Maskat, Oman

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Maskat, die Perle des Oman

5  21.05.2012 (05.12.2012)

Pro:
viel zu sehen

Kontra:
die Anreise

Empfehlenswert: Ja 

celles

Über sich:

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Grüß Gott aus Wien !

Heute entführe ich Euch wieder in ein Land, das für manche Leute noch ganz exotisch oder unbekannt ist. Der Oman. Von einer Exotendestination will ich nicht sprechen, weil auch hier schon viele Reisen dorthin unternommen haben. Dennoch habe ich mich entschlossen, die Hauptstadt des Oman näher vorzustellen.


A L L G E M E I N E S

Muscat, auch Maskat geschrieben. Haben wir dank einer Kreuzfahrt kennengelernt. Auf deutsch übersetzt mutet der Name seltsam an. Er heißt "Ort des Fallens", was man auf die Berge oder auf die Berge umlegen kann. Die Hauptstadt des Omans, also Muscat, hat nur 30.000 Einwohner, der Großraum so 1,3 Mio. Die Stadt im Nordosten des Omans ist von Felswänden umgeben und erstreckt sich entlang der Bucht.


K L I M A

Das Klima ist semiarid-tropisch, was bedeutet, dass es halbtrocken mit wenigst Niederschlag gibt. Wenn es mal 10 Tage im Jahr regnet', ist es rekordverdächtig. Die Luftfeuchtigkeit ist dennoch mit bis zu 80% sehr hoch, was sich auch oft durch den Dunst über der Stadt zeigt und sich in der gefühlten Temperatur brutalst bemerkbar macht.

Von Mai bis Oktober können die Temperaturen an der 50°C Marke kratzen, wohingegen sie im Rest des Jahres kaum 30°C erreichen. Kaum erklärbar ist die Tatsache, dass es oft morgens am heißesten ist und das Thermometer schon mal 40°C anzeigen kann.


A K T U E L L E ::: F A K T E N

Seit 1970 ist Qaboos bin Said Al Said an der Macht, der seinen Vater sanft absetzte und ins Exil nach London schickte. Er ließ der Stadt eine gute Infrastruktur angedeihen und modernisierte sie. Auch rüstet er Muscat und den ganzen Oman für die Zeit nach dem Erdöl, was sich auch an der Entwicklung und dem Ausbau von touristischen Einrichtungen bemerkbar macht.


S U L T A N ::: Q A B O O S ::: P O R T

Der Hafen von Muscat liegt im Zentrum der Stadt. Er ist ein Containerhafen, der als Industriehafen dient. Kriegsschiffe legen ebenfalls im Hafen an. Auch touristische Einrichtungen sind vorhanden bzw. werden eingerichtet. Den Hafen kann man auch zu Fuß betreten und verlassen.

Am Hafentor beginnt die Corniche von Muscat. Als wir in den Hafen einliefen, wirkte die Kulisse mit den vielen scharfen Bergspitzen im Hintergrund direkt unwirklich. Alles schien, wie eine Märchenlandschaft zu sein. Ich hatte einen solchen Anblick vorher noch nie gesehen. Selbst die vielen bunten Container und die Ladekräne passten sich in das Landschaftsbild ein. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass wir eine ausgezeichneten Panoramablick über die gesamte Bucht bis zu den Forts und der Altstadt hatten. Sehr gut war, dass wir trotz des Arbeitshafens vor Ort, zu Fuß hinausgehen konnten und gleich auf der Corniche von Muscat landeten.


A U F ::: D E R ::: C O R N I C H E

Die Corniche von Muscat beginnt in Alt-Muscat in der Nähe des Al Zubair Museums und führt über den Stadtteil Mutrah bis zum Hafen von Muscat. Ihre Länge beträgt rund 2 km. An ihr liegen die Spähkugel, das Mutrah Fort, der Mutrah Souk sowie etliche Geschäfte,
Bilder von Maskat, Oman
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Maskat, Oman 01oman - Maskat, Oman
Maskat, Oman
Cafés, Moscheen und Hotels. Die Corniche verfügt über eine Promenade auf der Seeseite, die in verschiedenster Weise gestaltet wurde. Sie wurde unter anderem mit Skulpturen und offenen Sitzhäuschen mit Goldkuppel versehen. Die Corniche ist einfach eine wunderbare Straße zum Flanieren und die Leute zu beobachten. Sehr schön waren die Pavilions entlang der Corniche, die auch Kuppeln hatten.

