Maui, Hawaii

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Maui Sun

5  31.07.2005 (22.02.2006)

Pro:
Traumhaft

Kontra:
Weit weg

Empfehlenswert: Ja 

Radar

Über sich:

Mitglied seit:15.02.2000

Erfahrungsberichte:106

Vertrauende:45

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 87 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kenner beschreiben Maui als genau die richtige Mischung: buntes Leben am Strand und stille Natur im Hinterland.
Tatsächlich ist Maui neben Ohau die bei Touristen beliebteste Insel des US – Bundesstaates Hawaaii. Das liegt vor allem an den vielen schönen Stränden, den wilden Steilküsten, dem an der Westküste ziemlich sonnensicheren Wetter und nicht zuletzt auch an den krassen Gegensätzen. Während auf Meereshöhe tropische Vegetation das Landschaftsbild bestimmt, herrscht am Vulkan Haleakala auf 3000 Meter Höhe eine fast vegetationslose Kraterlandschaft, bei der sich ein Vergleich mit dem Mond aufdrängt. Auch im Bereich der Tierwelt bietet Maui einen Höhepunkt, denn in den Wintermonaten bringen die Wale vor der Küste ihre Jungen zur Welt.
Maui bietet viele landschaftliche Schönheiten und dabei eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Auch wer ein ruhiges Plätzchen sucht, kann hier noch auf seine Kosten kommen.

Die Insel:

Maui ist die zweitgrößte der hawaiianischen Inseln, hat eine maximale Länge von 77 Kilometern und eine maximale Breite von 42 Kilometern bei einer Gesamtfläche von 1888 Quadratkilometern. Hier leben gut 90000 Menschen. In Wailuku hat das County of Maui, zu dem auch die Inseln Lanai und Molokai gehören , seinen Sitz.
Die gesamte Insel wird von einem Vulkankegel und einem kleineren Gebirgsmassiv geprägt, dem 3057 Meter hohen Haleakala im Osten und den West Maui Mountains, deren höchster Punkt mit 1761 Metern den Namen Puu Kuki trägt. Aufgrund des zwischen den Bergen liegenden Tals trägt Maui auch den Beinamen Valley Island.

Reisezeit, Klima, Wetter:

Reisezeit auf Maui ist eigentlich ganzjährig. Tagsüber ist es im Küstenbereich durchschnittlich 23 bis 29 °C warm, selbst im Winter liegen sie nachts nie unter 16 °C. Auf 3000 Meter Höhe ist es morgens auch im Sommer oft nur ein paar Grad über dem Gefrierpunkt und im Winter fällt manchmal sogar ein wenig Schnee. Wenn die Sonne scheint steigen die Temperaturen tagsüber auf mehr als 20 °C, im Krater kann es sogar viel heißer werden.
Durch die Berge gibt es auf Maui verschiedene Klimazonen. An der gesamten Westküste von Kapalua bis Makena (dort befinden sich 95% der Hotels) regnet es recht selten, während die Nordküste entlang des Hana Highways für ihre zahlreichen Niederschläge und die daraus resultierende üppig grüne Vegetation bekannt ist. Die West Maui Mountains sind oft in Wolken gehüllt. Beim Haleakala ergibt sich zuweilen eine besonders spektakuläre Situation: Um den Krater herum hängt auf halber Höhe ein dichter Wolkenring, aus dem die Bergspitze herausschaut. Generell regnet es in den Wintermonaten etwas häufiger als im Sommer.

Erreichbarkeit:

Maui verfügt über einen internationalen Flughafen in Kahului. Mit Delta Air Lines in Zusammenarbeit mit Air France ist die Insel über Paris und Los Angeles schon innerhalb eines Tages zu erreichen. Ansonsten muß man eine Übernachtung auf dem amerikanischen Festland einplanen. Außerdem fliegen American Airlines, United Airlines und Northwest Airlines Maui nonstop von Los Angeles oder San Francisco an. Außerdem ist Kahului vom Drehkreuz Honolulu und von den anderen hawaiianischen Inseln mehrmals täglich mit Hawaiian Airlines und Aloha Airlines zu erreichen.
Für einen Flug von Deutschland muß man mit Ticketpreisen um die 1000 Euro (Sonderangebote teilweise schon ab 850 Euro) rechnen oder zum Beispiel bei Delta für nur 50000 SkyMiles.

