen kann. Außerdem liegt dort eine Mappe mit Infos zum Hotel und Preisen für den Zimmerservice, der einem auch etliche warme Speisen liefert. Die Preise dafür sind okay, man bekommt z.B. schon warmes Essen (Pasta oder Burger) für 10 Euro.


Gebrauchstest

Ob sich der gute Eindruck des Zimmers wohl bestätigt hat? Zunächst war ich wirklich sehr angetan vom Zimmer, es war alles vorhanden und sah auch noch nicht so abgewohnt aus. Aber nach den vier Nächten musste ich den sehr guten Eindruck ein wenig revidieren: Das Bett war zwar ausgesprochen bequem, da die Matratze genau so hart war, wie ich es mag. Aber die beiden flachen Kopfkissen waren ebenfalls sehr hart, sodass ich schon nach der ersten Nacht etwas Nackenschmerzen davon bekommen habe. Die Kissen sackten wirklich kein bisschen ein und waren ausgesprochen unbequem.

Zudem sind die Zimmer sehr hellhörig. In den beiden ersten Nächten hatten wir eine Familie mit einem kleinen Kind und einem Baby im Nebenzimmer, die uns die halbe Nacht "unterhalten" haben. Erst schrie das Baby (was ja noch halbwegs normal ist), aber die zweite Nacht tobte das ältere Kind bis 3 Uhr nachts lautstark herum, da bin ich halb wahnsinnig geworden, weil ich selbst mit Ohropax nicht schlafen konnte. Immerhin ging das Zimmer zur Nebenstraße raus, sodass wir keinen Verkehrslärm gehört haben. Aber da unser Zimmer im ersten Stock war und wir offensichtlich das Restaurant unter uns hatten, gab es abends noch recht lange Lärm von unten. Ein ruhiges Zimmer, wie ich es bei hrs.de gewünschte habe, war das jedenfalls nicht.

Auch der Zimmerservice war etwas nachlässig: Am ersten Tag lagen noch zwei Badehandtücher, ein kleines Handtuch, ein Badevorleger und zwei Waschlappen bereit, am zweiten Tag wurde genau das wieder aufgefüllt, am dritten Tag fehlten aber die kleinen Handtücher und am vierten Tag fehlten die Waschlappen und der Badevorleger. Das fand ich ausgesprochen ärgerlich - die Waschlappen haben mir nicht so sehr gefehlt, aber ohne Badevorleger oder kleines Handtuch ist es doch etwas knapp. Außerdem wurde nicht allzu gründlich geputzt. Auf den ersten Blick war alles sauber, aber wenn man auf der Toilette saß und in Richtung Ablagefläche geschaut hat, konnte man genau den Bereich sehen, der abgewischt wurde, denn auf Höhe der Badewanne war dort alles voller Staub. Auch wenn man den Verschluss im Waschbecken herausgenommen hat - das mussten wir immer tun, da unserer so tief drin saß, dass das Wasser nicht abgeflossen ist -, konnte man sehen, dass er ziemlich schwarz und unappetitlich war. Den hätte man auch ruhig mal besser abwischen können.

Im Zimmer war alles picobello, die Laken waren jeden Tag wieder straff gezogen und frisch gewechselt (eigentlich ziemlich unnötig!), auch die Wasserflaschen waren ausgetauscht, aber im Bad hätte es wirklich besser aussehen können. Etwas merkwürdig war es am Abreisetag, denn da wurde unser Zimmer gemacht, während wir beim Frühstück saßen. Danach waren wir aber noch im Zimmer, um alles zu packen und haben natürlich auch nochmal das Bad benutzt, bevor wir ausgecheckt haben. Ich wüsste gerne, ob danach nochmal jemand im Zimmer war, um wieder für Ordnung zu sorgen, bevor die nächsten Gäste eingezogen sind...


Gegen den Hunger

Der Einfachheit halber hatten wir das Frühstück mitgebucht, sodass ich auch darüber berichten kann. Das Frühstück wird als Büfett gereicht - dabei reicht das Angebot von süßen Teilchen, über warme Speisen bis hin zu Toast mit Käse. Kommt man zum Frühstück, setzt man sich einfach an einen der freien Tische und versucht am besten sofort, eine Kellnerin oder einen Kellner heranzurufen, um sich Kaffee geben zu lassen, denn den kann man sich nicht selbst holen, sondern bekommt ihn tassenweise gebracht. Das kann mitunter ganz schön dauern, da man häufig genug längere Zeit ignoriert wird.

In der Wartezeit auf den Kaffee kann man sich schonmal im Raum umschauen und stellt fest, dass er den Charme einer Bahnhofsvorhalle zu Stoßzeiten ausstrahlt. Es liegt kein Teppich am Boden, an den Fenstern hängen keine Vorhänge oder zumindest Gardinen und auf den Tischen liegen keine Tischdecken, sondern lediglich kleine Platzsets, die kurz ausgeschüttelt werden, um den Tisch für einen neuen Gast vorzubereiten. Die Geräuschkulisse beim Frühstück ist echt enorm, da es rein gar nichts gibt, das auch nur ein wenig Schall schlucken könnte.