Auf dem mosaikartigen Boden mit den verschiedenen Fliesen dazwischen marschierten wir in Richtung Souk. Der Ausblick ging auch in Richtung Moschee, die ganz weiß war, aber ein wunderschön himmelblaues Minarett und eine Kuppel hatte. Sehr erstaunlich war eine Skulptur, die eine Welle darstellen sollte. Sie stand auf einem kubusartigen Sockel und hatte drei Wellenberge in der Darstellung. In diesem tummelten sich insgesamt vier Tümmler, die einen sehr aufgeweckten Eindruck machten. So eine Skulptur ist nicht eben oft zu sehen. Schon geläufiger waren die blauen Brunnenbecken.

Weniger erfreulich waren die vielen aufsteigenden Möwen, die nicht nur laut waren, sondern auch einen Heidendreck hinterließen. Auch zum Einkaufen gab es viel: Schmuck, Mode oder Souvenirs. In einem Laden haben wir Ansichtskarten und Briefmarken bekommen. Die Corniche ist auch gesellschaftlich ein Erlebnis gewesen.


S O U K ::: M U T R A H

Der Souk Mutrah soll einer der ältesten im Oman sein. Der Haupteingang war an der Corniche und bestand aus einem rosa Tor mit einem Aufbau und einer Kuppel. Der Souk hat mir sehr gut gefallen, weil er nicht allzu eng und überschaubar war. Auch war das Sortiment nicht zu einseitig und bot eine Mischung aus neuen und alten Waren. Wir wurden, wie immer im Souk üblich, oftmals angesprochen, ob wir etwas kaufen wollten. Dies fiel aber nie aufdringlich auf. Der Boden war zumeist aus großem Naturstein gemacht, wohingegen die Decke aus Holz war und auch teils schöne Beleuchtungskörper aufwies. Der schönste Abschnitt war die Kreuzung mit der dunklen Holzrotunde. Durch diese drang viel natürliches Licht von außen ein.

Im Souk verkaufte man sogar antike Waffen und wie üblich auch Stoffe und Kleider Aber auch gänge Dinge wie Silberwaren, Gewürze oder Pashmina waren mit dabei. Das meiste war sehr gut sortiert und die Geschäfte waren deutlich voneinander getrennt. Was alle gemeinsam hatten, war, dass sie mir ein Gefühl verliehen, dass jeder Quadratzentimeter Ladenfläche voll ausgeschöpft wurde und nirgends mehr ein Platz für weitere Ware da war. Die Kleider waren ganz eng, aber liebevoll aneinander geschoben. Die Teller waren dicht aneinander geschlichtet und der Schmuck lag nicht nur sehr schön in der Vitrine, nein er hing auch teils von der Decke herunter. Auch Cafés und Restaurants waren, vor allem am Rande des Souks vorhanden, aber wir haben dort nicht Platz genommen.

Mir hat auch sehr imponiert, dass der Souk sehr sauber gewirkte hatte und dass es dort schön kühl war. Auch kann ich mich an keine unerträgliche Lautstärke erinnern. Selbst wenn man nicht die Absicht hat, im Souk etwas zu erwerben, lohnt sich ein Besuch dort voll und ganz.


I M ::: Z U B A I R ::: M U S E U M

Das Bait al-Zubair-Museum war eines der nächsten Programmpunkte. Zuerst glaubte ich gar nicht, dass es ein Museum wäre. Der Grund war, dass es in einem nach gebauten Altstadthaus eingerichtet wurde. Auch im Garten befand sich gleich eine Barke zwischen Palmen. Etwas spannender war die Beduinenunterkunft, die auch eine Rekonstruktion war und wo jedermann hinein schauen konnte und auch wenn er wollte, sich kurz aufhalten durfte. Am Boden lag ein bunter Teppich und auf diesem Alltagsgegenstände der Beduinen.

