Marokko, Allgemeines

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Abenteuer in Marokko

5  22.03.2003 (25.03.2003)

Pro:
Land und Religion

Kontra:
Klima ist tödlich

Empfehlenswert: Ja 

beate1951

Über sich:

Mitglied seit:11.12.2002

Erfahrungsberichte:12

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Marokko 2001 - Rundreise

Mit einer Reisegruppe von 39 Personen traten wir am 5. März unsere
Rundreise nach Marokko an.
Die Flüge nach und von Marokko wurden bei der Air Maroc gebucht.
Unser Linienflug ab Frankfurt, brachte uns und unseren Reiseleiter von Rabie Tours, nach Casablanca. Die Flugzeit betrug ca. 3 Std. und 40 Minuten.
In Casablanca angekommen stiegen wir in einen Reisebus der uns für die Zeit des Aufenthaltes zugewiesen war. Er brachte uns nach einer Fahrtstrecke von 247km nach Marrakesch in das Hotel L`Atlas..
Marrakesch ist die Königstadt am Fuße des Hohen Atlas. Der faszinierende Aspekt des Orients wurde einem hier gleich vermittelt. Nach einem guten, orientalischem Abendessen bezogen wir unser Hotelzimmer.

2. Tag:

Früh am Morgen, brachen wir auf, um unsere Rundreise zu starten.
Marrakesch war angesagt. Bei den größten Sehenswürdigkeiten machten wir Halt. Unser Weg führte uns an die Koutoubia -Moschee (mit ihrem einzigartigen Minarett), Bab Agnauo, Bab er Robb, an die Saadier-Gräber die in der Hälfte des 16. Jahrhunderts gebaut wurden.
Weiter ging es zum großen Hof des Palais de la Bahia der zwischen 1894 und 1900 erbaut wurde. Die Innenräume sind mit wertvollen Stuckarbeiten ausgestattet. Die Decke aus Zedernholz.
Ein Besuch einer originellen Apotheke war ein Knüller. Nach Vorführung verschiedener Arzneimittel konnte man sich gegen 5Dirham- -,5oCent, angenehm massieren lassen. Selbstverständlich war das eigentlich mehr eine Gaudi.
Nun hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Man teilte sich in kleine Gruppen ein und tauchte in den orientalischen Flair ein. Mit dem Besuch der Souks die uns sehr beeindruckten starteten wir unsere eigene Erkundungstour. Man hatte uns im Vorfeld schon darauf hingewiesen, keine Wertsachen mit uns herum zu tragen, da es viele Gauner in dem Gewimmel gäbe. In den Souks konnte man alles was das Herz begehrte kaufen. Schön waren Stoffe, Garne, Teppiche, Töpfe und Pfannen. Den schönsten Platz, aber auch der Interessanteste, war der Platz Djemaa el-Fna. Mit seinen Gauklern und Händlern bot er uns ein farbenprächtiges und unterhaltsames Spektakel.
Gegen Abend brachte uns der Bus wieder in unser Hotel. Nachdem man sich etwas erfrischt und umgezogen hatte, fuhren wir wieder in die Stadt zurück um in einem typisch marokkanischen Restaurant zu essen. Bei der Vorführung von Bauchtänzerinnen kamen nicht nur wir Frauen auf unsere Kosten, nein auch für unsere Männer war dies ein schönes Erlebnis, da sich die Tänzerinnen zu ihnen gesellten.

3. Tag:

Auch heute durften wir nicht lange schlafen, da für den Tag wieder vieles im Programm stand. Unsere Fahrt ging über Chichaoua an den Atlantik nach Essaouira, dem einstigen Mogador. Der Gang zum malerischen Hafen war beeindruckend. In einem Gasthaus, das der Reiseleiter für uns reserviert hatte, machten wir die ersten negativen Erfahrungen. Man wollte uns hier abzocken. Jeder Gast sollte ein vollständiges Menu zu sich nehmen, da es so nicht