Infrastruktur:

Die wichtigen Straßen Mauis sind alle geteert und meist gut ausgebaut. Die Road to Hana (Highway 36 und 360) ist äußerst kurvig und teilweise sehr eng und damit nicht all zu zügig zu befahren. Einige wenige Straßen sind unbefestigt. Das Befahren dieser Straßen wird durch die Mietwagenfirmen generell verboten. Nach stärkeren Regenfällen ist speziell im Norden mit überfluteten Straßen zu rechnen.
Auf der ganzen Insel gibt es keine nennenswerten öffentlichen Verkehrsmittel, so daß man allein für die Anreise zum Hotel einen Mietwagen benötigt. Nur einige wenige Hotels bieten einen Shuttleservice an. Am internationalen Flughafen Kahului sind alle größeren Mietwagenfirmen vertreten.

Preise:

Mau,i wie auch die anderen Inseln, ist recht teuer. Generell liegen die Preise etwa ein Drittel über denen auf dem amerikanischen Festland.
Übernachtungen unter 100 Euro (außer Hostels und Campingplätzen) sind kaum zu finden. Auch Essen und Trinken sind recht teuer. Fast Food ist natürlich auch erhältlich, aber wer will schon im Urlaub zu McDonnalds und Co. gehen. Zu beachten ist außerdem, daß abgesehen von einigen Pauschalangeboten Übernachtungen in den USA immer ohne Frühstück sind. All Inclusive – Angebote sind in den USA und auf Hawaii übrigens auch unbekannt.
Das Shopping – Angebot ist nicht der Rede wert. Souvenirs und Klamotten sind einfach nur überteuert.

Urlaub auf Maui:

Generell: Für reines Abhaken der wichtigsten Attraktionen reichen ohne Ankunfts- und Abflugtag drei Tage.
Wer aber Maui wirklich genießen möchte, inklusive Exkursionen, Wanderungen. Natur und Sport und natürlich ein paar Strandbesuchen sollte mindestens eine Woche, besser zwei Wochen bleiben.
Und das alles gibt es auf Maui:

Kahului / Wailuku:

Die beiden ineinander übergehenden Städte sind das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Insel und mit etwa 60000 Einwohnern auch die größte Ansiedlung. Hier befinden sich die Industriegebiete, Einkaufszentren, der einzige tiefe Hafen sowie der internationale Flughafen.
Touristisch bieten beide Städte nicht viel. In Kahului befindet sich jedoch eines der preiswerten Hotels der Insel. Das kleine und gemütliche Maui Sea Side ist schon ab 68 pro Nacht buchbar. Allerdings sind alle Attraktionen und auch der nächste Strand nur mit dem Auto zu erreichen.
Empfehlenswerte Restaurants sind die Manana Garage an der Kaahumanu Avenue, hier gibt es ausgezeichnete südamerikanisch – pazifische Küche mit viel frischem Fisch, sowie das Sushi Go! im 2. Stock des Queen Kaahumanu Shopping Center ( All you can eat Sushi für 22,99 Dollar).

Iao Valley:

Das Iao Valley befindet

Bilder von Maui, Hawaii
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Maui Sun
sich wenige Autominuten von Wailuku in den West Maui Mountains. Bei den alten Hawaiianern war das Tal ein heiliges Stück Land, heute ist es ein State Park, der zum Pflichtprogramm einer Maui Tour gehört. Das Tal ist das Überbleibsel eines Vulkankraters, der heute auch entlang der senkrechten Wände mit Moosen und anderen Pflanzen bedeckt ist. Inmitten dieser Grünen Hölle steigt die Iao Needle, ein grün überwucherter Basaltblock, 366 Meter hoch über den Talboden bis zu einer Höhe von 690 Meter über dem Meeresspiegel auf. Das üppige Grün konnte sich nur aufgrund der vielen Niederschläge ansiedeln, so daß ein Foto bei Sonnenlicht fast schon ein Glückstreffer ist. Das umliegende Land befindet sich in Privatbesitz. Deshalb sind fast alle Wanderwege im Iao Valley mittlerweile geschlossen.