Im Museum geht es um das kulturelle Erbe des Landes. Es wurden Schmuckstücke, Waffen, Kunsthandwerk, traditionelle Gewänder sowie historische Dokumente, Landkarten und Fotos ausgestellt. Wir hätten fast auf die Führung verzichten können, weil alles so klar und interessant aufbereitet wurde. Auch viele Gegenstände des omanischen Alltags fanden sich dort wieder. Der Museumsbesuch war gut, wobei mir die Ausstellungsstücke im Garten besser gefallen haben.


M I R A N I ::: F O R T

Anschließend ging es immer weiter ins alte Zentrum der Stadt. Das Mirani Fort ist eine aus dem 16. Jahrhundert stammende portugiesische Festung, die teils noch militärisch genutzt wird und nicht öffentlich zugänglich ist. Sie thront auf einem vorspringenden Felsenkap, westlich des Regierungspalastes, an der Muscat Bay. An ihrem Fuße liegt auch die Moschee von Alt Muscat.

Leider kann man das Mirani Fort nur von außen besichtigen, aber es ist den Ausflug trotzdem wert, da es auch die Kulisse des Regierungsviertel schon verziert und da man an ihm eh zwangsläufig vorbei kommt, wenn man den Regierungspalast umrundet. Majestätisch erhebt es sich in kantiger Form über Alt-Muskat und vor allem mit der Muskat Moschee und der Muskat Bay gemeinsam wirft es ein tolles Fotomotiv ab. Direkt an der Bucht gelegen, kann man hier einen Rundumblick auf die Rückfassade des Regierungspalastes und das Jalani Fort genießen, während eine sanfte Meeresbrise die Temperatur des Tages lindert.

Weitere sehenswerte Motive beim Fort, sind die schwarz goldenen Kanonen vor ihm sowie der Garten des Regierungspalastes gegenüber.


J A L A L I ::: F O R T

Das Jalali Fort ist eine aus dem 16. Jahrhundert stammende portugiesische Festung, die teils noch militärisch genutzt wird und nicht öffentlich zugänglich ist. Im Gegensatz zum Mirani Fort ist sie lehmverputzt. Sie befindet sich auf einer Klippe, östlich des Regierungspalastes, an der Muscat Bay. Das schöne an dem Fort, ist dass es sehr unwirklich aussieht. Betrachtet man es von der Weite, lassen sich Züge eines Sandschlosses nicht ableugnen. Von der Nähe wirkt es riesig und seine Lage am Wasser lässt es besonders schön erscheinen.


M U T R A H ::: F O R T

Das Mutrah Fort befindet sich auf einem Hügel über der Mutrah Corniche und wurde im Jahr 1580 von Portugiesen errichtet, um die Bucht besser im Blick zu haben. Es wird heutzutage noch immer vom omanischen Militär genutzt und kann nicht von Besuchern betreten werden. Wir haben das Fort von der Hafenseite aus betrachtet. Es liegt hoch oben auf Felsen und schlängelt sich etliche Meter hinunter Richtung Meer. Die dicken Mauern und die runden Türme waren noch sehr gut erhalten.