Auf den ersten Blick sieht das Frühstück ziemlich beeindruckend aus: Es gibt verschiedene Sorten an aufgeschnittenem Obst, nämlich Ananas, Melone, Orange, Aprikose, Litschi und Kompott - allerdings bis auf die Orangen und die sehr geschmacklosen Melonen war alles aus der Dose. Frisch gab es allerdings Äpfel und Mandarinen. Immerhin der Orangensaft, den man sich selbst zapfen kann (neben Multivitaminsaft und Wasser), schmeckte sehr gut.

Wurst gibt es gar nicht, dafür sehr dick geschnittene Käsekanten, die allerdings nicht sonderlich appetitlich aussahen. Marmelade (nur Erdbeer!) und Honig gab es in kleinen Plastikdöschen, dazu dann noch Butter, das war es an möglichem Brotbelag. Als Brot gab es helles Toastbrot und Vollkorntoast, dazu Fladenbrot und süße Teilchen (Zimtschnecken, kleine Blätterteigtaschen und Croissants).

Der größte Teil des Büfetts bestand aus warmen Speisen, hier reichte das Angebot von gebratenem Speck (natürlich vom Rind), über Baked Beans, einer Art Frühlingsrollen, Rührei, gekochten Eiern, Porridge, sehr leckeren Pancakes bis hin zu gekochtem Fisch (!). Darüber hinaus konnte man sich von einem Koch frisch ein Omelette zubereiten lassen mit Paprika, Tomate, Pilzen, Zwiebeln, Knoblauch und diversen Kräutern. Der Andrang beim Omelette war jeden Morgen riesig, sodass ich es nur einen Tag versucht habe, aber das reichte mir eigentlich auch schon: Denn der Teig des Omelettes war absolut fad und der Koch hat auch keinerlei Gewürze draufgemacht, sodass ich Salz und Pfeffer am Tisch nehmen musste, um dem Omelette wenigstens ein bisschen Geschmack zu verleihen.

Ansonsten schmeckten die Sachen schon gut. Das Angebot war sehr vielfältig, sodass für jeden etwas dabei gewesen sein dürfte, allerdings gab es auch Speisen, die ich wahrlich morgens nie angerührt hätte, z.B. den Kochfisch, aber andere Länder, andere Sitten...

Was ganz furchtbar war, war der Kaffee: Er schmeckte jeden Tag anders, am ersten Tag war er total dünn, am zweiten war er okay, aber am letzten Morgen hatte ich unten in meinem Becher ganz viel Kaffeesatz drin, das war einfach nur eklig.

Man wurde schon sehr gut satt, und das meiste schmeckte auch gut, aber Atmosphäre hatte der Frühstücksraum gar nicht. Es war laut, hektisch und ungemütlich. Drei Angestellte wimmelten durch den Raum und räumten die Tische ab. Leider befand sich der Tisch, an dem sie das schmutzige Geschirr sortiert haben, mitten im Frühstücksraum, was zusätzlich für Unruhe gesorgt hat.


Auch Gold glänzt nicht immer

Beim Mercure Gold Hotel ist der Name nicht Programm, denn Gold ist hier nicht alles. Zwar sehen die Zimmer auf den ersten Blick sehr gut aus und sind mit allem ausgestattet, das man braucht, aber schon auf den zweiten Blick fällt an allen Ecken und Enden auf, dass das Personal offensichtlich ganz schlecht bezahlt wird, denn die Mitarbeiter an der Rezeption sind unfreundlich und wenig hilfsbereit, der Zimmerservice ist nachlässig und putzt nur sehr oberflächlich, aber am schlimmsten ist es im Restaurant, wo es ewig dauern kann, bis man Kaffee bekommt und wo einen ständig hektisch hin und her eilende Kellnerinnen und Kellner halb umlaufen.

Für den Preis von 135 Euro pro Nacht inklusive Frühstück war das Hotel schon okay und es war auch wirklich gut ausgestattet, aber in puncto Service mangelte es leider doch an allen Ecken und Enden, sodass ich persönlich keine vier Sterne geben kann, sondern einen abziehen muss.

3 von 5 goldenen Sternen

Bilder

für Mercure Gold Hotel, Dubai
mercure1 - Mercure Gold Hotel, Dubai
Von außen ein feines Hotel
von Linnie1978 Linnie1978
mercure1 - Mercure Gold Hotel, Dubai

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Kommentare

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  • allegra1805 16.05.2012 06:44
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Anamcara1 10.05.2012 21:15
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • nikoundalex 03.05.2012 18:58
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    da hätte ich allerdings auch mehr erwartet, gerade ind Dubai, naja, ist wohl nichts perfekt... außer dein Bericht und der glänzt mit einem wohlverdienten Diamanten, dafür gerne ein BH, lg

  • hochsauerlaender 29.04.2012 04:05
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Verdienter "Kohlenstoff"

  • Dariusz2 28.04.2012 09:26
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Lieferung! ^^

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