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Ziegenbaum
abgesprochen war, verließen wir panikartig die Räume. Der Gastwirt rief uns dann noch sehr wüste Worte hinterher, die wir gottseidank nicht verstanden. Nun machten wir einen Spaziergang durch den malerischen Ort und verköstigten uns mit Fladenbrot, das in jeder Ecke angeboten wurde.
Einen wunderbaren Panoramablick bot man uns von der Skala de la Kasbah.
Jetzt fuhren wir wieder weiter der Atlantikküste entlang nach Agadir. Zwischendurch konnten wir am Atlantik ein Stück im Wasser gehen, der Bus fuhr ohne Personen weiter. Nach ca. einer ½ Stunde mussten wir wieder zwecks Weiterfahrt einsteigen. Zwischendurch machten wir einen Stop um einen Ziegenbaum zu bewundern. Es ist ein vielfach gedrehter Baum, hat silbriges Laub und kleine, grüne Früchte, die die Ziegen über alles lieben. Um an diese Früchte ranzukommen steigen die Tiere sogar auf die Bäume. Kaum hielt unser Bus hier an, kamen wie aus einem Versteck, meistens Kinder, die einen Dirham für das fotografieren der Ziegen verlangten.
Am Abend kamen wir in Agadir an, es ist die modernste Stadt Marokkos.
Hier bezogen wir unser Hotel Anezi für 2 Tage.
Agadir wurde am 29.02.1960 von einem Erdbeben zu 80% zerstört. Es kamen 15 000 Menschen dabei ums Leben. Vom alten Agadir aus, hat man eine schöne
Aussicht zur neuerbauten Stadt.

4. Tag:

Heute stand wieder eine schöne Fahrt vor uns. Der Reisebus fuhr über Ait-Baha in die eindrucksvolle Landschaft des Anti-Atlas Gebirges nch Tafraout. Es ist ein malerisches, von bizarren Granitfelsen umgebenes Oasenstädtchen. Es gehört zu den schönsten Orten Marokkos. Unterweg begegneten wir zahleichen Kamelherden, vorbei an einer Oase bei der Steinwüste Garb. Ein Stamm der Chleuh-Berber, genannt die Ammeln sind hier beheimatet. Immer wieder fielen uns die vielfältigen, zyklonischen Felsformationen, Landschaftsformen und Vegetationszonen auf.
Nun ging es wieder nach Agadir ins Hotel zurück.

5. Tag:

Mit einem guten Frühstück gestärkt fuhren wir an diesem Tag nach Taroudant, der einstigen Hauptstadt des Sous. Bei einem Gang durch die typische, von hohen Lehmmauern umgebene Sahara-Siedlung wurde uns bewusst, wie gut es uns eigentlich geht. Überall Armut. Weiter ging unsere Erkundungsfahrt durch großartige Landschaften um den Schebel Siroua, zu den sehr gut erhaltenen Lehmburgen von Ait Benhaddou, die schon vielen Filmen als Kulisse gedient haben. Ein schönes Picknick gehörte auch zum Tag, das wir in Gottes freier Natur in der Gesteinswüste genossen.
Unser Weg führte dann nach Quarzazate(ausgesprochen Oasasat). Dieser Ort ist ein Zentrum der Quguita-Teppiche. Besichtigung des ehem. Palastes von El Glaoui das heute als Museum dient. Faszinierend immer wieder die vielen Kasbah`s die uns auf dem Weg in unser neues Hotel Hanane vor die Augen kamen.