Paia:

Ein kurzer Abstecher nach Paia, das etwa zehn Autominuten vom Flughafen Kahului an der Road to Hana liegt, lohnt sich immer. Paia war früher eine große Plantagensiedlung, verkam dann aber zu einem unbedeutenden Dorf, das erst wieder in den 70er Jahren von Hippies mit Leben erfüllt wurde. Heute gilt Paia als das Zentrum des Windsurfens. All das prägte natürlich den Charakter und das Ortsbild. Die alten Fassaden sind wieder restauriert oder zumindest frisch gestrichen und die verschiedenen Boutiquen, Restaurants und Kneipen haben ein besonderes Flair. Ein kleiner Bummel mit anschließendem Kneipenbesuch lohnt sich.
Restauranttip: Das Moana Cafe and Bakery ist recht unscheinbar und etwas abseits der Durchfahrtstraße. Gutes Essen zu moderaten Preisen, vor allem zum Lunch.
Etwas außerhalb Paia, in Richtung Hana, befindet sich Mamas Fish House, das wohl beste Restaurant auf Maui. Sau Gut , Sau Teuer und ohne Voranmeldung ist sowieso kein Platz zu bekommen.

Haleakala Nationalpark:

Im Haleakala National Park ist ein Teil des größten ruhenden Vulkans der Erde unter Naturschutz gestellt. Der 3055 Meter hohe Haleakala, das bedeutet „Haus der Sonne“, ist gut 1500 Meter höher als jeder andere Gipfel auf Maui. Sein Krater ist ein beeindruckender Anblick: 34 Kilometer Umfang und 900 Meter tief.
Der Haleakala ist 1790 zum letzten Mal ausgebrochen. Die Landschaft ist so unwirtlich, daß sich die amerikanischen Astronauten hier auf die erste Mondlandung vorbereiteten.
Innerhalb des 11596 Hektar großen Parks liegen der Gipfel und ein Abschnitt der Kipahulu – Küste. Die größten Teile des Parks sind für Besucher nicht zugänglich, einige Teile sogar noch unerforscht.

Der Name Haus der Sonne stammt aus der Sage über den tapferen Halbgott Maui:

Vor langer Zeit schien die Sonne nur drei oder vier Stunden am Tag. Sie war damals so faul und verschlafen, daß sie sich bei ihrem Zug über den Himmel sehr beeilte, um möglichst schnell wieder in ihr Bett zu kommen. Mauis Mutter Hina hatte wegen des kurzen Sonnenschein stets Probleme bei der Trocknung ihrer aus Rinde gefertigten Tücher. Daher schmiedete Maui einen Plan, um den Tag zu verlängern.
Eines Nachts stieg er mit sechzehn festen Seilen auf den Vulkan und versteckte sich in der Nähe des Gipfels. Als die Sonne ihre ersten „Beine“ über den Kraterrand schob, warf Maui ein Seil um sie herum und fesselte diese. Nachdem er alle gefesselt hatte befestigte er die Seile an einem Baum. Der Sonne blieb keine andere Wahl, als Maui zu versprechen so langsam über den Himmel zu ziehen, daß seine Mutter genügend Zeit für ihre Arbeiten hat.
Seitdem scheint die Sonne über dem Haleakala stets einen halben Tag lang.

Der Sonnenaufgang am Haleakala ist wirklich etwas ganz Besonderes, wahrscheinlich nirgendwo auf der Welt ist er so spektakulär.
Siebenter März 2005, morgens 06:00 Uhr. Es ist bitterkalt, der Wind pfeift. Mit mir haben sich jede Menge Leute auf dem Gipfel versammelt und versuchen sich irgendwie warm zu halten. Es wird langsam heller, der Himmel bekommt nach und nach einen violetten Schimmer.
06:34 Uhr. Die leise geführten Gespräche verstummen. Die Himmelsfarbe wechselt mehr ins Rote und kurz darauf berührt der erste Sonnenstrahl unsere Augen. Langsam schiebt sich die Sonne über den Horizont und taucht die unter uns liegenden Wolken und den Krater in ein unwirkliches, kaum zu beschreibendes Licht. Innerhalb von Minuten verwandelt sich die Farbe des Kraterrand von einem blassen Grau in ein leuchtendes Orange. Ergriffen schauen die Menschen und gehen dann meist schweigend ihren Wege.

