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Erfahrungsbericht

für Mercure Columbus, Bremen
3 Sterne Zu Gast in der Stadt der Bremer Stadtmusikanten Bericht mit Bildern
148 von 148 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro tolles Essen, saubere Zimmer,schöner Seminarraum

Kontra absolut nicht Behindertenfreundlich, teilweise unzweckmäßige Zimmer

Der Autor

Wikinger123

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Berufsbedingt bin ich öfter in Großstädten auf Seminaren. Mein letztes Seminar führte mich nach Bremen und dort durfte ich in einem Hotel der Accor Gruppe übernachten, genauer im

Mercure Columbus Bremen
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Die Lage des Mercure Hotels ist toll, da es genau gegenüber vom Bahnhof liegt und zu Fuß von dort aus in vier Minuten zu erreichen ist. Auch die Straßenbahn liegt genau vorm Haus.
Das Hotel verfügt über eine Tiefgarage, so dass man auch problemlos mit dem Auto anreisen kann.
Zur Stadtmitte und zum shoppen sind es nur 10 Minuten zu gehen. Das Drei-Sterne-Hotel verfügt über 148 Zimmer und fünf Suiten, die über 7 Etagen verteilt sind, die man mit zwei Aufzügen erreichen kann. Im ersten Stock befindet sich ein Restaurant und zwei Seminarräume. Vom zweiten bis zum siebten Stock sind die Hotelzimmer zu finden und im achten Stock, der nur noch über eine Treppe im siebten Stock zu erreichen ist, befindet sich ein Solarium, eine Sauna und ein Kosmetiksalon.

Mein Zimmer lag im siebten Stock und da ich um ein ruhiges Zimmer gebeten hatte, lag es zum Hinterhof. Die Aussicht dorthin war alles andere als berauschend, denn ringsum sah man nur Hotelzimmerfenster und den Hinterhof eines weiteres Hotels. Also nichts mit Ausblick auf Bremen bei Nacht und nicht sehr ansprechend.

Die Rezeption
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An der Rezeption im Eingangsbereich befinden sich drei Tischgruppen. Für meinen Geschmack empfand ich das Mobiliar in der Halle doch recht altmodisch. An der Theke der Rezeption sind viele Prospekte für Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ausgelegt. Das Personal ist durchweg noch sehr jung . Die Abfertigung der Gäste verlief recht zügig. Ein PC mit Internetzugang für Gäste steht direkt neben der Rezeption. 8 Minuten surfen kostet 1 Euro dort, was ich jedoch nicht empfehle, da sich in etwa 200 Meter Entfernung ein Internetcafe befindet in dem surfen wesentlich günstiger ist. Außerdem konnte einem jeder auf den Bildschirm sehen und das sogar von draußen, was ich ungemein störend empfand und daher dort nur einmal im Internet war.

Das Zimmer
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bestand aus zwei Räumen. Ein Vorraum mit Schrank und Minibar und einem Schlafraum mit Doppelbett, Tisch und zwei Stühlen, einem Schreibtisch mit Fernsehgerät, dahinter der Anschluss für ein Modem. Neben dem Bett befand sich ein Nachttisch mit einem Telefon darauf und einer Leselampe. Das Badezimmer war in weißen Kacheln gehalten und zweckmäßig mit Badewanne/Dusche, Waschtisch, Fön und einer Toilette eingerichtet. Nicht so begeistert war ich vom Duschvorhang, weil ich mich davor immer etwas ekele, da die Teile immer so gerne im nassen Zustand am Körper kleben bleiben. Nicht so mein Ding.
Die Zimmer haben alle einen blauen Teppichboden und sind in den Farben weiß-blau gehalten und sind von der Größe her eher unterschiedlich. Meine Kollegin die mit mir angereist war hatte ein sehr großes Zimmer, das etwa 3 m breit und fünf Meter lang war. Das war ja nicht unbedingt ein Nachteil, doch das Fernsehgerät befand sich auf der einen Seite im Zimmer und das Bett auf der anderen, was fernsehen am Abend dann doch fast unmöglich machte.

Wir hatten Nichtraucherzimmer gebucht, doch das Zimmer meiner Kollegin war eindeutig ein Raucherzimmer, denn das riecht man einfach als Nichtraucher. Dafür war mein Zimmer soweit in Ordnung. Bei einer Buchung würde ich den Wunsch nach einem Nichtraucherzimmer und der Lage unbedingt mit angeben.