A L ::: M I N A

Wir kamen schon ins alte Zentrum. Die Al Mina Straße und ihre Verlängerung, die Al Qurm Heights Straße, sind ein Straßenzug, der vom Hafen ins Stadterweiterungsgebiet von Muscat führt und dabei die Viertel Qurm, Darsayt und Mutrah kreuzt. Mina bedeutet auf arabisch Hafen und ist daher ein natürlicher Name der Straße. An diesem Straßenzug liegen unter anderem das Mina Fort, der Fischmarkt und der Qurm Park


D E R ::: P A L A S T

Der vertikal in blau-gelb-blau gehaltene Palast liegt im Scheitelpunkt der Bucht direkt am Ende des Regierungsviertels und ist nur durch die schwarz-goldenen schmiedeisenen Gitterstäbe von außen einsehbar. Führungen erfolgen keine. Wenn die Flagge auf dem Dach weht, bedeutet dies, dass der Hausherr anwesend ist. Das Glasmosaikfenster in der Mitte wird abends und nachts von innen erleuchtet und strahlt dann in diversen Blautönen. Das sah einfach prima aus. Aber wenn ich nicht gewusst hätte, dass es sich um einen Palast handelte, hätte ich es nie erraten.

Das Regierungsviertel erstreckt sich von der Qasr al-Alam Street, wo sie als breite Promenade beginnt, bis hin zum Al-Alam Palast. Diese Promenade ist rund 500 m lang und wird auf beiden Seiten von ocker-weißen und geschlossenen Arkaden gesäumt. Sie wird von zwei Forts umgeben, vom Mirani Fort im Westen und Jalali Fort im Osten. Das Viertel war umwerfend schön und fast menschenleer. Nur Touristengruppen schwirrten in der Gegend umher.


Q A S R ::: A L ::: A L A M

Die Qasr al Alam Straße ist eine T-förmige Straße in Alt-Muscat, die Sehenswürdigkeiten wie den Bab al-Kabir, das ist das alte Stadttor Muscats, und das Mirani Fort miteinander verbinden und dabei an der Blauen Moschee vorbei läuft. Die andere Strecke der T-Form beginnt bei der Blauen Moschee und verläuft zwischen dem Omani-French Museum und dem Garten des Regierungspalastes hindurch, bis sie in der Nähe des Jalali Forts endet. Davor streift sie noch das Südende des Regierungsviertels. Ihre Gesamtlänge beträgt rund 500 m. Mit dieser Straße konnten wir die Highlights von Muscat binnen von kurzer Zeit sehen. Nicht verpassen !!!


S U L T A N ::: Q A B O O S ::: M O S C H E E

Ganz zum Schluss waren wir außerhalb der Stadt bei der Sultan Qaboos Grand Mosque. Ich habe diese schon separat behandelt, daher gibt es hier nur ein paar Worte. Sie wurde eigens für uns aufgesperrt, da wir nur einen Tag im Oman waren. Von 1992 bis 2001 wurde sie errichtet und prunkt mit einer Fläche von 416.000 m².

Auch das Hauptminarett mit über 90 m Höhe und die vier Eckminarette mit je 45 m ließen uns einfach nur staunen. In der Moschee können 14000 Menschen beten und der größte persische Teppich hatte eine Größe von 70x60 m. Dieser brachte ein stolzes Gewicht von 20 Tonnen auf die Waage. Der grüßte Lüster ist 8 m im Durchmesser und besteht aus Swarovski Kristallen. Man konnte einfach nur laufend staunen. Achtung, in der Moschee sind keine beinfreien Röcke und zu kurze T-Shirts oder Hosen zugelassen. Einfach genießen und nicht mehr aus dem Staunen herauskommen.

Wir haben den Tag noch auf der Corniche ausklingen lassen. Abend war die Temperatur viel milder, als untertags. Ich schätze so mal knappe 30 Grad. Wir sind vom Souk Moutrah bis zum Hafen zu Fuß gegangen und haben die Eindrücke der Stadt Muscat noch einmal so richtig gut auf uns einwirken lassen können. Die Stadt war für mich die schönste auf der Ostseite der arabischen Halbinsel. Ich kann einen Besuch wirklich empfehlen.


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happy150748

happy150748

18.12.2013 08:59

Da wir dieses Land demnächst besuchen werden konnte wie einige wertvolle Tipps mitnehmen. Danke.

blonde_lady

blonde_lady

21.12.2012 18:20

wunderbar informativ

t.schlumpf

t.schlumpf

21.12.2012 02:39

bin da ;o)

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