Jeden Morgen zieht sich eine lange Autoschlange die etwa 40 Meilen lange Straße zum Krater hinauf, so daß man für eine Fahrt von der Westküste zum Gipfel durchaus zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen sollte. Oft geht die Fahrt durch Wolken und dichten Nebel, die Straße ist gewunden und vor dem Kassenhaus am Parkeingang stauen sich manchmal die Fahrzeuge. Der Eintritt in den Park beträgt 10 Dollar pro Auto und gilt für 7 Tage.

Der Sonnenaufgang am Gipfel beginnt bereits früher als unten am Meer, etwa zwischen 05:45 Uhr und 06:45 Uhr, je nach Jahreszeit. Um einen guten Platz zu bekommen sollte man spätestens eine halbe Stunde vorher am Aussichtspunkt sein. Das bedeutet, man muß schon gegen 03:00 Uhr von den Hotels der Westküste aufbrechen – aber: ES LOHNT SICH WIRKLICH.
Die genauen Sonnenaufgangszeiten und die Wetteraussichten kann man im Hotel oder beim Park Headquarter erfahren.
Warme Kleidung und eine Winddichte Jacke sind empfehlenswert, auch tagsüber kann es auf 3000 Metern Höhe ganz schön kühl sein. Es gibt im Park weder Speisen noch Getränke, eine Tankstelle ist auch nicht vorhanden.

Der beliebteste Aussichtspunkt befindet sich in der Nähe des Visitor Center auf 2970 Meter, dicht gefolgt vom Puu Ulaula Overlook auf dem Gipfel in 3055 Meter Höhe. Ruhiger geht es am Leleiwi Overlook (2682 Meter) und am Kalahaku Overlook (2842 Meter) zu.

In der Nähe des Gipfel befindet sich Sience City. Hinter den weißen Kuppeln verbergen sich mehrere zivile und militärische Observatorien, hauptsächlich zur Beobachtung der Sonnenaktivität. Besucher sind hier nicht zugelassen.

Der Krater ist auch gleichzeitig der Zentralbereich des Nationalpark, der seinen Status schon seit 1916 hat.
Es gibt zwei Visitor Center.
Das erste befindet sich direkt am Parkeingang auf etwa 2100 Meter Höhe und ist verbunden mit dem Park Headquarter. Hier gibt es eine gute Ausstellung, Telefone und Toiletten. Die Öffnungszeiten liegen zwischen 08:00 und 16:00 Uhr.
In der Nähe befindet sich der Hosmer Grove Trail. Auf einem 20 – minütigen Spaziergang kann man Bäume aus allen Teilen der Welt sehen, die hier um 1910 angepflanzt wurden, um zu sehen ob sie sich für die Holzwirtschaft eignen. Zum Glück wurde später keine dieser Baumarten kommerziell angepflanzt.
Das zweite Visitor Center befindet sich direkt am Kraterrand auf fast 3000 Meter Höhe. Es gibt ebenfalls eine Ausstellung und Toiletten. Geöffnet ist von Sonnenaufgang bis 15:00 Uhr.

Es gibt verschiedene Wandermöglichkeiten in diesem Teil des Parks.

Etwa sechs Kilometer vom Hosmer Grove entfernt ist der Startpunkt des Halemauu Trail, der durch hügeliges Gelände zum Rand des Vulkan führt. Dann geht es über Kehren hinunter nach Holua Cabin auf dem Kratergrund (etwa 300 Meter Gefälle). Erfahrene Wanderer können noch zehn Kilometer bis Paliku Cabin gehen und den Krater auf dem Kaupu Trail verlassen.

Die beliebteste Route durch den Park ist der Sliding Sands Trail, der am oberen Visitor Center beginnt und über zehn Kilometer bis Paliku Cabin führt. Kondition ist schon erforderlich, denn es sind 878 Meter Höhe zu überwinden und der Name Slinding Sands kommt auch nicht von Ungefähr.

Übernachtungen in den Cabins und auf Zeltplätzen im Krater sind möglich, müssen aber schriftlich und mindestens 90 Tage im voraus reserviert werden. Informationen hierzu und zum gesamter Park gibt es unter www.nps.gov/hale.