Tagsüber befanden wir uns von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr im

Seminarraum
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Die Seminarräume befinden sich im ersten Stock und sind sehr schön eingerichtet. Neumodisches Mobiliar, bequeme Stühle, Tageslichtschreiber und Pinnwände stehen zur Verfügung. Der Raum in dem wir saßen befand sich in Richtung Bahnhof, also zur Straßenseite hin, doch wurde man nicht durch Straßenlärm belästigt und die ganze Fensterfront war mit großen Scheiben versehen, so das der Raum sehr hell war. Ca. 70 Leute hätten in diesen Raum gepasst für eine Vorführung aber nur etwa 20 für eine Schulung.

Während der Pausen hielten wir uns direkt vor dem Schulungsraum auf. Das war ziemlich nervig, da sich zum selben Zeitpunkt eine andere Gruppe ebenfalls zur Pause dort aufhielt und es ziemlich laut wurde und verraucht. In diesem Aufenthaltsraum steht man dann an kleineren Bistrotischen direkt vor dem Fahrstuhl und dort zieht es. Das war nicht gemütlich, dafür war der Pausensnack einfach klasse. Gereicht wurden Obstplatten, Müsli und Müsliriegel, Jogurts, Gebäck und Kuchen. Das uns das serviert wurde geschah jedoch auf Wunsch des Veranstalters des Seminars.

Negativ ist hier anzumerken, dass es keine Möglichkeit gibt für Gruppenarbeiten während des Seminars, da es keine kleineren Räume speziell dafür gibt. Gruppen können daher eigentlich nur entweder nachfragen ob sie sich ins Restaurant zurückziehen können oder zu den Sitzgruppen der Rezeption. Beides ist aber echt blöd, weil die ganze Zeit im Restaurant laute Musik gespielt wird und im Eingangsbereich etwas auszuarbeiten ist auch doof, da man dort ständig abgelenkt und unterbrochen wird.

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Sanitäre Anlagen
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Hier kann ich natürlich nur von der Damentoilette berichten die sich bei den Schulungsräumen und dem Restaurant befindet. Man findet zu jeder Zeit saubere Toiletten vor, mehrere Waschtische mit Spiegel und angenehm duftendem Flüssigseifenschaum. Die Anlage wird mehrmals täglich überprüft und gereinigt, was eine Tafel mit Einträgen am Eingangsbereich zeigte. Dort mussten die Angestellten, die den Raum überprüft hatten jeweils unterschreiben und die Uhrzeit der Überprüfung hinterlassen.

Das Restaurant
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besteht aus einem großen Raum und einem „Kellerraum“, der über eine Treppe zu erreichen ist. Zentral im Raum steht ein großes Buffet und gleich dahinter eine Bar. Die Tische werden zu jeder Mahlzeit sehr schön und ansprechend dekoriert. An den Wänden in diesen Räumen, wie auch auf den Fluren im ersten Stock und den Seminarräumen befinden sich Bilder von Künstlern, die man kaufen kann. Das Thema zur Zeit als wir dort waren war „Das Meer“. Das sah absolut klasse aus und machte sich unheimlich gut als Dekoration an den Wänden.

Das Essen war grandios. Anders kann ich es nicht bezeichnen. Wenn etwas in diesem Hotel nicht stimmt, so macht es die Küche wieder gut. Waren viele Gäste im Haus, so gab es zu allen Mahlzeiten ein Buffet und wenn weniger Gäste vor Ort waren, dann konnten wir in den Kaffeepausen aus drei verschiedenen Mahlzeiten eine auswählen, die uns später am Tisch dann serviert wurde. Alle Kollegen lobten das Essen sehr. Es war nicht zu üppig, dafür sehr ansprechend angerichtet und es wurde auf fette Soßen verzichtet. Insgesamt würde ich behaupten waren die Speisen eher kalorienbewusst zubereitet, doch wenn man zweimal am Tag warm isst und ausreichend gefrühstückt hat, zudem noch den ganzen Tag sitzen muss, dann hilft auch das kalorienbewussteste Essen kaum noch etwas. Für das Essen vergebe ich volle fünf ciao Punkte und es wurde von allen dort sehr gelobt.

Zum Frühstück wurde täglich die Tageszeitung oder die Bildzeitung angeboten. Frühstücken konnte man ab 6.00 Uhr bis 10.30 Uhr.

Farblich haben mich die Räume des Restaurants sehr angesprochen, da sie geschmackvoll in Orange und blau gehalten sind. Dazu wird immer passend eingedeckt und das sieht dann sehr schön aus.


