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Erfahrungsbericht

für Massai Mara Nationalpark, Kenia
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5 Sterne Asante sana!
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Der Autor

Marnie30 Seit 21 Aug 2000

Schön, daß Du mal bei mir vorbeischaust. Falls Du Dich für Reiseberichte interessierst, bist Du... mehr

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Oder aber auch "Danke sehr"! Nämlich für ein paar atemberaubende Tage im nördlichen Teil der Serengeti - der Massai Mara.

Dieser auf kenianischer Seite gelegene, nördliche Teil des weltberühmten Nationalparks ist knapp 2000 km² groß und liegt in 1800
m Höhe. Hier ist das Weideland der Massai, die mit ihren riesigen Rinderherden über das Land ziehen. "Mara" bedeutet in der
Sprache dieses Volkes "Buntes Durcheinander" und genau dieses bietet sich auch hier in aller Vielfalt.

Die rote Erde, die für den ostafrikanischen Graben, das Rift Valley, typisch ist, steht im Kontrast zur gelben Savanne und tiefblauem
Himmel. Tiere in Masse und Artenreichtum bedecken den Horizont. Afrika aus dem Bilderbuch! Man denkt, diese Bilder gibt es nur
in Hochglanzprospekten oder auf Photos in Reiseführern, die eh hunderfach retouchiert sind, aber nein - das pralle Leben.

Wir erreichten die Massai Mara nach ca. 4 Stunden Autofahrt von Nairobi aus. Eine Holperstrecke, die ihresgleichen suchte, und
die uns klarmachte, dass es wippende Speckrollen am Körper gibt, die sich bisher unserer Kenntnis entzogen. Eine Fahrt durch das
Rift Valley ist eine Aneinanderreihung von Gegensätzen. Feuer und Wasser.
Am Rande der Strecke recken sich erloschene Vulkane gen Himmel, riesige Krater gewähren Einblicke, die man sich niemals hätte
träumen lassen mögen. Dazwischen riesige alkalische Seen, an denen Schwärme von Flamingos ihre Kreise ziehen. Der Lake
Nakuru oder auch Lake Naivasha sind hier die berühmtesten Nationalparks.

Endlich in der Massai Mara angekommen, beziehen wir unsere Lodge, die Mara Serena Lodge im Herzen des Parks. Von unserem
Fenster aus, ergiesst sich die unendliche Weite des Landes und nachdenklich nimmt man wahr, wie klein man eigentlich ist.

Das Savannengras steht nach einer ausgiebigen Regenzeit besonders hoch, so dass es sich immer lohnt, die Monate vor dem
Urlaub genauestens zu beobachten. Je niedriger das Gras umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass man viele Tiere sieht, die sich
ansonsten im Gras verstecken können. Bei hohem Grasstand reichen die Halme bis zum Knie einer insgesamt 5,80 m hohen
Giraffe. Löwen oder Geparden sind dann schwer auszumachen.

Bei normalen Verhältnissen sollte aber dem Genuß der "Big Five" nichts im Wege stehen. Elefantenherden ziehen über das Land
und erreichen Größenordnungen von 30-40 Tieren. Da fängt man leicht schon einmal an die Melodie von "Daktari" zu pfeiffen.
Löwen, männliche sowie weibliche Tiere, räkeln sich direkt am Wegesrand und blicken träge in die Mittagssonne. Giraffenherden
blicken unruhig auf sprintende Geparden. Man selbst steht mit dem Kleinbus mittendrin, statt nur dabei!

Die Tiere ziehen in aller Ruhe an einem vorbei. Man kann sie riechen, atmen hören, jede Rippe kann man mit dem Auge
nachfahren, jedes Haar einzeln beobachten, wie es sich aufstellt oder glänzt.

Quer durch die Massai Mara zieht der Mara-Fluß. In großen Mäandern zieht er seine Bahn und bietet die Heimat von rund 300
Flußpferden. Mit etwas Glück bekommt man nicht nur die Nase oder den Rücken dieser Tiere zu sehen, sondern auch Tiere in
ganzer Schönheit direkt am Ufer. Man sollte sich hier auf jeden Fall Zeit nehmen. Doch beim beobachten aufpassen! Der Fluß ist
gesäumt von 3m-langen Krokodilen, die nur allzu gerne einen Snack zu sich nehmen würden.

Leckerbissen für die Krokodile sind die Weißbartgnus und Zebras, die alljährlich Ende Juni/Anfang Juli vom Süden der Serengeti in
den Norden in die Massai Mara wandern. Kilometerweit ziehen sich die Herden über die trockene Steppe. Rücken an Rücken
durchqueren sie den Fluß und werden dabei z.T. Opfer der hungrigen Krokodile. Doch vergießt keine Krokodilstränen: In der Natur
kommen eben nur die Stärksten und Schnellsten durch.

Generell möchte ich sagen, dass bei einem Kenia-Urlaub der Besuch des Massai Mara Nationalparks absolutes Pflichtprogramm ist.
Nicht nur in Flora und Fauna unterscheidet sich dieser Park von allen anderen im Land, sondern auch von den gesetzlichen
Parkbestimmungen. Die Massai Mara ist der einzige Ort, an dem man auch mal aus dem Safari-Bus aussteigen darf. Ansonsten gilt:
Wer aussteigt, begibt sich in die Nahrungskette! Ausserdem darf der Fahrer von den vorgegebenen Wegen abweichen und quer
Feld ein fahren. Ein aussergewöhnliches Erlebnis! Nun träumt euch schön in einen dunkelroten Sonnenuntergang, in dem sich klar
die Silhouetten von Elefanten- und Giraffenherden abzeichnen und große Schirmakazien ihre Schatten werfen.

Lieber Gott, asante sana

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  • bin14 24.03.2010 10:11
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • paula222 17.03.2010 19:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Pasibaumi 12.03.2010 10:29
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Striker1981 06.03.2010 21:30
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • jaros 22.07.2008 14:08
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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