6. Tag:

Voller Drang auf das was uns heute wieder erwartet, fuhren wir heute ins Dra-Tal und auf der Straße der Palmen weiter nach Zagora und Tamegrout. Der Weg führte durch die Wüste wo man immer wieder kleine Oasen erblicken konnte. Wir sahen Waschfrauen mit ihren bunten Wäschestücken die sie hier an der Oase wuschen. Da man auch dieses fotografieren wollte, hatte man dann eher Schwierigkeiten mit den Männern dieser Frauen. Entweder sie jagten uns weg, oder verlangten dafür Geld.
Zagora ist das Verwaltungszentrum des Dra-Tales und eine wichtige Militärgarnison. Zeugnis der legendären Ära der Trans-Sahara-Karawanen ist das große Hinweisschild am Ortsende, auf dem neben dem Bild eines Kamels
geschrieben steht " 52 Tage nach Timbuktu " Hier ist auch ein Sammelplatz der Karawanen. Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter direkt in die Wüste Sahara. Ein Kamelritt für 100Dirham- ca.10 Euro war gebucht. Für mich war es das erste mal, dass ich auf einem Kamel saß. Es war schon ein wacklige Angelegenheit, aber lustig. Ein weiterer Höhepunkt war die Einladung beim Bürgermeister. In seinem Garten, unter einem Baldachin war der Boden mit Teppichen ausgelegt, (richtig orientalisch). Man servierte uns Tee der nach traditioneller Art zubereitet und uns dann serviert wurde. Meistens trinken die Marokkaner ihren Tee sehr süß, deshalb haben die Menschen dort auch sehr schlechte und wenige Zähne.
Nun besichtigten wir eine Kasbah in Tiffoultoute im Atlas Gebirge. In Tamegrout besuchten wir die Bibliothek der Zaouna mit wertvollen illuminierten Koranhandschriften aus dem 13. Jh. Mit vielen neuen Eindrücken ging es wieder zurück nach Quarzazate ins Hotel.

7. Tag:

Sonntag morgens besuchten wir die Kasbah von Taourirt mit eindrucksvollen Türmen und Mauern, der einstigen Residenz des Kalifen. Unterwegs machten wir Stop bei den 7 heiligen Palmen um dort mit unserem Pfarrer, der die Reise leitete, einen Gottesdienst zu feiern. Weiter ging es auf der Straße der Kasbah`s durch das Tal des Dades und durch eine der schönsten Oasen der Region Tinerhir, in die schöne Todra-Schlucht mit ihren über 300 Meter hohen Felswänden.( Ein beliebter Ort für Felsenkletterer)
Nach einer schönen Wanderung ging die Fahrt weiter nach Erfoud, in einer der größten Oasen Nordafrikas gelegen. Bei einem Teppichhändler wurden wir freundlich mit Tee empfangen. Aber die Freundlichkeit verflog bald, da die Kauflust von uns Reisenden nicht allzu groß war. Nun fuhren wir wieder ein neues Quartier an, das Hotel EL ATI mitten in der Wüste. Von unserem Hotelzimmer aus, hatten wir einen wunderschönen Ausblick, der morgens beim Sonnenaufgang phantastisch war.

8. Tag:

Nach dem Frühstück fuhren wir über den Hohen Atlas nach Medelt. Weiter durch das Moulouya-Tal hinauf in den Mittleren Atlas zum Col du Zad.(2178 Meter ü. d. M.), der Wasserscheide zwischen Atlantik und Mittelmeer. Weiterfahrt nach Ifrane, ein Ort der Sommerfrische und des Wintersports mit Chalets und rotgedeckten Giebelhäusern nach mitteleuropäische Architektur. Anschließend Fahrt nach Fes, der ältesten und wichtigsten der vier Königstädte.
Hier bezogen wir das Hotel Wassim für eine Nacht.

9. Tag:

Wieder früh am Morgen, begann schon unsere Stadtführung in Fes. Panoramablick vom Borj Sud auf die Stadt, Andalusier-Moschee, Platz der Kupferschmiede,Färbereien, Garnspinnereien und Gerbereien Kairouine-Moschee, Grabmoschee Moulay Idris II., Attarine und Bou-Inania Medersa, Königspalast (Außenbesichtigung), Judenviertel, Bab Boujeloud., Fes-Place Nejjarine, Danach Fahrt mit kurzen Halt im islamischen Wallfahrtsort Moulay Idriss in der Gegend von Volubilis, wo wir unser nächstes Hotel für 2 Nächte aufsuchten. Dieser Tag war sehr anstrengend doch er war noch nicht der Abschluß dieses Tages. Am Abend fuhren wir in ein schönes marokkanisches Restaurant das uns traditionelle Folklore bot.