Wellnessbereich
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In diesem Punkt kann ich nur über das Solarium Auskunft geben. In einem Hotelzimmer im achten Stock befindet sich ein älteres Solarium. Die Röhren dazu wurden zuletzt im September 2003 ausgewechselt, worüber eine extra dafür ausgehängte Information Auskunft gibt. Den Schlüssel für diesen Raum erhält man an der Rezeption und nach dem Bräunen muss man ihn wieder zurückbringen. Der Raum in dem sich das Solarium befindet verfügt wie ein Hotelzimmer über eine Dusche und einen Waschtisch mit Spiegel.

Die Sauna habe ich nicht gesehen aber sie ist vorhanden und im achten Stock zu finden.
Auch das Kosmetikstudio befindet sich in dieser Etage aber auch dort war ich nicht.

Fazit:
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Jemand der Berichte über Hotels schreiben möchte, lernt mit der Zeit auf Kleinigkeiten zu achten. Was mir hier doch gravierend negativ auffiel war, dass das Mercure Hotel absolut nicht behindertenfreundlich ausgestattet ist. Ein Rollstuhlfahrer kommt zwar sehr gut bis zur Rezeption aber dann ist finite. Die Aufzugtüren sind sehr schmal und dort wird es dann schon problematisch werden. Der achte Stock mit Sauna, Solarium und Kosmetikraum ist für Rollstuhlfahrer dann absolut tabu, weil nur ein Weg über die Treppe dorthin führt. Ich finde, dass das ein sehr schwaches Bild ist und zeigt mir, dass das Mercure Hotel eher ein alter Kasten ist. Daher kann ich auch nur eine Gesamtpunktzahl von 3 Sternen vergeben.

Das Zimmer entspricht absolut einem Drei-Sterne Hotel im positiven Sinn und mehr konnte man nicht verlangen. Das Restaurant und die Küche ist wie oben schon beschrieben absolut spitze und da lohnt sich ein Besuch in diesem Hotel wirklich. Der Schulungsraum ist soweit in Ordnung, doch der Pausenraum ist mies.

Das Reinigungspersonal war dort ständig irgendwo zu sehen, insbesondere vormittags und über die Sauberkeit in diesem Hotel kann man auch nichts nachteiliges sagen.

Für einen Kurzurlaub in Bremen würde ich wohl wieder in dieses Hotel gehen und auch für ein Seminar kann dorthin gehen. Wer allerdings vor hat in seinem Seminar Gruppenarbeiten zu machen, der sollte doch eher auf ein spezielles Seminarhotel ausweichen.

Noch ein Wort zu den Sehenswürdigkeiten!
Ein Muss ist die Böttcherstraße, Schnoorviertel, Rathaus mit Rathausplatz, Roland und die Stadtmusikanten. Dort geht man zu Fuß in ca. 20 Minuten und verliebt habe ich mich absolut in das Schnoorviertel mit den kleinen Häuschen und den engen Gässchen. Alleine schon deswegen werde ich Bremen noch einmal besuchen und mein Tipp für Brementouristen: geht dorthin, denn es lohnt sich wirklich!! Das muss man sehen! Meine Lieblingsstadt ist eigentlich bisher Köln, doch Bremen ist unbedingt ein Besuch wert!

Die Hotelrechnung wurde von meinem Arbeitgeber übernommen, doch kostet eine Nacht 62 Euro, zuzüglich 13 Euro für ein Frühstück.

Hier die Adresse des Hotels: Mercure Hotel Columbus Bremen, Bahnhofsplatz 5-7, 28195 Bremen, Tel. 0421/30120, Fax: 0421/15269 und E-mail: h0879@accor-hotels.com. Die Homepage: www.mercure.com.

© Annette


Bilder

für Mercure Columbus, Bremen
Der Schulungsraum
von Wikinger123

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Kommentare

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  • Tischtennis 21.12.2005 15:10
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Toll GEschrieben, Alles BEschrieben, sogar Details wie Farben, Bilder... und noch die Stadt samt Inet-Café! Dafür gibt's natürlich auch von mir 'n(en) BH! ;-) Ciao! Marcus

  • apreiss 25.08.2004 13:48
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Mich verschlägt es jetzt beruflich erstmal nach München ;-) Lieben Gruss, Andrea

  • kundschafter 30.06.2004 19:04
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • rubends 01.05.2004 11:21
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • trampastheo 28.04.2004 22:34
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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