Ein zweiter Teil des Haleakala National Park ist für Besucher zugänglich. Den Kipahulu District an der Nordostküste erreicht man über die Straße nach Hana (Highway 36, 360, 31). Die Fahrt entlang des Highway lässt sich gut als Tagesausflug durchführen. Natürlich gilt, je früher man losfährt, desto besser. Dann ist noch nicht so viel Verkehr und die kleinen Haltebuchten für Fotostopps noch nicht zugeparkt. Die Fahrt besteht im wesentlichen aus vier Elementen: grüner Regenwald, türkis- bis tiefblaues Meer, Wasserfälle und überwucherte Seitentäler.
Die Entfernung von der Westküste beträgt etwa 80 Meilen. Eine Strecke dauert aber ungefähr vier Stunden.

Hinter Hana wird der Highway geht der Highway 360 in den Highway 31 über und wird enger und schlechter. Kurz hinter der Brücke über Oheo River liegt das dritte Visitor Center des Nationalparks mit Parkplatz. Ein erneuter Eintrittspreis ist nicht zu entrichten, wenn man den Beleg vom Haleakala vorweisen kann.
Nach wenigen Minuten zu Fuß gelangt man zu den Seven Pools. Sie zählen zu den Paradiesen auf Erden, Baden ist hier ein echter Traum, vor allem in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden ist man fast allein.

Am Visitor Center beginnt der Pipiwai Trail zu zwei Wasserfällen, zu den Makahiku Falls (Entfernung etwa 800 Meter) und weiter zu den Waimoku Falls (nochmals 2,5 Kilometer). Für den Hin- und Rückweg von etwa 6,5 Kilomatern benötigt man schon zwei Stunden oder auch länger. In den Nachmittagshitze des Sommers ist der Trail nicht zu empfehlen, kurz nach starken Regenfällen kann er auch gefährlich werden.
Der Weg führt zunächst durch relativ offenes Gelände bis zu den 56 Meter hohen Makahiku Falls. Anschließend überquert man auf zwei Brücken den Palikea Stream. Danach geht es auf teilweise rutschigen Stegen durch dichten, dunklen Bambuswald. Schließlich erreicht man die wunderschönen, 120 Meter hohen Waimoku Falls.

Upcountry:

Als Upcountry bezeichnen die Einwohner von Maui den gesamten Bereich des Haleakala – Westhanges. Während in den tiefer liegenden teilen noch Ananas angebaut wird, handelt es sich in den oberen Lagen meist um fruchtbares Weideland. Die häufigen Wolkenstaus am Krater sorgen stets für genügend Regen.
Der größte Teil gehört zur Ulupalakuha Ranch.
Am Hang des Haleakala wächst nicht nur der einzige Wein Mauis, von hier kommt auch ein beliebtes Mitbringsel, der Ananaswein „Maui Blanc“. Die Tedeschi Winery neben der Ranch lädt zur Wein und Sektprobe ein. In den Kula Botanical Gardens kann man einheimische und eingeführte Pflanzen betrachten. Der liebevoll angelegte Privatgarten ist von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt vier Dollar.

Lahaina:

