Schon aus meinem Bericht über Marrakesch geht sicher hervor, dass das Leben dort, für uns, ein Leben aus einer komplett anderen Welt ist. Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht? Traum oder Alptraum? Genau das ist oft die Frage. Was für uns an Chaos grenzt, ist hier offensichtlich ganz normal, wie z. B. die auch durch die engsten Gassen der Medina brausenden Motorroller, als gäbe es dort keine Fußgänger. Auf der anderen Seite tolle alte Bauten und eine zum Welterbe der Unesco gehörenden Altstadt. Die hier von eingestellten Bilder sollen dies noch einmal verdeutlichen.
Auf vielen Bildern ist auch eindeutig zu erkennen, warum Marrakesch, die zu den vier Königsstädten Marokkos gehört, den Beinamen „Die Rote“ trägt.
Bild 1
Hier eines der vielen Stadttore in der kilometerlange n,die Altstadt umgebenden, Stadtmauer, ….
Bild 2
…. auf dessen Spitze sich ein Weißstorch sein Nest gebaut hat. Das dies sicher nicht nur ein Grund zur Freude ist, zeigen die Hinterlassenschaften der Storchenfamilie, die sicherlich das jahrhundertealte Bauwerk auch in der baulichen Substanz beeinträchtigen. Ob diese Hinterlassenschaften wohl von Zeit zu Zeit entfernt werden?
Bild 3
Dieses Bild ist entstanden während wir noch mit dem Bus über eine der gut ausgebauten Straßen auf die Stadtgrenze zugefahren sind
Bild 4
Tradition und Moderne liegen, oder besser fahren, hier noch sehr eng zusammen. Während moderne und neue Autos das Stadtbild prägen sieht auch solche Bilder, eine zweirädriger Karren gezogen von einem Maultier
Bild 5
Die große 25.000 Gläubige fassende Moschee in Marrakesch ist von viel Grün umgeben. Leider kann sie im Gegensatz zu vielen Moscheen in der Türkei der Ägypten von „Ungläubigen“ nicht besichtigt werden. Auch dann nicht, wenn man sich an Regeln wie Schuhe ausziehen, oder Waschungen hält. Der m hohe Turm ist weithin sichtbar. Man erzählt sich, dass bis zum Einbau einer Lautsprecheranlage die heute die zum Gebet aufrufenden Rufe des Muezzins übertragen, dieser die innenliegenden Stufen mit einem Maultier hinaufgeritten ist.
Bild 6 und Bild 7
Früher hatte jede, zumindest wohl jede größere Stadt, in Marokko ein jüdisches Viertel. Die Juden übernahmen, da der Geldhandel den Moslem verboten war (ist?), die Geldgeschäfte. Besonders nach der Gründung des Staates Israel aber siedelten viele von ihnen nach Israel über. Das Judenviertel ist auch heute noch sehenswert und beeindruckt vor allen Dingen durch seine mit Balkonen geschmückten Fassaden.
Bild 8
Marrakesch hatte und hat viele große, fast hochherrschaftliche Gebäude, die heute teileweise besichtigt werden können und zu den Touristenattraktionen der Stadt gehören. Sie sind meist sehr großflächig angelegt, haben viele, reich mit Fresken und Ornamenten geschmückte Räumlichkeiten und viele große nach oben offene Innenhöfe, die mit viel Grün ausgestattet sind. Die Laubengänge sind säulengeschmückt und die darin liegenden Wasserbecken oder Springbrunnen, ermöglichen auch in der Sommerhitze ein Leben mit gut erträglichen Temperaturen
Bild 9
Die ehemalige große Koranschule; heute studieren die Studenten auf der Universität, gehört zu den Attraktionen der Stadt die eine große Anzahl von Touristen anzieht. Auch hier beeindruckt neben der Größe, der Fresken- und Ornamentschmuck der Decken und Wände. Und auch hier sorgen die Laubengänge und die Innenhöfe mit den Wasserbecken für erträgliches Klima.
Bild 10
Im Gegensatz dazu sind die Kammern der Studierenden von Kargheit und Winzigkeit geprägt. Während die hier zu sehende Räumlichkeit noch ein großes zum Innenhof liegendes Fenster hat, haben die meisten von ihnen nur ein winziges kaum Licht einlassendes Fenster hoch oben unter der Decke.