10. Tag:

Ausschlafen konnte man hier nicht, wollten wir auch nicht, da wir neugierig waren was uns in Volubilis erwarten würde. Volubilis ist die bedeutendste Ruinenstätte Marokkos. Hier findet man wunderschöne Fußbodenmosaike die bei Ausgrabungen entdeckt wurden. Einige Säulen beweißen, dass hier mächtige Gebäude standen. Als nächstes fuhren wir nach Meknes. Hier standen die Besichtigung der Stallungen des Moulay Ismail (Getreidespeicher)
an. Die Innenbesichtigung der Grabmoschee des Moulay Ismail war faszinierend. Das große Bab el-Mansour überwältigte uns. So fuhren wir wieder mit vielen Tageseindrücken zum Hotel zurück.


11. Tag:

Dir Königsstadt Rabat war heute unser nächstes Ziel. Rabat ist die Hauptstadt Marokkos. Eine Außenbesichtigung des Königspalastes stand nun auf unserem Plan. Eine Markierungslinie zeigte uns, dass wir hier nicht weiter durften. Die Wachposten hatten ihre Gewehre im Anschlag. Ein weiterer Besichtigungspunkt war die Merinidennekropole mit botanischem Garten. Höhepunkt der nächsten Besichtigung was das Mausoleum Mohamed V. Eine enorm schöne Kuppel aus fein ziseliertem und mit Goldplättchen geschmückten Mahagoniholz, wölbt sich über dem Sarkophag . Weiter zeigte man uns den Hassan-Turm.
Nun fuhren wir weiter nach Casablanca. Eine Außenbesichtigung der monumentalen Moschee Hassan II. war unser Ziel. Voller Freude konnte uns unser Reiseleiter Rabie mitteilen, dass wir auch Zutritt ins Innere der Moschee hätten. Das löste natürlich eine Riesenbegeisterung bei uns Reisenden aus. Die Moschee wurde am 30.08.1993 eröffnet. 25.000 Menschen finden im Gebetssaal Platz. 80.000 Menschen können dem Gebet auf dem Vorplatz beiwohnen. Das Dach des Gebetssaales lässt sich per Knopfdruck öffnen. -Faszination pur -
Nach diesen wunderbaren Einblicken, in eine Welt die für uns wie im Märchen aussieht fuhren wir in unser neues und letztes Quartier in das Hotel Safir-Casablanca. Nach einem gemütlichen Abendessen und einem schönen Abschluß in der Hotelbar ging unsere Rundreise in Marokko zu Ende.

12. Tag:

Nach dem letzten orientalischem Frühstück brachte uns der Reisebus zum Flughafen nach Casablanca. Die Air Maroc flog uns wieder sicher zum Heimatflughafen nach Frankfurt. Am Flughafen angekommen durften wir die Maschine nicht verlassen, da, so wie wir mitbekamen, einen Passagier an Bord hatten, der von der Flughafenpolizei abgeführt wurde. Das war schon ein Schreck der nach ca. 2 Stunden vorbei war, und wir endlich auschecken konnten.


Es war eine wunderschöne Reise, in ein armes, reiches Land, das in unseren Erinnerungen bleiben wird.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
nicky82

nicky82

10.09.2005 11:46

nach marokko möchte ich auch mal...lg nicky

elguwi

elguwi

23.01.2004 12:22

Bin selbst häufiger Urlauber in Marokko. Schade, dass die Zeit für Agadir so knapp bemessen war. Ich kenne dort viele liebenswerte Menschen. Warum die Skepsis zum Klima ? Die schlechten Zähne haben viele andere Ursachen. Alles Gute und inschallah von elguwi

Guela

Guela

17.11.2003 20:16

Toller Bericht- schade nur, daß du dich nicht näher zum "tödlichen Klima" ausläßt. Mich hätte schon auch interessiert, wie du zu diesem Urteil gekommen bist. Viele Grüße Guela

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