Bevor Honolulu im Jahr 1846 Hauptstadt des Königreichs Hawaii wurde, hatte Lahaina, an der Westküste Mauis, diese Funktion inne. Anfang des vorletzten Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einem der Zentren des Walfangs. Teilweise lagen hier über 400 Schiffe gleichzeitig vor Anker. Heute ist Lahaina das touristische Zentrum der Insel.
Interessante Details zur Geschichte erfährt man von der Lahaina Restoration Foundation im Masters Reading Room des Baldwin House (Ecke Front Street / Dickinson Street) zwischen 9:00 und 16:00 Uhr. Die Foundation gibt auch einen kostenlosen Lahaina Historical Guide heraus, der zwar zum größten teil aus Werbung besteht, aber auch eine Beschreibung der historischen Stätten enthält.
Heute bummeln Touristen an den Fassaden aus der Pionierzeit die Front Street entlang, während sich die Geschäftsleute bemühen, das Walfänger – Image aufrechtzuerhalten. Vormittags herrscht noch Ruhe. Viele Geschäfte öffnen erst gegen 10:00 Uhr. Ab dem späten Nachmittag quält sich in der Hauptsaison eine lange Autoschlange durch die Front Street. Im Zentrum gibt es übrigens kaum Parkplätze, die am Rande der Stadt gelegenen Parkplätze sind jedoch bequem zu Fuß zu erreichen.
Bummeln macht hier, in Mauis schönstem Städtchen, richtig Spaß, denn es gibt viele liebevoll dekorierte Geschäfte, Restaurants, Kneipen mit Live – Musik, Bars und einige historische Häuser. Zum Lunch lockt das Restaurant Cheesburger in Paradise (Ecke Front Street / Lahainaluna) oftmals mit Live - Musik auf seine Veranda. Allerdings ist der Laden oft so voll, daß man eine Weile anstehen muß um einen Platz zu bekommen. Eine Alternative ist das Cool Cat Cafe, direkt gegenüber dem Pioneer Inn. Es gibt zum Beispiel leckere Fish – Sandwiches. Übrigens gilt für alle Restaurants: Immer nach dem Catch of the Day fragen, der ist wirklich frisch. Ein unbedingtes Muß ist auch ein erfrischendes Wheat Ale von der einheimischen Lilikoi Brauerei. Abends gibt es hier oft Live – Musik und einen Schönen Blick auf die Front Street und den Pazifik hat man sowieso.
Zum Diner empfiehlt sich zum Beispiel IO – Restaurant (Ecke Front Street / Shaw Street). Das Restaurant liegt direkt am Strand und offeriert regionale pazifische Küche. Allein für die Aufzählung der frischen Fisch- und Meeresfrüchte – Spezialitäten des Tages benötigt der Kellner mehr als 15 Minuten. Die Weinauswahl ist mindestens genauso exzellent.
Die Luaus (Hulashows) von Lahaina gelten allgemein als Touristenkitsch. Wer aber trotzdem eines sehen will ohne den Eintritt zu zahlen sollte sich ab 18:00 Uhr einen Tisch auf der Terrasse von Hecocks on the Ocean Restaurant sichern. Die Terrasse liegt direkt oberhalb des Old Lahaina Luau, so daß man beim Diner die Show recht gut mit mitbekommt. Des Restaurant befindet sich direkt neben IO, ist aber nicht ganz so gut, dafür aber auch preiswerter.
Seit 1965 wurde Lahaina zum National Historic Landmark erklärt und damit unter eine Art Denkmalschutz gestellt. Seitdem müssen auch alle Neubauten mit einer Fassade - wie vor 1920 üblich versehen werden.
In den Monaten Dezember bis Mai ist Lahaina auch der bedeutendste Ausgangspunkt für Whale Watching Touren, die größte Attraktion, die Maui zu bieten hat. Mehrere Anbieter offerieren mehrmals täglich solche Touren mit Garantie, das heißt wenn keine Wale gesichtet werden gibt es kostenlos eine Tour am nächsten Tag oder das Geld zurück. Allerdings werden die Touren schon bei leicht höherem Seegang aus Sicherheitsgründen oft abgesagt. Auch hier gilt: kostenlose Umbuchung oder Geld zurück. Deshalb sollte man seine Tour möglichst am Anfang des Urlaubs buchen, um noch Termine bis zum Rückflug freizuhaben. Bei der Pacific Whale Foundation kostet ein Ticket zum Beispiel 31,82 Dollar.

Kaanapali:

Während man in Lahaina nur relativ wenige Hotels findet, scheint das etwas nördlich davon gelegenen Kaanapali aus nichts anderem zu bestehen. Die großen Hotelketten haben hier über zehn große Hotel- und Apartmentkomplexe der gehobenen Kategorie am langen und wirklich sehr schönen Strand aufgereiht. Zum baden, schnorcheln und relaxen am Strand einfach ideal.
Etwa in der Mitte von Kaanapali liegt das Whalers Village, ein Einkaufszentrum mit mehreren Läden, Restaurants und dem Whaling Museum. Hier wird in einprägsamer und anschaulicher Form ein Einblick in die Geschichte des Walfangs gegeben ( geöffnet 9:30 bis 22:00 Uhr, Eintritt frei).
Ruhiger geht es weiter nördlich von Kaanapali zu. Im Küstenbereich findet Hotels uns Apartmentanlagen. Auch gibt es fast eine Sonnenscheingarantie.

South Maui:

Die große Attraktion des Maui Ocean Center ist ein Riesenaquarium, bei dem man durch eine Plexiglasröhre geht, die mitten im Aquarium verläuft. In Kombination mit dem glasklaren Wasser und der exzellenten Beleuchtung ergeben sich eindrucksvolle Einblicke in die Unterwasserwelt Hawaiis. Das Center ist täglich von 9:00 bis mindestens 17:00 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 19 Dollar.
Schon bei der Fahrt auf dem Pilani Highway erkennt man, daß es im Gebiet Kihei – Wailea – Makena nur selten regnet, auch hier fast eine Sonnenscheingarantie. In den letzten Jahren ist hier ein gigantisches Konglomerat aus Hotels aller Preiskategorien, Condomininums, Shopping Malls und Restaurants entstanden – allerdings ohne ein natürliches Ortszentrum. Im Bereich Weilea erstrecken sich die durchweg schönen weißen Sandstrände über viele Kilometer entlang der ganzen Südwestküste. Hier findet man leicht ein relativ ruhiges Plätzchen.
Am Ende des Pilani Highways liegt direkt am Meer das Grand Wailea Resort and Spa, dessen Besuch sich auch ganz ohne Übernachtungsabsicht lohnt. Allein schon die Gartenanlagen sind eine Augenweide. Die Grenzen sind fließend bei dieser (kitschig oder nicht muß jeder für sich entscheiden) Mischung aus italienisch – römischen und hawaiianischen Elementen.

Road to Hana:

Die Straße nach Hana ist die schönste von ganz Maui und einer der Höhepunkte eines Besuchs. Die Fahrt entlang der Nordostküste führt über 56 einspurige Brücken und durch 617 Kurven. Vier wesentliche Elemente prägen die Aussicht: grüner Regenwald, türkis- bis tiefblaues Meer, Wasserfälle und überwucherte Seitentäler.
Die Fahrt entlang des Hana Highways lässt sich gut als Tagesausflug durchführen. Je früher man losfährt, desto besser. Wer im Hotel an der Westküste gegen 7:00 Uhr losfährt, kann den Tag optimal nutzen. Dann ist erstens auf dem Highway noch nicht so viel Verkehr, und zweitens sind die kleinen Haltebuchten bei den Fotostops noch nicht zugeparkt. Man sollte dennoch für die knapp 80 Meilen von der Westküste nach Hana vier Stunden einplanen uns für die Strecke zu den Seven Pools nochmals eine halbe Stunde. Auf der ganzen Strecke gibt es außer auf der Hana Ranch und im Hana Hotel nichts zu essen und zu trinken und auch kein Benzin.
Hinter Paia ändert der Hana Highway seine Nummer von 36 in 360. Im weiteren Verlauf ist er regelrecht in den Regenwald hineingeschnitten. Soweit es der Verkehr zuläßt, kann man nach Herzenslust anhalten und die Gegend genießen. Diverse Wayside Parks und Aussichtspunkte laden mit ihren Picknicktischen zu einer Rast ein.
Bei einem Stop am Keanae Arboretum kann man einen Spaziergang in eines der überwucherten Seitentäler machen. Exotische tropische Pflanzen aus allen teilen der Welt wurden hier angepflanzt.
Nach etwa drei Stunden erreicht man Hana , ein recht verschlafenes Dorf mit 1000 Einwohnern, hübschen Häusern und Vorgärten. Hier an der Hana Ranch gibt es, wie schon erwähnt, die letzte Möglichkeit, den Tank zu füllen und etwas essbares zu kaufen. Die Hana Ranch verfügt über ein Restaurant mit Fastfood Angebot und eingeschränkten Öffnungszeiten.
Das gegenüber gelegene Hana Maui Hotel gehört zu den besten und teuersten Hotels auf Maui und verfügt über ein exzellentes Restaurant.
Hinter Hana Geht der Highway 360 in den Highway 31 über und wird noch enger und kurviger sowie schlechter.
Von hier sind es etwa noch 30 Minuten zu den Seven Pools im Kipahulu District des Haleakala Nationalparks.

Fazit: Maui ist weit, weit weg von zu Hause und recht teuer, aber lohnenswert allemal.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Joe69

Joe69

06.06.2009 02:15

Kristallscharfe Fotos zu einem informativen Bericht...LG von Joachim:-)

JanaLipy

JanaLipy

01.01.2008 20:27

sher interessanter Bericht mit scghönen Bildern

rubio2000

rubio2000

19.11.2007 23:23

Wieder einmal ein lesenswerter Bericht von Dir!!

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